Cökertme – Yedi Adalar

Es ist kurz nach 9.00 Uhr. Heute hatten wir Tiefschlaf! Jetzt wollen wir nur noch eine Kleinigkeit frühstücken, noch ein paar frische Sachen einkaufen (Tomaten, Paprika) und dann 15 sm von Cökertme Richtung Yedi Adalar segeln, wo wir in einer Bucht ankern wollen. Das Thema mit der Landleine wird noch spannend, aber nachdem alles andere bis jetzt gut geklappt hat, wird das sicher auch funktionieren. Die nächsten zwei Tage haben wir keinen Internetzugang, so dass die Berichte über zwei Tage Ankern, erst am Samstag, wenn wir Ö und T in Akbük Limani aufnehmen, online stehen werden.

Cökertme

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Palamut – Cökertme 38,80 sm

Palamut 36°40.165’N  027°30.149’E  –  Cökertme  37°00.309’N  027°47.473’E

Heute haben wir 38 sm vor uns – mal sehen, was mit kreuzen daraus wird. Es ist halb neun und keiner in Palamut wach bei dem wir uns verabschieden können. Wir haben bereits telefonisch am Morgen einen Platz bei Captain Ibrahim reserviert, denn es kann sein, dass wir erst um 18.00 Uhr eintreffen. Irgendein Tier (??) hat D. gestern in die rechte Ferse gestochen – man sieht nichts, aber der Fuß kribbelt und das Bein schmerzt höllisch in der Nacht – zum Doktor will er aber nicht. Jetzt gibt es erst mal Frühstück.

9.50 Uhr wir laufen aus. Es ist nahezu windstill. Um das Kap von Knidos werden wir wohl motoren müssen. Danach ist Wind aus SW angesagt, der uns achterlich Richtung Cökertme bringen könnte. Doch die Vorhersagen der letzten Tage, waren nicht sehr exakt. Wind aus NW angesagt – gekommen ist er aus SW.

Stand Motorstunden-Zähler 4408,5

10.30 Uhr es kommt Wind, wir setzten schon mal das Gross in der Hoffnung…

11.10 Uhr Wind ist da, wir lassen auch das Vorsegel raus – aber das sieht komisch aus, die Trommel hat sich komplett mitgedreht da sich die Einfädelhilfe verhakt hatte – also die ganze Leine raus und neu einfedeln – testen und gut.   Pos 36°40.298’N  027°23.277’E

11.55 Uhr Wir haben das Kap von Knidos, wie immer Wind ohne Ende, wir fahren gerefft mit 6-7 Kto Pos 36°41.120’N  027°21.399’E

12.20 Uhr Kaum zu fassen – der Wind ist weg – komplett! Gerade noch gerefft richtig schnell unterwegs, kommt es uns vor, als hätte einer den Aus-Knopf gedrückt. Also wieder Motor an. ETA 18.00 Uhr. Kos liegt im Dunst an Backbord. Gegen 13Uhr immer noch kein Wind in Sicht. So fahren wir mit Kurs 047° direkt mit Maschine in die Bucht…noch 22Sm

13.15 Uhr N geht in die Küche, um Kisir zu machen. Das dauert so eine halbe Stunde und prompt passiert das, was immer passiert, wenn N mittags in der Kombüse etwas in aller Ruhe zubereiten will.

13.45 Uhr Wind kommt auf und was für einer, 20Knoten – in Boen sogar 25!! Wir reffen die Genua, die Wellen sind heftig. N klettert nach vorne, um auch das Groß zu reffen. Trotz 2. Reff haben wir 7,4 Knoten Fahrt bei heftigen Wellen. Kurs 047°.

Die Schaukelei ist heftig und den Kurs zu halten bei achterlichem Wind noch heftiger. Wann sind wir endlich da?

17.15 Uhr wir sind in der Bucht von Cökertme. Segel rein, Fender raus, Achterleinen klar. Nach uns drängt noch ein Segler in die Bucht. Die Jungs von Captain Ibrahim sind wie immer zur Stelle. Das ist gut so, denn wie üblich haben wir heftigen Seitenwind. Einer der Jungs springt von seinem Muring-Boot auf die Ambiente IV und macht die Muring, während N das Schiff vom Nachbar abhält. Die Achterleinen sind fixiert. Die Maschine gestoppt. Wir liegen. 38,8 sm haben wir heute geschafft oder sie uns – es war sehr anstrengend. Doch jetzt sind wir da!  Stand Motorstunden-Zähler 4411.9. Das Team von Captain Ibrahim begrüßt uns super freundlich mit einer Umarmung für D und Küsschen für N.

Was für ein Tag. Jetzt haben wir etwas Kisir gegessen und gehen erst mal baden, um die Anstrengungen des Tages abzuwaschen. Zum Abendessen gibt es Adana Kebap (scharf) und in Gedenken an S Köfte Casserole, die ihr letztes Jahr so geschmeckt haben. Nach einem letzten Cay und einem Baileys an Bord gehen wir todmüde schlafen.

Segeln....Knidos

Knidos

unterwegs...

Cökertme

Cökertme

Cökertme

Cökertme

Knidos

Kisir

Knidos

Cökertme

Kisir

Cay

Palamut

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25. Juni | Wieder zurück…

Wieder zurück – und der Abschied ist uns ein wenig schwer gefallen. Die zwei Wochen sind wie im Flug vergangen – schade. Ein wenig Melancholie machte sich beim einen Teil der Crew breit, während der andere Teil packte und packte und packte… Das bei 35°C ließ den Schweiß nur so fließen. Gestern Abend haben wir uns noch ein fürstliches Dinner geleistet. Das Tango-Restaurant direkt in der Yalikavak-Marina ist wirklich zu empfehlen. Aber wir dürfen nicht traurig sein! Uns stehen noch 3 Wochen Segeln im Sommer aus (siehe Countdown).

Die Frage nach dem schönsten und besten Erlebnis stellt sich uns noch. Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Jedes Crew-Mitglied gibt ein Voting ab:

T’s best of:

Karacasögüt (wegen der Duschen), die Milta Marina (wegen der WC’s), Palamut (wegen des besten Pfeffersteaks auf dem ganzen Törn im Adamik Restaurant) und Yedi Adalar (wegen der schönen Landschaft)

Ö’s best of:

Sögüt (wegen des leckeren Essens und Mareike und Salih von Captains Table, die super nett sind), Selimiye (weil es einfach ein traumschöner Ort ist) und der Ingiliz Limani in dem wir diesmal beim Yat Limani Restaurant gelandet sind

D’s  und N’s best of:

Yedi Adalar (einfach traumhaft zum Ankern), Akbük Limani (auch Schwojen ist schön), Selimiye (vor allem wegen dem Café Chérie), Palamut und Sögüt

M’s best of:

Akbük Limani und Cökertme (Captan Ibrahim)

ZR’s best of:

Yedi Adalar, Café Chérie in Selimiye, Bodrum Milta Marina

worst of:

Einig sind wir uns, dass die sanitären Anlagen des Gemeindestegs in Selimiye eine Zumutung sind. Dafür werden von der Gemeinde auch noch 40 TYL berechnet. Der verantwortliche “Marina”-Beschäftigte lässt sich beim Anlegen nicht blicken, da muss man immer hoffen, dass ein anderer Segler oder “Goldzahn-Osman” am Steg steht, um einem die Muring zu geben und die Achterleinen anzunehmen. Unser Ö hat das auf türkisch auch laut kund getan und massiv dafür gesorgt, dass die Sauerei einigermaßen aufgeräumt wird. Ekelig! Schade, denn Selimiye an sich ist ein sehr schöner Ort. Aber das geht gar nicht…