21.06.2019 | Ciftlik – Marmaris | 12,62 nm

Als wir aufwachen wird uns bewusst, dass heute unser letzter Urlaubstag beginnt. Nane holt erst mal Ekmek und macht für ZR und Dirk Suzuk mit Ei und für Micha die letzten pochierten Eier an Bord. Wir sind etwas wehmütig. Nach dem Frühstück gehen wir noch mal schwimmen. Nane erklärt, „in der Sonne ist das Wasser schön“, Dirk übersetzt „das Wasser ist warm“ und wird herbe enttäuscht, denn so frisch war es in den letzten beiden Wochen nicht – aber egal, denn es ist der letzte Tag, an dem wir schwimmen können.

Wir gehen ins Deniz Restaurant, um einen letzten Cay zu trinken und die Rechnung vom Vorabend zu bezahlen. Auch hier erwartet man, uns im Sommer wieder zu sehen, aber das können wir nicht versprechen – es hängt von vielen Dingen ab. Ob Dirk im neuen Job Urlaub bekommt, ob es Nanes Mama einigermaßen geht. Die zwei Krankenhausaufenthalte während diesem Törn haben uns nicht wirklich ruhig schlafen lassen – ohne Freunde wie Heidrun und Irmgard wäre das undenkbar gewesen.

Um 11.30 Uhr legen wir ab – es ist drückend heiß und wir zerfließen fast. Ohne wirklichen Wind motoren wir Richtung Marmaris. In der Bucht Turunc Bükü legen wir noch einen Badestopp ein und ankern auf 14 Meter Tiefe – die Abkühlung tut richtig gut. Jetzt waren wir tatsächlich das letzte Mal baden auf diesem Törn. Gegen 14 Uhr legen wir wieder ab, denn die Warteschleifen an der Tankstelle können ganz schön Zeit in Anspruch nehmen. Es kommt etwas Wind auf und wir setzen zum letzten Mal die Genua. Statt mit 4,5 Knoten unter Motor kommen wir mit 6,5 Knoten voran – schön. Kurz vor der Einfahrt zur Netsel Marina startet der Run auf die Tankstelle. Mit Vollgas versucht ein Schiff nach dem anderen noch an uns vorbei zu kommen. Wir starten den Motor und bergen die Genua „on the fly“. Vor uns sind 3 Schiffe in  Warteposition. Eine türkische Yacht Kelebek überholt uns dreist, Nane erklärt „line up, like the others“, was er ziemlich doof findet und dann entscheidet, doch gleich an den Ponton zu gehen.

Der Tankwart erkennt uns und freut sich über zwei kalte Efes. Wir haben knapp 29 Liter auf diesem Törn verbraucht und kommen auf ca. 1,75 Liter pro Motorstunde – das ist super. Das Absaugen für die Bluecard kostet dieses Jahr 50 Tyl, letztes Jahr waren es noch 25 Tyl, 1 Liter Diesel kostet umgerechnet 1 Euro, das ist günstiger als bei uns.

Am Ponton M von Phönix gibt man uns die Muring über das Nachbarschiff und Dirk parkt souverän ein, etwas schnell, aber passt. Es ist 16 Uhr, Nane macht den letzten Coban Salat und wir gönnen uns ein Anleger Shandy dazu. Dirk und Micha gehen gleich danach zum Barber, denn Micha wird bereits um 21.45 Uhr abgeholt. Wir wollen ja noch in den Laden Silvermoon und Pashmina Schals kaufen. ZR und Nane packen nebenbei und trinken mit Canan noch einen Martini mit Tonic Water. Wir sind gespannt, wie sich das Business hier entwickelt, die Gesetzeslage für Charterschiffe hat sich in der Türkei verändert, mal sehen, wie es weiter geht.

Dirk und Micha sind um 18 Uhr zurück und Charly steht schon am Jetty und macht Werbung für das Golden Plate. Wir gehen duschen und machen uns in der Hitze auf den Weg in die Stadt. Wir wollen zuerst zu unseren Pashmina Schals und ZR kauft auf Empfehlung von Nane auch Seidenschals für seine Mutter (zumindest einer ist für sie gedacht) – wir hoffen, dass er ihr gefällt. Im Anschluss gehen wir ins Golden Plate, um Garlic Mushrooms, Humus, Steak und Salat zu genießen. ZR verweigert das Gemüse – naja er gewöhnt sich schon wieder an zu Hause. Am Nachbartisch sitzt ein deutsches Ehepaar, dass bei SailBest mit in der Flotille war – auch die wollen aufgeben, weil das Chartergeschäft in der Türkei zu kompliziert wird. Schon ist es kurz vor neun und wir zahlen schnell, um unseren Micha zu seinem Transfer zu begleiten. Er hat Ressort Hoppa gebucht und kommt für 10 Euro zum Flughafen. Wir umarmen ihn herzlich und sagen Tschüss bis zum nächsten Mal. Schade, dass Micha so weit weg wohnt – wir sind gern mit ihm zusammen.

Zurück auf der Andiamo gönnen ZR und Nane sich das oder die letzten Weißweinschorle und hoffen, dass es noch etwas abkühlt, bevor wir das letzte Mal in unsere Kojen gehen. Morgen werden wir um 10 Uhr abgeholt – das war ein schöner Törn, wir kommen wieder.

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

"Wach" - Hund

Ciftlik

"Wach" - Hund

Entengrütze

...unterwegs

...unterwegs

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...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

...kurz ankern in Turunc

Morgens in Ciftlik

Morgens in Ciftlik

Morgens in Ciftlik

Morgens in Ciftlik

Morgens in Ciftlik

Morgens in Ciftlik

Morgens in Ciftlik

20.06.2019 | Bozukkale – Ciftlik | 16,42 nm

Der Wind hat in der Nacht nicht nachgelassen und durchgeweht. Dirk ist nachts raus und hat Handtücher gesichert. Heute früh ist es sogar ZR zu windig zum Schwimmen. Nane macht Menemen mit den Eiern und den Paprikas von Sailors Paradise. ZR kriegt pochierte Eier, er mag ja keine warmen Tomaten und schon gar keine Paprika.  Nane und Dirk gehen Hessap machen und verabschieden sich von Burcu und den Kindern – Mustafa ist in Marmaris. Fatma kriegt noch Dondurma-Lira für sich und Eren und kommt mit an den Steg, um uns zu verabschieden.

Wir legen um 11 Uhr ab und setzen gleich in der Ausfahrt die Genua um mit achterlichem Wind Richtung Ciftlik zu cruisen. Der Wind wechselt zwischen achterlichem und halbem Wind und wir kommen mit 5 bis 6 Knoten gut voran. Zwischendrin hangeln wir uns durch das ein oder andere Windloch – dafür haben wir auch mal über 8 Knoten Fahrt und für einen kurzen Moment sogar über 9 Knoten – Nane hat sich ein Bier verdient.

Um 15 Uhr kommen wir als erstes Schiff an den Jetty vom Deniz Restaurant in Ciftlik. Der Wind kommt mit 17 Knoten von hinten. Dirk gibt Micha den Hinweis, dass die Muring schnell gehen muss – wir sind ein gut eingespieltes Team – es klappt wie am Schnürchen. Nane geht einkaufen und holt Tomaten, Milch und Ekmek, als Anleger gibt es einen Coban Salat. Dirk spritzt mit Micha so lange das Boot ab. Im Anschluss gehen wir schwimmen – das Wasser ist mit 22 Grad relativ kalt und der Wind pfeift – eine erfrischende Kombination.

Der Wind nimmt immer mehr zu und während wir den reinkommenden Booten zuschauen, gönnen wir uns ein Dondurma auf die Bordkasse. Wir gehen schwimmen – das Wasser ist frisch – fast wie zu Beginn unseres Törns.

Zwischendrin haben wir 30 Knoten achterlich. Macht nichts, wie liegen sicher. Ein Sundowner-Drink – im Cockpit und den Sonnenuntergang genießen. Es kommen noch einige Yachten rein – die Jettys sind relativ voll. Kurz vor 20 Uhr gehen wir Essen. ZR entscheidet sich für Dorade, Nane und Dirk wollen nochmal das leckere Chicken Kavurma und Micha Salat. Als Vorspeise gönnen wir uns Haidari, Hunterböreg und Sigara Börek –  lecker. Das Preis-Leistungsverhältnis von Ciftlik ist seit Jahren konstant gut. Wir verabschieden uns, die Rechnung machen wir morgen – jetzt noch einen Absacker an Bord und den warmen Wind genießen. Wir sind nicht glücklich, dass zwei Wochen so schnell rum sind, aber leider hat ZR den Auftrag von Nane noch nicht umgesetzt, einen Knopf zu erfinden, der die Zeit anhält. In diesem Sinne gute Nacht.

Morgenstund...

Morgenstund...

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...unterwgs

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...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

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...unterwegs nach Ciftlik

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...unterwegs nach Ciftlik

...unterwegs nach Ciftlik

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19.06.2019 | Sailors Paradise – Serce Limani – Bozukkale | 23,82 nm

Heute wollen wir um 10:30 Uhr ablegen, weil Wind mit 20 bis 25 Knoten aus West angesagt ist, aber so richtig kommen wir nicht in die Gänge. Der Abschied von Sailors Paradise tut immer etwas weh, hier endet bereits ein Teil unseres Urlaubs, ein Stück unseres Herzens bleibt da. Zerrin, Tarek und der kleine Egge sind schon um 8 Uhr los mit dem Fischerboot – sie müssen nach Marmaris. Wir winken ihnen hinterher – hoffentlich klappt das mit Dirks Urlaub im Sommer. Micha und ZR suchen Milch, aber in keiner Backskiste ist noch etwas zu finden. Nane versucht „Süt“ zu organisieren, der Koch versteht sie falsch und denkt, sie will Gas kaufen. Erst die Mama kann uns helfen. Gerade kommen die frischen Fladenbrote aus dem Ofen – Nane nimmt gleich 3 Stück mit, die Jungs sind immer hungrig.  Wir gönnen uns Spiegeleier zum Fladenbrot , Nane geht im Anschluss noch mal schwimmen und Dirk quatscht mit Werner, dem Eigner der Surprise.

Wir gehen zum Zahlen, trinken noch einen Cay und verabschieden uns von Mehmet und der Mama. Nane bekommt Eier, Paprika, Salbei und Kekik geschenkt. Wir hoffen uns im Sommer wieder zu sehen – wie gesagt, das hängt von Dirks Urlaub ab. Wir legen unter Motor ab, der angesagte Wind ist noch nicht da, also motoren wir das erste Stück – auch gut, die Batterien können das sicher vertragen. Am Kap Kizil Burun setzen wir die Genua und kommen bei halbem Wind mit 5 Knoten gemütlich voran.

Gegen 13 Uhr nimmt der Wind zu und kommt in Böen mit über 20 Knoten, wir knacken die 8 Knoten Fahrt – das macht richtig Spaß. Wir wollen heute mal eine Bucht weiter und Serce Limani testen, da waren wir bestimmt 10 Jahre nicht mehr. Die Welle nimmt zu und bei achterlichem Wind, passieren wir die beiden kleinen Inseln Catal Adalari.

Um 15 Uhr haben wir Serce Limani erreicht, die Einfahrt gefunden, die erst sichtbar wird, wenn man darauf zusteuert und die Genua eingeholt. In der Bucht pfeifen die Böen schlimmer als draußen, es ist keine andere Yacht hier, wir wären die einzigen. Der Fischer kommt uns entgegen, erzählt was von alles  sicher und um 19 Uhr ist der Wind weg… erstmal an eine Muringboje mit Landleine etc. , wir versuchen die Andiamo zu drehen –  ohne Erfolg, der Wind drückt uns überall hin nur nicht dorthin wohin wir wollen. Wir brechen ab, das ist uns zu heiß und verlassen die Bucht, zurück nach Bozukkale.

Wir setzen noch mal die Genua und segeln trotz Welle mit 7,5 Knoten hart am Wind Richtung Rhodos. Um 15.30 Uhr fährt Nane eine Wende und mit halbem Wind cruisen wir in die Bucht von Bozukkale. Um 16 Uhr liegen wir am Jetty, gönnen uns einen Anleger und gehen danach erst mal baden – das Wasser ist hier wesentlich frischer, als im Hisarönü-Golf, also fällt die Badepause heute etwas kürzer aus. Dirk hilf den folgenden Schiffen noch beim Anlegen, ZR und Nane chillen und Micha macht sich auf den Weg zur Burg. Kurz nach 19 Uhr ist er wieder da und wir machen uns auf den Weg zum Essen. Heute bestellen wir die Vorspeisen ab, denn wenn wir nicht selbst auswählen können und das Angebot nicht unserem Geschmack entspricht, brauchen wir es auch nicht auf der Rechnung. Dirk und ZR entscheiden sich noch mal für Fisch, Nane nimmt Calamares und Micha wie üblich Salat – lecker. Der Wind hat auch nach Sonnenuntergang nicht nachgelassen und es ist frisch – Nane und Micha sitzen in Jacke und Pulli beim Essen.

An Bord wollen wir noch Resteverwertung starten. ZR und Nane kümmern sich um den Weißwein, Micha um die Kekse. Der Sternenhimmel ist fantastisch – wir warten auf den Mond. ZR erklärt uns, dass der Mond jeden Tag 70 Minuten später aufgeht – aha. Nane hat keine Lust zu warten und verabschiedet sich ins Bett. Der Rest verkrümelt sich nach und nach.

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

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Micha auf der Burg

Micha auf der Burg

Micha auf der Burg

Micha auf der Burg

...unterwegs

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