Dienstag, 10.09.2019 | Karasüleyman Bükü – Sögüt | 15,51 nm

Die Nacht in der Bucht war ruhig, Nanes Anker-App hat nicht Alarm geschlagen, wir haben uns kaum bewegt. Nane macht das Standard-Buchten-Frühstück: Pfannkuchen. Thomas bekommt ein Bild per WhatsApp – wir hätten auch noch welche übrig gehabt. Wir schwimmen eine Runde und der Abschied fällt schwer, denn sobald wir die Bucht verlassen, befinden wir uns auf dem Rückweg und der Törn geht so langsam zu Ende.

Kurz nach 11 Uhr wird die Bucht von Gullets und Ausflugsbooten im wahrsten Sinne gestürmt, so dass wir schauen, dass wir uns auf den Weg machen. Wir lichten den Anker, der im Sand sehr gut eingegraben war und machen uns auf den Weg nach Sögüt.

Im Hisarönü-Golf haben wir keinen Wind, so dass wir bis zum Kap von Atabol Burun motoren müssen. Im Yesilova Golf setzen wir die genua und cruisen mit gemütlichen 3 Knoten Fahrt Richtung Sögüt. Der Rückweg darf ruhig langsam verlaufen, also genießen wir die Zeit an Bord, auch wenn wir nicht besonders schnell voran kommen.

Um 16:30 Uhr laufen wir in die Bucht von Sögüt ein. Auch hier hat sich seit Pfingsten einiges verändert, ein neuer Steg ist hinzu gekommen Keci Bükü. Wir laufen aber wie immer Captains Table an, da wir mit Sabit und Gümüsler befreundet sind. Es ist nur noch ein Platz am Jetty frei,  gut dass wir reserviert haben. Sabit springt an Bord und macht die Muring und kaum sind die Achterleinen fest, begrüßen wir die ganze Familie, der kleine Deniz ist ein goldiges Kerlchen mit süßen Grübchen – wir sind ganz verliebt. Nane geht mit Öykü erst mal Dondurma für die ganze Familie einkaufen, dann trinken wir einen Cay und gehen schwimmen.

Nach der Dusche setzen wir uns aufs Vorschiff und genießen den Sonnenuntergang bei einem Drink – herrlich, die Zeit sollte stehen bleiben. Zum Abendessen gönnen wir uns Tavuk, Calamares, HunterBörek und Tsatsik – lecker. Die Rechnung zahlen wir morgen. Zurück an Bord schnackt Nane noch mit den Schweizer Nachbarn über die schönsten Anlaufstellen hier im Revier. Noch ein Drink und gute Nacht.

Karasüleyman Bükü

Sögüt

Sögüt

Sögüt

Montag, 09.09.2019 | Kocabahce Koyu – Karasüleyman Bükü | 5,85 nm


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Wir wollen unbedingt nochmal in „unsere Bucht“ auch wenn heute kräftiger Wind angesagt ist, wollen wir es zumindest versuchen. Nach einer Tasse Kaffee und den letzten Chocopops gehen wir in Restaurant, um unsere Rechnung zu bezahlen, ein oder zwei letzte Cay zu trinken und uns schweren Herzens zu verabschieden. Wir hoffen nächstes Jahr wieder zu kommen – Dirk findet die Vorstellung 9 Monate warten zu müssen grausam und kommt nicht darüber hinweg. Wir drücken Zerrin, Egge und Tarek, abschieden uns von Mustafa, Mehmet und seiner Frau. Für den Rest des Törns bekommen wir noch frisches Gemüse mit und Nane kauft noch 2 Ekmek, damit wir an sie denken können, wenn wir einen Salat essen.

Gegen 11 Uhr kommen wir los, es ist trotz Vorhersage kein Wind im Hisarönü Golf und so motoren wir die kurze Strecke zur Karasüleyman Bükü, nach 2 Tagen ohne Strom, ist das für die Batterien auch nicht schlecht.

Kurz nach 12 Uhr kommen wir in unsere Bucht, es liegt nur eine andere Segelyacht vor Anker und wir schmeißen auf 5 Meter Wassertiefe 50 Meter Kette. Dirk Fährt den Anker ein und auch wenn mehr Wind kommen sollte, sind wir sicher, hier gut zu liegen. Wir gehen erst mal schwimmen und lassen den Tag gechillt angehen. Die Ausflugsboote kommen nacheinander in die Bucht und kündigen „Aquarium“ an. Eine Gullet legt sich noch in die Bucht. Wir sehen die Sahil Güvenlik vorbei fahren. Ca. 30 Minuten später kommt ein stark motorisiertes Schlauchboot der Sahil Güvenlik und kontrolliert alle Boote in der Bucht. Sie wollen die Bootspapiere sehen, die BlueCard und unsere Ausweise. Nane bietet ihnen Cola an, aber sie möchten nur eine Flasche Wasser. Dirk unterhält sich noch über die Wettervorhersage mit Ihnen, ja es wäre viel Wind angesagt meinen sie und wünschen uns noch eine schöne Zeit hier in der Türkei. So haben wir auch einmal eine Kontrolle erlebt – das erste Mal in den fast 15 Jahren, die wir hier segeln.

Nane meint, wenn jetzt der Dondurma-Mann kommt, gönnen wir uns ein Eis, aber ausgerechnet an diesem Tag kommt er nicht in die Bucht. Vielleicht ist draußen zu viel Welle.

Der angekündigte Wind hält sich in der Bucht in Grenzen und so genießen wir den Abend, essen einen Coban Salat mit den leckeren Zutaten aus Sailors Paradise und schauen uns die Sterne an. Der große Wagen ist direkt über den Hängen der Bucht zu sehen und wir beschließen zu Hause nach dem großen Wagen zu suchen und uns gedanklich zurück in die Bucht zu versetzen, wenn wir das Sternbild sehen. Sterne am Himmel, schöne Musik und eine leichte Brise – herrlich so geht auch dieser Tag viel zu schnell zu Ende.

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Sonntag, 08.09.2019 | Kocabahce Koyu / Sailors Paradise

Wir wachen erst kurz nach 9 Uhr auf – meine Güte der Schlaf hat gut getan. Nane macht Spiegeleier zum Frühstück und wir freuen uns auf einen ganzen Tag Nichtstun, Cay trinken, schwimmen, Musik hören, sich unterhalten und gut. Nach dem Frühstück gehen wir erst mal schwimmen und danach einen Cay trinken und treffen Sezai Süzen am Familientisch. Ein Obst- und Gemüsehändler vom Stuttgarter Großmarkt – so klein ist die Welt. Vor ca. einem Jahr haben wir uns auch hier bei Sailors Paradise getroffen und unterhalten. Er ist wieder mit seiner Familie auf einem Katamaran unterwegs, der deutsche Schwiegersohn in spe skippert und er amüsiert sich über die deutschen Regeln an Bord. Wir unterhalten uns über Gott und die Welt und über Tomaten, die hier in der Türkei schmecken und in Deutschland nicht – wir sollen in Deizisau beim türkischen Markt einkaufen gehen, die haben Ware von ihm. Das werden wir sobald wir zu Hause sind berücksichtigen. Sie sind gerade erst in Orhaniye gestartet und haben die 2 Wochen noch vor sich – diesmal wollen sie nach Bodrum. Wir empfehlen ihnen Palamut. Neben uns liegt eine blaue Beneteau mit Namen Balamut, wir glauben sie schon ein paar Mal in Palamut gesehen zu haben und fragen das türkische Ehepaar, die mit der Yacht unterwegs sind. Sie freuen sich, dass wir ihr Schiff und Palamut kennen. Wir wollen wissen, wann sie wieder nach Palamut fahren. „Morgen früh“ ist die Antwort und so geben wir Ihnen eine Packung Duplo für Gürcan mit, mit der Bitte ihn anzurufen und sie ihm zu von uns zu geben. Gürcan wird parallel über WhatsApp informiert und wie wir am nächsten Tag erfahren, hat die Übergabe geklappt – schön. Wenn wir dieses Mal schon nicht nach Palamut kommen, dann schaffen es wenigstens die Duplo für Gürcan.

Wir genießen den Tag, schwimmen, lesen, hören Musik. Nane füttert Egge zum Mittag mit Reis und Kartoffeln und wir bekommen Hunter Börek als Mittagssnack.  Am Nachmittag trinken wir Tee mit der Familie und genießen diesen Ort und diese Menschen. Ein Fischer hat heute früh einen Bonito gebracht, den Zerrin für uns reserviert hat – so muss Dirk sich schon keine Gedanken machen, was er zu Abend isst. Der Fisch hat hervorragend geschmeckt und wir bedanken uns herzlich – morgens gefangen und abends auf dem Teller – so frisch bekommt man es selten.

Viel zu schnell geht dieser wunderbar gechillte Tag zu Ende und wir nehmen noch einen Drink im Cockpit, bewundern den Sternenhimmel und gehen schlafen.

Sailors Paradies