Mittwoch, 19.09.2018 | Sailors Paradise – Bozukkale | 14,82 nm

9.30 Uhr | Wir werden wach und wollen irgendwie nicht so richtig in die Gänge kommen. Nein, wir wollen hier heute nicht Good Bye “Sailors Paradise”  sagen. Dirk spricht wieder die schrecklichen Worte aus „8 Monate“. Wir frühstücken nur ein wenig Müsli und Chocopops. Dann gehen wir rüber, um noch mal unsere kleinen Ziegen „Nane und Dirk“ zu besuchen. Die beiden sind richtig gewachsen. Wir dürfen ins Gehege und inmitten von Ziegen, die sich um Leckereien kabbeln, entdecken wir Dirk und dann auch Nane. Wir streicheln die beiden und schon kommen andere, die auch gekrault werden wollen. Wir können uns gar nicht trennen – einfach goldig.

11.30 Uhr | Wir haben mit Egge gespielt, noch viele Cay getrunken, unsere Rechnung bezahlt und Fotos von dem kleinen Jungen gemacht. Die Mama schenkt uns Zitronen, Orgeno, Salbei und Lorbeer, damit wir im Winter an sie denken. Das werden wir.

11.50 Uhr | Wir legen ab und machen uns bewusst, wie privilegiert wir sind, dass wir 5 Wochen im Jahr hier her kommen können – also Jammern auf hohem Niveau. Wir haben es nicht eilig und nehmen uns vor die gesamte Strecke zu segeln, auch wenn wir nur im Kriechtempo vorankommen. Der Urlaub soll so langsam als möglich „ausschleichen“.

13.30 Uhr | Zwischen Symi und der türkischen Küste wird unsere Geduld stark in Anspruch genommen. Wir haben 2 Knoten Fahrt. ETA 17.30 Uhr, aber wir geben nicht auf und warten auf mehr Wind.

14.30 Uhr | Am Kap kriegen wir wieder guten achterlichen Wind und können mit 6 Knoten Fahrt Richtung Bozukkale nochmal genußvoll segeln.

15.30 Uhr | Wir segeln in die Bucht und kommen an den Steg. Es liegen zwei deutsche Boote auf der rechten Seite. Als wir den Jetty anfahren, hätten wir uns gefreut, die Muring vom Nachbarboot übergeben zu bekommen, aber das Pärchen auf der Hello Dolly hält nicht viel von guter Seemannschaft und schaut uns lieber skeptisch zu. Geht auch so würde ZR sagen.

16.00 Uhr | Wir trinken gemeinsam mit Selami einen Cay und er erklärt uns, dass es im Leben nur auf eine einzige Sache ankommt, glücklich zu sein. Davon sollte man sich von nichts und niemandem abbringen lassen und sich schon gar nicht über Dinge aufregen, die es bei näherer Betrachtung nicht wert sind. Stimmt, von dieser Haltung können wir uns eine Scheibe abschneiden.

17.00 Uhr | Wir gehen schwimmen. Das Wasser ist herrlich. Dirk entdeckt noch eine Schildkröte unter Wasser und versucht sie zu filmen. Wir wollen gar nicht aus dem Wasser und schwimmen alle Bojen ab.

18.00 Uhr ein Katamaran kommt rein, Nane schwimmt schnell zur Leiter, um rechtzeitig auf der Andiamo zu sein und die Muring zu übergeben. Die deutsche Crew freut sich und bedankt sich für den Service. Nane meint, so gehört sich das und spricht damit indirekt die Crew der Hello Dolly an, die das Anlegemanöver kritisch verfolgt.

Bozukkale

19.00 Uhr | Dirk ist noch mit der Kamera unterwegs gewesen und winkt Nane von Land aus, dass sie ins Restaurant kommen soll. Wir trinken erst noch Cay und gehen dann zum Essen. Dirk hat mit dem Koch ausgemacht, dass wir einen frischen Fisch vom Grill haben möchten, aber bitte ohne Gräten. Wir nehmen diesmal auch die Vorspeisen mit, was jedoch schade ist, denn die Menge ist zu viel und über die Hälfte geht zurück.

Der Fisch schmeckt richtig gut und wir genießen das Abendessen bei Sonnenuntergang. Die Crew des Katamaran legt sich noch an eine Boje, denn sie wollen Party machen und niemanden stören.

21.00 Uhr | An Bord gönnen wir uns noch den ein oder anderen Drink, hören Musik und genießen den kühlen Wind im Cockpit.

23.00 Uhr | Jetzt wird es doch wieder frisch und wir gehen in die Koje.

Muring in Bozukkale

Unter Wasser

Wasserschildkröten

Bozukkale

Bozukkale

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

neue Genua

neue Genua

unterwegs...

neue Genua

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

neue Genua

neue Genua

Dienstag, 18.09.2018 | Selimiye – Sailors Paradise | 11,59 nm

Hüseyin vom Aurora Restaurant in Selimiye amüsiert sich über uns, seine Kellner wären am Vorabend fast vom Glauben abgefallen, als wir 2 Radler bestellt hätten. Wir, die wir doch fast nur Wasser trinken. Wir unterhalten uns über Gott und die Welt, wollen wissen, wie das Leben in Selimiye im Winter so ist und bedauern uns selbst, dass wir wahrscheinlich erst in 8 Monaten wieder kommen können. Nane will noch Weintrauben und Apfelküchlein einkaufen. Die Weintrauben für unterwegs und die Apfelküchlein für Sailors Paradise. Wir kaufen den kompletten Bestand. Die Verkäuferin amüsiert sich.

11.30 Uhr | Wir machen die Andiamo klar zum Auslaufen und verabschieden uns. Viel Wind haben wir nicht, aber wir haben es ja auch nicht eilig und v.a. auch nicht weit. Wir setzen die Genua und cruisen aus der Bucht von Selimiye. Die Schnecke hat fast zeitgleich abgelegt und hat auch nur die Genua draußen. Mal sehen, wer die bessere Taktik hat, aus der Bucht zu kreuzen.

12.15 Uhr | Wir kreuzen zweimal dicht an der Schnecke vorbei, und schaffen es aus der Bucht. Nane nimmt nochmal Kurs Richtung Plan B – diese Yacht ist beeindruckend, dann geht’s raus in den Hisarönü-Golf. Der Wind nimmt zu, die Welle auch.

14.10 Uhr | Mit 3 Wenden und langen Schlägen haben wir Kurs auf Sailors Paradise. Wenn Nane den „AmWind“-Kurs halten kann, schaffen wir es in die Einfahrt zwischen den beiden Inseln Koca Ada und Uzun Ada.

Andiamo unterwegs

14.50 Uhr | Zwischen den Inseln kommen wir in ein absolutes Windloch – das hätten wir nicht gedacht, denn Uzun Ada ist nicht so groß, dass sie den Wind wirklich abdecken könnte. Wir müssen kurz den Motor anwerfen, um uns da wieder rauszufahren.

15.00 Uhr | Die Genau bekommt wieder Wind, die Düse zwischen Festland und Inseln, bringt nochmal 6 Knoten Fahrt und wir cruisen in die Bucht von Kocabahce.

15.15 Uhr | Wir liegen am Jetty. Mustafa und Tarek haben unsere Achterleinen entgegen genommen. Das letzte Mal dieses Jahr bei Sailors, das stimmt uns traurig.

16.00 Uhr | Nach einem kleinen Anleger gehen wir mit unseren Apfelküchlein zum Familiy Cay. Zerrin, der kleine Egge, die Mama, Mehmet, Tarek und Mustafa sitzen mit uns zusammen und wir malen uns aus, wie Egge in 15 Jahren, die Leinen am Jetty entgegen nimmt.

17.30 Uhr | Wir gehen schwimmen und genießen das Wasser, wir wollen gar nicht mehr raus. Schade, dass 3 Wochen so schnell vorbei gehen.

Sailors Paradise

19.30 Uhr | Dirk war noch fotografieren und wir gehen zum Essen. Steak Oscar gibt es nicht, denn der Käse für die leckere Soße fehlt, aber wir bekommen Steak Onion – das würde ZR schmecken, fast wie ein schwäbischer Zwiebelrostbraten.

21.00 Uhr | Zurück an Bord, machen wir die tollen Teelichter von Thomas an und hören Musik. Einfach schön.

23.00 Uhr | So langsam wird es frisch und wir verkrümeln uns unter Deck.

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

wir verlassen Selimiye

Andiamo unterwegs...

Sailors Paradise

Fische füttern

Andiamo unterwegs

 

Dienstag, 11.09.2018 | Armak Bükü – Sailors Paradise | 8,91 nm

Der Wind hat in der Nacht nachgelassen und wir haben herrlich geschlafen. Um halb sechs wurden wir durch schlagende Leinen am Mast geweckt und Nane und Dirk sind an Deck, um die Geräusche abzustellen. Kurz nach sechs war dann auch Thomas auf den Beinen und hat nach dem Rechten geschaut. Danach sind wir alle wieder in die Kojen.

9.30 Uhr | Nane steht auf und fängt an, den Pfannkuchenteig zu machen. 6 Eier, 1 Liter Milch, Zimt, Zucker und Mehl. Dirk hilft beim Rühren. Sehr viel Pfannkuchenteig – wir werden sehen, wie die Nachfrage sich entwickelt. Nane bäckt einen Pfannkuchen nach dem anderen. Thomas rührt eine Zimt-Zucker-Mischung an. Am Ende sind nur zwei Stück übrig geblieben, die Thomas sich als Mittagssnack reserviert.

11 Uhr | Nach der Pfannkuchen-Orgie gehen wir erst mal schwimmen. Sogar Thomas kommt ins Wasser und findet es „frisch“. In der Nacht hat er eine Decke gebraucht – es geschehen noch Zeichen und Wunder, das unser “hitzegeplagtes” Nordlicht sich so schnell akklimatisiert.

12.00 Uhr | Alex will in den Mast und die Jungs bereiten den Bootsmannsstuhl vor. Dirk hilft Alex am Mast und Thomas kurbelt an der Winsch. Ganz nach oben will Alex besser nicht, Thomas ist auch schon am Ende seiner Kräfte… Alex schießt ein paar tolle Fotos, Nane dokumentiert das mit dem Handy von Thomas mit ein paar Videos. Danach wollen wir noch mal schwimmen.

ankern in der Palmenbucht

13.30 Uhr | Auf dem Grund liegt eine Badeshort mit Palmenmotiv, fast so, wie die Badehose, die Thomas sonst dabei hat. Alex und Nane wollen die auf 8 Meter Tiefe liegende Hose angeln. Mit Leinen und dem Ankerklarierhaken als Gewicht versuchen sie von allen Seiten die Hose an die Oberfläche zu holen. Sie schaffen es immer nur ein paar Meter, dann sinkt die Hose wieder ab. Beim letzten Versuch klappt es. Nane schafft es, dass die Hose auf ca. 3 Meter hoch kommt und Alex taucht und fängt sie. Perfekt! So schick wie ursprünglich angenommen, ist die Trophäe nicht, aber geocaching unter Wasser hat Spaß gemacht. Nane bleibt gleich im Wasser, um die Landleine zu schwimmen, denn um 14 Uhr wollen wir los.

14.00 Uhr | Der Anker ist oben und wir setzen die Genua. Wir haben starken Wind und Thomas schafft es die 8 Knoten Marke zu kacken, dafür gibt es ein Bier, das er Alex schenkt. Nane lockt ihn mit Sesamnüsschen, für die 9 Knoten-Marke. Er schafft es. Maximaler Speed waren 9,57 Knoten. Die neuen Segel sind klasse.

15.00 Uhr | Wind und Welle nehmen stark zu. Für heute Abend sind 30 Knoten angesagt, Nane lässt Thomas abfallen, der sonst getreu seinem Motto „speed without target“ nach Symi gesegelt wäre. Mit achterlichem Wind schaffen wir trotz Welle über 8 Knoten Fahrt. Thomas gibt es ungern zu, aber nur mit Genua zu segeln war heute eine gute Entscheidung.

15.45 Uhr | Wir halsen zwischen den Inseln in die Bucht von Sailors Paradise und machen alles klar zum Anlegen. Wir machen neben einem Katamaran fest. Helmut ruft uns vom Trimaran schon ein „Hallo“ zu und Mustafa steht am Steg, um unsere Leinen anzunehmen. Alex hat sich beim Anlegen vermutlich den kleinen Zeh gebrochen. Die Klampen der Andiamo haben schon viele blaue Zehen verursacht.

16.00 Uhr| Wir gönnen uns einen Anleger und danach gehen Nane und Dirk zum Family Cay. Zerrin hat einen Puddingkuchen gemacht – lecker und aus der Küche kommen noch Sigara Börek. Helmut gesellt sich dazu und wir quatschen.

17.30 Uhr | Der Wind pfeift stark in die Bucht. Wir wollen trotzdem nochmal schwimmen – zur Boje und zurück – das ist Tradition. Auch Thomas geht ins Wasser und Alex kommt mit. Die Gischt und die Wellen im Gesicht, machen das Schwimmen etwas anstrengend, aber bis zur Boje und zurück ist Tradition.

Windig...aber alles sicher hier

19.00 Uhr | Wir nehmen einen Sundowner an Bord und gehen zum Essen. Für Thomas, Alex und Nane gibt es Steak Oscars, Dirk entscheidet sich für Tavuk Sis, als Vorspeisen gibt es Hunter Börek und gegrillten Octopus, Haydari und Seegras. Einfach lecker. Helmut setzt ich zu uns und erzählt uns von seinem letzten Überführungstörn.  Alex ist verliebt in eine kleine graue Katze und überlegt, ob er sie nicht mitnehmen kann. Minoche hat dieses Jahr zum zweiten Mal Junge und die kleine graue Katze, die Alex Herz erobert hat, ist ein halbes Jahr alt. Thomas ist nicht begeistert und schimpft mit Nane, dass sie die Pläne nicht unterstützen soll. Mehmet spendiert uns einen Raki als Absacker und lädt uns für den nächsten Morgen zum Frühstück ein.

22.00 Uhr | Thomas nimmt noch eine Flasche Weißwein mit an Bord und wir schnacken im romantischen Licht der Teelichter und bewundern die Sterne.

Palmenbucht

Windig...aber alles sicher hier

ankern in der Palmenbucht

Im Hisarönü Golf

Andiamo unterwegs

unterwegs...

unterwegs...

Andiamo unterwegs

Andiamo unterwegs

Die Flagge löst sich auf...

Andiamo

windig - aber sicher!

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht

In der Palmenbucht