Happy Birthday. Unser MM hat Geburtstag. Er will kein großes TammTamm – also gratulieren wir ihm und machen Pfannkuchen zum Frühstück – eine seiner erklärten Lieblingsspeisen. Danach wird noch ein wenig der Ort erkundet, ein Cay im Hafengebäude getrunken. Als es darum geht, wann wir ablegen, schlagen wir vor, noch einen Cappuccino im Café Cerie zu trinken. Als wir gemütlich sitzen, die Cappuccino-Tassen mit dem Berg aus Milchschaum vor uns, wird auf einmal “Happy Birthday” gespielt und die Torte mit brennenden Geburtstagskerzen wird gebracht. “ich wollte doch kein TammTamm….” ist unserem Geburtstagskind ins Gesicht geschrieben, aber ein breites Grinsen und die Freude an der Überraschung ebenso. Wir genießen die Geburtstagstorte, lassen uns den Rest einpacken (wir hatten ja vorher Pfannkuchen) und machen uns auf den Weg zum Steg, um Richtung Sailors abzulegen. Es sind zwar nicht viele Meilen, aber bei gutem Wind kann man im Hisarönü-Golf herrlich kreuzen und “Spaß-Segeln” – auch mal schön. Um 15 h kommen wir in die Bucht von Sailors und freuen uns, dass wir den Platz fast für uns alleine haben. Der Cay ist klasse, das Backgammon-Spiel auch. Der ideale Ort für eine Geburtstagsfeier – mitten im Paradies.
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Hayit Bükü – Selimiye
Selimiye gehört zu unseren Lieblingsplätzen und egal bei welchem Törn – da müssen wir hin. Um kurz vor 10 h legen wir ab und segeln mit gemütlichen 4 Bft an Datca vorbei in den Hisarönü-Golf. Der Wind frischt etwas auf wir haben 5 Bft und reffen ein wenig, um nicht an Geschwindigkeit zu verlieren. Kurz vor vier laufen wir in Selimiye ein. Wie üblich ist von dem Mitarbeiter, der für den Gemeindesteg verantwortlich ist, nichts zu sehen. Statt dessen steht “Goldzahn-Osman” am Steg. So nett er ist, so oft hat er Anlegemanöver schon zum Scheitern gebracht. Aber besser “Goldzahn-Osman” nimmt die Leinen als gar keiner. Wir haben viel Seitenwind. Er freut sich uns zu sehen wir rufen ihm zu, dass er die LUV-Leine bitte schnell belegen soll. Er albert mit der Leine rum, macht Späßchen und tanzt – Ergebnis: wir knutschen eine benachbarte Luxus-Motoryacht mit unserem Anker. Aua! Nachdem wir sicher liegen, schauen wir uns an, was da genau passiert ist. An der Luke der großen Motoryacht haben wir ein wenig Gelcoat erwischt. Eine Schramme, so groß wie ein Daumennagel. Der Kapitän der Yacht hat das alles mitbekommen. Ich möchte die Sache mit ihm klären, leider versteht er kein englisch. Meine türkischen Brocken beschränken sich auf ein paar Höflichkeiten, Zahlen und Grundnahrungsmittel – damit komme ich nicht weit. Irgendwann grinst er und winkt ab – “kein Problem”. Da haben wir wirklich Glück gehabt. Nachdem wir uns von dem kleinen Schock erholt haben, machen wir uns auf ins Café Cerie. Der weltbeste Cappuccino (außerhalb von Italien) und selbstgebackene Kuchen, die einfach lecker sind. Der warme Schokokuchen mit flüssiger Schokolade und Sahne hat es unserer Crew besonders angetan. Eine selbst hergestellte Limonade aus Limonen und Minze (Nane-Limon) gehört ebenfalls zu den Dingen, auf die wir uns Monate freuen können, wenn wir nicht segeln. Der ausgiebige Besuch des Cafés wird nur durch unsere männlichen Besatzungsmitglieder unterbrochen, die einer nach dem anderen zum Barber laufen, um sich rasieren zu lassen. In der Zwischenzeit planen wir für den nächsten Tag eine Geburtstagsüberraschung: Eine Torte mit individuellem Dekor. Die Inhaberin des Café Ceries ist sofort begeistert und wir verabreden uns für den nächsten Vormittag. Am Abend bummeln wir durch den Ort und gönnen uns ein paar Drinks in einer Strandbar mit Liegestühlen. Unsere befreundete Crew hat in der Nacht Besuch an Bord…vom Pelikan…hat man auch nicht alle Tage.
Selimiye – Datca
Nach einem letzten Cappucino und einer Nane-Limon-Limonade verlassen wir Selimiye um 11.30h und machen uns auf den Weg nach Datca. Wie nicht anders erwartet müssen wir gegenan kreuzen. Der Wind kommt aus NW mit 3 bis 4 Bft. So werden es 31 sm an diesem Tag. Unsere befreundete Crew schummelt und spart sich manche Wenden, indem sie den Motor zur Hilfe nimmt. Kein Wunder, dass sie viel früher in Datca ankommen. Aber das ist gut so, denn die beiden reservieren eisern einen Platz für uns. 1 Stunde vorm Hafen rufen sie an, dass wir uns jetzt aber beeilen sollen, es wird eng. Um 18 h kommen wir dann auch nach Datca. Im Hisarönü-Golf hatten wir noch Windjacken an – in Datca erschlägt uns die Hitze. Die Crew der Garcia Ripple empfängt uns mit nassen Handtüchern um den Kopf gewickelt. Turban-Optik scheint in zu sein. Datca ist laut und wir sind geteilter Meinung, ob uns dieser Ort gefällt oder nicht. Vielleicht brauchen wir hier einen zweiten Anlauf, um das richtig einzuschätzen.
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