29.05.2018 | Karasüleyman Bükü – Orhaniye | 10,9 nm

8.45 Uhr | Die Sonne scheint, der Himmel hier in Karasüleyman Bükü ist strahlend blau. Vom gestrigen Regen ist nichts mehr zu spüren. Micha war schon schwimmen und hat den ersten Kaffee à la ZR schon intus. Nane macht Pfannkuchenteig – das typische Buchtenfrühstück und für Thomas, der nicht so gern vor Anker liegt eine angemessene Entschädigung.

10.00 Uhr | Wir überzeugen sogar Thomas, mit uns schwimmen zu gehen. Das grenzt an ein Wunder – auf diesem Törn ist er das zweite Mal im Wasser. Wir lesen, hören Musik und genießen den Blick über die Bucht, das Meer und die Berge – einfach perfekt.

12.30 Uhr | Es kommt Wind auf. Da wir heute nur nach Orhaniye wollen und reines Spaßsegeln angesagt ist, verkündet Dirk, dass wir um 14.00 Uhr ablegen, um den Nachmittagswind voll auszunutzen. Wir gehen noch mal schwimmen – nur Thomas verweigert das erfrischende Nass. Dafür erbarmt er sich und gönnt sich die übrig gebliebenen zwei Pfannkuchen mit Zimt und Zucker.

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

14.00 Uhr | Wir haben den Anker aufgeholt und setzen Segel. Thomas übernimmt das Ruder und will erst mal am Wind den Hisarönü-Golf hochkreuzen, bevor wir nachher mit achterlichem Wind Richtung Orhaniye cruisen. Schräglage ist sein Ziel und das kriegt er mit über 7 Knoten Fahrt auch gut hin.

16.20 Uhr | Wir nehmen Kurs auf Orhaniye. Thomas fährt eine letzte Halse und wir holen in der Bucht die Segel ein. Langsam cruisen wir an der Sandbank vorbei, auf der man „übers Wasser gehen“ kann. Am Steg des Palmiye Restaurants liegen viele Schiffe und auch schon ein paar von Phoenix. Wir fahren geradeaus Richtung Cennet Marine. Der Steg hier wurde drastisch verkleinert, aber die rote Fahne winkt schon. Wir legen neben einer GMM-Yacht an „Sugar Babe“.

17.00 Uhr | Wir lümmeln in den chilligen Sesseln mit den großen bunten Kissen und trinken Cay, als die Wolken sich immer mehr zuziehen und der Donner grummelt. Blitze sind in den Bergen  zu sehen. Es gewittert und das heftig. Wir schauen uns das Schauspiel vom überdachten Bereich der Cennet Marine an.

19.00 Uhr | Der Regen lässt nicht nach – wir können froh sein, dass wir noch so einen sonnigen Segeltag hatten. Die Duschen waren heiß, schick und wir machen uns fertig und gehen zum Essen. Das gestaltet sich etwas schwierig. Wir bekommen zwar die Karte, aber niemand möchte unsere Bestellung aufnehmen. Die Vorspeisen kommen, die hatten wir an der Vitrine ausgesucht. Thomas hat sich spannende Dinge bestellt, marinierten rohen Fisch, eine Art Kartoffelsalat und große Bohnen – keiner will probieren. Die Sigara Börek sind nicht prickelnd. Nane wird sauer und Micha isst einfach mal den Brotkorb leer.

20.00 Uhr | Thomas interveniert und fragt nach, ob wir bitte mal unseren MainCourse bestellen können – er möchte sich ein Bonfilet gönnen und will noch nicht aufgeben. Das klappt dann schließlich und wir harren der Dinge. Nach einer halben Stunde kommt das Bonfilet mit Mushroom-Sauce, das laut Thomas hervorragend ist. Das gegrillte Gemüse ist nicht wirklich gut, genauso die Köfte und die Mushroom Casserole.

22.00 Uhr | Es hat aufgehört zu regnen. Wir gehen an Bord und nehmen noch einen Nachtisch in Form von Joghurette und Toblerone. Hoffentlich passt das Wetter morgen, wir wollen nach Bozukkale.

Bigfoot Bay

alles nass

Andiamo

Footie....

Andiamo,

Footie....

Andiamo,

Footie....

unterwegs

unterwegs

in der Bucht...

in der Bucht...

in der Bucht...

Groß

aufgeräumt

Hisarönü Golf

Hisarönü Golf

Hisarönü Golf

Hisarönü Golf

Hisarönü Golf

Hisarönü Golf

Hisarönü Golf

Ankerball

in der Bucht

in der Bucht

Ankerball

Hisarönü Golf

Bigfoot Bay

Bigfoot Bay

Baden...Bigfoot Bay

 

28.05.2018 | Selimiye – Karasüleyman Bükü | 7,65 nm

9.30 Uhr | Micha und Thomas waren schon in Selimiye unterwegs und verkünden, dass es warm ist – richtig warm. Okay das passt ja für unseren Plan in eine Bucht zu gehen. Wir frühstücken erst mal und wollen warten, ob für den kurzen Schlag noch ein wenig Wind aufkommt. Nane fragt Hüssein, wo er das leckere Fladenbrot kauft, er bestellt kurzerhand noch 2 Brote, die gleich geliefert werden und schenkt sie uns. Danke Hüssein! Nane und Micha gehen noch in die Patisserie, um für unseren Nachmittags-Kaffee kleine Apfeltaschen zu kaufen. Auf dem Rückweg nehmen sie noch frischen Rucola mit 1 Tyl kostet hier ein Bund – faszinierend.

Selimiye

Selimiye

11.00 Uhr | Wir entschließen uns, noch einen Abschieds-Cappuccino im Karadut No. 12 zu trinken. Die Mädels sind einfach goldig. Als wir ankommen telefoniert Hüssein schon mit Manu vom Karadut. Die kleine Katze schläft in ihrem Kuscheltier und ist einfach goldig. Wir trinken nun wirklich unseren letzten Cappuccino, bekommen noch ein leckeres Küchlein geschenkt, das vom Geschmack an Christstollen erinnert und verabschieden uns bis September. Manu will unbedingt die Fotos von der kleinen Katze und gibt uns ihre Mail-Adresse – wir versprechen sie zu schicken.

Karadut No12

12.15 Uhr | Wir legen ab. Leichter Wind kommt auf und wir setzen in der Bucht die Genua. Wir haben es nicht eilig und kreuzen aus der Bucht von Selimiye Richtung Karasüleyman Bükü (auch BigFoot genannt).

13.30 Uhr | Thomas und Micha stellen beim Skipper den Antrag frei schwojend zu ankern. Die rechte Bucht ist frei, so dass wir uns schön in die Mitte legen können. Micha macht den Anker, den wir Richtung NW legen. Wir geben 70 Meter Kette und liegen optimal in der Bucht. Nane macht mit Micha einen leckeren Salat mit Rucoloa, Tomaten, Gurken und Schafskäse. Thomas und Micha bekommen noch Thunfisch obendrauf. Danach geht – Nane schwimmen und schaut, ob der Anker gut eingegraben ist – er ist im Mud nicht mehr zu sehen, Dirk hat ihn mit richtig Schub rückwärts gut eingefahren.

Karasüleyman Bükü

16.00 Uhr | Wir chillen an Bord. Plötzlich fängt es, an zu nieseln. Mist, das stand auch in keiner Vorhersage. Wir gehen unter Deck und kochen Kaffee und gönnen uns die kleinen Puderzuckerbedeckte Apfeltaschen. Es regnet immer noch. Dirk verzieht sich in die Koje und hört weiter sein Hörbuch von Cody McFaden. Nane, Micha und Thomas spielen Stadt, Land Fluss. Danach kommt Micha auf die Idee, reihum eine Geschichte zu schreiben. So fangen wir an, nach 5 Minuten wechseln wir die Blätter und so weiter. Wir lachen Tränen – die so entstandenen Geschichten sind bizarr, witzig und machen Spaß. So vergeht der Nachmittag, während es weiter nieselt.

19.00 Uhr | Nane bereitet Schafskäse-Päckchen vor. Wir starten nochmal eine Runde „Kreis-Geschchte“, diesmal mit einem Drink auf dem Tisch und wieder sind wir geflasht von den Übergängen und den abstrusen Geschichten, die dabei entstehen. Dirk, der in sein Hörbuch versunken ist, kann unsere Lachflashs gar nicht nachvollziehen. Es regnet immer noch und hinter den Bergen sehen wir heftige Blitze, aber der Donner kommt erst nach 30 Sekunden – also ist das alles weit weg und mit unseren 70 Meter Kette sehen wir keine Notwendigkeit etwas zu tun.

22.30 Uhr | Wir haben lecker gegessen, gequatscht und gelacht. Dirk bekommt nur Fetzen unserer Storys zu hören und kann nicht immer verstehen, warum wir losgackern. Nane aktiviert ihre Anker-App und schaltet sie scharf, so dass wir geweckt werden, wenn wir uns aus dem manuell angelegten Sicherheitsbereich entfernen. Der Regen hat aufgehört und Micha beschließt draußen zu schlafen, er will in die Sterne schauen.

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant

 

26.05.2018 | Sailors Paradise – Selimiye | 7,5 nm

8.35 Uhr | Heute konnten wir länger schlafen, die Nacht war angenehm ruhig, der Wind hat gegen Abend nachgelassen. Frisches Brot haben wir gerade keins mehr, also gönnen wir uns Milchreis. Thomas rührt Zimt und Zucker zusammen und Nane kocht einen Liter Milch auf.

9.15 Uhr | Es ist kühler geworden, wir haben nur noch 20 °C in der Andiamo – heute soll es regnen, das Barometer ist gefallen. Wir kommen nicht so richtig in die Puschen – es ist windstill und so macht jeder irgendwas. Der eine liest, der andere schreibt WhatsApp, der Dritte hört Hörbuch, Nane spielt mit Ege und quatscht mit Zerrin.

10.00 Uhr | Nane und Dirk haben sich mindestens 5 mal von den Zicklein verabschiedet – wie groß werden die wohl im September sein, wenn wir wieder hier sind? Bayram versteht nicht, warum wir erst im Herbst wieder kommen, wir sollen doch auch noch mal im Juli vorbeischauen – irgendwann müssen wir arbeiten, um uns diesen Urlaub leisten zu können, erklären wir ihm ;-) Wir trinken Cay und bezahlen unsere Rechnung von gestern. Die Jungs schmöckern in alten Segelzeitschriften. So tiefenentspannt wie heute sind wir selten.

11.30 Uhr | Wolken ziehen auf und es regnet ein wenig. Naja wir sind ja nicht aus Zucker, also machen wir die Andiamo startklar. Die Spring vom Nachbarboot holen wir zurück an Bord und räumen alle Handtücher auf.

12.15 Uhr | Wir legen ab, es regnet leicht, aber das macht nichts. Draußen ist kaum Wind, aber Thomas und Nane setzen die Genua – Micha ist amüsiert, weil wir nur mit 1 Knoten vorankommen. Heute steht der Tag unter dem Motto „Entschleunigung“. Thomas soll ein Referat vorbereiten, weigert sich aber – die beiden Lehrenden sind enttäuscht – etwas mehr Motivation hätten sie schon erwartet.

13.00 Uhr | Wir kommen mittlerweile mit 2,5 Knoten voran. Dirk fragt sich, was mit uns los ist, aber noch hat keiner Lust den Motor zu starten, also unterhalten wir uns weiter über Entschleunigung (Thomas will immer noch nichts vortragen) und finden es gut, wie es ist.

14.00 Uhr | Die Wolken werden schwärzer und in den Bergen donnert es. Wir haben 3,5 Knoten Fahrt, jetzt fängt es an zu regnen. Wir holen unsere Segeljacken hoch, ziehen feste Schuhe an – nur unser Hamburger Jung ist ohne Segeljacke angereist und zieht sich unter Deck zurück.

14.30 Uhr | Jetzt regnet es aus Eimern. Der Wind ist weg und wir haben die Genua eingeholt. Um uns rum, alles schwarz und riesige Tropfen plätschern auf’s Wasser. Der Regen sieht aus wie ein Vorhang. Wir steuern Selimiye an.

15.30 Uhr | Wir liegen am Steg des Aurora Restaurant. Suzan und ihre Jungs haben uns mit Regencapes die Muring gegeben und die Achterleinen angenommen – so viel Wasser von oben hatten wir hier selten. Nane setzt Wasser auf und bereitet Pasta Limon nach dem Rezept von Andrea vor. Wenn schon das Wetter schlecht ist, soll wenigstens das Essen passen. Für Suzan haben wir Schokolinsen mitgebracht und für Hüssein Haribo Colorado – wer den beiden eine Freude machen will, hat damit gewonnen.

16.30 Uhr | Der Regen hat nachgelassen und wir wollen ins Café Cerie. Das Team ist umgezogen und hat hinter dem Sardunya Restaurant ein neues Café aufgemacht: Karadut. Das wollen wir mal ausprobieren. Als wir ankommen, werden wir herzlich begrüßt. Wir bestellen Cappuccino, Aprikosenkuchen und Nane bekommt Noahs Pudding, eine türkische Spezialität mit mehr als 40 Zutaten. In dem kleinen Lädchen nebenan ist eine Babykatze, die so heißt wie das Kaffee: Karadut. Der kleine schwarze Kater ist herzallerliebst und wir spielen eine Stunde mit ihm bei uns am Tisch, bevor wir schweren Herzens die Rechnung verlangen.

Selimiye Karadut

18.30 Uhr | Auf dem Rückweg stöbert Thomas in den netten Lädchen von Selimiye und kauft Mitbringsel für zu Hause. Dirk und Micha sind auf Fototour.

19.30 Uhr | Wir gehen zum Essen und seit wir hierher kommen, ist es erst das zweite Mal, dass wir drinnen sitzen. Wir gönnen uns einige der leckeren Vorspeisen und bestellen als Hauptgang Wolfsbarsch, Chicken Curry und Gemüsekasserole – sehr lecker.

21.45 | Thomas geht nochmal in den Ort um seine Bestellungen im Schmuckladen abzuholen, Dirk, Micha und Nane trinken Cay und amüsieren sich über Kinder, die während sie ins iPad starren von ihren Müttern gefüttert werden und mit vollem Mund sprechen – oh weh, wo ist sie hin die Erziehung?

22.00Uhr | Wir nehmen noch einen Absacker an Bord. Raki mit Kirschsaft als Erinnerung an Nick. Gute Nacht.

Kuzbükü Yacht Club

Kuzbükü Yacht Club

Kuzbükü Yacht Club

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unterwegs

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Mehmet kommt

unterwegs

Sailors Paradise

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