31.05.2018 | Bozukkale – Ciftlik | 16,97 nm

8.30 Uhr | Micha hat in Bozukkale schon den ersten Kaffee intus und war schwimmen. Jetzt liegt er in der Sonne auf dem Jetty und genießt. Nane macht das letzte Mal Menemen auf dem Törn, die Vorräte müssen aufgebraucht werden.

Bozukkale – anklicken und viele Bilder kommen…

10.00 Uhr | Wir haben gefrühstückt und abgewaschen, der Deal war, dass wir um 12.00 Uhr auslaufen, um noch mal zu baden. Weder Dirk noch Thomas sind dazu zu bewegen. Das Wasser erscheint ihnen zu kalt. Nane geht trotzdem schwimmen, es ist verdammt frisch, aber wer weiß – nächste Woche um diese Zeit im Büro ist das bestimmt eine schöne Erinnerung.

11.30 Uhr | Wir haben Cay getrunken, die Rechnung bezahlt und noch einen turkish coffee bekommen. Wir unterhalten uns über die vielen Segler, die der Türkei den Rücken gekehrt haben. Es geht für viele hier an die Existenz. Mustafa macht sich Sorgen. Wenigstens wir kommen im September noch mal wieder.

12.00 Uhr | Wir sind ausgelaufen und haben die Genua gesetzt, wir haben achterlichen Wind. So kommen wir mir 3,5 Knoten mäßig voran. Die Jungs diskutieren, ob es mit Butterfly nicht wesentlich schneller wäre und entschließen sich, das zu testen. Also Genua rein, in den Wind, Groß raus, auf Kurs und Genua raus. Jetzt cruisen wir mit 4 Knoten Richtung Ciftlik. Thomas ist am Ruder und konzentriert sich auf seinen Butterfly-Kurs.

Butterfly

13.00 Uhr | Wir kriegen 6 Knoten Fahrt. Thomas grinst und freut sich, über seinen Butterfly-Kurs. Nane ernennt ihn zum Rudergänger des Tages. Unterwegs sehen wir doch tatsächlich ein U-Boot, nur der Turm schaut aus dem Wasser.

14.15 Uhr | Wenn wir hinter uns schauen, ist der Himmel blau, wenn wir vor uns schauen, ist er schwarz mit dicken Wolken. Thomas fährt uns in die Schlechtwetterzone. Wir müssen anluven, holen die Genua ein und fahren nur noch mit dem Groß – immerhin noch 3,5 Knoten.

15.10 Uhr | Wir haben schon vor der Insel das Groß eingeholt und fahren unter Motor in die Bucht von Ciftlik. Der Himmel ist nicht mehr ganz so schwarz wie vor einer halben Stunde, aber trotzdem noch zugezogen. Es ist unendlich schwül. Nane macht die letzte Portion Pasta à Limone mit Parmesan, Basilikum und Rukola. Das Basilikum und den Rukola hat Micha im Deniz-Restaurant erbettelt – doppelt lecker.

16.00 Uhr | Schwimmen oder nicht – das ist hier die Frage. Micha will zuerst mal einen Kaffee kochen. Es nieselt. Nane besteht aber darauf, dass Dirk mir ihr schwimmen geht. Also trotz Nieselregens ab ins Wasser. Dirk ziert sich, es ist kalt – zu kalt. Aber versprochen ist versprochen. Micha entscheidet sich gegen das kalte Wasser und Thomas ist sowieso raus.

17.00 Uhr | Wir trinken Cay und warten, dass der Nieselregen aufhört . Thomas bekommt sein Magnum Beyaz als Belohnung für den Butterfly-Kurs. Dirk und Micha wollen die Bucht erkunden und Thomas und Nane an Bord chillen.

19.30 Uhr | Nane und Thomas sind nicht so richtig motiviert, aber wir wollen ins Restaurant zum Abendessen. Dirk und Micha sind noch nicht aufgetaucht – vielleicht warten sie ja. Im Restaurant sind sie nicht. Wir trinken schon mal Wasser und harren geduldig der Rückkehr unserer beiden Ausflügler. Kurz vor acht tauchen sie auf und gehen erst mal an Bord, um sich umzuziehen, quatschen dann noch mit dem Eigner der Pulcinella und sind um 20.15 Uhr dann am Tisch. Abendessen als Hauptprogramm…

22.00 Uhr | Der Wind frischt auf, kommt achterlich. Gott sei Dank haben wir keinen Schwell, so dass wir ruhig schlafen können. Der Mond geht auf, mit einem herrlichen orangegelb leuchtet er über der kleinen Insel vor Ciftlik – wunderschön. Leider ist das mit der Kamera nur schwer einzufangen.

23.00 Uhr | Wir gehen in die Kojen, nachdem wir uns noch einen Absacker gegönnt haben. Von Raki über Limes bis hin zu Baileys ist alles dabei.

Butterfly

Butterfly

Butterfly

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

Butterfly

Butterfly

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

 

30.05.2018 | Orhaniye – Bozukkale | 29,21 nm

7.30 Uhr | Micha hatte die Order hier in Orhaniye Krach zu machen, wenn er sich den ersten Kaffee kocht. Wir wollen nicht zu spät raus, denn Richtung Bozukkale müssen wir aus dem Hisarönü kreuzen und die Zeit wollen wir uns nehmen, auch wenn wenig Wind angesagt ist. In der demokratischen Abstimmung gestern Abend haben wir mit 100% beschlossen, heute nur Griesbrei zu frühstücken. Das geht schnell. Als Nane aufsteht hat Micha schon alles gerichtet, Milch, Quirl, Griesbreipäckchen. Der Tisch ist gedeckt.

8.30 Uhr | Wir haben lecker gefrühstückt (definiere lecker ZR), die Jungs machen den Abwasch und Nane will im Mama Market noch Milch kaufen. Der ist aber geschlossen – es gibt keinen Market mehr. Nane geht eine Straßenbiegung weiter, landet auf einer Art Bauernhof mit lauter Hühnern und ganz vielen Küken, die dort rumlaufen. Sie fragt nach dem Market und mit Händen und Füßen verkauft man ihr von einem LKW Salat, Gurken, Petersilie und zwei Brot.

9.10 Uhr | Wir sind klar, um auszulaufen. Das Motorboot, das gestern noch rein kam, hat sich die Muring gefangen und braucht etwas Zeit, um das Problem zu lösen. Kaum sind sie draußen, werfen sie den Anker und kommen mit dem Dinghi zurück – der Skipper hat die Schuhe am Strand stehen lassen. Dirk reicht sie ihm rüber „Besch Lira“ – der andere lacht.

9.30 Uhr | Wir fahren unter Motor aus dem Golf von Orhaniye und setzen schon mal das Groß. Viel Wind ist nicht zu erwarten, aber wir wollen segeln.

Orhaniye

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10.15 Uhr | Nane will die Genua auf steuerbord. Wir segeln. Yavas Yavas mit 3 bis 4 Knoten aber der Wind wird zunehmen. So kreuzen wir durch den Hisarönü-Golf.

12.00 Uhr | Wir sind auf der Höhe von Sailors Paradise und Nane übergibt das Ruder an Thomas – unseren Starkwind-Segler – noch ist er nicht da der starke Wind, aber vielleicht mit dem richtigen Mann am Ruder? Micha holt schon mal Kremali-Kekse zur Stärkung.

13.00 Uhr | Nane liegt vorne auf der Andiamo und überlegt, was sie gegen die Slow-Motion-Segelei tun kann. Im Normalfall kommt Wind, wenn sie etwas zu essen macht, also geht sie runter und macht Salat. Aber auch das hilft nicht wirklich. Dirk bringt Nane ein (großes!) Bier und in Andenken an Elmar gibt es einen Schluck für Neptun, aber auch das hilft nicht wirklich.

14.00 Uhr | Weiter auf Slow-Motion sind wir auf der Höhe der Untiefentonne Atabol Adasi und Thomas übergibt Micha das Ruder. Es geht gechillt weiter ETA 19.30 Uhr.

15.00 Uhr | Nach einer Stunde unter Motor probieren wir es erneut, Wind kommt auf – wir setzen die Segel und schalten die Instrumente aus, Micha will experimentieren…! Mal schauen wann wir ankommen.

16.00 Uhr | Es frischt auf, Instrumente an und nochmals schauen ob alles gesichert ist, die Schräglage nimmt zu, in einer Stunde sollen wir da sein… Um uns herum nehmen die Haufenwolken zu, schöne große weiße Wolken…, ob es heute auch noch gewittert? Der Wind kommt achterlich, aber das Groß nimmt ihr den Wind. Wir holen die Genua ein und machen das Groß ganz auf. So kommen wir auf 5 Knoten – nicht schlecht.

17.00 Uhr | Wir fahren eine Halse und cruisen in die Bucht von Bozukkale. Wir kommen in der Düse der Einfahrt auf 5 Knoten Fahrt. Auf der Höhe des Ali Baba Restaurants lässt der Wind nach und Nane geht zum Segelbergen in den Wind. Beim einholen des Groß schwankt der Baum hin und her und touchiert Micha am Hinterkopf – nix passiert Gott sei Dank, aber trotzdem nicht lustig.

17.15 Uhr | Wir liegen am Jetty von Sailors House, Little Mustafa begrüßt uns strahlend und lädt zum Cay ein, aber wir wollen erst baden. Thomas ist als erster im Wasser und findet es „arschkalt“ – aber wenn der Große mal freiwillig drin ist, müssen wir mithalten.

18.00 Uhr | Cay auf den alten Sofas unter dem Eukalyptusbaum – ein genußvoller Moment. Little Mustafa zeigt uns Bilder seiner Verlobten und erklärt uns, dass er bald heiraten will. Wir sollen uns einen Tisch für’s Abendessen aussuchen und Thomas entscheidet sich für einen Tisch auf der neuen Außenterasse. Wir chillen noch an Bord, lesen, Dirk und Micha fotografieren – so läuft die Zeit dahin.

19.30 | Wir gehen zum Essen. Nane und Dirk gönnen sich einen frischen Fisch, Thomas eine doppelte Portion Calamares und Micha Salat. Als Vorspeisen gibt es Sigara Börek, Hunter Börek, Auberginensalat, Bohnen, Seegras, Paprika-Joghurt und eine Art Kartoffelsalat. Lecker. Das Brot ist frisch gebacken und wir genießen den Abend trotz frischem Wind, der das Essen schneller abkühlen lässt.

22.00 Uhr | Wir gehen an Bord, der Wind ist frisch. Thomas und Nane ziehen sich Jogginghosen an – das will was heißen. Zumindest sieht es heute nicht nach Regen aus und Micha kann draußen schlafen. Keiner will einen Absacker, also muss Nane allein einen Raki trinken was Ihr nicht schwerfällt.

unterwegs...

Orhaniye

Orhaniye

Orhaniye

Orhaniye

Orhaniye

Orhaniye

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Orhaniye

Orhaniye

Orhaniye

Orhaniye

ehemals Mama Market

Andiamo

 

Sonntag, 20.05.2018 | Ciftlik – Bozukkale | 20,41 nm

7.00 Uhr | Sonntag früh, platsch – jemand springt ins Wasser. Das kann nur Micha sein. Nane grinst, während sie im Bett noch in ihren Krimi liest. Aufstehen oder nicht, ist hier die Frage. Thomas und Dirk schlafen noch tief und fest – zu Hause ist es ja auch erst 6.00 Uhr.

7.30 Uhr | Nane will die Zeit nutzen und das Logbuch schreiben. Kaum sitzt sie am Rechner ist Micha wieder da, erklärt, dass das Wasser warm und total erfrischend war und kocht einen „schnellen“ Kaffee à  la ZR. T taucht aus seiner Kabine auf und hat cent-große Blasen am Arm. „Aua“ sagen seine Augen. Nane kruschtelt in ihren Medikamenten und schmiert  Fenstil Hydrocort drauf. Alternativ könnten wir das großflächg rausschneiden meint Dirk, der plötzlich auch im Salon steht. AAAAHHHH wo bleibt meine ruhige halbe Stunde, in der ich allein am Rechner sitzen kann.

08.30 Uhr | Alle sind unterwegs. Micha holt frisches Brot und Nane hat zumindest einen Teil ihres „Jobs“ erledigt. Wir können Frühstück machen. Kaffee, frisches Fladenbrot, Spiegeleier, Käse, Gurken, Nutella und Himbeermarmelade – nacheinander.

10.15 Uhr | Gefrühstückt, gespült, die Andiamo ist klar zum Auslaufen. Wir gehen noch einen Cay trinken und die Rechnung von gestern Abend bezahlen. Thomas bleibt an Bord und überlegt, ob es ihm zu warm ist – wir hoffen nicht, denn ändern können wir es sowieso nicht.

10.40 Uhr | Wir legen ab und nehmen Kurs auf Bozukkale. Mal sehen, welchen Wind wir heute kriegen, angesagt sind am frühen Nachmittag 15 Knoten. Ohne Windmesser, wird das erfühlt (*grins).

11:45 Uhr wir setzen das Groß und kurz darauf die Genua, der Wind müsste reichen (so ohne Windmesser auch mal spannend). Der Himmel ist  bewölkt und auf dem Meer sind kaum andere Schiffe zu sehen. Ein Frachtschiff in der Ferne aus Rhodos kommend und ein Militärschiff sichten wir. Endlich eine Segelyacht, die auch in unsere Richtung will. Der Wind hat aufgefrischt und Thomas startet die Competition. Wir kreuzen gegen die andere Yacht, können aber härter am Wind fahren und im Chartnavigator sehen wir perfekte 90°  in der Kursaufzeichnung. Besser könnte es nicht laufen. Wir haben kaum Welle und es läuft! Thomas knackt 4 x die 8 Knoten-Grenze – wenn er für jedes Mal den versprochenen Drink einfordert, wird es heute Abend lustig.

14.48 Uhr | Wir sind unter Segel mit 7,8 Knoten in die Bucht eingelaufen – wow was für ein toller Tag. So schnell waren wir noch nie in Bozukkale. Die Bucht ist leer, kein Schiff vor Anker und kein Schiff am Jetty der 3 Restaurants. Wir bergen die Segel und legen bei Mustafa Sailors House an. Mustafa persönlich übergibt uns die Muring. Das Wasser ist kristallklar und schimmert türkis – wir müssen nachher schwimmen gehen!

16.00 Uhr | Nane und Micha haben einen Coban Salata gemacht, das frische Fladenbrot von heute morgen dazu und der perfekte Mittagssnack ist fertig. Thomas bekommt sein erstes „Belohnungs-Schorle“ und wir genießen die Stille. Ein paar wilde Esel sind zu sehen und ansonsten nur Wind und blauer Himmel. Micha kocht Kaffee – danach wollen wir schwimmen. Micha kocht noch einen Kaffee für uns und plötzlich kommt „little Mustafa“ – mit einem Tablett und 4 Cay Gläsern zu uns. Wir freuen uns  riesig ihn zu sehen, die letzten Jahre war er beim Militär und er ist immer noch, das strahlende Muskelpaket, das wir vor Jahren kennengelernt haben. Sein Englisch ist ein bisschen eingerostet, aber das wird sich in dieser Saison durch den Kontakt zu den vielen Seglern wieder verbessern.

17.30 Uhr | Das Wasser ist zwar kälter als in Ciftlik, aber angenehmer als die letztem Jahre um diese Zeit. Sogar Skipper Dirk ist schnell im Wasser, das ist ein gutes Zeichen (vielleicht schwimmt er auch für ZR, der zu Hause bleiben musste).

18.30 Uhr | Micha und Dirk sind unterwegs. Thomas macht ein Nickerchen und Nane liest. Der Himmel zieht zu, der Wind pfeift und wir sind gespannt, wie sich das Wetter entwickelt – angesagt ist nichts.

20.30 Uhr | Es ist noch eine kleine Flotille mit 6 Schiffen reingekommen und wir gehen zum Essen. Trotz des Windes wollen wir draußen auf der Terrasse speisen. Salat, Sigara Börek, Joghurt mit „Waterkress“, Tavuk und gegrillter Octopus werden gebracht. Lecker. Wir quatschen mit unseren englischen Nachbarn und empfehlen ihnen das Aurora in Selimiye und Sailors Paradise. Nane reserviert bei Mehmet gleich für morgen am Jetty einen Platz für Jürgen und seine Sundowner und für uns.

21.30 Uhr | Wir gehen an Bord, Nane hat noch Eiswürfel mitgenommen und genießen einen Baileys auf Eis als Absacker. Micha freundet sich gerade mit Erdbeer-Limes an.

23.00 Uhr | So langsam verziehen wir uns in unsere Kojen – ein toller Segel- und Urlaubstag geht zu Ende.

Ciftlik

Ciftlik

unterwegs...

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Sahil Güvenlik

Sahil Güvenlik

Sahil Güvenlik

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Winsch

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Fischer

Fischer

Cay

Fischer

Blume

Ciftlik Deniz Restaurant

Tomaten

Feigen

Ciftlik

Brotbackautomat ;-)

Blumen

Fische ohne Ende

Jetty

Sundowner

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Früh am Morgen

Ciftlik

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Ciftlik