Donnerstag, 15. September 2022 | Ciftlik

Wir genießen den “freien Tag” und lassen es gemütlich angehen. Zum Frühstück schauen wir, was der Kühlschrank noch so hergibt – eigentlich alles ;-) Dirk holt frisches Brot und Nane macht noch einmal Menemen. Nach dem Frühstück chillen wir an Deck, hören Musik und warten bis die Nachbarn ablegen bevor wir schwimmen gehen. Unsere Stimmung ist etwas getrübt als wir den Törn Revue passieren lassen – trotz vieler toller Momente mit unserer Crew, mit unseren Freunden, die wir besuchen konnten und der tollen Natur, hatten wir für unseren Geschmack zu viele technische Problemstellungen und die Aussichten in Sachen Marina sind auch nicht prickelnd.

Die Berichte, die wir von den beiden Eignern gestern bekommen haben, bestätigen unsere bisherigen Infos. Mal sehen, wie unsere Miteigner die Situation einschätzen. Wir fangen an unsere Sachen langsam zu packen. Walter möchte die Eignerkisten auflösen und dafür Fächer unter dem Bett in der Eignerkabine einrichten, wenn er kommt. Wir verabreden, dass wir unsere prvaten Sachen interimsweise in einer Schublade unter dem Bett unterbingen und er sie dann in unser Fach räumt.

Dirk sortiert das technische Equipment und wir planen morgen früher auszulaufen, um möglichst vor dem Run auf die Tankstelle anzukommen und noch Zeit in Marmaris zu haben. Nane mahnt, dass wir den letzten wirklichen Urlaubstag noch genießen müssen und macht einen letzten Snack mit Schafskäse um die Mittagszeit. Danach gehen wir noch mal schwimmen – auch wenn das Wasser frischer ist, als zu Beginn des Törns müssen wir die Gelegenheit nutzen – zu Hause gibt es keine Chance mehr auf ein erfrischendes Bad.

Zum letzten Sundowner in Ciftlik gönnen wir uns einen Drink aus der noch gut bestückten Bord-Bar und gehen zum Essen. Noch einmal King Prawns für Nane und Kavurma für Dirk. Zurück an Bord genießen wir den lauen Wind und gönnen uns noch einen Drink – die Vorräte müssen irgendwie geleert werden.

Später als üblich geht’s unter Deck, schließlich mussten wir ja noch Sterne gucken…

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Frühstück

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Azmak

Ciftlik

Chicken Kavurma mit Käse

Mittwoch, 14. September 2022 | Bozukkale – Ciftlik | 16,51 nm

Eigentlich haben wir erst für Donnerstag in Ciftlik reserviert, aber von Bozukkale haben wir erst mal genug – obwohl Essen, Service und Team super freundlich sind, wollen wir aus der Warteposition raus und wieder unterwegs sein. Nane will auf jeden Fall nochmal hier schwimmen und schaut auf die Anzeige der Wassertemperatur 23 °C – sprich 6 Grad kälter als noch letzte Woche. Da wir davon ausgehen, dass die Anzeige sowieso immer höhere Temperaturen anzeigt, gehen wir mal von 21° C aus. Dirk ist raus, das ist im zu frisch, aber Nane gönnt sich den erfrischenden Wachmacher für den Kreislauf. Das kommt nach einer zweiten fast schlaflosen Nacht wirklich gut. Kurz nach 10 Uhr verabschieden wir uns, zahlen die Rechnung für zwei Tage und legen um 10.40 Uhr ab. Nane hat im Deniz-Restaurant die Reservierung vorgezogen – also passt das für heute. Wir setzen die Genua und cruisen bei achterlichem und in Böen halbem Wind Richtung Ciftlik – herrlich. Draußen steht kaum Welle und es macht richtig Laune zu segeln. Kurz nach 15 Uhr steuern wir die Bucht von Ciftlik an, holen die Genua ein und machen Fender und Achterleinen klar. Der Steg des Deniz-Restaurants ist leer und wir haben Seitenwind. Wir können uns bei keinem anderen Schiff anlehnen, also muss es schnell gehen mit der Muring. Wir kriegen auch dieses Anlegemanöver zu zweit sehr gut hin und freuen uns, auf einen Mittagssnack aus dem Backofen: Zucchini, Tomaten und Schafskäse. Dirk holt ein frisches Brot und nach dem Essen wollen wir erst mal schwimmen gehen. Da bekommt Dirk die Message, dass die Il Sogno bei Mehmets Place liegt und so statten wir Hansi und seiner Crew erst mal einen Besuch ab und tauschen uns über Marina-Preise, Revier-Veränderung, Energie-Krise und Technik-Probleme aus. Als wir zurück an Bord kommen, sehen wir die Second Love am Steg des Deniz-Restaurants liegen. Wir verabreden uns mit Rolf zum Abendessen und gehen erst mal schwimmen. Das Wasser ist viel wärmer als in Bozukkale, auch wenn Dirk trotzdem noch „brrr“ macht. Im Anschluss gehen wir duschen und nehmen noch einen Drink an Deck. Rolf geht schon mal vor und wir versprechen, gleich nachzukommen. Das Abendessen ist wie immer lecker und der Austausch mit Rolf bestätigt, was wir schon gehört haben. Die Marina-Preise verdreifachen sich – wir müssen dringend mit den anderen Eignern und Miknatis reden, ob wir vor Ablauf unseres Marina-Vertrags im Mai 2023 noch eine Verlängerung zu einigermaßen anständigen Konditionen bekommen können. Kurz nach 22 Uhr überkommt uns die Müdigkeit der letzten beiden Nächte und wir verabschieden uns und fallen ohne Absacker direkt in die Koje – Gute Nacht.

Sailors House

Sailors House

Dienstag, 13. September 2022 | Bozukkale

Unser Schlaf wurde hier in Bozukkale in der Nacht durch den starken Wind, das Knarren des Holzstegs und der Leinen und das Quietschen der Fender mehrfach unterbrochen. Nane musste die Fender zum kleineren Nachbarboot an Backbord mehrfach richten, weil sie sich verdreht hatten und nach oben gearbeitet haben. Die Entscheidung, an Deck zu schlafen, um wegen des Windes bei eventuellen Problemen sofort am Start zu sein, haben anscheinend nur wir getroffen, die restlichen Crews am Steg schlafen in ihren Kojen. Wir sind schon besonders vorsichtig, dafür ist uns aber auch noch nie etwas passiert. Gegen 6.30 Uhr kämpft sich die Sonne an der Ostseite der Bucht über den Hügel – schön. Um 7 Uhr ist Dirk wach und völlig übernächtigt und durchgefroren. Nane schickt ihn in die Koje und verspricht aufzupassen. Ein bisschen lesen, ein bisschen Blog schreiben. Mittlerweile ist es 9 Uhr und am Steg rührt sich auf den anderen Yachten noch nicht viel. Der Wind pfeift ohne Unterlass und Nane kocht erst mal einen Kaffee – hilft laut ZR immer. Gegen 9.30 Uhr kommt Dirk langsam vom Kaffeeduft wieder zu sich und wir entscheiden uns für Müsli zum Frühstück. Unser Nachbar mit der 50er Beneteau hat sich auch entschieden, hier zu bleiben „better no risk“. Nur zwei Boote verlassen den Jetty am Vormittag, alle anderen bleiben hier liegen. Wir haben bei dem heftigen Wind nicht mal Lust zu baden und so lesen wir und harren der Dinge, die noch kommen. Gegen Mittag kommen noch zwei Boote an den Steg und die Crews sehen aus, als wären sie froh, sicher festmachen zu können. In der Bucht stehen mittlerweile Schaumkronen und es kommen immer mehr Yachten, die hier Zuflucht suchen. Bald sind alle 3 Restaurantstege voll und einige Yachten ankern, müssen sich aber mehrfach verholen, weil die Anker nicht halten oder der Wind an der Stelle zu viele Probleme macht – leider gibt es keine windgeschützten Stellen. Ein großer 3-Master mit maltesischer Flagge kommt am Nachmittag in die Bucht und ankert in Richtung Loryma-Restaurant. Der Wind nimmt am Nachmittag noch weiter zu und so haben wir bald an die 30 Knoten achterlich. Das ist nicht mehr gemütlich, aber man kann es aktuell nicht ändern. Zwischendrin gehen wir einen Cay trinken und beobachten den großen Eukalyptus-Baum, dessen Äste vom Wind extrem durchgepustet werden. Ab 16 Uhr soll der Wind nochmal zunehmen und pünktlich steigert sich die Windstärke auf über 30 Knoten – der Jetty ächzt und wir schauen uns die Achterleinen an – hmm die ein oder andere brüchige Stelle ist da – also legen wir noch mal zwei Achterleinen als „Backup“, wenn eine reißen sollte. Bei dem Wind haben wir keine Lust zu baden und gehen recht früh zum Essen, das heute im geschützten Bereich des Restaurants serviert wird. Wir genießen Fisch und gegrillte Calamares dazu gibt es Salat und Pommes – sehr lecker. Danach gehen wir zurück an Bord und richten uns für eine weitere Nacht im Cockpit ein. Mit Hoodie und zwei Decken sind wir gespannt, ob wir spontan eingreifen müssen. Nane hofft, dass der Jetty hält, wenn so viele Boote an ihm zerren. Das äußere Stück an dem wir liegen kommt teilweise ganz schön ins Schwanken. Ab 21 Uhr wird der Wind nochmal stärker und wir haben 37 Knoten auf’s Heck. In der Dunkelheit hört sich das ganze noch viel bedrohlicher an, als bei Sonnenschein. Erst gegen 3 Uhr nimmt der Wind wieder etwas ab und um 5 Uhr gehen wir erst mal in die Koje, um noch etwas zu schlafen.

soooo lecker

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House

Sailors House