Freitag, 22. Mai 2015 | Stuttgart – Dalaman + Salzburg – Dalaman

2.30 Uhr | Deizisau bei Stuttgart : Der Wecker klingelt nach einer kurzen Nacht. Das Aufstehen ist grässlich, aber der Grund ist herrlich – wir starten in unseren ersten Segelurlaub 2015. Duschen, Anziehen, Seesäcke ins Auto und ab zu Harry, der uns an den Flughafen bringen wird.

3.20 Uhr | Harry kommt leicht verschlafen aus dem Haus – für ihn ist das schlimmer, denn das frühe Aufstehen hat für ihn nicht den gleichen positiven Sinn, wie für uns. Bea winkt aus dem Dachfenster und wir starten Richtung Esslingen, um ZR aufzulesen.

3.30 Uhr | ZR sieht auch müde aus, seine Pack-Aktion hat erst am Vorabend stattgefunden. Wir verstauen den 3. Seesack im Mokka und starten Richtung Flughafen.

4.00 Uhr | Harry wird herzlich verabschiedet und mit dem Hinweis „Sommer 2016“ für nächstes Jahr motiviert. Der Flughafen ist voll, wir stellen uns an einem der vielen TUIfly-Schalter an. Vor uns werden viele Menschen wieder weg geschickt und der Aufruf kommt „Jemand für Dalaman“ – schwups sind wir an erster Stelle und bekommen unsere Bordkarten. Die Seesäcke wiegen alle knapp unter 20kg – prima. Wir stellen uns an der Sicherheitskontrolle an und stellen gleich fest, warum das so langsam voran geht: neue Technik! Ein Ganzkörper-Scanner ist der Grund für die Verzögerung – nicht jeder Fluggast versteht die Anweisungen des Personals. Nane wird nach dem Scannen trotzdem nochmal „von Hand“ abgetastet und Dirk muss mit seinem Laptop zum Drogentest.

4.40 Uhr | Wir stellen entsetzt fest, dass es bis zum Abflug ja noch richtig lang ist und trinken erst mal Latte Macciato und Milchkaffee – als Nane fragt, was da denn jetzt genau der Unterschied ist, sagt die Dame hinter der Kaffeebar – es gibt keinen, die Maschine macht das gleiche. ZR stellt aber fest, dass Nane für „das Gleiche“ mit Namen Latte Macciato 30 Cent mehr bezahlt. Wir gönnen uns noch 3 Brezeln und warten geduldig auf’s Boarding.

5.45 Uhr | Boarding mit nur 2 Bussen ist die Sache erledigt, wir sind startklar – denken wir. Das Flugzeug wartet und wartet. Bis sich der Kapitän über die Lautsprecher meldet, dass uns noch 7 Fluggäste fehlen – als Grund nennt er die neue Sicherheitskontrolle. Wir waren ja früh dran, aber mit zunehmendem Passagier-Aufkommen war der Stuttgarter Flughafen in der Abwicklung überfordert.

6.20 Uhr | Endlich ein Bus kommt und es steigen statt der fehlenden 7 Passagiere 11 aus. Okay Mathe ist bei vielen Menschen nicht beliebt, da kann man 7 und 11 schon mal durcheinanderbringen, wenn man zählt. Die Passagiere steigen ein – eigentlich kann es losgehen. Jetzt läuft eine Stewardess durch die Maschine und fragt, ob es hier einen Herrn Six gibt. Wir wundern uns, denn anhand der Bordkarten müsste das so ein Computersystem doch hergeben – ZR erklärt mir, dass ich immer noch zu naiv bin, wenn ich an funktionierende IT glaube – okay.

6.35 Uhr | Der Kapitän meldet sich wieder und erklärt, dass noch 4 Passagiere fehlen , die aber eingecheckt hatten und dass der Flughafen nicht weiß, wo sie abgeblieben sind. Wir dürfen aber nicht mit Gepäck fliegen, wenn kein zugehöriger Passagier an Bord ist. Deshalb werde man jetzt alle Koffer wieder ausladen und jeder Passagier muss sich auf dem Rollfeld zu seinem Gepäckstück begeben, es identifizieren, dann wird es wieder eingeladen. AAAAAAHHH Nane ist genervt, es passiert alles wie in Zeitlupe.

Seesackidentifizierung

7.00 Uhr | Wir haben unsere Seesäcke identifiziert fotografieren das Dilemma noch und steigen wieder ein. ZR findet das lustig, v.a. weil Nane es nicht lustig findet. Man bedankt sich über Lautsprecher für unser Verständnis (welches Verständnis?) und wir sollen uns jetzt mal anschnallen.

7.30 Uhr | Wir starten mit 1,5 Stunden Verspätung – da hat sich das frühe Aufstehen wirklich gelohnt. Als Snack gibt es gefühlte 3 Tage alte Brötchen – bäh. Wir werden es überleben.

11.40 Uhr | Wir landen in Dalaman. Der Anflug war etwas ruckelig – es gibt Wind – aber das ist ja gut! Die Passkontrolle in Dalaman ist ein Traum – keine Schlangen und ein freundliches „Merhaba“ – „Hosgeldiniz“ (keine Ahnung wie man willkommen schreibt). Die Seesäcke sind auch schnell da, wir kaufen noch einen Raki im Duty Free und gehen nach nochmaligem Scannen unseres Gepäcks zum Ausgang.

12.15 Uhr | Wir sitzen endlich im Mercedes-Vito von DM-Transfer und fahren Richtung Marmaris.

13.30 Uhr | Wir sind in der Netsel-Marina – endlich. Ponton N – da ist sie die Andiamo. Außer der Andiamo sind auch noch 4 Techniker an Bord, die die Gang-Schaltung austauschen – wir sind nicht ganz so begeistert, tragen unsere Seesäcke auf die Andiamo und packen halt mal aus. Was super geklappt hat war Dirks Deal mit Canan – das Mineralwasser Akmina (teilweise schwer zu bekommen) ist schon an Bord. Die elektrischen Toiletten sind verschwunden und durch normale Pump-Technik ersetzt – komisch. Naja jetzt verabreden wir uns erst mal mit T + Ö im Pineapple, wir haben Hunger und der Spaß in einem edlen Restaurant einen Döner in Pide zu essen, bei dem einem von mehreren Kellnern Joghurt-Soße und scharfe rote Pepperoni-Soße gereicht wird – das ganze für 14 TYL ist wirklich groß.

14.00 Uhr | Endlich sehen wir uns wieder. T+Ö haben das Pineapple nicht gleich gefunden (wir waren schon mal zusammen hier) und wir sitzen und reden und essen und reden und trinken und reden – herrlich.

15.30 Uhr | Ein Abstecher zum Migros wir gönnen uns das erste Dondurma (Eis) und nehmen Cola Zero, Fanta, Sprite, Weißwein, Efes und Eiswürfel mit, um mit T+Ö an Bord weiter zu schnacken. Die Andiamo gefällt auch unseren beiden „Luxus-Seglern“ – wir fühlen uns langsam angekommen – endlich. Die kleine Crew verabschiedet sich – wir verabreden uns auf 20.00 Uhr im Golden Plate zum Essen.

17.00 Uhr | Nane richtet die Bordkasse ein, Dirk installiert die Technik, jetzt fällt uns auf, dass wir hundemüde sind. Etwas chillen an Bord und dann zum Duschen – das weckt auf. Charly vom Golden Plate kommt vorbei wir kündigen uns an und unterhalten uns ein wenig. Die Schiffe in der Marina liegen zu 90% ohne Besatzung am Ponton – normalerweise ist hier richtig viel los, alle Crews müssen am Freitag zurück in den Hafen – das heisst, die Schiffe waren gar nicht draußen. Armin von Phoenix meint, dass viele Gäste die aktuelle politische Situation verunsichert und das die russischen Gäste wegen der Sanktionen, der Ukraine-Krise und dem schlechten Kurs des Rubel auch weg bleiben.

20.00 Uhr | Wir haben für MM einen Zettel geschrieben, der um 18.30 Uhr von Salzburg über Istanbul kommend, landet, dass er uns im Golden Plate findet und genießen die für uns erste laue Sommernacht mit einem herrlichen Essen. Humus, Börek, Fried Mushrooms, Ballon-Brot, Chicken-Curry, Golden Plank-Steak, Filetsteak und Chicken Salad wandern in unsere Bäuche.

20.40 Uhr | MM kommt! Die Freude ist riesig. Nane rennt ihm entgegen – er sieht sie nicht und nimmt einen anderen Weg. Er gönnt sich noch etwas Gemüse und Brot und es ist ein wunderbares Gefühl, wieder mit allen gemeinsam an einem Tisch zu sitzen.

22.00 Uhr | Wir verabschieden uns ins Bett, haben ein neues Wort gelernt „jorgun“ heißt müde auf türkisch (keine Ahnung in Sachen Schreibweise) und Nane ist „cok jorgun“ – sehr müde. Wir verabreden uns auf 10.00 Uhr im Pineapple zum Frühstück und laufen zurück in die Marina. MM bekommt noch sein „GESCHENK“ dann verschwindet Nane sofort im Bett.

Gepäckspiele am Flughafen

Gepäckspiele am Flughafen

Fisch in der Salzkruste

Ballonbrot

Netsel Marina

Tankstelle Netsel Marina

Golden Plate

Tankstelle Netsel Marina

Tankstelle Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

ein Vogel...?! Was für einer?

ein Vogel...?! Was für einer?

ein Vogel...?! Was für einer?

ein Vogel...?! Was für einer?

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Netsel Marina

Die Sundowner