Freitag, 14.06.2024 | Turunc – Adaköy Marina Marmaris | 4,64 nm

Nach der heißen und etwas unruhigen Nacht lassen wir es gemütlich angehen. Erst mal schwimmen, um richtig wach zu werden. Das letzte gemeinsame Frühstück an Bord muss celebriert werden, die Etagere von Thomas kommt zum letzten Mal zum Einsatz bevor sie in der Privatbox im Vorschiff von Nane und Dirk verschwindet. Die Bucht erwacht auch langsam zum Leben und die ersten Ausflugsboote und Wassertaxis ziehen an uns vorbei. Jetskis kommen zum Einsatz und kreischende Menschen werden von Speedbooten auf Ringen durchs Wasser gezogen – für uns Grund genug auch langsam aufzubrechen. Am Nachmittag soll es stärkeren Wind aus West geben, nicht optimal zum Anlegen. Nane schreibt die Adaköy Marina an, ob wir die Pura Vida bis Norbert kommt im Innenbereich der Marina „parken“ können. Weniger Schwell und weniger Geplätscher für unsere letzte und Norberts erste Nacht, wenn er am Montagabend kommt. Der Rückruf kommt keine 15 Minuten später – ja das geht klar. Prima – die Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Adaköy Marina klappt bis jetzt sehr gut.

Gegen 12.45 Uhr sind wir vor der Marina und funken auf Kanal 73, dass wir auf die Marineos warten. Ca.  15 Minuten später kommt ein Dinghi und meint „follow us“ – wir werden auf Platz A35 im Innenbereich gelegt. Dirk fährt ein perfektes Anlegemanöver. Nane meint, das hätte sie niemals nie so hinbekommen, rückwärts durch die enge Gasse ohne beim Drehen die Murings der anderen Boote zu fangen oder mit dem Bugkorb vorn andere Bugkörbe zu fangen – die ganze Crew ist beeindruckt. Beim letzten Anlegeschluck stoßen wir extra nochmal auf Dirk an.

Wir verstauen unsere privaten Dinge, die an Bord bleiben sollen vorne in das Fach unter dem Bett und packen unsere Seesäcke so weit wie möglich, danach gehen wir duschen. Nane und Dirk müssen in die Stadt um Hüsniye zu besuchen, die uns Ersatz für unser Abtropf-Sieb besorgt hat, das kaputt gegangen ist, außerdem muss Dirk dringend zum Barber – er sieht mittlerweile sehr verwegen aus. Elmar und Petra wollen nicht in die Stadt, es ist einfach zu warm und darum möchten Sie auch nur einen Snack zum Abendessen an Bord nehmen. ZR, Nane und Dirk fahren mit dem Taxi für 500 Tyl in die Stadt – der Taxifahrer lässt coole Musik (Burak Yeter & Cecilia Krull – My Life Is Going On) laufen und ist zügig unterwegs, das gefällt uns so gut, dass wir gleich die Nummer aufschreiben, um ihn für die Rückfahrt zu buchen. Als erstens spendieren wir Hüsniye und Ihrer Mama ein Dondurma. Dirk geht zum Barber und Nane und ZR quatschen mit Hüsniye über den Törn, der leider schon vorbei ist. Nane kauft für Petra zwei blaue Glaslichter, damit sie die „blaue Stunde“ zu Hause beibehalten können. Dann noch ein paar Schals und schon ist Dirk frisch rasiert und mit Kurzhaarschnitt wieder bei uns – kaum wiederzuerkennen! Wir quatschen noch eine Weile und Hüsniye bekommt von Nane den Auftrag Preise für 12 Handtuchsets zu erfragen jeweils ein Duschtuch und ein kleineres Handtuch in dunkelgrau. Sie wird sich nach Bayram darum kümmern. Wir denken, dass wir die Pura Vida mit eigener Bettwäsche und eigenen Handtüchern ausstatten sollten, damit wir zwischendurch mal die „Laundry“ die Marina nutzen können.

Im Anschluss schlendern wir zum Golden Plate um uns ein frühes Abendessen zu gönnen. Das Steak zum Abschluss und die Garlic-Mushrooms sind einfach Tradition, da sind sich ZR und Nane einig. Um 18 Uhr fahren wir zurück in die Marina und gönnen uns noch den ein oder anderen Drink im Cockpit. Das war ein schöner Törn, der leider viel zu schnell vorbei ging. Elmar und Petra werden morgen gegen 11 Uhr abgeholt, wir schon um 2 Uhr in der Früh, also gehen wir früher ins Bett, um noch ein wenig Schlaf zu bekommen. Um 1.15 Uhr klingelt der Wecker, wir gehen duschen und  ZR kocht sich noch einen schnellen Kaffee. Elmar und Petra werden die Pura Vida noch schön machen, abschließen und den Schlüssel bei der Security abgeben. Wir verabschieden uns von den beiden, wünschen ihnen noch eine restliche ruhige Nacht und tragen unsere Seesäcke zum Eingang wo gerade der Bus von DM-Transfer vorfährt – perfektes Timing. Im VW-Bus schlafen wir noch eine Runde. Am Flughafen ist richtig viel los aber der CheckIn funktioniert problemlos und wir warten am Gate 42 auf unseren Abflug. Nane und Dirk schlafen noch ein bisschen und ZR bewacht die beiden sowie das Handgepäck. Im Flugzeug sitzen wir in Reihe 8 wie auch dem Hinflug und schlafen weiter, nur ZR gönnt sich zwischendurch einen “günstigen” Kaffee. Wir landen pünktlich und auch das Gepäck ist schnell da, so dass wir zügig draußen sind, wo Christian schon auf uns wartet, um uns heim zu fahren. Zurück in Deizisau geht Nane erst mal zum Bäcker, um ein paar Brezeln und Brötchen zu besorgen und zum Metzger – nach dem Frühstück geht es erst mal wieder ins Bett – ausschlafen ist angesagt

Turunc

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Donnerstag, 13.06.2024 | Ciftlik – Marmaris – Turunc | 16,54 nm

Kurz nach 7 Uhr ist ZR wach und ein wenig knötterig – er hat Kopfschmerzen und führt das auf den Mix aus Radler und Weißweinschorle zurück. Jetzt erst mal Kaffee und dann schwimmen – vorher bitte nicht ansprechen.

Um 9 Uhr holt Nane erst mal frisches Brot es ist noch richtig heiß und schmeckt einfach klasse. Wir haben beschlossen schon heute an die Tankstelle zu fahren und im Anschluss noch einen Abend und eine Nacht vor Anker einzulegen. Den Stress am Freitag vor der Tankstelle, wenn alle Charterboote Kreise drehen und man fast 3 Stunden einplanen muss, wollen wir vemeiden. Nach dem Frühstück gehen wir noch mal eine Runde schwimmen und Dirk lässt die Drohne steigen. Er hat Deniz Restaurant versprochen, ein paar schöne Bilder zu machen, die sie in Social Media nutzen können. „Advertising very important Dirk.“ Ja das glauben wir gern.

Nane zahlt die Rechnung vom Vorabend und kauft noch Salat, Tomaten und Knoblauch für das Abendessen in der Bucht. Wir verabschieden uns bis Oktober und wünschen allen einen angenehmen Sommer.

Gegen 11:30 Uhr legen wir ab und fahren unter Motor ohne Wind Richtung Marmaris. Mitten in der Ausfahrt neben der Insel ankert ein Katamaran von Miknatis. Der Skipper ruft uns zu, dass ein anderes Boot, das gerade rausgefahren ist, seinen Fenderball verloren hat. Wir fahren in dieselbe Richtung und Elmar schafft es den Ankerball mit dem Bootshaken aufzunehmen. Nane war schon startklar, um zur Not ins Wasser zu springen und den Ankerball an Bord zu holen – schade, die Erfrischung hätte noch mal gut getan. Es ist heiß und der Wind ist ein warmer Fön – das ist für diese Jahreszeit einfach ungewöhnlich. Wir versuchen das Boot auszumachen welches den Kugelfender verloren hat – aber es gelingt uns leider nicht…

Gegen 13.30 Uhr sind wir an der Tankstelle und haben 5 Privatboote vor uns – nicht optimal, aber auszuhalten. Es geht kein Wind und so braten wir in der Hitze während Dirk Kreise vor der Tankstelle fährt. Zwei Stunden später haben wir getankt und abgepumpt. Die zwei Jungs an der Tanke haben es nicht so eilig und arbeiten wegen der Hitze in einer Art Slow-Motion. Dann gibt es Crews, die noch im nahegelegenen Migros Jet einkaufen und einen der beiden Anlegeplätze vor der Tankstelle blockieren – prima. Das Prozedere Abpumpen und Tanken läuft nicht parallel sondern hintereinander, so dass jedes Boot mehr als 20 Minuten an der Tankstelle steht, was die Warteschlange länger und nicht kürzer werden lässt.

Als wir endlich ablegen können, fühlen wir uns durchgegart und sind froh wieder Fahrtwind zu spüren, auch wenn der sehr heiß ist. Nane steht am Steuer und will die Genua auf Backbord haben – die Crew ist zwar erschöpft, aber segeln ist schöner als motoren. Wir kommen gemütlich voran, bis auf der Höhe des kleinen Leuchtturms starke Böen mit bis zu 27 Knoten einfallen und wir fast in den Wind schießen. Die Ausflugsboote machen es nicht besser, denn sie weichen Seglern nicht aus, wenn dann erst im letzten Augenblick. Also holen wir die Genua ein und motoren die letzten beiden Seemeilen. Die Böen zwischen den Inseln sind stark und wir müssen mehr Gas geben, um den Kurs gut zu halten. Als erste Ankermöglichkeit steuern wir die Bucht von Turunc an, laut Navily sollen Wind und Schwell hier über Nacht passen. Auch hier kommen starke Böen rein, der erste Ankerversuch klappt nicht. Dirk und Nane wechseln die Position und mit Dirk am Anker haben wir Erfolg. 2000 Umdrehungen im Rückwärtsgang – stehende Peilung. So ankern wir auf einer Wassertiefe von 7,70 Meter mit Wind aus NW. Wir gehen erst mal schwimmen, das Wasser ist „frisch“, aber wir sind so aufgeheizt, dass unser Kreislauf die Abkühlung als Wohltat empfindet.

Zum Abendessen gibt es Pasta à la Jürgen mit einer Tomaten-Schafskäse-Knoblauch-Soße, nur für Jörgi gibt es nochmal die Parmesan-Zitronen-Variante, weil er keine Tomatensoße mag. Die Bars am Strand liefern die abendliche Begleitmusik und wir quatschen lange, es ist unter Deck noch zu warm, um zu schlafen. Endlich im Bett geht um 00:30 Uhr Nanes Ankeralarm los. Der Wind ist eingeschlafen und wir sind Richtung Anker getrieben. Nane passt den Schwojekreis noch mal an. Kaum 30 Minuten später schlägt die APP wieder Alarm. Jetzt liegen wir auf 5,50 mit Wind aus SE – nicht schön, denn wir liegen hinter unserem Anker. Wir haben zwar 45 Meter Kette draußen, aber falls wir weiter zurücktreiben, könnte sich der Anker lösen. Nane und Dirk entscheiden die restliche Nacht im Cockpit zu schlafen, falls der Wind aus der falschen Richtung zunimmt. Der Wind schläft bald ein, die beiden auch. Gegen 6.30 Uhr werden beide mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt und eine Stunde später mit Kaffee von ZR.

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Turunc

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Ciftlik

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Mittwoch, 12.06.2024 | Serce Limani – Ciftlik | 14,41 nm

Kurz nach 8 Uhr sind wir wach. Der Wind hat die Nacht über durchgeblasen, aber wir haben gut geschlafen. ZR war im Wasser und meinte, dass es noch kälter ist als gestern Abend. Also frühstücken wir erst mal, vielleicht hat danach noch jemand Lust zu schwimmen. Die Landleine muss auf jeden Fall gelöst werden. Nach und nach legt die russische Flotille vom Jetty ab. Ein Boot, dass innen lag war festgefahren und konnte sich nur mit viel Gas rückwärts losfahren. Wir sind froh, dass wir an der Boje lagen und die Partystimmung nur aus der Ferne mitbekommen haben. Die Beschallung der Bucht mit russischer Musik war heftig – aber so kennen wir russische Crews, nach dem Motto „uns gehört die Welt – ohne Rücksicht auf andere“.

ZR und Elmar waren schon schwimmen als der Rest von uns im Cockpit erscheint und auf Kaffee hofft. Dirk, Petra und Nane verzichten auf einen morgendlichen Swim, denn ZR meint, dass das Wasser so kalt ist wie in Palamut (also sehr kalt). Die PuraVida sagt 23 Grad, übersetzt heißt das 19° C – das brauchen wir heute früh nicht. Keine Ahnung, warum die Temperatur höher angezeigt wird, als sie tatsächlich ist, vielleicht um die Crews zum Schwimmen zu motivieren.

Wir sind alle etwas müde, die Hitze der letzten Tage macht uns zu schaffen. Die Temperaturen liegen bei 36°C und sollen noch höher klettern. Also legen wir um 10.30 Uhr ab und wollen den angesagten Wind aus West nutzen, um mit der Genua nach Ciftlik zu cruisen. Zumindest stimmt heute die Windvorhersage und wir kommen streckenweise mit über 5 Knoten voran – prima.

Vor der Einfahrt nach Ciftlik holen wir die Genua ein und bereiten alles vor um anzulegen. Wir steuern den Steg vom Deniz Restaurant an – hier kommen wir seit 2006 immer wieder gerne her. Hassan ist auch am Steg und nach der Begrüßung erklärt er uns, dass auch er „cok yorgun“ ist, sprich sehr müde. Das stellt er auch eine halbe Stunde später unter Beweis, als er auf seinem Stuhl am Jetty einschläft. Nach einem kleinen Anleger wollen wir alle erst mal ins Wasser. Der Wind hat nochmal zugelegt und pfeift mit 17 Knoten achterlich ins Cockpit – so warm wie ein Fön, aber besser als nichts. Hassan ruft „Nane Abla“ der Wind hat seinen Hut vom Kopf gefegt und Nane (grade beim schwimmen) fischt ihn aus dem Wasser und bringt ihn wieder zum Steg. Jetzt kann er mit gekühltem Kopf weiterschlafen. Wir gehen an diesem Nachmittag noch mehrfach ins Wasser, zwischendurch holt Dirk ein Dondurma und Nane schneidet die restliche Wassermelone auf. Wir bekommen noch Nachbarn, eine ältere englische Crew legt an und das erste was der Skipper macht, als sein Schiff liegt, ist ins Wasser zu springen. Nach einem Sundowner gehen wir gegen 19:30 Uhr zum Essen. Auch hier ist das Preis-Leistungsverhältnis noch richtig gut und die Qualität ist klasse. Wir merken aber, dass wir weniger Hunger haben als noch zum Start unserer Reise. Bei der Auswahl der Vorspeisen sind wir etwas zaghafter und Petra verzichtet sogar ganz auf einen Hauptgang. Zurück an Bord gönnen wir uns noch einen letzten Drink, aber die Müdigkeit gewinnt. Elmar schläft schon kurz in Petras Schoß ein und kaum eine halbe Stunde später verschwinden wir nach und nach in unseren Kojen.

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...unterwegs

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