Der Countdown läuft… ⛵

Am 29. Mai geht’s endlich los – unser erster Törn in dieser Saison startet, und die Vorfreude wächst wirklich von Tag zu Tag. Zwei Wochen Auszeit auf dem Wasser, unterwegs in kleiner, feiner Crew: Nane, Dirk und ZR. Mehr braucht es eigentlich nicht.

Wir sind gespannt auf alles, was da kommt – Wetterkapriolen, neue und alte Lieblingsplätze, lange Gespräche, besondere Begegnungen, kräftigen Wind, ruhige Wellen, sternenklare Nächte und diese magischen Ankerbuchten, die man nie wieder vergisst.

Währenddessen wird an der PuraVida noch fleißig geschraubt. Die letzten Winterarbeiten laufen, Schäden aus dem letzten Jahr werden behoben – und wie das eben so ist: Kaum denkt man, man ist durch, winkt schon die nächste Baustelle. Aktueller Stand von heute: Wärmetauscher entkalken, Schlauchanschlüsse vom Kühler tauschen… macht zusammen nochmal mehr als 1.000 Euro. Läuft. 😅
Es summiert sich, keine Frage.

Aber gut – wir wollten ja wissen, worauf man sich als Bootseigner einlässt. Und in unserer Eignergemeinschaft teilen wir das Ganze immerhin durch drei. Tut immer noch weh, aber ist kein Weltuntergang.

Immerhin: Der Liegeplatz in der Adaköy Marina ist um ein weiteres Jahr verlängert. Heißt konkret – wir bleiben bis mindestens April 2027 in der Türkei. Was danach kommt? Schauen wir mal. Seglerpläne sind ja bekanntlich… flexibel.

Und ja, wir sind auch gespannt, wie sich die Situation vor Ort entwickelt. Die Preise sind in den letzten Jahren ordentlich angezogen – „günstig segeln in der Türkei“ ist inzwischen eher ein Mythos als Realität. Aber das Meer, die Landschaft, die Menschen, das Gefühl – das ist unbezahlbar. Noch.

Jetzt heißt es: durchhalten, fertigschrauben, Leinen losdenken.

Der 29. kann kommen. 🌊

Sonntag, 5.10.2025 | Marmaris – Dalaman – Istanbul – Stuttgart

Der Wecker klingelt und wir sind entsetzt, wie kurz eine Nacht sein kann. In Deutschland ist es jetzt 2:45 Uhr…. Zähneputzen, anziehen, Handgepäck packen, Seesäcke wiegen, Schlösser ans Gepäck und alles ins Cockpit verfrachten. ZR hat geschrieben wir sollen uns warm anziehen, also haben wir uns für Hoodies lange Hosen und die Segeljacken als Reisekleidung entschieden.
Um 4:30 Uhr sollen wir abgeholt werden, der VW-Bus von dm-Transfer ist schon 15 Minuten früher da, wir sagen Tschüss zur Pura Vida und tragen unser Gepäck zum Transferbus. Der Fahrer begrüßt uns, gibt uns gleich jedem eine Flasche Wasser und wir steigen ein. Die Fahrt zum Flughafen verschlafen wir mehr oder minder. Sicherheitskontrolle und Checkin gehen super schnell und wir gönnen uns einen letzten Cay und Simit zum frühen Frühstück. Die Kassiererin bei Simit Dünyasi schläft mit dem Kopf auf dem Tresen und Nane muss sie wecken, dass wir bestellen und zahlen können.

Auf dem Flug von Dalaman nach Istanbul dösen wir die meiste Zeit. In Istanbul kommen wir wie auf der Hinweise extrem schnell durch die Passkontrolle und suchen uns ein ruhiges Plätzchen, um auf den Weiterflug nach Stuttgart zu warten. Als das Gate angezeigt wird, wechseln wir in den Wartebereich vor dem Gate. Das Boarding startet pünktlich. Nane bekommt einen Jäger als Sitznachbarn, der seine Jagdgeschichten aus Kasachstan, Nahe der chinesischen Grenze schildert. Nane hört zu, schaut sich Bilder an und findet es spannend, dass man freiwillig in Schnee und Eis auf die Jagd gehen kann. Dirk zieht es vor zu schlafen.

Wir landen pünktlich in Stuttgart, kommen gut durch die automatische Ausweiskontrolle und warten auf unsere Seesäcke, die diesmal sehr spät kommen, was uns in eine leichte Nervosität versetzt. Kaum aus dem Gebäude draußen, kommt auch schon ZR mit seiner schicken E-Klasse, um uns abzuholen und uns standesgemäß nach Hause zu chauffieren – Danke mein Freund!
Zu Hause schmeißt Nane erst mal eine Waschmaschine an und packt die Seesäcke aus. Morgen geht es gleich mit 0 auf 100 mit einer Vorstandssitzung los, darum noch Mails checken und früh ins Bett.
Trotz aller technischen Schwierigkeiten, was es eine schöne Auszeit. Am Anfang dachten wir 3 Wochen sind ewig und jetzt vergingen sie viel zu schnell. Bis zum nächsten Mal kann es dauern, aber das Geld für dieses Hobby muss auch verdient werden, also an die Arbeit….

Mehmet hat kontrolliert

Mehmet hat kontrolliert

der letzte Blick für 2025

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

lecker Essen

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Der Heimflug...

Unterwegs nach Hause

Unterwegs nach Hause

Unterwegs nach Hause

Unterwegs nach Hause

Unterwegs nach Hause

Unterwegs nach Hause

Unterwegs nach Hause

Samstag, 4.10.2025 | Adaköy Marina

So ein Samstag in der Marina ist spannend. Crews gehen von Bord, Putzkolonnen kommen, um die Schiffe schnell wieder für die nächsten Crews fertig zu machen. Mechaniker rücken an, um Reparaturen durchzuführen – ein Kommen und Gehen auf den Jettys. Wir frühstücken erst mal gemütlich an Deck. Die Frage, ob wir heute noch mal in die Stadt wollen, haben wir schnell beantwortet, eher nicht, lieber noch einen Tag an Bord der Pura Vida. Gegen 11 Uhr gönnt sich Nane noch einen Martini mit Tonic Water, schließlich müssen die Vorräte reduziert werden. Wir wollen noch am Strand des Cooks Club schwimmen gehen. Nane checkt die Konditionen, dadurch, dass wir einen Jahresvertrag haben, können wir als Eigner die Facilities kostenlos nutzen. Wir packen unsere Badesachen und ziehen los. An der Reception des CooksClub heißt es, dass wir für jeden von uns einen Account anlegen müssen, dass wir jeder ein „Armband brauchen“ auf das alles gebucht wird, was wir konsumieren, um dann beim Verlassen des Clubs zu bezahlen – für uns gefühlt zuviel Action. Also gehen wir vor dem CooksClub an den kleinen Strand, um nochmal im Meer zu baden – herrlich. Danach duschen wir und genießen nochmal den Pool der Adaköy Marina. Wir treffen den Skipper Laurent aus Beirut, der einen Katamaran hier gechartert hat und gerade Crew-Wechsel hat. Er sucht einen versierten Techniker, der die elektrischen Bordtoiletten reparieren kann bevor er den Kat zurückgibt. Seine weibliche Crew hat natürlich „nichts gemacht“…. Ozcan, der auch unseren Motor gecheckt hat, bekommt das für 150 Euro wieder hin – die Chartercompany wollte 600 Euro – besser für die Bordkasse.

Nane hat morgens nochmal Pizzateig angesetzt, um die restliche Salami und den Käse zu verarbeiten. Am Nachmittag kommt nochmal heftiger Wind und Regen. Auf der Außenseite unseres Pontons kommt noch eine Yacht rein, der Skipper ist allein und die Marineros haben alle Mühe die Yacht bei dem seitlichen Wind sicher an den Jetty zu bekommen. Die Aktion dauert gefühlt ewig, wir schauen interessiert zu. Am Ende sind alle erschöpft, der Skipper auch. Die Yacht hat eine polnische Flagge, aber der Skipper ist ein Russe. Nane bietet ihm zwei Pizzen an, die er dankend annimmt und sich wirklich freut und auch gleich mit einer Dose Bier hungrig zu sich nimmt. Was tut man nicht alles für das Image deutscher Crews im Ausland….

Wir packen unsere Seesäcke, räumen auf und besprechen mit Mehmet, was er bitte alles von unseren übrigen Vorräten für sich nimmt. Wir stellen alles auf den Tisch und die Getränke auf den Salonboden. Nane spült ab und putzt die Küche. Dirk opfert ein T-Shirt von Nane als Fenderbezug für den Achterball. „Ciao“ steht auf dem Shirt – passt irgendwie. Als wir das Foto in WhatsApp stellen, schreibt Öykü sofort „Das ist doch Nanes T-Shirt!“ – nein das war es, jetzt hat es eine neue Bestimmung.
Wir bringen den Müll weg und gehen nochmal duschen, wir werden so früh abgeholt, dass das morgen früh nicht wirklich Sinn macht. Zum Abschluss gönnen wir uns noch den ein oder anderen letzten Drink an Deck bevor wir in der Koje verschwinden. Der Wecker ist auf 3.45 Uhr gestellt, das wird eine kurze Nacht.

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

gut gespült...

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Regenpause....

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina