Sonntag | 15.05.2016 | Marmaris – Ciftlik | 11,42 nm

8.00 Uhr | Keine Sonne in Marmaris aber Nane wacht auf und beginnt mit den Vorbereitungen für das Frühstück. Menemen soll es geben. Sandra ist sofort mit am Start und wir bereiten allen ein leckeres erstes Frühstück an Bord. Danach startet Dirk die Sicherheitseinweisung und unsere Crew geht in die Stadt, um Geld zu tauschen und sich erste Eindrücke zu verschaffen. Ablegen ist für 12.00 Uhr ausgemacht.

12.00 Uhr | Sandra ist wieder da, der Rest ist begeistert von den Shopping-Möglichkeiten und Micha vom Barber. T hat schon angerufen, dass sie unterwegs sind und bei viel Welle das erste neue Crewmitglied das Frühstück wieder los ist. Nane wird unruhig. Wir müssen los, um vor den anderen in Ciftlik zu sein. Wir können nur mit Anker und Muring an den Steg, denn die Welle drückt in die Bucht. Der Plan ist T zu helfen, wenn er anlegt.

12.40 Uhr | Wir legen ab. Das Phoenix-Team leistet noch Unterstützung und wir laufen aus. Der Himmel ist grau, aber es regnet noch nicht. In der Bucht von Marmaris sind kaum Schiffe unterwegs. Wir laufen 6 Knoten und unsere ETA liegt bei 15.00 Uhr. Raus aus der Bucht, ist von Wind keine Spur, aber es hat sich eine unangenehme Welle aufgebaut, die uns ganz schön durchschaukelt. Unter Deck dürfen jetzt nur noch die seefesten Crew-Mitglieder. Aber wir kommen mit leichtem Nieselregen gut voran. Wir sehen eine Bavaria von weitem und überlegen, ob das T mit seiner Vega sein kann. Trotz Fernglas erkennen wir durch die Welle nichts bis gar nichts. Kurz vor der Einfahrt nach Ciftlik sehen wir dann, dass es die Aura ist. Von T ist noch nichts in Sicht.

14.45 Uhr | Wir kommen in die Bucht. Micha macht den Anker und Nane die Muring. Wir haben nur 30 Meter Kette draußen, aber der Schwell ist weniger schlimm als befürchtet und soll auch langsam nachlassen, also beschließen wir, es erst mal zu lassen wie es ist. Nane und Sandra machen einen Anleger. Käse, Pepperoni, Kräcker und Erdbeeren mit einer Chilli, Salz und Zucker-Mischung – genial.

16_05_15_Marmaris_Ciftlik

15.20 Uhr | T kommt mit der Vega und Dirk hat die Order Özy zuzurufen, wann er den Anker fallen lassen soll. Es klappt wunderbar. Wir liegen weiter weg vom Jetty wegen dem Schwell und wollen uns erst später Richtung Jetty ziehen. Also können wir der Vega-Crew nur zuwinken.

16.00 Uhr | Jetzt fängt es richtig an zu regnen. Unser Bimini reicht nicht bis zur Sprayhood und es schüttet wie aus Eimern, also verkrümeln wir uns ins Innere der Andiamo – so ein Schläfchen am Nachmittag tut auch gut.

17.15 Uhr | Nane kocht für die Moral der Crew erst mal einen Milchreis mit Zimt und wir schnacken über Gott und die Welt.

19.15 Uhr | T ruft an und fragt, wie es mit dem Essen aussieht. Die Nachbarcrew hat sich Richtung Jetty verholt, das machen wir auch und gehen im strömenden Regen ins Restaurant, mit der Ansage von Nane, dass um Mitternacht der Regen aufhören soll. Die Freude T + Ö wieder zu sehen ist riesig und wir versprechen den „Neuen“ dass ab morgen alles gut wird. Wir erklären Kadir, wie er die Rechnung aufteilen muss „Vega“ und „Andiamo“ und ordern Vorspeisen und „Main-Course“ an der neuen Theke.

21.30 Uhr | Das Essen war lecker. Ernst ist vom Schwertfisch begeistert und der Rest ist auch zufrieden mit der Wahl. Nach etlichen Cay gehen wir im Regen zurück an Bord und nehmen noch einen Absacker.

00.15 Uhr | Wir haben lange gequatscht, was richtig schön war und gehen langsam ins Bett. Ansage für Morgen 9.00 Uhr aufstehen.

 

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik im Dauerregen

Ciftlik im Dauerregen

 

 

Samstag | 14.05.2016 | Marmaris – Netsel Marina

9.00 Uhr | So richtig tief geschlafen haben wir in der Netsel Marina nicht, obwohl die Barstreet von Marmaris angenehm leise war. Nane war trotzdem um 9.00 Uhr wach und fing an den Rest auszupacken und zu verstauen. Es regnet….aber eine heiße Dusche wirkt Wunder. Danach sind wir nach einer kurzen Begrüßung durch Bobo und etwas Smalltalk erst mal Richtung Barber, denn Dirk konnte weder seine langen Haare, noch seinen 3-Wochen-Bart mehr ertragen. Während er sich verwöhnen lies, ging Nane zum Bauernmarkt und kaufte Obst und Gemüse ein, einen halben Liter von dem berühmten Olivenöl des alten Mannes gegenüber und ein Glas Honig, was sie alles in den Marina Market brachte, damit die Sachen zuzüglich 12 Flaschen Tonic Water noch auf die Andiamo gebracht werden.

In der Zwischenzeit war der Skipper auch fertig und wir gingen Richtung Tansas, der jetzt ein Migros MM ist. Die Mitarbeiter sind noch dieselben und freuten sich, uns wieder zu sehen. Selbstverständlich bekommen wir Yachtservice und so kauften wir ein, was man zu sechst für 2 Wochen so braucht.

Mit dem Taxi wurden wir dann auf Kosten des Migros zurück in die Netsel Marina gefahren und verstauten die vielen, vielen, vielen Tüten an Bord. Ziemlich platt gingen wir dann Richtung Pineapple, um uns zu Mittag einen schicken Döner im Pide-Brot zu gönnen und 2 Shandys zu trinken. Das Radler war teurer als der Luxus-Döner ;-) Im Pineapple lief uns Klaus Ottes über den Weg, der schon morgens versucht hatte, uns zu erreichen und wir konnten noch ein bisschen schnacken. Im Moment ist im Revier wenig los, meistens sind nur Eigner unterwegs oder Crews wie wir, die wissen, dass sie hier im Revier absolut sicher sind – alle anderen bevorzugen es, die Türkei nicht zu bereisen.

17.00 Uhr | Jetzt nachdem wir die restlichen Dinge verstaut haben, der Melek Elektrik von Phoenix noch etwas an der Fernbedienung der Ankerwinch gecheckt hat, legen wir uns erst mal schlafen und warten auf den Rest der Crew.

18.30 Uhr | Dirk wacht auf und will wissen, ob Sandra sich schon gemeldet hat, sucht im Halbschlaf sein Handy und freut sich über die Mitteilung, dass Sandra um 18.15 Uhr mit Ressort Hoppa losgefahren ist. Also müsste sie um ca. 20.00 Uhr da sein. Der Plan ist, ihre Sachen an Bord zu bringen und gemeinsam essen zu gehen.

19.15 Uhr | Sandra ruft an und erzählt uns von der Zwangspause bei Ressort Hoppa. Jetzt dauert es noch eine Stunde bis sie da ist. Es regnet in Strömen. Ab Montag soll die Sonne scheinen, wir werden das beste draus machen.

20.00 Uhr | Das Telefon klingelt, wir sind schon auf dem Weg zum Eingang – Sandra wird von Ressort Hoppa in die Marina gefahren. Wir freuen uns riesig und Dirk trägt Ihr den leichten Seesack mit nur 14 kg zum Schiff. Sofort machen wir uns auf den Weg zum Golden Plate. Charlie freut sich uns zu sehen und weiß sogar, dass wir Humus, Cigara Börek und Chicken Salad wollen. Die Chicken Curry konnte er im Vorfeld nicht erraten. Trotz Regen sitzen wir relativ trocken unter den Schirmen und genießen das Abendessen.

22.00 Uhr | Wir machen uns auf den Rückweg, denn Micha und seine „Erdinger“ müssten auch irgendwann ankommen. Mit DM-Transfer geht das auch schneller als mit Ressort Hoppa. Sandra und Nane kaufen noch Eiswürfel für kühle Drinks.

22.40 Uhr | Wir haben uns gerade einen Martini mit Tonic auf Eis gemacht, als Micha, Ernst und Lorenz vor dem Schiff stehen. Die Freude ist groß und wir zeigen unseren 2 Neulingen erst mal das Schiff, dann kriegt jeder einen Drink und wir quatschen noch eine Weile, bevor wir uns ins Bett verkrümeln.

 

Marmaris

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

 

Freitag | 13. Mai 2016 | Stuttgart – Istanbul – Dalaman – Marmaris

Es hätte so schön sein können. ZR hat uns nach dem Frühstück auf den Flughafen gebracht. Wir waren die ersten am Schalter, nur mit den Bordkarten gab es ein bisschen hin und her. Da wir die Bordkarten für den Flug Stuttgart-Istanbul schon im Internet generiert hatten, hieß es man könne uns keine Bordkarten für den Flug Istanbul-Dalaman geben, die müssten wir uns in Istanbul am Pegasus-Schalter holen. Da wir von einem knappen Zeitfenster zwischen Landung und Weiterflug ausgegangen sind, wollten wir das so nicht akzeptieren und Dirk hat es dann mit seinem Charme, Verhandlungsgeschick oder mit was auch immer geschafft, dass wir doch gleich die Bordkarten für den Weiterflug um 18.40 Uhr bekommen haben.

Pünktlich wie wir sind, waren wir zur geplanten Boarding-Zeit am Gate. 13.00 Uhr sollte es losgehen, aber es war noch gar keine Maschine zu sehen. Nach einigem hin und her, weil immer mehr Passagier wissen wollten, was denn Sache ist, wurde dann ein Delay von 45 Minuten angekündigt, der sich, bis wir dann endlich abgehoben sind noch vergrößert hat. Statt um 13.45 Uhr sind wir um 14.40 Uhr gestartet. Schnell war klar, dass wenn wir wie angekündigt um 18.30 Uhr landen, den Weiterflug um 18.40 Uhr verpassen. Das Kabinenpersonal meinte, wir müssen uns dann nach der Passkontrolle am Pegasus-Schalter melden.

18.35 Uhr waren wir dann endlich am Boden und haben uns zügig auf den Weg zur Passkontrolle gemacht, dort wurden wir von einem Pegasus-Mitarbeiter abgefangen und bekamen unsere neuen Bordkarten für den Flug um 19.55 Uhr statt 18.40 Uhr. Das Prozedere an der Passkontrolle am Sabiha-Gökcen-Flughafen in Istanbul dauerte ewig, denn für die Menge an Passagieren, waren nur 3 Schalter besetzt. Also schnell vom International Terminal in den Domestic gehetzt, noch mal durch die Sicherheitskontrolle und dann zum Gate. Dort bekamen wir dann eine weitere Verzögerung von 50 Minuten präsentiert. Dirk versuchte Ressort Hoppa zu erreichen, um unseren Transfer von dieser weiteren Verspätung zu informieren. Die 2. Seite der Reservierung mit den entsprechenden Emergency-Nummern hatten wir natürlich nicht mit ausgedruckt. Dirk versuchte irgendwo einen Wifi-Spot zu finden und über T+Ö die Nummer heraus zu bekommen. Nane bat einen Türken neben sich, ob sie sein Laptop kurz nutzen dürfte, um die Mails einzusehen. Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Türken, denen wir begegnen haben wir schon oft beschrieben und selbstverständlich war unser Sitznachbar in der Wartehalle bereit, dass wir seinen Laptop nutzen durften.

Nach mehrmaligen Versuchen, haben wir dann auch einen Mitarbeiter von Ressort Hoppa erreicht, der meinte, das sei kein Problem. Statt um 20.40 zu starten, konnten wir dann nach noch einer Stunde Wartezeit auf dem Rollfeld um ca. 22 Uhr losfliegen und kamen um halb zwölf Uhr in Dalaman an. Bis dann aber alle internationalen Passagiere eingesammelt waren, um in das International Terminal zu fahren, gingen noch mal 20 Minuten ins Land.

In dem Transferbus hat uns eine angetrunkene Diana aus Dänemark noch angeboten, mit ihr und ihren 2 Hunden nach Marmaris zu fahren, aber das wollten wir dann nicht wirklich. Am Ressort Hoppa-Schalter war man zwar freundlich, meinte aber, wir müssen nun doch noch auf eine andere Maschine aus Oslo warten und so starteten wir erst um kurz vor 1.00 Uhr Richtung Marmaris mit einem vollen Bus und doch stark angeheiterten Norwegern.

Der Fahrer lies sich auch nicht davon abhalten, eine 20 minütige Pause zu machen und so waren wir 2.30 Uhr am Eingang der Netsel Marina. Dirk schleppte die Seesäcke Richtung Ponton N und erst nach halber Strecke konnte Nane einen Wagen organisieren, um die Seesäcke den Rest des Weges zu ziehen. Das georderte Wasser war schon an Bord. Das Licht brannte, dass wir unser Schiff auch finden – ein großes Danke an Canan . Einen Seesack haben wir noch ausgepackt, aber dann vielen wir einfach in die Kojen und mussten schlafen.

Hinflug

Hinflug

Hinflug

Hinflug

Hinflug

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