Freitag, 10.09.2021 | Orhaniye – Datca | 33,23 nm

Nane will frisches Brot zum Frühstück holen und zieht los. ZR kocht schon mal Kaffee. Der Supermarkt öffnet erst um 9.00 Uhr also läuft sie Richtung Dorf zum nächsten Market. Dort wird sie vertröstet, dass der Bäcker gleich kommt und kriegt erst mal einen Cay und dann noch einen. Nach 15 Minuten Wartezeit ist der Bäcker endlich da und alle Wartenden kaufen direkt aus dem Transporter, was sie brauchen.

Zurück an Bord war Dirk kurz davor Suchtrupps loszuschicken – unklar ist, ob er sich Sorgen um die Bordkasse oder um Nane gemacht hat. Es gibt ein türkisches Frühstück mit Spiegeleiern, ZR soll schließlich auch hier kulinarisch ankommen. Danach machen wir alles klar zum Auslaufen, es soll windig werden. 15-20 Knoten sind angesagt, aber gegenan kann der scheinbare Wind auch mehr sein. Schon in der Bucht von Orhaniye ist der Wind recht frisch und Nane entscheidet sich gleich für Schuhe und Segeljacke.

Um 10 Uhr legen wir ab und wollen erst mal nur mit der Genua aufkreuzen, wegen der Welle gewinnen wir mit unseren Wenden aber nicht wirklich an Höhe. In den Böen ist der Wind heftig und dann schläft er wieder ein. Auf der Höhe von Armak Bükü setzen wir noch das gereffte Groß, was wir aber wegen der immer stärker werdenen Windes und scheinbarem Wind von über 30 Knoten bei der nächsten Wende auf Höhe der Ciftlik-Bucht wieder einholen. Nane segelt hoch in die Bucht von Datca, um bei weniger Welle hart am Wind Richtung Datca zu steuern. Wir werden teilweise nass, aber Segeln ist ja auch ein Wassersport. Kurz nach 16 Uhr errreichen wir das gegenüberliegende Ufer der Bucht und wenden noch mal hoch, um dann um 16.20 Uhr mit der letzten Wende in den Hafen von Datca einzulaufen.

Wir holen die Genua ein, machen die Andiamo klar zum Anlegen, der Hafenmeister weist uns eine Lüke zu und die Ankerwinsch macht zicken, die Knöpfe sind so verklebt, dass sie bei Down nicht mehr stoppen oder dann wieder den gesamten Anker hochholen. Schließlich versagt die Sicherung und nichts geht mehr. Wir legen an und machen uns mit Hilfe des Hafenmeisters am Bug mit einer Leine am Nachbarschiff fest – geschafft, was für ein anstrengender aber schöner Segeltag.

Dirk und ZR finden eine Ersatz-Sicherung und wir wollen gleich noch eine kaufen gehen, aber der Hafenmeister winkt ab, in Datca gibt es solche Sicherungen nicht zu kaufen, dafür müssten wir nach Bodrum, Marmaris oder Fethiye – also geben wir Mahmut Bescheid und verabreden uns für Sonntag in Ciftlik, um die Angelegenheit zu reparieren.

Wir warten auf die Crew der Beneteau, an der wir uns festgemacht haben, für die ist es in Ordnung, aber sie wollen morgen früh raus – kein Problem, denn auch Thomas und Alex wollen um 8 Uhr ins Taxi steigen, um nach Körmen zur Fähre zu fahren.

Für unseren letzten Abend haben wir noch ein Highlight geplant, wir rufen Hüsseyin an und er will uns per Taxi abholen lassen, dass wir ihn in seinem neuen Restaurant besuchen können. Diesen Service bietet er nicht nur für uns, sondern für jeden, der in Datca liegt und bei ihm zum Essen kommt. Dass wir den Sonnenuntergang noch mitbekommen, sollen wir um 18:45 Uhr abgeholt werden. Bis das Taxi uns findet und wir die beiden Taxis (wir sind ja zu fünft) ist es 19 Uhr und zwei Telefonate mit Hüsseyin später.

WOW – das ist alles, was wir denken, als wir ankommen, Hüsseyin geknuddelt haben, ihm eine Tüte Haribo Colorado geschenkt haben und auf der Terrasse den Sonnenuntergang bewundern. Eine traumhafte Location, super leckere Vorspeisen, herrliche Hauptgerichte – ein Träumchen, wie Alex so gerne sagt.

Wir können diesen Ausflug nur jedem empfehlen, der nach Datca kommt. Es lohnt sich auf alle Fälle, die Preise sind der Qualität und der Location absolut angemessen und bei dem Umrechnungskurs auch immer noch als günstig anzusehen.  Wir genießen diesen letzten gemeinsamen Abend und können Hüsseyin nur gratulieren, dass er diese Location im Rohbau übernommen und ausgebaut hat. Da kommt auch noch mehr – er hat Pläne – das freut uns ungemein.

Kurz nach 23 Uhr sind wir wieder zurück an Bord nehmen unseren Abschieds-Drink mit Thomas und Alex und fallen todmüde in die Kojen. Leider sind die Bars hier noch anderer Meinung, die Musik spielt laut bis weit nach Mitternacht und wir müssen morgen ja wieder früh raus.

bisschen eng...

Datca

Datca

Datca

Datca

Datca

Defekte Sicherung

Datca

defekte Fernbedienung

Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

ganz schön eng..

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

angekommen in Datca

auf nach Datca

auf nach Datca

auf nach Datca

auf nach Datca

auf nach Datca

Dienstag, 03.09.2019 | Datca – Karasüleyman Bükü |18,46 nm

Gegen 9 Uhr sind alle Crew-Mitglieder am Start. Nane kocht Kaffee und geht mit Kai erst mal Brot in dem kleinen Marina-Market kaufen, denn dort gibt es frischen Basilikum, den wir für unser Buchten-Menü brauchen. Zurück an Bord gönnen wir uns Suzuk mit Ei zum Frühstück und besprechen, was noch eingekauft werden muss. Dirk quatscht mit den Nachbarn, wann sie ablegen wollen, denn ihre Kette liegt definitiv über unserer. Sie warten noch auf einen Mitsegler, wollen aber um 12 Uhr los – das passt für uns. Der Mitsegler kommt, jetzt muss noch das Transitlog gemacht werden, aber der Agent ist schon am Start.

12.15 Uhr legen wir ab und obwohl unser Nachbar weg ist, haben wir immer noch zwei Anker gefangen – Mist. Dirk hat schon den Ankerklarierhaken klar gemacht, weil er damit gerechnet hat. Aber wir haben Glück – unser Anker lässt sich nachdem wir drüber gefahren sind, unter den anderen Ketten herausziehen. Harika! Wir nehmen Kurs auf Karasüleyman Bükü, wo wir heute frei schwojend vor Anker gehen wollen. Die Crew übernimmt das Ruder und stellt fest, dass achterlicher Wind nicht so spannend ist, wie ein Am-Wind-Kurs. Das gehört zum Segeln dazu. Wir cruisen bei chilligen Playlists Richtung Hisarönü-Golf, passieren die Untiefentonne hinter der Einfahrt nach Bencik Bükü auf der südlichen Seite, erklären Kardinalszeichen und Jan steuert Karasüleyman Bükü an. In der Bucht liegen schon 2 Segler und ein Ausflugsboot. Wir warten, bis das Ausflugsboot abgelegt hat und schmeißen unsere Kette zwischen den beiden Segelyachten. Der erste Versuch scheitert, der Anker hält nicht, dafür ernten wir sehr viel Seegras. Beim zweiten Versuch achtet Nane darauf , eine helle Stelle auf dem Grund zu treffen und der Anker hält. 16:40 Uhr liegen wir frei schwojend in Nanes Lieblingsbucht. Erst mal möchten alle eine Runde schwimmen. Wir sehen die wilden Pferde im Berg stehen, wie sie an den Büschen naschen  – spannend, sie sind immer hier, aber wir fragen uns, wo sie wohl Süßwasser finden? Wir genießen einen tollen Sonnenuntergang bei phantastischem Licht und Nane macht Limonen-Basilikum-Pasta nach Andreas Rezept – sehr lecker, allen schmeckt es. Nach dem Essen wir kurz gespült und dann gönnen wir uns den ein oder anderen Drink und genießen den Sternenhimmel in der Bucht bei chilliger Musik. Gegen Mitternacht verkrümeln Nane und Dirk sich in die Koje und überlassen die romantische Stimmung den beiden süßen Pärchen. Ein nächtliches Baden krönt das Ankererlebnis unserer Crew und der Wunsch diese Woche nochmal zu ankern ist groß – ich denke das kriegen wir hin.

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Karasüleyman Bükü

Montag, 02.09.2019 | Bozukkale – Datca | 21,22 nm

Um halb neun kocht Nane Kaffee. Die Crew hat gestern noch den unglaublichen Sternehimmel mit Raki und Gin Tonic gefeiert – alle sind noch etwas verschlafen. Der Plan auf die Burg zu gehen, wird verworfen, lieber will man noch mal ausgiebig schwimmen und schnorcheln. Nach dem Frühstück geht’s ins Wasser. Nane und Dirk entdecken eine kleine Schildkröte, die vom Meeresgrund auftaucht, um zu atmen und gleich wieder runter taucht um weiter Seegras zu fressen. Schön. Während unsere Crew weiter auf Schnorchelsafari ist und mit glitzernden Schwänen galant auf dem Wasser treibt, gehen Nane und Dirk noch einen Cay trinken. Wir wollen um 11:30 Uhr los, um möglichst viel Segelzeit zu haben. Das klappt mit ein wenig Verspätung auch.

Wir fahren unter Motor Richtung des Kaps Karaburun, um unsere Batterie ein wenig zu laden. Danach setzen wir die Segel. Mit halbem Wind aus SW kommen wir gut voran, bis der Wind durch die Abdeckung von Symi unsere Fahrt  3 Knoten verlangsamt, die ETA wird immer später, also holen wir die Segel ein und starten den Motor. Erst auf der Höhe von Symi-Stadt kommt wieder Wind auf und wir können erneut die Segel setzen. Nur mit der Genua, mit wenig Welle und Wind Aus SW kommen wir mit halbem bis Am-Wind-Kurs mit fast 8 Knoten Fahrt gut voran – unsere ETA verbessert sich drastisch. Tanja und Kai lösen nacheinander Jan am Ruder ab und schaffen es immer mehr anzuluven, so dass wir ohne weitere Wenden direkt die Hafeneinfahrt von Datca ansteuern. Gegen 16 Uhr laufen wir im Hafen ein und bekommen vom Hafenmeister einen Platz direkt vor seinem Office zugewiesen. Nane schmeißt den Anker, wir fahren etwas schräg an, was später zu Beschwerden bei den nachfolgenden Yachten führen wird, aber wir liegen sicher an der Hafenmauer. In Datca ist es heiß, so dass unsere Crew erst mal wenig begeistert ist von dem Ort. Aber Wasser und Strom sind endlich, weshalb zwischendurch nachgetankt werden muss und auch unsere Vorräte müssen ergänzt werden. Wir gehen erst mal Richtung  Strand zum Baden und waschen uns das Salz aus dem Meer im Süßwasserbecken mit den heißen Quellen ab. Als wir zurück kommen, ist unsere Crew immer noch unschlüssig, was sie tun sollen. Wir schicken sie baden, nur Irem bleibt da, sie muss noch ein paar geschäftliche Mails schreiben und wir tanken die Andiamo auf und waschen die Salzkruste runter, die sich als Fleur de Sel mittlerweile durch die Gischt auf dem Deck festgesetzt hat.

Der Hafenmeister kommt zum Kassieren und unser Bordkassen-Mann Kai zahlt 120 Tyl.  Danach ziehen wir uns an und gehen Richtung Städtchen, um einen Cay zu trinken und einen Tisch für 20 Uhrzu reservieren. Wir verabreden uns mit unserer Crew auf 19:30 Uhr, dass wir zusammen ins Café Inn Restaurant gehen – in Tripadvisor als eines der besten Restaurants in Datca empfohlen und von uns bereits ausgiebig getestet und sogar von unserer Hamburg-Fraktion für gut befunden! Als wir unsere Crew abholen, hören wir, dass die Küstenwache mit einem Herzinfarkt-Patienten eingelaufen ist und dass die Herz-Rhythmus-Massage nicht so aussah, als wäre sie erfolgreich gewesen. Danach laufen Polizei und Forensiker in voller Montur an uns vorbei – heftig. Das Essen ist lecker, wir gönnen uns Bruschetta, Köfte und Pizza und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach klasse. Nach dem Abendessen gehen Nane und Dirk noch einen Cay trinken, die Crew geht bummeln und wir bringen auf dem Rückweg für jeden eine Kokosmakrone mit. Zurück an Bord lauschen wir den unteschiedlichen Musikrichtungen der Bars und gönnen uns den ein oder anderen Drink, während wir die Kokosmakronen (Danke Thomas) genüsslich vernichten. Gegen 23 Uhr verabschieden wir uns von unserer Crew ins Bett und wünschen eine gute Nacht.

Um ca. 3 Uhr wird es draußen noch sehr laut. Betrunkene haben eine Mitseglerin vom Nachbarboot angemacht, der Skipper ist dazwischen gegangen und Irem war kurz davor die Polizei zu rufen, denn im Gegensatz zu uns, hat sie verstanden, mit was sich die Männer gegenseitig bedroht haben. Gott sei Dank wurde es nicht handgreiflich. Vorsichtshalber haben Irem und Jan unsere Passerella hochgezogen, dass niemand von den aggressiven Schreihälsen zu uns an Bord kann. Gut gemacht!

Wasserschildkröte

Bozukkale

Wasserschildkröte

Wasserschildkröte

Wasserschildkröte

Wasserschildkröte

Bozukkale

Wasserschildkröte

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Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Datca

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Datca

Datca

Datca

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Datca

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noch in Bozukkale...

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