Dienstag, 07. Juni 2022 | ColdwaterBay – Tersane Adasi | 15,52 nm

Unseren Plan heute von der Coldwater Bay aus nach Kalkan zu segeln, geben wir auf. Zum einen ist kein Wind angesagt und 30 Seemeilen hin und am nächsten Tag 30 Seemeilen zurück unter Motor machen keinen Sinn. Außerdem ist mal wieder Gewitter angesagt und darauf haben wir unterwegs wenig Lust. Nane hat gestern das Team vom Tersane Restaurant angeschrieben und nachgefragt, ob wir einen Platz bekommen können – kein Problem. Also können wir uns Zeit lassen, wir haben nur 15 Seemeilen vor uns und erst ab 11 Uhr soll es ein wenig Wind aus Südwest geben. Also lassen wir es gemütlich angehen. Nane macht Suzuk für die Jungs zum Frühstück und wir legen noch mal eine kühlere Badepause ein – die Coldwater Bay hat ihren Namen zurecht. Gegen 11 Uhr machen wir los und drehen noch eine Rund um die Gemiler Adasi, hier wollen wir auf diesem Törn noch einen Ankerstopp einlegen.

Um 12.30 Uhr nach dem Kap Dökükbasi Burun haben wir achterlichen Wind und setzen die Genua. Wir kommen mit 4 bis 5 Knoten gut voran und cruisen direkt auf die Durchfahrt zwischen Domuz Adasi und Tersane Adasi zu. Thomas macht den DJ und Dirk und ZR üben sich in Power-Napping. Um 14.45 Uhr sind wir an der Einfahrt der Tersane Adasi und fahren in die gut geschützte Innenbucht. Der Steg ist wieder Erwarten recht leer. Wir bekommen einen Außenplatz mit Muring und legen an. Unseren Anleger genießen wir in zwei Schritten, erst mal in Form eines kühlen Weinschorles und im zweiten Schritt mit Bruschetta und Ekzine-Käse – sehr lecker. Danach gehen wir schwimmen. Dirk taucht die Pura Vida ab und sieht, dass auch das Ruderblatt einen Knutscher von Hayit Bükü abbekommen haben muss.

Wir chillen an Deck und gehen schwimmen. Die Wirtin kommt und fragt, was wir zum Abendessen haben möchten. Köfte, Fisch, Hähnchen, Calamaris, Lamp Casserole… wir sollen uns entscheiden. Wir verschieben das auf später und versprechen rechtzeitig Bescheid zu geben. Wegen der „Arsch-nach-vorne-Flieger“, die laut Sarah Glühwürmchen sind, wollen wir erst um 20 Uhr essen. Neben uns kommt ein Katamaran rein und ZR ist rechtzeitig zur Stelle um mit Fender zu verhindern, dass die Pura Vida Schaden nimmt. Der Skipper bedankt sich mehrfach.

Wir gönnen uns als Sundowner Weißwein und gehen kurz nach 20 Uhr zum Essen. Thomas und Nane haben die Bestellung rechtzeitig abgegeben. Dirk hat sich für Hühnchen entschieden, Thomas wolle 1,5 Portionen Köfte, ZR ist mit gegrilltem Lamm am Start und Nane will heute nur Salat dazu 4 Shandys (Radler). Die Vorspeisen kommen automatisch, das Essen ist okay, aber bei der Rechnung bekommt Thomas Schnappatmung, seine 6 Köfte kosten 500 Tyl, das sind knapp 30 Euro. Die Inflation schlägt diese Saison voll zu buche. Die Preise sind extrem gestiegen und wir versuchen ihn zu beruhigen, weil wir ja auf einer Insel sind, weil wir die „Muring-Fee“ mit einkalkulieren müssen etc. Aber er kommt kaum darüber hinweg, das ein paar Hackfleischbällchen so teuer sein können, er hat ja kein Bonfilet bestellt Nicht mal sein Erdbeer-Limes hilft als Absacke, um ihm den Schock zu nehmen. Wir schnacken bis kurz vor Mitternacht im Cockpit bei romantischer Beleuchtung – Nane hat die Kerzengläschen und LED-Leuchten mitgebracht, die Thomas ihr mal geschenkt hat. Es ist absolut windstill und so nach und nach verabschieden wir uns in die Kojen.

Coldwater Bay

Coldwater Bay

Coldwater Bay

Coldwater Bay

Coldwater Bay

Coldwater Bay

Coldwater Bay

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...unterwegs

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Montag, 6. Juni 2022 | Wallbay/Adaia – Coldwater Bay | 21,32 nm

Kurz vor 7 Uhr sind ZR und Nane schon wach. Ein Hahn und ein Pfau hier in der Wall Bay waren sehr motiviert ihre Weckrufe durch die Bucht schallen zu lassen. Erst mal ein Kaffee – guter Plan. ZR geht schwimmen und meint es wäre zapfenkalt, darum versucht Nane es erst gar nicht. Wir genießen den ruhigen Morgen. Um 8 Uhr kommt Leben ins Schiff und wir wollen mit den Frühstücksvorbereitungen starten. ZR macht den kleinen Kühlschrank auf, der auch als Gefrierschrank genutzt werden kann und entdeckt eine geplatze Cola-Dose. Also haben wir trotz Stellung auf halb, noch zu viel Kühlenergie gehabt. Wir putzen. Thomas beschießt, uns zum Frühstück einzuladen, weil doppelte Arbeit an Bord ja so gar nicht geht. Dankeschön.

Das Frühstück war super lecker, auch wenn der Service etwas holprig war. Auf jeden Fall war die Aussicht auf die Bucht ein Traum. Wir haben es nicht eilig. Wir wollen heute in die Coldwater Bay das sind auf dem kürzesten Weg 15 Seemeilen. Aber vielleicht können wir noch etwas Thermik nutzen und segeln. Um kurz nach 11 Uhr machen wir alles klar zum Auslaufen. Die Yacht hinter uns „Melissa“ legt ab so dass wir wunderbar Platz haben rückwärts vom Steg wegzufahren und Kurs Richtung Göcek Golf zu nehmen. Wir haben achterlichen Wind, also setzen wir die Genua und nehmen keine der Ausfahrten zwischen den Inseln sondern cruisen runter bis zur Tersane Adasi.  Um 12.30 Uhr ist der Genuss leider vorbei, wir haben durch die Abdeckung keinen Wind mehr und schmeißen den Motor an. 20 Minuten später sind wir im Fethiye Golf und haben wieder Wind, 10 Knoten scheinbar, also setzen wir Groß und Genua – endlich segeln.

Hart am Wind kommen wir bis kurz vor das Kap Dökukbasi Burun und wollen wenden. Eine andere Yacht fährt uns voll in unser Manöver, aber Gott sei Dank ist nichts passiert. Wir nutzen den Wind, der mittleiweile knapp 15 Knoten scheinbar ist und schaffen uns Raum für die nächste Wende, mit der wir direkt Richtung Coldwater cruisen wollen.

Wir können Abfallen und nutzen den Wind bis kurz vor Gemiler Adasi. Hier brauchen wir den Motor für die restliche Strecke. Um 15. 30 Uhr holen wir die Segel ein und kurz nach 16 Uhr sind wir vor der Coldwater Bay. Wir haben reserviert und das ist auch gut so. Noch liegen die schrecklichen Ausflugsschiffe im Piratenstil in der Bucht, die nacheinander ablegen. Dann können wir unser Anlegemanöver starten. Serkan wartet im Fischerboot und weist uns ein. ZR macht den Anker, Dirk ist am Steuer und Thomas macht die Landleine. Wir kommen super rein. Am Ende spielt uns Dirks Knie noch einen Streich, mit dem er etwas vorwärts Gas gibt, während er die Landleine auf seiner Seite macht, aber gemeinsam kriegen wir das hin. Wir kamen unseren Nachbarn nur etwas näher, aber am Schluss lagen wir perfekt mit zwei Landleinen.

Einmal hier wollten wir auch testen, ob die Coldwater Bay Ihrem Namen immer noch alle Ehre macht. Wir liegen nicht direkt an der kalten Quelle, aber es ist frisch genug. Trotz der kühleren Temperatur gehen wir alle ins Wasser, sogar Thomas ;-) Im Wasser überlegen wir, ob wir das Dinghi später brauchen, aber hier gibt es einen Abhol-Service – perfekt. Wir werden um 20.10 Uhr abgeholt, um die Zeit sind auch die komischen Insekten weg, die wir „Arsch-nach-vorne-Flieger“ getauft haben.
Wir chillen an Bord und checken das Wetter. Für morgen Nachmittag ist wieder schweres Gewitter angesagt. Eigentlich wollten wir nach Kalkan, aber das werden wir wohl bleiben lassen. Ohne Wind 36 Seemeilen nach Kalkan zu motoren und in ein Gewitter zu kommen, macht keinen Sinn. Nane sucht nach einem Plan B und schreibt ein paar WhatsApp – bis jetzt hat noch niemand geantwortet, aber wir schauen, was geht.

Pünktlich um 20.10 Uhr kommt Sercan und holt uns ab. Wir laufen den Berg hoch zum Restaurant und freuen uns, neben Sarah auch Ali Tuna zu sehen. Nane richtet Grüße von Walter aus, er freut sich und lädt uns auf einen türkischen Mokka ein. „Liebe Grüße zurück“. Wir bestellen Lamm, Tavuk, Fisch und einen vegetarischen Spieß. Alles sehr lecker, aber das Highlight ist der Nachtisch – Apple Crumble mit Kaymak-Eis. Der Tipp erst nach 20 Uhr zu kommen, wegen der Glühwürmchen, war gut, auch wenn noch genügend „Arsch-nach-vorne-Flieger“ unterwegs waren. Für den nächsten Tag bestellen wir 2 Brote, sie werden um kurz vor 9 Uhr geliefert – passt. Wir lassen uns zurück an Bord bringen, nehmen noch einen Absacker und verschwinden in den Kojen – die Seeluft macht müde.

Coldwaterbay

Coldwaterbay

Coldwaterbay

Coldwaterbay

Adaia Gocek

Adaia Gocek

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Adaia Gocek

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Adaia Gocek

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Adaia Gocek

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Mittwoch, 03.06.2015 | Coldwater Bay – Yacht Mola Restaurant Boynuz Bükü | 17,46 nm

8.20 Uhr | ZR trinkt seinen ersten Kaffee mit Blick in die Coldwater Bay. Wir werden langsam wach. Dirk pumpt das Schlauchboot noch ein wenig auf und wir lassen noch 20 Minuten den Motor laufen, um die Batterie etwas zu laden. MM schwimmt eine Runde und erklärt uns, das Wasser sei sehr erfrischend – aber keiner hat Lust auch in das kalte Nass zu springen.

9.10 Uhr | Dirk bringt uns auf 2 Mal an Land und wir laufen den Weg hoch zum Restaurant, um mit herrlicher Aussicht zu frühstücken. Wir speichern diese Aussicht in unseren Köpfen ab und verabreden und für nächsten Mittwoch 10.20 Uhr genau daran zu denken, wenn wir wieder im Job sind.

10.00 Uhr | Wir machen die ANDIAMO klar zum Ablegen. Ali Tuna macht unsere Landleine und Micha und Nane den Anker. Jetzt sind wir gespannt, was uns im Yacht Mola Restaurant in Boynuz Bükü erwartet. Nane hat gestern Abend noch reserviert. Hier sollten wir etwas Strom und Wasser welches angeblich frisch aus der Quelle kommt tanken – laut Bay Express ist das hier möglich.

11.00 Uhr I 3 Knoten Wind bringen uns nicht wirklich weiter beim Segeln, die Sonne drückt und langsam verzieht sich auch das düstere Wolkenbild, welches am Morgen noch über der Küste hing und heftig nach Regen aussah.

11.20 Uhr | Nane beschließt, dass wir die Segel setzen und versuchen aus 8 Knoten Wind so viel wie möglich rauszuholen. Mit 4 Knoten SOG kommen wir gemütlich voran.

12.00 Uhr | MM übernimmt das Steuer. Wir sind ca. in der Mitte des Fethiye Körfezi. SOG 4,5 Knoten und ETA 14.30 Uhr. Hoffentlich können wir heute noch baden, denn für morgen ist Regen angesagt.

13.30 Uhr I Noch 2 nm dann sind wir da – leider kein Wind im Göcek Golf…so werden wir halt direkt zum Anlegen fahren und den Tag noch etwas die Sonne genießen. Die Lage des Restaurants soll ja vielversprechend sein – wir werden berichten.

14.30 Uhr | Wir liegen am Jetty mit Strom und Wasser. Neben uns eine schwedische Eigneryacht. Nane macht erst mal Schafskäse-Päckchen als Anleger. Plötzlich stehen 16 Mountainbiker am Jetty – hier geht’s nicht weiter. Der Slang ist schwäbisch. Sie warten auf ein Boot, das sie abholt: Radwandern in der Türkei mit einer Gullet. Hört sich gut an. Hinter dem Jetty gibt es eine Badeleiter wir gehen eine Runde schwimmen, das Wasser ist herrlich.

Fahrräder

Fahrräder auf der Gullet

15.45 Uhr | Nane geht duschen und bringt auf dem Rückweg Dondurma für alle mit. Die Duschen sind toll, das Wasser ist heiß. Nane ist begeistert.

16.30 Uhr | Dirk und Micha machen sich auf eine Wanderung, finden aber weder den Wasserfall noch sonstige interessante und spannende Dinge. Die Jungs gehen noch mal schwimmen.

19.00 Uhr | Wir machen uns langsam auf den Weg zum Essen. Wie hier üblich gibt es nur Menü. Nane entscheidet sich für mit Käse gefüllte Aubergine, ZR nimmt eine Grillplatte, Dirk Köfte und Micha will einen großen Salat. Plötzlich ertönt ein lautes Brummen wie von einem Motorrad und Rauch steigt auf – ein Mitarbeiter geht in die Botanik und sprüht Rauch in das Schilf und in die Büsche gegen die Moskitos. Auf jedem Tisch steht schon türkisches „Autan“ als Service. Zwischen 50 und 60 TL zahlen wir pro Nase und 20 TL Strom stehen extra auf der Rechnung – Dirk findet, dass das vorher angekündigt werden sollte, oder im Bay Express vermerkt werden müsste, das Strom hier extra kostet – einfach kommentarlos auf die Rechnung ist nicht die feine Art.

viel Rauch…Hust

21.30 Uhr | Wir gehen zurück auf die Andiamo und trinken noch einen Raki. Die Nachbarn meinen, dass es laut Wetterbericht nach Mitternacht einen kurzen Regenschauer geben soll, Micha will es trotzdem draußen versuchen und hat Glück – es regnet nicht.

hat Angst vor uns...

unterwegs

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