Samstag 31.08.2019 Marmaris – Ciftlik | 13,72 nm

Wir wachen kurz vor acht Uhr auf – die Nacht war kurz. Die Barstreet war bis ca. 4 Uhr zu hören – egal wir waren müde und konnten trotzdem schlafen. Erst mal duschen und wach werden… Nane sucht aus den Seesäcken, das Duschzeug raus. Um 9.00 Uhr wollen wir mit unserer Crew telefonieren und Bescheid geben, wann wir die Andiamo übernehmen können. Canan meint 10:30 Uhr sollte passen. Wir schreiben unserer Crew ein WhatsApp, dass sie um 9:30 Uhr in die Marina kommen sollen, damit wir direkt zum Migros können, um einzukaufen. Kurz nach halb zehn fährt ein Taxi an den Ponton und Irem, Jan, Kai und Tanja steigen aus. Wir setzen uns für die Begrüßung kurz ins Cockpit der Tiburon und sprechen die kulinarischen Vorlieben und Abneigungen aller Crew-Mitglieder durch. Nane, Irem und Kai gehen einkaufen, der Rest bleibt da, um die Andiamo zu übernehmen und den CheckIn zu machen. Im Migros lässt Irem erst mal eine neue Migros-Card erstellen und wir kaufen ein. Vom Toilettenpapier, über Alufolie, Getränke, Süßkram, Käse, Joghurt Olivenöl und Eier arbeiten wir uns systematisch durch den Migros bis wir alles haben. Der Geschäftsführer begrüßt Nane freudig und erklärt, dass er uns nachher ein Taxi zum Hafen als Yacht-Service spendiert. Wir kaufen noch Weintrauben, Tomaten, Gurken und Zwiebeln ein – fertig.

Zurück in der Marine verstauen wir die Einkäufe im Kühlschrank und in den Schränken. Dirk macht die Sicherheitseinweisung und übergibt die Aufgabe der Seeventil-Kontrolle vor dem Auslaufen an Kai. Wir verstauen unsere Klamotten in den Schränken und wollen los, müssen aber noch warten, bis die Toilettenpumpe in der Bugkabine repariert wird, die ist undicht – das wollen wir in den nächsten 2 Wochen nicht haben. Dirk bespricht die Aufgaben beim Ablegen, Achterleinen, Fender. Nane macht die Muring und schon laufen wir aus. Herrlich es war doch sehr heiß geworden und wir kamen alle ins Schwitzen. Der Fahrtwind allein ist schon erfrischend. In der Bucht von Marmaris, fahren wir unter Motor aus der Bucht. Dirk übergibt das Ruder an die Crew und erklärt, wo wir an der Yildiz Adasi vorbei aus der Bucht fahren müssen. Hinter der Insel setzen wir um 14:30 Uhr das Groß und die Genua, aber schon nach einer halben Stunde müssen wir den Versuch aufgeben, denn der Wind gibt keine Fahrt her. Jan schlägt vor, ein Bier zu trinken, was alle bis auf den Skipper gerne machen. So holen wir die Genua ein, lassen das  Groß stehen, in der Hoffnung, dass doch noch Wind aufkommt und nehmen Kurs auf das Kap Kadirga Burun. Auf der Höhe des Kaps kommt Wind auf und wir setzen die Genua. Der Wind kommt aus WSW und kaum haben wir die offenere See erreicht, werden wir mit einem Wellengang begrüßt, der für den ersten Tag und die leeren Mägen nicht ganz optimal ist. Nane nimmt Kurs auf Rhodos 180° – einfach Richtung Süden. Um 16.00 Uhr fahren wir eine Wende und nehmen Kurs auf Ciftlik. Die Ansteuerung passt und wir cruisen mit 8 Knoten Richtung Ciftlik. Die hohe Welle macht Nane am Ruder zu schaffen, wir haben über 20 Knoten scheinbaren Wind und volle Segel, die wir wegen der Welle nicht reffen, aber aufmachen, dass wir weniger Schräglage haben. Um 16:30 Uhr erreichen wir die Einfahrt nach Ciftlik. Kai ist ziemlich weiß um die Nase und auch Jan fühlt sich nicht gut. Irem und Tanja finden den Speed und die Welle klasse. Hinter der Ciftlik Adasi lässt der Wind nach, aber die Welle bleibt. Wir holen die Segel ein und fahren unter Motor in die Bucht. Die Welle unter Motor bekommt den angeschlagenen Mägen nicht gut. Wir machen die Fender und die Achterleinen klar. Dirk übernimmt das Ruder und Nane macht die Muring. Vor dem Deniz Steg haben wir kaum mehr Welle und kommen trotz Teilausfällen in der Crew perfekt an den Steg. Um kurz vor 17 Uhr liegen wir am Steg und Nane macht erst mal einen Coban Salat, um die hungrigen Mägen zu beruhigen. Die seekranken Crew-Mitglieder werden erst mal zum Schwimmen geschickt und wir genießen unseren Salat mit Ekmek. Nach dem Schwimmen und etwas zu essen, kommt wieder Farbe in die blassen Gesichter – Gott sei Dank. Der Jetty füllt sich und bald ist jeder Restaurant-Steg voll belegt. Die Yachten, die in der Bucht ankern, schwanken heftig in den Wellen und wir bemitleiden die Crews, die dort an Bord sind. Da der Jetty voll ist, gehen wir um 19:30 Uhr zum Essen, damit wir nicht zu lange warten müssen. Kadir erklärt die Vorspeisen und die Hauptspeisen. Nane und Dirk entscheiden sich für Chicken Kavurma mit Käse, Tanja und Kai schließen sich an, Irem entscheidet sich für Lamm Kavurma und Jan für Lamb Chops – lecker. Nach dem Essen trinken wir noch einen Cay. Nane ist todmüde und verabschiedet sich ins Bett, das war ein anstrengender Tag. Die Crew bleibt noch im Restaurant und will morgen früh den Sonnenaufgang sehen. Dirk kommt auch in die Koje. Gute Nacht.

Ciftlik 31.8

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

Marmaris - Ciftlik

...endlich in Ciftlik

noch in Marmaris

...endlich in Ciftlik

...endlich in Ciftlik

...endlich in Ciftlik

...endlich in Ciftlik

...endlich in Ciftlik

...endlich in Ciftlik

Freitag, 30.08.2019 Stuttgart – Dalaman – Marmaris

Kurz nach 11 Uhr stehen wir bei Harry mit Leberkäs-Brötchen zum Vesper und fahren mit ihm in seiner Pause an den Flughafen. Er nimmt Nanes Crossland wieder zurück und wenn wir in 2 Wochen wieder in Stuttgart landen, bekommen wir unser Auto wieder. Am Flughafen geht der CheckIn bei Tui Fly recht flott. Die Bordkarten hatten wir über Web-Checkin bereits ausgedruckt. Diesmal müssen unsere Seesäcke über das Sperrgepäck aufgegeben werden – spannend, an Pfingsten liefen sie normal über die Gepäckbänder. Nane ist stolz, denn sie hat es geschafft beide Seesäcke nur mit 19 kg zu füllen – ein Rekord. Das Boarding ist pünktlich 13.15 Uhr – wir sollten pünktlich um 14 Uhr loskommen. Als alle Gäste an Bord sind, springt ein junger Mann auf, der mit seinen Eltern an Bord ist und erklärt, dass er nicht mitfliegen will oder kann. Purser und Kapitän reden mit ihm und den Eltern – die Zeit vergeht. Letztendlich fliegt er nicht mit und sein Gepäck muss gefunden uns ausgeladen werden. Diese Prozedur dauert über 1 Stunde. Zwischendrin bekommen wir die Ansage, dass der Abflugslot für uns nicht zu halten ist und wir uns noch länger gedulden müssen. Grummel – das findet kaum ein Passagier spannend.

Statt um 14 Uhr fahren wir kurz vor 16 Uhr auf die Startbahn. Nachdem die Eltern an Bord geblieben sind, kann sich kaum jemand vorstellen, dass es gesundheitliche oder andere wirklich ernste Gründe gab und man diskutiert, ob solche Verzögerungen nicht monetär bestraft werden sollten. Naja. Dirk meint, wir sind im Urlaub und es ist ein Direktflug, so dass wir auch keinen Anschluss verpassen – Tschigong.

Wir landen statt um 18 Uhr um 19.40 Uhr das Gepäck dauert diesmal ungewöhnlich lange, Nane kauft noch Martini und Gin im Duty Free und als wir aus dem Flughafen raus kommen, warten schon DM-Transfer mit einem schicken Vip-Shuttle auf uns. Als Nane den Fahrer auf die Namensgleichheit Dirk Mühlhaus und DM-Transfer aufmerksam macht, will er ein Foto von uns mit dem Namensschild – er bekommt es.

Kurz vor 22 Uhr sind wir in der Marina. Wir schmeißen die Seesäcke auf’s Boot, auf dem wir übernachten dürfen – die Andiamo hat noch eine Crew ­– und gehen in die Stadt auf direktem Weg zum Barber. Dort läuft ein Fußballspiel und der Friseur braucht  zwischen jedem Schnitt 5 Minuten, in denen er auf den Fernseher starrt und bei jeder spannenden Situation laut aufschreit. Dirk und Nane nehmen es als Samstag-Abend-Unterhaltungsprogramm. Am Ende des Spiels ist der Kunde auch fertig und Dirk kommt dran. Haare schneiden und rasieren. Man merkt ihm sichtlich an, wie er jede Minute genießt. Danach gehen wir in den Bazar um Hüsniye im Silvermoon-Laden zu besuchen. Sie hat sich seit Pfingsten jede Woche informiert, wie es Nanes Mama geht. Wir müssen sie einfach mal drücken. Nane kauft ein Täschchen à la Micha für die Bordkasse und für jedes Crew-Mitglied ein blaues Auge, damit sie von eventuellen bösen Blicken geschützt sind. Danach gehen wir ins Golden Plate, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Mittlerweile ist es 23.30 Uhr. Charly freut sich, uns zu sehen. Dirks Magen hat am Donnerstag noch rebelliert, Charly lässt ihm eine Hühnersuppe machen, die gut tut und schmeckt. Nane gönnt sich Humus und Sigara Börek, dazu gibt es ein Shandy für jeden. Kaum gegessen, merken wir, wie müde wir sind, verabschieden uns und gehen zurück in die Marina. Zurück an Bord fallen wir todmüde in die Kojen und auch der Lärmpegel der Barstreet wird uns nicht am Schlafen hindern.

Mitternacht in Marmaris

Nachts um 23.30Uhr....

Dalaman

los gehts...

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los gehts...

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Dalaman

los gehts...

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Freitag, 21.09.2018 | Ciftlik – Marmaris – Adaköy | 14,02 nm

7.30 Uhr | Wir sind wach und Nane überredet Dirk schwimmen zu gehen. Noch ziert er sich, aber das Argument, das letzte Mal für dieses Jahr in Ciftlik zu baden, überzeugt. Das Wasser ist herrlich. Zum Frühstück essen wir das letzte Mal eine Portion “Chocopops”, mehr muss bei der Hitze nicht sein.

8.00 Uhr | Wir gehen in Restaurant, kaufen noch ein Ekmek (wird hier in Ciftlik im Deniz Restaurant frisch gebacken) und bezahlen die Rechnung von gestern Abend. Das Kavurma war super lecker und ist richtig günstig – mit umgerechnet 5 Euro pro Portion, war das ein günstiges Abendessen gestern. Wir verabschieden uns bis zum nächsten Jahr und wünschen allen eine gute Zeit im Winter.

8.30 Uhr | Wir legen ab, der letzte Tag unseres Sommertörns beginnt. Wie schnell doch 3 Wochen vergehen. Das waren traumhafte Tage und tolle Momente. Eine leichte Melancholie macht sich breit. Wind haben wir keinen, also müssen wir unter Motor von Ciftlik Richtung Marmaris – schade, ein letztes Mal die Segel zu setzen, wäre schön gewesen. Nane gönnt sich noch ein Sonnenbad auf Rimini, Dirk und der Autopilot halten die Andiamo auf Kurs.

Ciftlik

11.00 Uhr | Wir kommen zur Tankstelle, eine Yacht ist gerade fertig und legt ab, so dass wir ohne Warteschleifen im Hafen direkt an die Kaimauer können, um Diesel zu bunkern – mal sehen, wieviel wir in 3 Wochen gebraucht haben. Wir hatten insgesamt 31,7 Motorstunden, sprich 10 Stunden pro Woche, damit können wir leben. Wir tanken 41,15 Liter, das sind umgerechnet 1,3 Liter pro Stunde – wow. Die Andiamo bekommt von uns den “Ehren-Schwaben” verliehen. Charly steht schon mit Phoenix-Cap an der Tanke und ist sichtlich enttäuscht, dass wir nur zu zweit an Bord sind – weniger Umsatz für das Golden Plate. Das finden wir dann doch etwas befremdlich.

11.15 Uhr | In der Bucht von Marmaris haben wir wieder etwas Wind und setzen die Genua, der letzte kurze Schlag bis in die Adaköy Marina darf ruhig ganz langsam vorüber gehen. Doch egal wie sehr wir uns um “slow motion” bemühen, das Ziel kommt näher.

11.50 Uhr | Wir laufen in die Adaköy Marina ein, Canan und ihr Team nehmen die Achterleinen an und begrüßen uns herzlich zurück. Bevor wir die Übergabe bzw. Rücknahme machen, wollen wir noch einen letzten Salat mit Schafskäse genießen. Das frische Fladenbrot aus Ciftlik passt hervorragend dazu. Canan kommt auf eine Weißweinschorle an Bord und wir erzählen ihr ein paar Highlights unseres Törns. Schade, dass ein Besuch unterwegs auch dieses Mal nicht geklappt hat – aber wir kommen ja wieder.

13.30 Uhr | Nane packt, Dirk erläutert die Mängelliste und gibt die Schiffsunterlagen wieder zurück ins Office. Wenn wir gepackt haben, wollen wir auf jeden Fall noch mal schwimmen gehen. Nane gönnt sich zum Packen noch ein Schorle und ist fast fertig, als Dirk erklärt, er will jetzt schwimmen gehen. Wir unterhalten uns noch ein wenig mit unseren russischen Nachbarn, die uns begeistert von dem vielen frischen Fisch erzählen, den sie bei Fischern für kleines Geld erworben haben und selbst an Bord gekocht haben.

14.30 Uhr | Etwas verzögert kommen wir dann doch zum Schwimmen. Das Wasser hat Badewannen-Temperatur und wir wollen gar nicht wieder raus. Das ist nun wirklich das letzte Mal für dieses Jahr, dass wir im Mittelmeer baden.

16.00 Uhr | Noch ein wenig packen, duschen und fertig machen, dass wir mit dem Dolmus in die Stadt kommen. Wir wollen nicht bis 18 Uhr auf das Wassertaxi warten. Aber ein Abschieds-Drink mit Canan ist Gesetz. Mit dem Dolmus kurz nach 17 Uhr fahren wir Richtung Marmaris und genießen den Blick in die Bucht. Dirk geht noch mal zum Barber und Nane will in den SilverMoon-Laden um Pashmina-Schals mit nach Hause zu nehmen.

18.00 Uhr | Wir schnacken mit der Ladenbesitzerin des Silvermoon. Nane bedankt sich herzlich für das Badetuch, dass sie ihr geschenkt und über Thomas mitgeschickt hat. Wir sitzen bei Cay und Wasser zusammen und erzählen uns, was seit Pfingsten so alles passiert ist. Durch einen Fahrradunfall geht sie auf Krücken, ist aber ganz zuversichtlich, dass ihr Fuß bis zum nächsten Jahr wieder gut sein wird. Nane kauft wunderschöne Schals als Mitbringsel und wir verabschieden uns.

19.00Uhr | Wir gönnen uns im Golden Plate Garlic Mushrooms, Humus, Chicken Salad und Chicken Curry zum Abendessen. Ein englisches Pärchen aus Oxford sitzt am Nachbartisch und wir unterhalten uns über diese herrliche Ferienregion. Nane könnte stundenlang zuhören, original “Oxford English” hört sich einfach gut an.

20.30 Uhr | Mustafa ruft an, wo wir sind, er ist mit der Familie im RiverSide und die Kinder würden sich freuen, uns zu sehen. Also zahlen wir und verabschieden uns. Kaum kommen wir um die Ecke an der Brücke zur Netsel Marina rennen Fatma und Eren schon mit ausgebreiteten Armen auf uns zu. Eine Runde Knuddeln ist angesagt. Fatma und Eren streiten sich, wer bei Nane auf dem Schoß sitzen darf und Fatma fängt sofort an, mit Nane “Simsalabim” zu spielen – herrlich.

22.00 Uhr | Wir verabschieden uns von Burcu, Mustafa und den Kindern. Ein Abschiedsküsschen von Fatma und Eren und dann machen wir uns auf Richtung Bushaltestelle. Dort müssen wir nur 10 Minuten warten und schon kommt der nächste “pinkfarbene” Dolmus.

23.00 Uhr | Zurück an Bord packen wir den letzten Rest und nehmen einen letzten Drink. Der Wecker wird um 3.30 Uhr klingeln, denn wir werden kurz vor 5 Uhr abgeholt. Schön war es, nein wunderschön und kaum zu Hause werden wir schon vom nächsten Törn in 2019 träumen.

Ciftlik

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris

Marmaris