Mittwoch, 24.05.2018 | Palamut – Sögüt | 29,48 nm

6.45 Uhr | Micha kocht Kaffee – aaahhhhh wie das? Thomas steht auf? Hilfe, was hatten die zwei im Essen? Wir sind erst auf 8.30 Uhr mit Esin in der Küche des Adamik verabredet. Dirk und Nane versuchen die Aktivitäten zu ignorieren. Ein frischer Duft schwebt durch’s Boot, Kaffee gemischt mit Thomas Parfüm Hermes Rhabarber ;-).

7.30 Uhr | Nane gibt auf und steht auch auf. Bisschen Wetter abrufen, bisschen Bordkasse machen.

8.30 Uhr | Nane geht rüber ins Adamik und weckt Esin. Ali scheint noch zu schlafen, aber seine Frau ist am Start, so sind die 3 Frauen in der Küche unter sich. Alis Frau meint zu Esin, dass Nane auf die Minute pünktlich war – Esin erklärt: „typical allemann“(typisch deutsch). Nane erfährt das Geheimnis hinter dem leckeren Menemen –  es ist die Menge Butter, in der die Paprika und die Tomaten geschmort werden. Doppelt so viel, wie sie genommen hätte. In der einen Pfanne schmort das Menemen, in der anderen Pfanne Sucuk – lecker. Dirk deckt den Tisch, Micha und Thomas kommen zu Hilfe. Honig, Käse, Marmelade, Oliven, Paprika und Brot wandern auf den  Tisch. Pelin kocht Cay. So vergeht die Zeit wie im Flug und wir frühstücken (schlemmen) mit allem, was das Herz begehrt. Gürcan braucht wieder eine extra Einladung, die Esin ihm gerne telefonisch erteilt…”hade hade abi!!!”  Wir genießen jede Minute, der Abschied naht. Nane kauft noch Rukola-Salat, Ekmek und Wasser, wir umarmen alle und sind traurig, das Tschüss sagen fällt schwer.

10.30 Uhr | Wir legen ab, gemischte Gefühle begleiten uns, Esin will aufhören und das Restaurant verkaufen. Das zweigeteilte Leben, die Familie in Bodrum, sie in Palamut – ist anstrengend. Aber das „Adamik“ aufgeben? Unser Adamik?! Und das so schnell wie möglich? Werden wir im September noch das alte Team vorfinden? Gürcan ist jetzt Emlak und macht in Immobilien…er hat keine Zeit mehr für das Restaurant. 2018 ändert sich vieles, bei uns, hier im Revier – so sind wir alle ein wenig in Gedanken versunken, während die Andiamo nach unserem Abschied von  Palamut mit achterlichem Wind unter Genua dahingleitet.

12.30 Uhr | Nachdem der Wind eingeschlafen ist, sind wir bis zum Leuchtfeuer Ince Burun wieder mit Motor unterwegs, die Welle von hinten schiebt mehr, als die Segel ziehen würden, danach setzen wir wieder nur die Genua und haben knapp 7 Knoten, die uns schön gleichmäßig an Symi vorbei in Richtung Yesliova Golf schieben.

14.00 Uhr| Nane und Micha sind in Sachen Salat zu Gange. Rukola, Tomaten, Gurken, Zwiebel, Schafskäse mit einer  Vinaigrette und Brot – wir schlemmen schon wieder. Sogar Dirk und Thomas sind begeistert – ein Salat, der schmeckt und kein „holländisches Grünzeug“, meint Dirk.

14.30 Uhr | Wir haben Symi passiert, hier steigen Rauchwolken auf, es scheint irgendwo zu brennen. Wir werden wohl nie erfahren, was genau das war, aber man muss ja auch nicht alles wissen.

15.30 Uhr | Wir sind im Yelisova-Golf, Wind und Welle kommen achterlich und wir kommen mit 5 Knoten gut voran. Wir passieren die Zufahrt nach Bozburun und nehmen weiter Kurs auf Sögüt, genauer gesagt Kurs auf Captains Table, vorbei am Octopus Restaurant. Das kleine Restaurant Captains Table hat Platz für 5-6 Schiffe, bietet einen tollen Service, geniales Essen und eine herzliche, familiäre Atmosphäre. ETA 16.15 Uhr

16.45 Uhr | Wir liegen am Jetty, die ganze Familie ist am Steg, Sabit ist gleich vom Nachbarboot übergesprungen und hat bei der Muring geholfen, Gümüsler hat die Achterleinen gemacht, Öykü sagt hallo, die erste Begrüssung ist herzlich – wir freuen uns sie gesund und munter wieder zu sehen. Nane will unbedingt in das kleine Kaffee links hinter dem Markt. Es hat gerade erst geöffnet und wir bekommen Maulbeersorbet, Maulbeerlimonade und Cay.

17.30 Uhr | Dirk will noch schwimmen. Außer Nane lässt sich niemand überreden, der Wind bläst frisch, aber das Wasser ist angenehm. Danach eine heiße Dusche und gut.

19.30 Uhr | Wir trinken erst noch einen Cay und bekommen einen leckeren selbst gebackenen Kuchen. Johannisbrotkuchen mit Walnüssen – hammer! Nach diesem Nachtisch vor dem Essen, bestellen wir uns das Abendessen: Hunter Börek, Garlic Mushrooms, Auberginen mit Knoblauch, Joghurt und Walnüssen, gegrillten Octopus, Tavuk Sis, Salat – sehr sehr lecker. Als zweiten Nachtisch gibt es noch selbst gemachtes Baklava – meine Güte wir werden verwöhnt.

22.00 Uhr | Mückenalarm, wie aus dem nichts kommen diese lästigen Plagegeister und greifen an. Wir bekämpfen sie mit Autan und Antibrumm und gehen zurück an Bord. Hesap tomorrow….

Auf nach Sögüt

Auf nach Sögüt

Auf nach Sögüt

Frühstück in Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Michas Tarnjacke

Deko

Gürcan

Andiamo

Deko

Gürcan

Gürcan

Gürcan

Gürcan

Gürcan

Frühstück

Kriegsschiff

Palamaut Hafen

Frühstück ?

...unterwegs

...unterwegs

 

Dienstag, 23.05.2018 | Datca – Palamut | 14,22 nm

7.15 Uhr | Wir wachen auf, weil der Nachbar sein Boot abspritzt und Thomas mit einer unfreiwilligen Dusche weckt, weil er ins Kabinenfenster trifft. Eine Entschuldigung hat er dafür nicht parat – naja dafür ist er auf seiner Hanse 575 ja auch „Upperclass“.

8.00 Uhr | Nane und Thomas holen Simit, Micha kocht Kaffee und wir bereiten das Frühstück vor. Heute gibt es nichts Besonderes, Frischkäse, Marmelade, Nutella – das reicht. Wir wollen noch Geld abheben, der Kurs ist gigantisch 5,5 Tyl für 1 Euro, in die Apotheke und in einen Schuhladen. Thomas hat den Auftrag handgefertigte Ledersandalen mitzubringen. Gestern hat er Fotos der unterschiedlichen Modelle gemacht, in der Nacht die Bestellung erhalten und heute ist Großeinkauf angesagt.

9.30 Uhr | Wir machen uns auf den Weg in die Stadt. Thomas kommt nach. Wir heben Geld ab, besorgen in der Apotheke eine spezielle Creme für einen Freund und treffen Thomas im Schuhladen. In einer Teestube gönnen wir uns noch einen Cay. Micha will noch ein paar Modelle der handgemachten Sandalen testen, ist aber nicht ganz überzeugt. Thomas kauft noch ein paar nette dekorative Ketten.

10.30 Uhr | Wir legen ab. Der Nachbar, der uns geweckt hat, ist bereits weg, so dass wir Platz haben. Micha holt den Anker auf, die Sonne scheint, es wird ein guter Tag.

11.00 Uhr | Wir haben die Segel gesetzt, aber der Wind will nicht so richtig, naja wir haben ja Zeit, also gleiten wir gemächlich dahin.

12.00 Uhr | Wir haben mit ein paar Wenden die Höhe des kleinen Leuchtturms erreicht, an dem wir nun Richtung Westen nach Palamut wollen. Der Wind ist weg. Wir holen die Genua ein und machen den Motor an, das hat so keinen Wert. Dirk hat Kreuzschmerzen und Micha gibt ihm Pain AwayÖl  – wir sind gespannt. Zur Entspannung bekommt er eine Fuß-Reflexzonen-Massage und genießt sein Skipper-Wellnessprogramm sichtlich.

13.30 Uhr | Wir laufen im Hafen von Palamut ein. Der Hafenmeister erkennt uns und ruft schon von weitem “Nane here”…. Das  Anlegemanöver zwischen zwei Yachten klappt auf den Punkt. Wir schauen nach Strom und gehen zuerst mal Esin, Gürcan und das Team vom Adamik begrüßen. Gürcan hängt Muscheln auf, Tische werden abgewischt und Menü-Karten aktualisiert –heute ist der erste Tag, an dem das Restaurant öffnet. Die Wiedersehensfreude ist groß. Nane und Esin fangen sofort an sich upzudaten. Es ist warm, sehr warm und Thomas leidet ein wenig.

14.50 Uhr | Genug gequatscht für’s erste, nach einem leckeren türkischen Mokka gehen Dirk, Micha und Nane erst mal schwimmen. Das Wasser in der Bucht hinter dem Hafen ist kristallklar aber auch kalt – wir brauchen eine kleine Weile, um uns zu überwinden. Wir waren alle etwas schläfrig, das kalte Wasser hilft. Danach lassen wir uns am Strand in der Sonne trocknen – was will man mehr. Gürcan kommt mit Taucherbrille, Flossen und seiner Harpune, er will in den Felsen der Hafenmauer auf Jagd gehen. Hat heute aber kein Glück.

16.30 Uhr | Die Jungs wollen zum Barber und Nane füllt die Wassertanks und spritzt die Andiamo ab. Der Wasserdruck ist nicht besonders groß und so dauert die Aktion seine Zeit. Zur Belohnung gibt es im Anschluss einen Martini mit Tonic Water.

18.30 Uhr | Wir gehen zum Essen und sind gespannt, was die heute erst eröffnete Küche zu bieten hat. Dirk gönnt sich Makrele und Hamsi als Vorspeise, Nane und Micha wollen Humus und Auberginen-Joghurt, Thomas will heute keine Vorspeisen, er hat vor lauter Hunger schon das restliche Brot an Bord verhaftet. Nane und Thomas bestellen Filet Royal, Micha Salat und Chips und Dirk Köfte. Als Nachspeise gibt es noch kein Souflée aber gebackenes Halva.

20.00 Uhr | Gürcan bringt uns den bestellten Honig von Caglar und wir quatschen mit Esin noch ein Weilchen. Morgen früh um 8.30 Uhr soll Nane in der Küche erscheinen, um Frühstück für das ganze Team und die Crew zu machen – eine schöne Tradition.

22.00 Uhr | Wir sind todmüde und verabschieden uns. Nane schläft kaum, dass sie in der Koje liegt. Gute Nacht.

Datca

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schöner Laden!

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Andiamo

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Datca - Hafenmeister

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07.09.2017 | Palamut – Karasüleyman Bükü | 29,39 nm

08.00 Uhr | Wir werden wach und wundern uns, dass die Nachbarn noch da sind. Die wollten eigentlich um 7.00 Uhr weg aus Palamut in Richtung Knidos und dann in den Gökova-Golf.  Dafür spritzen sie jetzt ihr Boot ab. Nane fragt, ob sie ihre Pläne geändert haben, sie wollen abwarten, bis der Wind nachlässt, denn das Kap von Knidos kann ganz schön heftig sein. Laut Wettervorhersage, soll ab 10 Uhr mäßiger Wind mit 10 bis 12 Knoten aus Nordwest und West kommen. Aber da wir schon mal wach sind, waschen wir auch den Sand von der Andiamo runter, die aussieht, wie ein paniertes Schnitzel.

09.00 Uhr | Nane geht auf den Bazaar und kauft frisches Gemüse und Obst ein – sie will in der Bucht Ofengemüse machen. Beim Palamut Market nebenan noch Milch, Joghurt und Brot.

09.20 Uhr | Wir putzen mit Salihs Papa zusammen Bohnen und schicken Esin und Salih ein Selfie. Dann wollen wir Tschüss sagen, das lässt Ali nicht zu, wir frühstücken noch mal zusammen, wie es Salihs Papa gewollt hat. Auch die Mama von Salih kommt dazu. Und so sitzen wir zwei deutschen Nasen mit unseren türkischen Freunden in Palamut beim Frühstück, zusammen mit der afghanischen Spülhilfe, unterhalten uns auf englisch mit ein paar türkischen Brocken und finden, schöner kann es gar nicht sein.

10.30 Uhr | Nachdem wir alle geküsst, umarmt und gedrückt haben, fällt uns der Abschied schwer. Nane erklärt  der russischen Crew, dass ein Teil ihres Herzens hier bleibt. Lieber Gott, pass bitte auf diese Menschen auf, wir haben sie so lieb. Mit einem Kloß im Hals gehen wir zurück auf die Andiamo und machen alles klar zum Auslaufen.

11.00 Uhr | Der angesagte Wind aus West /Nordwest bleibt aus – wir haben uns auf einen schönen Raumschot-Kurs gefreut. Stattdessen kommt der Wind aus Süden und ohne jegliche Chance wirklich zu segeln. Wir versuchen es trotzdem, mit Groß und Genua, aber bei 29 Meilen, macht die wenige Fahrt keinen Sinn.

12.30 Uhr | Dirk bruddelt über die Wettervorhersagen und dass das eh alles nieeeee stimmt, holt sich ein Kissen und versucht zu schlafen.

16 Uhr | Im Hisarönü- Golf kommt der Wind achterlich und wir versuchen es mit offenem Groß und Genua. Das Groß raubt der Genua den Wind, die fällt immer wieder ein, aber wir wollen segeln.

16.45 Uhr | Genua rein – Groß rein – Genua raus – alles andere macht keinen Sinn. Wir haben nur noch ein paar Seemeilen und wollen, wenigstens die restliche Strecke fertig segeln.

17.40 Uhr | Auf der Höhe des Hotels, holen wir die Genua ein, der Wind ist eingeschlafen. Dirk will wissen, was wir machen, wenn die Bucht voll ist. Nane hat Orhaniye als Plan B auf dem Schirm.

17.59 Uhr | Wir liegen frei schwojend in der Nebenbucht von BigFoot – hier haben Elmar und Petra schon mal gelegen und uns schöne Fotos geschickt. Nane ist begeistert, Dirk hat den Anker gemacht, sie war am Steuer und es hat perfekt geklapppt. Eigentlich besser als mit Landleine ;-) Zumindest was das Handling anbelangt.

Ankern in der Bucht

18.10 Uhr | Dirk hat Hunger. Also gibt es einen kleinen Anleger Cabanossi, Oliven Pepperoni und Brot. Danach gehen wir schwimmen. Dirk hat beim Anker einfahren, kleine Plastikfetzen einer Tüte im Wasser gesehen und taucht mal nach der Schraube – prompt hat sich eine große schwarze Mülltüte zwischen Schraube und Welle reingefressen. Nane taucht den Anker ab – der lieg super eingegraben auf weißem Sand.

19.00 Uhr | Nach etlichem Luftholen, abtauchen, Schraube drehen, Plastiktüte rausreißen, sind wir beide platt, aber das Problem ist gelöst.

19.30 Uhr | Nane schneidet Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch für Ofengemüse und schiebt die Auflaufform in den Ofen. Jetzt heißt es abwarten.

21.00 Uhr | Wir merken uns, wenn wir Ofengemüse wollen, müssen wir früher anfangen. Dirk hat schon mal ein Nickerchen hinter sich, bevor es etwas zu essen gibt. Dafür schmeckt es ganz lecker. Wir denken an unseren MM und gratulieren per SMS zum Geburtstag – hoffentlich geht es ihm gut.

23.30 Uhr | Wir hören Musik und chillen an Deck. Der Wind hat gedreht. Nane hat die AnkerApp aktiviert und wir denken, dass das alles passen müsste.

...vor Anker

...vor Anker

Wasser 31.1 Grad

...vor Anker

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

im Hisarönü Golf

Letzter Cay Palamut