Der 13. Juni begann für uns zu einer Zeit, die man eigentlich nicht mehr zur Nacht, aber auch noch nicht zum Morgen zählen kann. Um 2:45 Uhr riss uns der Wecker aus einem viel zu kurzen Schlaf. Pünktlich um 3:15Uhr wurden wir von DM-Transfer abgeholt, um von der stillen Adaköy Marina zum Flughafen Dalaman zu fahren. Es ist ein seltsames Gefühl, im Dunkeln durch die vertraute Landschaft zu fahren, vorbei an Orten, die wir in den letzten Wochen bei strahlendem Sonnenschein erkundet hatten.
Der Flughafen war um diese frühe Stunde überraschend belebt, doch das Einchecken und die Sicherheitskontrolle verliefen reibungslos. Als wir am Gate warteten, überkam uns der Wunsch nach einem letzten türkischen Çay oder einem Kaffee. Ein kurzer Blick auf die Preistafel am International Terminal ließ uns jedoch davon Abstand nehmen. Die Preise waren rund dreimal so hoch wie am Domestic Terminal – eine Preisgestaltung, die wir als so unverschämt empfanden, dass wir dankend verzichteten. Nur ZR, seiner Kaffee-Sucht erlegen, investierte in einen Becher des überteuerten Heißgetränks.
Bald saßen wir im Flugzeug Richtung Stuttgart. Der Flug selbst war unspektakulär – eine Zeit des Übergangs, in der man die Erlebnisse des Törns noch einmal Revue passieren lässt, während unter einem die Wolken vorbeiziehen. Die Vorfreude auf das eigene Bett mischt sich mit der leisen Wehmut, dass ein weiteres Segelabenteuer zu Ende gegangen ist.
In Stuttgart gelandet, erwartete uns ein vertrautes Gesicht. Unser Freund Harry hatte es sich nicht nehmen lassen, uns abzuholen. Es ist ein unschätzbarer Luxus, nach einer langen Reise nicht mit dem Gepäck durch öffentliche Verkehrsmittel navigieren zu müssen, sondern einfach ins Auto steigen zu können. Harry brachte uns sicher nach Hause – ein Freundschaftsdienst, für den wir sehr dankbar sind.
Kaum zu Hause angekommen, trennten sich unsere Wege für den Rest des Tages. Dirk machte sich direkt wieder auf den Weg, um ZR zurück nach Stuttgart zu bringen. Für Nane stand ein anderes, unvermeidliches Ritual am Ende jeder Reise an: die erste Maschine Wäsche anzustellen. Das Geräusch der Waschmaschine ist wohl eines der deutlichsten Zeichen dafür, dass man wieder im Alltag angekommen ist.
Kurz darauf fielen wir beide einfach nur noch ins Bett. Die Müdigkeit der kurzen Nacht und der langen Reise forderte ihren Tribut.
Jetzt, mit etwas Abstand, blicken wir auf einen wunderschönen Törn zurück. Es war eine entspannte, gechillte Zeit auf dem Wasser, ganz ohne die Dramen oder unvorhergesehenen Schwierigkeiten, die das Segeln manchmal mit sich bringen kann. Alles lief ruhig und harmonisch. Genau diese unaufgeregten Törns sind es, die am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben. Es war herrlich. Das Meer hat uns wieder einmal reich beschenkt – mit Ruhe, Sonne und unvergesslichen Momenten.