Mittwoch, 8. Juni 2022 | Tersane Adasi – Siralibük Koyu | 9,17 nm

Keine Ahnung, warum, aber an diesem Morgen in der Tersane Bucht wachen wir erst kurz nach 9 Uhr auf – Skandal. Nane macht für die Jungs Omelett mit Schinken, Käse und Zwiebeln. Und wir planen uns heute eine Bucht zu suchen, in der wir ankern können. Wind ist nicht viel angesagt, so dass wir nicht unnötig Diesel verblasen wollen.

Das Supermarkt-Boot legt an und Nane geht shoppen. Kirschen, ein paar Tomaten und Gurken, etwas O-Saft – coller Service hier in der Gegend. Gegen 11 Uhr machen wir alles klar zum Auslaufen und wollen mal Richtung Yassica Adalari. Wir umrunden die Insel unter Motor, aber die Ankerplätze sind belegt. Auf 30 Meter wollen wir nicht ankern, weshalb wir den aufkommenden Wind nutzen, die Segel setzen und Richtung Siralibük Koyu kreuzen. Kurz vor 14 Uhr sind wir in der Bucht, in der schon etliche Yachten vor Anker liegen. Wir suchen uns einen Platz aus und schmeißen den Anker, ZR macht die Landleine. Der erste Versuch scheitert, weil der Anker nicht hält, aber beim zweiten Anlauf passt es. ZR bringt zwei Landleinen aus und verkündet, dass das Wasser angenehm warm ist – prima. Nachdem wir alle im Wasser waren, um die sommerlichen Temperaturen zu genießen, gibt es erst mal einen Kaffee und Brownies mit Schoko-Soße – lecker.

Wir chillen am Nachmittag und schauen zu, wie immer mehr Boote in die Bucht kommen, um sich einen Ankerplatz zu suchen. Jetzt ist es schon voll, im Sommer aussichtslos. Das brauchen wir nicht wirklich. Nane schreibt der Ece Saray Marina wegen dem schon im Februar reservierten Platz für unseren Crew-Wchsel. Die Antwort schockiert – es gibt leider doch keinen Platz, wir sollen erst Sonntag kommen. Super, Plan B muss her. Wir schreiben Olgac an, ob er bessere Kontakte hat, aber auch er meint, wenn dann reagieren die Marinas nur Last Minute. Plan B ist bei Mahmut von Derya-Yachting anzufragen oder im Yachtclassic-Hotel einen Platz zu reservieren. Das Yachtclassic-Hotel hat zugesagt – perfekt. Jetzt müssen wir den Transfer von Katharina und Christopher noch umlenken und die Sache mit dem Transitlog mit Olgac klären.

Für den morgigen Tag haben wir noch keinen Plan. Es ist kaum Wind angesagt, nur zwischen 15 und 18 Uhr. Thomas meint, wir könnten raus zum Spaß segeln und dann wieder herkommen, um im Olive-Restaurant oder im Onno-Restaurant anzulegen. Er versucht zu reservieren, erst mal ohne Antwort.

Nane macht als Vorspeise Schafskäse mit Tomaten, Knoblauch und Zucchini und danach Lemon-Pasta mit Parmesan – lecker. Wir bekommen noch russische Nachbarn, die ihre Kette schmeißen ohne darauf zu hören, wo die Ketten der andren Yachten liegen. Aktuell sind etliche russische Crews unterwegs, aber alle ohne Gastlandflagge, sprich ohne russische Nationalflagge – man versucht inkognito zu segeln. Man erkennt es dann nur an der Sprache, wenn sie in der Nähe sind. Begeistert ist gerade niemand, sie hier anzutreffen.

Abends wird es recht frisch, Dirk verschwindet als erste in der Koje, wir bleiben auch nicht viel länger an Deck. In der Nacht werden wir um 4 Uhr von Motorengeräusch geweckt. Die russische Crew legt ab. Dirk und Nane sind an Deck, um evtl. Problemstellungen rechtzeitig zu lösen. Die Nacht danach fühlt sich kurz an.

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Dienstag, 07. Juni 2022 | ColdwaterBay – Tersane Adasi | 15,52 nm

Unseren Plan heute von der Coldwater Bay aus nach Kalkan zu segeln, geben wir auf. Zum einen ist kein Wind angesagt und 30 Seemeilen hin und am nächsten Tag 30 Seemeilen zurück unter Motor machen keinen Sinn. Außerdem ist mal wieder Gewitter angesagt und darauf haben wir unterwegs wenig Lust. Nane hat gestern das Team vom Tersane Restaurant angeschrieben und nachgefragt, ob wir einen Platz bekommen können – kein Problem. Also können wir uns Zeit lassen, wir haben nur 15 Seemeilen vor uns und erst ab 11 Uhr soll es ein wenig Wind aus Südwest geben. Also lassen wir es gemütlich angehen. Nane macht Suzuk für die Jungs zum Frühstück und wir legen noch mal eine kühlere Badepause ein – die Coldwater Bay hat ihren Namen zurecht. Gegen 11 Uhr machen wir los und drehen noch eine Rund um die Gemiler Adasi, hier wollen wir auf diesem Törn noch einen Ankerstopp einlegen.

Um 12.30 Uhr nach dem Kap Dökükbasi Burun haben wir achterlichen Wind und setzen die Genua. Wir kommen mit 4 bis 5 Knoten gut voran und cruisen direkt auf die Durchfahrt zwischen Domuz Adasi und Tersane Adasi zu. Thomas macht den DJ und Dirk und ZR üben sich in Power-Napping. Um 14.45 Uhr sind wir an der Einfahrt der Tersane Adasi und fahren in die gut geschützte Innenbucht. Der Steg ist wieder Erwarten recht leer. Wir bekommen einen Außenplatz mit Muring und legen an. Unseren Anleger genießen wir in zwei Schritten, erst mal in Form eines kühlen Weinschorles und im zweiten Schritt mit Bruschetta und Ekzine-Käse – sehr lecker. Danach gehen wir schwimmen. Dirk taucht die Pura Vida ab und sieht, dass auch das Ruderblatt einen Knutscher von Hayit Bükü abbekommen haben muss.

Wir chillen an Deck und gehen schwimmen. Die Wirtin kommt und fragt, was wir zum Abendessen haben möchten. Köfte, Fisch, Hähnchen, Calamaris, Lamp Casserole… wir sollen uns entscheiden. Wir verschieben das auf später und versprechen rechtzeitig Bescheid zu geben. Wegen der „Arsch-nach-vorne-Flieger“, die laut Sarah Glühwürmchen sind, wollen wir erst um 20 Uhr essen. Neben uns kommt ein Katamaran rein und ZR ist rechtzeitig zur Stelle um mit Fender zu verhindern, dass die Pura Vida Schaden nimmt. Der Skipper bedankt sich mehrfach.

Wir gönnen uns als Sundowner Weißwein und gehen kurz nach 20 Uhr zum Essen. Thomas und Nane haben die Bestellung rechtzeitig abgegeben. Dirk hat sich für Hühnchen entschieden, Thomas wolle 1,5 Portionen Köfte, ZR ist mit gegrilltem Lamm am Start und Nane will heute nur Salat dazu 4 Shandys (Radler). Die Vorspeisen kommen automatisch, das Essen ist okay, aber bei der Rechnung bekommt Thomas Schnappatmung, seine 6 Köfte kosten 500 Tyl, das sind knapp 30 Euro. Die Inflation schlägt diese Saison voll zu buche. Die Preise sind extrem gestiegen und wir versuchen ihn zu beruhigen, weil wir ja auf einer Insel sind, weil wir die „Muring-Fee“ mit einkalkulieren müssen etc. Aber er kommt kaum darüber hinweg, das ein paar Hackfleischbällchen so teuer sein können, er hat ja kein Bonfilet bestellt Nicht mal sein Erdbeer-Limes hilft als Absacke, um ihm den Schock zu nehmen. Wir schnacken bis kurz vor Mitternacht im Cockpit bei romantischer Beleuchtung – Nane hat die Kerzengläschen und LED-Leuchten mitgebracht, die Thomas ihr mal geschenkt hat. Es ist absolut windstill und so nach und nach verabschieden wir uns in die Kojen.

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05.06.2015 | Tersane – Fethiye – Ece Saray Marina | 11,69 nm

7.30 Uhr | ZR und Micha trinken schon Kaffee und gehen schwimmen. Nane liest und der Skipper gönnt sich noch eine halbe Stunde Schlaf. Wir machen das letzte Frühstück an Bord und wollen und besprechen, dass wir um 10.00 Uhr auslaufen wollen.

10.10 Uhr | Wir legen ab und umfahren vorsichtig die Murings, der anderen Yachten, der Jetty war gestern Abend recht voll. Außer uns ist noch keiner unterwegs, man diskutiert noch ob man noch baden möchte oder lieber doch schon in die Marina fährt.

11.15 Uhr I Wie zu erwarten war, kaum Wind, aber auch keine anderen Schiffe…seltsam, absolut tote Hose. Wir lassen Kizil Ada an Backbord. Das Wetter macht auch nicht das, was angesagt ist, die Sonne scheint, kaum Wolken und 1010hPa. Wir setzen die Genua, um wenigsten noch ein bisschen zu segeln. So cruisen wir mit knapp 4 Knoten der Untiefentonne Batik Kaya entgegen, um diese dann an Steuerbord liegen zu lassen. Außer Nane hat auf diesem Törn keiner Lust gehabt beim Segeln das Steuer zu übernehmen – sie ist genervt. Sie hätte sich auch gern mal hingelegt und ausgeruht, wenigstens am letzten Tag, aber das steht nur den Herren an Bord zu.

12.20 Uhr | Wir sind vor der Einfahrt der Ece Saray Marina und müssen warten. Das Funkgerät tut nicht – Mist. Wir müssen vor der Einfahrt kreisen.

13.00 Uhr | Endlich dürfen wir an die Tanke. 3226,8 Motorstunden haben wir auf dem Motorstundenzähler, los sind wir mit 3197 Stunden, das sind 29,8 Motorstunden, dafür tanken wir hier 158,23 Liter – das wären 5,3 Liter pro Motorstunde, da wir aber nur mit max. 1400 Umdrehungen unterwegs waren, bezweifeln wir diesen Verbrauch stark im Vergleich zu den anderen Schiffen, die wir bisher hatten. Sogar die Belina hat nur 4 Liter gebraucht. Die Andiamo war aus unserer Sicht nicht voll getankt, als wir sie übernommen haben. Auch jetzt zeigt die Tankanzeige immer noch voll an. Das müssen wir klären.

14.00 Uhr | Wir liegen am Jetty. Nane ist mehr als sauer und nicht ansprechbar. Macht aber trotzdem Anleger für alle.

14.30 Uhr | Der Taucher war schon da – alles in Ordnung. Dafür haben wir 130€ an der Kaution gekürzt bekommen für die Segelreparatur – das werden wir mal bei der Versicherung einreichen und schauen, ob sich diese Versicherung bezahlt macht?!

17.30 Uhr I Nane ruht auf Rimini, ZR schreibt Postkarten und Dirk und MM sind zum Barber…endlich mal wieder ;-)

19.00 Uhr | Wir gehen zum Essen. Wir wollen endlich mal den legendären Fischmarkt in Fethiye ausprobieren. Sprich kauf Deinen Fisch beim Fischhändler und lass ihn Dir in einem umliegenden Restaurant zubereiten. ZR und Dirk entscheiden sich für einen Barsch – mit 1,7Kg, Nane will Kingprawns. Das klappt echt gut. Wir suchen das Restaurant, in dem Tareks Bruder (Sailors Paradise) arbeitet und genießen den frischen Fisch. Es ist laut, es ist hektisch und wir sind etwas überfordert nach diesen 2 Wochen “Entschleunigung”.

MM wird um 1 Uhr in der Nacht geholt – der Rest nach Stuttgart um 4.40 Uhr…das wird ne kurze Nacht.

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Ece Saray Marina Fethiye

Unterwegs

Ece Saray Marina Fethiye

Unterwegs

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Restaurant im Fethiye Golf

Restaurant im Fethiye Golf

Andiamo

Unterwegs

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Micha chillt

Unterwegs

Unterwegs

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