Freitag, 7. Juni 2019 | Stuttgart – Dalaman – Marmaris

Thank God it’s Friday! Heute können wir dem nur zustimmen. Endlich Urlaub. Harry steht pünktlich kurz vor 8 Uhr vor der Tür und unsere erste Fahrt geht ins Autohaus, um ZR abzuholen, der sein Auto während des Urlaubs reparieren lässt – aber das ist die Geschichte eines anderen Freitags, den wir eher als schwarz bezeichnen würden. Nane hat noch Schinkenhörnchen und Käselaugenstangen eingekauft und spendiert Harry erst mal ein Frühstück, der leider nicht mit in den Flieger steigt – er lässt aber allen, die er kennt Grüße ausrichten. Am Flughafen ist die Hölle los. Gott sei Dank sind wir rechtzeitig hier, denn die 2 Stunden reichen gerade so ans Gate. Der Check-In geht relativ zügig, aber wir stehen fast 1 Stunde an der Sicherheitskontrolle an. Wir wundern uns, dass bei bekannten Passagierzahlen, die personelle Ausstattung an den Sicherheitskontrollen nicht aufgestockt wird. ZR kommentiert „Planung ersetzt Zufall durch Irrtum“. Die nächste Schlange haben wir vor der Passkontrolle – hier werden alle Reisenden mit schulpflichtigen Kindern nach der schriftlichen Genehmigung der Schule gefragt – wer sie nicht dabei hat, wird notiert, die Meldung geht an die Schule und es kann eine Strafe bis 400 Euro erhoben werden. „Damit relativieren sich dann die günstigeren Tickets vor Ferienbeginn“ kommentiert der Beamte auf Nachfrage von Dirk. Kaum sind wir am Gate, geht’s auch schon mit dem Bus Richtung Flieger. Die Vorstellung eines gemütlichen Kaffees am Flughafen, hat sich in Luft aufgelöst. er kaum sitzen wir, verhaften die Jungs die Schinkenhörnchen und die Käselaugenstangen. Der Flug verläuft relativ ruhig, in der letzten Stunde haben wir einige Turbulenzen und weinende Kinder – aber das Bord-Entertainment lenkt ab. Der Film „The Judge“ gefällt uns richtig gut. Wir sind gespannt auf den neuen Flughafen in Istanbul, landen pünktlich, aber fahren noch fast 30 Minuten über den Flughafen, bis wir am Gate ankommen. Der Weg vom International Terminal zur Passkontrolle in den Domestic Terminal ist wirklich lang. Wir laufen 20 Minuten, müssen dann nach der Passkontrolle und einem kurzen DutyFree-Stop durch eine Zollabfertigung für’s Handgepäck, die absolut chaotisch läuft, eine türkische Reisegruppe mit älteren Herrschaften bringt das System durcheinander – alle laufen an der Kontrolle vorbei, diskutieren wild mit dem Sicherheitspersonal – wir wundern uns, denn letztendlich laufen alle an der Kontrolle vorbei Richtung Sicherheitskontrolle. Wir haben Zeit, denn unser Flug geht erst 20:05 Uhr. Leider bietet der neue Flughafen noch nicht viel außer Hinweisschildern, dass demnächst Geschäfte eröffnet werden sollen. Wir finden ein ruhiges, chilliges Plätzchen und warten auf den Weiterflug. Als unser Flug auf den Anzeigetafeln erscheint, steht schon eine Verspätung von 25 Minuten an – super. Am Gate warten wir dann nochmal und kommen mit 1 Stunde Verspätung los, um dann nochmal auf dem Rollfeld 30 Minuten zu warten… Der Flugkapitän holt noch etwas Zeit raus und wir landen mit 55 Minuten Verspätung in Dalaman. Vom Domestic-Bereich müssen wir in den International-Bereich, um unsere Seesäcke zu bekommen, die Gott sei Dank diesmal ohne Riss vom Band kommen. Draußen wartet schon der Fahrer vom DM-Transfer und mit Wifi und gekühlten Getränken geht es Richtung Marmaris. Kurz nach Mitternacht sind wir am Ponton M und gehen auf die Andiamo. Nane will erst mal ein kühles Efes aus dem Kühlschrank, aber das Bier ist warm – komisch, hoffentlich funktioniert der Kühlschrank morgen richtig, wir drehen ihn hoch. Ausgepackt, Sachen verstaut und ab in die Koje – hoffentlich können wir bei der Geräuschkulisse der Barstreet schlafen – müde genug wären wir.

los gehts...

Geschafft – im wahrsten Sinne…

Dass das Jahr 2019 so einiges an Änderungen mit sich bringen würde, war uns ja schon länger bekannt, aber das wichtigste war: Dirk braucht einen neuen Job – daher war bzw. ist die Urlaubsplanung 2019 nicht ganz so einfach, aber trotzdem hatten wir gebucht, in der Hoffnung das alles klappt, das mit einem Job – das mit dem einfach gebuchten Urlaub. Die Andiamo sollte uns gehören an Pfingsten, so wie immer – das war der Plan.
 
ZR und Micha hatten sofort zugesagt, Thomas (der Skipper der 180° Crew) ist wie immer nicht in der Lage so langfristig zu planen, aber wenn ich ihn richtig verstanden habe, wird er uns, zumindest für eine Woche, begleiten.
 
Und es hat geklappt – schon im Vorstellungsgespräch im März wurde der Urlaub quasi „genehmigt“ – am 1.Mai hat Dirk wieder angefangen zu arbeiten – und am 7. Juni dürfen wir schon wieder in den Urlaub…was sind wir glücklich und zufrieden, alles hat sich zum Guten gewendet und es bleibt auch hoffentlich so. Die Flüge (ziemlich teuer dieses Jahr) hatten wir ja schon gebucht, das Schiff, die Andiamo, hatte uns Jürgen von „Dreams of Sailing“ pauschal reserviert, nun können wir uns noch um den Rest kümmern.
 
Den Transfer zum Flughafen…
Den Transfer zum Schiff…
Die Skipperhaftplichtversicherung…
Die Charterkautionsversicherung…
Die türkische Telefonkarte laden…
Eventl eine Übernachtung da wir ja schon Freitags landen…
packen…

Es ist so viel passiert seit dem letzten Urlaub, sei es bei uns oder in der Türkei, die „letzte Crew“ wird sich viel zu erzählen haben, in Sögüt im Captains Table gibt es einen neuen Menschen, die kleine Oykü hat einen Bruder bekommen, in Kocabahce Koyu bei Sailors Paradise wird uns der kleine Ege wohl schon entgegen laufen, in Palamut hat das Adamik Restaurant mit Esin & Gürcan die Türen für immer geschlossen…, der neue Flughafen in Istanbul, wir werden wohl viel zu berichten haben, wenn wir wieder zurück sind.

Das wäre echt hart gewesen, wenn wir in diesem Jahr keinen Segelurlaub erleben dürften…
 
Wir freuen uns auf Euch!!!


Netsel Marina

Freitag, 21.09.2018 | Ciftlik – Marmaris – Adaköy | 14,02 nm

7.30 Uhr | Wir sind wach und Nane überredet Dirk schwimmen zu gehen. Noch ziert er sich, aber das Argument, das letzte Mal für dieses Jahr in Ciftlik zu baden, überzeugt. Das Wasser ist herrlich. Zum Frühstück essen wir das letzte Mal eine Portion “Chocopops”, mehr muss bei der Hitze nicht sein.

8.00 Uhr | Wir gehen in Restaurant, kaufen noch ein Ekmek (wird hier in Ciftlik im Deniz Restaurant frisch gebacken) und bezahlen die Rechnung von gestern Abend. Das Kavurma war super lecker und ist richtig günstig – mit umgerechnet 5 Euro pro Portion, war das ein günstiges Abendessen gestern. Wir verabschieden uns bis zum nächsten Jahr und wünschen allen eine gute Zeit im Winter.

8.30 Uhr | Wir legen ab, der letzte Tag unseres Sommertörns beginnt. Wie schnell doch 3 Wochen vergehen. Das waren traumhafte Tage und tolle Momente. Eine leichte Melancholie macht sich breit. Wind haben wir keinen, also müssen wir unter Motor von Ciftlik Richtung Marmaris – schade, ein letztes Mal die Segel zu setzen, wäre schön gewesen. Nane gönnt sich noch ein Sonnenbad auf Rimini, Dirk und der Autopilot halten die Andiamo auf Kurs.

11.00 Uhr | Wir kommen zur Tankstelle, eine Yacht ist gerade fertig und legt ab, so dass wir ohne Warteschleifen im Hafen direkt an die Kaimauer können, um Diesel zu bunkern – mal sehen, wieviel wir in 3 Wochen gebraucht haben. Wir hatten insgesamt 31,7 Motorstunden, sprich 10 Stunden pro Woche, damit können wir leben. Wir tanken 41,15 Liter, das sind umgerechnet 1,3 Liter pro Stunde – wow. Die Andiamo bekommt von uns den “Ehren-Schwaben” verliehen. Charly steht schon mit Phoenix-Cap an der Tanke und ist sichtlich enttäuscht, dass wir nur zu zweit an Bord sind – weniger Umsatz für das Golden Plate. Das finden wir dann doch etwas befremdlich.

11.15 Uhr | In der Bucht von Marmaris haben wir wieder etwas Wind und setzen die Genua, der letzte kurze Schlag bis in die Adaköy Marina darf ruhig ganz langsam vorüber gehen. Doch egal wie sehr wir uns um “slow motion” bemühen, das Ziel kommt näher.

11.50 Uhr | Wir laufen in die Adaköy Marina ein, Canan und ihr Team nehmen die Achterleinen an und begrüßen uns herzlich zurück. Bevor wir die Übergabe bzw. Rücknahme machen, wollen wir noch einen letzten Salat mit Schafskäse genießen. Das frische Fladenbrot aus Ciftlik passt hervorragend dazu. Canan kommt auf eine Weißweinschorle an Bord und wir erzählen ihr ein paar Highlights unseres Törns. Schade, dass ein Besuch unterwegs auch dieses Mal nicht geklappt hat – aber wir kommen ja wieder.

13.30 Uhr | Nane packt, Dirk erläutert die Mängelliste und gibt die Schiffsunterlagen wieder zurück ins Office. Wenn wir gepackt haben, wollen wir auf jeden Fall noch mal schwimmen gehen. Nane gönnt sich zum Packen noch ein Schorle und ist fast fertig, als Dirk erklärt, er will jetzt schwimmen gehen. Wir unterhalten uns noch ein wenig mit unseren russischen Nachbarn, die uns begeistert von dem vielen frischen Fisch erzählen, den sie bei Fischern für kleines Geld erworben haben und selbst an Bord gekocht haben.

14.30 Uhr | Etwas verzögert kommen wir dann doch zum Schwimmen. Das Wasser hat Badewannen-Temperatur und wir wollen gar nicht wieder raus. Das ist nun wirklich das letzte Mal für dieses Jahr, dass wir im Mittelmeer baden.

16.00 Uhr | Noch ein wenig packen, duschen und fertig machen, dass wir mit dem Dolmus in die Stadt kommen. Wir wollen nicht bis 18 Uhr auf das Wassertaxi warten. Aber ein Abschieds-Drink mit Canan ist Gesetz. Mit dem Dolmus kurz nach 17 Uhr fahren wir Richtung Marmaris und genießen den Blick in die Bucht. Dirk geht noch mal zum Barber und Nane will in den SilverMoon-Laden um Pashmina-Schals mit nach Hause zu nehmen.

18.00 Uhr | Wir schnacken mit der Ladenbesitzerin des Silvermoon. Nane bedankt sich herzlich für das Badetuch, dass sie ihr geschenkt und über Thomas mitgeschickt hat. Wir sitzen bei Cay und Wasser zusammen und erzählen uns, was seit Pfingsten so alles passiert ist. Durch einen Fahrradunfall geht sie auf Krücken, ist aber ganz zuversichtlich, dass ihr Fuß bis zum nächsten Jahr wieder gut sein wird. Nane kauft wunderschöne Schals als Mitbringsel und wir verabschieden uns.

19.00Uhr | Wir gönnen uns im Golden Plate Garlic Mushrooms, Humus, Chicken Salad und Chicken Curry zum Abendessen. Ein englisches Pärchen aus Oxford sitzt am Nachbartisch und wir unterhalten uns über diese herrliche Ferienregion. Nane könnte stundenlang zuhören, original “Oxford English” hört sich einfach gut an.

20.30 Uhr | Mustafa ruft an, wo wir sind, er ist mit der Familie im RiverSide und die Kinder würden sich freuen, uns zu sehen. Also zahlen wir und verabschieden uns. Kaum kommen wir um die Ecke an der Brücke zur Netsel Marina rennen Fatma und Eren schon mit ausgebreiteten Armen auf uns zu. Eine Runde Knuddeln ist angesagt. Fatma und Eren streiten sich, wer bei Nane auf dem Schoß sitzen darf und Fatma fängt sofort an, mit Nane “Simsalabim” zu spielen – herrlich.

22.00 Uhr | Wir verabschieden uns von Burcu, Mustafa und den Kindern. Ein Abschiedsküsschen von Fatma und Eren und dann machen wir uns auf Richtung Bushaltestelle. Dort müssen wir nur 10 Minuten warten und schon kommt der nächste “pinkfarbene” Dolmus.

23.00 Uhr | Zurück an Bord packen wir den letzten Rest und nehmen einen letzten Drink. Der Wecker wird um 3.30 Uhr klingeln, denn wir werden kurz vor 5 Uhr abgeholt. Schön war es, nein wunderschön und kaum zu Hause werden wir schon vom nächsten Törn in 2019 träumen.

Ciftlik

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris