Dienstag, 07.09.2021 | Karasüleyman Bükü – Sailors Paradise | 12,21 nm

„Es ist kein Wind angesagt”, mit der Aussage muss die Crew erst mal zurechtkommen. Thomas, der Ankern ja gaaaar nicht mag, freut sich auf das traditionelle Anker-Frühstück: Pfannkuchen. Man könnte ihn auch bestechlich nennen. Wir genießen den Vormittag und gehen noch ausgiebig schwimmen, bis wir ein wenig thermischen Wind bekommen und beschließen uns auf den Weg nach Kocabace Koyu zu machen. Der Platz am Jetty von Sailors Paradise ist reserviert und so haben wir alle Zeit der Welt. Thomas kreuzt gegenan und wir gönnen uns noch einen Schlag weiter raus, bevor wir auf der Höhe von Armak Bükü das Groß reinholen und mit der Genua und achterlichem Wind in die Bucht von Sailors cruisen. Das große M, dass wir so ins Meer schreiben, ist mal wieder ein Zeichen für Micha, aus der Versenkung aufzutauchen und sich wieder mal zu melden. Wo er doch heute Geburtstag hat. Happy Birthday Michel!

Gegen 15.30 Uhr cruisen wir in die Bucht. Der Jetty hat noch 3 Plätze frei, einer davon ist unserer. Wir legen an und gehen gleich nach dem obligatorischen Anleger zum Family Cay und unterhalten uns mit der Familie. Egge ist groß geworden und hat schon seinen eigenen Kopf. Die Mama freut sich Nane zu sehen und wir sitzen bei Cay und leckerem türkischen Süßgebäck zusammen und tauschen uns über das letzte Jahr aus. Dass die Andiamo verkauft ist, dass Nanes Mama verstorben ist, dass Zerrin ein zweites Baby erwartet, eine kleine Tochter usw. usw. Wir lieben diese Familie und freuen uns immer, wenn wir hier sein dürfen. Dirk schnackt noch mit Marian Tita, Nane mit der Crew von GMM. Dann gehen wir eine Runde schwimmen. Thomas und Alex kommen schon aus der Dusche – wir waren eine Weile weg.

Das Abendessen ist köstlich wie immer und wie immer stellt Thomas fest, dass er zu viele Vorspeisen bestellt hat, aber es ist auch zu lecker und man lässt sich so leicht verführen. Heute werden wir nicht sehr alt. Während Nane und Dirk noch mit der Crew der GMM-Yacht quatschen, setzen Thomas und Alex wieder auf Ambient-Beleuchtung und als wir an Bord kommen, sind die Lichterketten in Betrieb. Wir unterhalten und noch an Deck und gehen dann alle recht müde (von was eigentlich?) in die Kojen.

los gehts

los gehts

los gehts

los gehts

los gehts

auf nach Kocabahce

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auf nach Kocabahce

auf nach Kocabahce

auf nach Kocabahce

auf nach Kocabahce

auf nach Kocabahce

auf nach Kocabahce

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auf nach Kocabahce

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Karasüleyman Bükü

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Sailors Paradise

Dienstag, 15.09.2020 Kohcabahce Koyu – Bozukkale | 15,02 nm

Wir brauchen heute kein Frühstück – wir sind immer noch satt vom leckeren Abendessen. Wir gehen das letzte Mal für dieses Jahr bei Sailors schwimmen – blödes Gefühl. Wir trinken die letzten Cay bei Sailors – auch komisch. Wir nehmen noch ein Brot mit und Berrin schenkt uns Kräuter und Cocktailtomaten zum Abschied. Nane hat ihr Telefon noch zum Laden an der Steckdose.

Wir verabschieden uns, sind traurig und legen gegen 12 Uhr ab. Unter Motor fahren wir bis zum Kap Atabol Burun und setzen die Segel. Wir kommen gemächlich voran, aber das passt zur Stimmung, das Ende des Törns kommt näher. Bis zum nächsten Jahr sind es noch 8 Monate, die Andiamo ist verkauft und geht nach Fethiye und was mit Covid sein wird, weiß kein Mensch. Wir hoffen, wiederzukommen.

Um 14:30 Uhr passieren wir das Kap Karaburun und haben guten Wind. Bei achterlichem Wind cruisen wir nach Bozukkale, holen vorher das Groß ein, damit wir bei Wind und Welle besser steuern können. Um 15:30 Uhr kommen wir an den Jetty, eine Yacht hat gerade angelegt, eine andere fährt an, bricht ab, kommt wieder raus und meint, Nane solle zuerst anlegen. Dann fährt sie uns doch voraus und legt ein spannendes Anlegemanöver hin, kommt quer und macht der Crew am Jetty allerhand Arbeit. Nane hat weit draußen gedreht und fährt gemütlich ohne jegliches Galama rückwärts an den Jetty – passt. Micha macht die Muring, Dirk die Achterleinen, wir liegen sehr gut. Als Anleger gibt es den leckeren Käse aus Selimiye mit den Cocktailtomaten aus Kohcabahce Koyu und ein paar Gurken und Oliven – cok lezettli. Wir gehen schwimmen. Die Nachbarn sprechen von heftigem Wind am Wochenende und Nane will das Wetter checken, als ihr auffällt, dass ihr Handy noch bei Sailors am Strom hängt. AHHHHHHHHHHHH!! Wir rufen Zerrin an, das Handy ist noch da, aber wie bekommen wir es wieder? Mehmet will morgen nach Marmaris und soll es bei Canan hinterlegen. Später erzählen wir die Geschichte Mustafa, der lacht und schüttelt den Kopf. Dirk meint Nane wird alt. Aber er muss morgen auch nach Marmaris und will sich mit Mehmet treffen und das Handy mitbringen – er verspricht spätestens um 13:30 Uhr wieder da zu sein, dass wir auslaufen können.  Hoffentlich klappt das. Der Wind bläst die Nacht durch und wir schauen in die Sterne. Gegen 23 Uhr gehen wir schlafen und überlassen das Sterne gucken dem Micha.

Bozukkale

Bozukkale

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Montag, 14.09.2020 | Selimiye – Kocabahce Koyu | 14,71 nm

Die Tradition, dass morgens jede Yacht ein frisches Fladenbrot bekommt, wurde beibehalten. Das Brot ist noch warm, als es an Bord gebracht wird. Wir beschließen vor dem Frühstück einkaufen zu  gehen, bevor es zu heiß wird. Viel brauchen wir nicht zwei 5-Liter-Kanister Wasser, 4 Liter Milch, Fanta, Obst, ein paar Tomaten und Gurken, das war’s. Was uns aber besonders wichtig ist, beim Bäcker, die kleinen Apfeltaschen zu kaufen, die Zerrin so sehr mag. Wir nehmen gleich 30 Stück mit, denn die schmecken allen gut.

Zurück an Bord frühstücken wir erst mal. Die Jungs bekommen Spiegeleier und Nane Joghurt mit Honig. Gegen 11 Uhr kommt der Käse, den wir im Voca bestellt haben. 80 Tyl, für ca. 400g, aber er schmeckt uns so gut, dass wir das Angebot gestern nicht ausschlagen konnten.

Dirk und Micha quatschen noch mit dem Eigner der Il Sogno – seine neue Motoryacht – früher hatte er die Pulcinella und wir haben ihn schon öfters getroffen.

Um 12 Uhr legen wir ab und beschließen den Wind auszunutzen und noch ein bisschen durch den Hisarönü zu kreuzen. Erst um 15:30 Uhr steuern wir die Bucht von Sailors Paradise an und liegen pünktlich zum Family Cay am Steg. Nach uns kommt die Brista rein, will aber nur Wasser bunkern – unmöglich aus unserer Sicht, in einer Bucht, Wasser zu verlangen. Dann wollen sie an eine Boje. Das An- und Ablegemanöver gleicht einem Disaster man kommt jedes Mal quer und weiß nicht wirklich, was man tut. Aber das ist nicht unsere Baustelle. Wir trinken gemütlich Tee mit der Familie, essen Apfeltaschen und den selbst gebackenen Kuchen von Zerrin mit Pfirsich, Rosinen und Walnüssen – lecker. Danach gehen wir mit Berrin auf die Suche nach Dirk. Die Ziegen sind hinter dem Haus, erschrecken sich aber, als Tarek den Generator anschmeißt. Wir verfolgen sie bis hinter den Campingplatz und bis zu den Felsen, aber leider kommen wir Dirk nicht näher.

Zum Abendessen bekommen wir von Zerrin zusätzlich zu unserer Bestellung lauter leckere Sachen geschickt inkl. Baklava und eine Art gebackener Milchreis mit Nüssen und Zimt zum Abschluss. Wir sind sooo satt und trinken an Bord noch einen Raki bevor wir ins Bett gehen.

Sailors Paradise

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Unterwasser

...unterwegs

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