Sonntag, 5. Juni 2022 | Ciftlik – Wallbay/Adaia | 38,68 nm

Die erste Nacht in Ciftlik auf der PuraVida. Tief und fest haben wir nicht geschlafen. Jedes Geräusch musste zugeordnet werden. Wir müssen erst mal ankommen. ZR meint der Kühlschrank wäre nicht so laut wie auf der Andiamo, ist doch schon mal was. Wir wachen recht früh auf und ZR kocht schon Kaffee und  geht nach der ersten Tasse schwimmen. Nane steht zumindest bis zu den Oberschenkeln auf der Badeleiter, aber weiter kommt sie nicht – zu frisch und zu früh. Also starten wir die Frühstücksvorbereitungen. Wir backen Ekmek auf, es gibt Spiegeleier. Natürlich mit gesunden Addons wie Gurken und Tomaten. Das erste Stück Gurke nimmt ZR und will dass wir diesen Sachverhalt dokumentieren (für seine Mama – liebe Grüße nach VS an dieser Stelle). Nane entscheidet sich für Joghurt mit Honig und frischem Pfirsich „Energy Breakfast“ ist für jeden etwas anderes ;-)

Im Deniz Restaurant zahlen wir erst mal die Rechnung vorm Vortag, nehmen noch zwei von den genialen Fladenbroten mit, die in der Region wirklich auf Platz 1 der frisch gebackenen Brote stehen. Im Mini-Shop entdecken wir Orangensaft, der war im Migros aus, also nehmen wir hier auch noch 2 Liter mit. Wir verabschieden uns bis in 2 Wochen und legen um 9.30 Uhr ab.

Wind ist leider keiner angesagt und so werden wir heute die lange Strecke bis in den Göcek Golf den Diesel-Wind bemühen. Was soll’s. Nane schreibt noch ein WhatsApp an das Adaia Restaurant, dass wir so um 17 Uhr da sein werden. Die Reservierung wird uns bestätigt. Prima.

Der Himmel ist diesig und es klart nicht richtig auf. Das Gewitter gestern Abend hat leider nicht für klare Sicht gesorgt. Es sind kaum andere Yachten unterwegs und wir nutzen die Zeit, um mal wieder über Gott und die Welt zu sprechen. Schön. Thomas hatten wir das letzte Mal im September gesehen, als er mit Alex in Datca von Bord gegangen ist.

Nach dem Kap Kurloglu Burun, geht es in den Golf von Fethiye und wir haben bisschen achterlichen Wind. Der Versuch mit der Genua voran zu kommen, wird nach 5 Minuten wieder aufgegeben. Zumindest hatten wir sie einmal draußen und wissen, dass sie einsatzbereit ist.

Um 15.25 Uhr nehmen wir die Durchfahrt zwischen Festland und der Insel Domuz Adasi. Im Göcek Golf ist mehr los und wir haben plötzlich thermischen Wind. Für die letzten 30 Minuten holen wir die Segel aber nicht mehr raus. Eine größere Motoryacht nimmt Nane gnadenlos die Vorfahrt – das Recht des Stärkeren und doch nicht die feine Art. Um 16 Uhr steuern wir den Steg des Adaia Restaurant an. Wir werden nach innen geholt und wundern uns, dass nicht viel los ist. Aber kaum, dass wir festgemacht haben, kommt eine Yacht nach der anderen rein. Wir gönnen uns Weißwein zum Anleger und gehen erst mal schwimmen. Sogar Thomas kommt ins Wasser, mit einem Hechtsprung und beschwert sich bei ZR und Nane, dass er ja fast einen Herzinfarkt bekommen hat, weil es so kalt ist. Dirk kommt auch ins Wasser und hechelt ein wenig an der Badeleiter, um mit der Temperatur klar zu kommen. Also alles so wie immer…

Die schöne Anlage des Adaia bietet wie im letzten Herbst auch leider nur kaltes Wasser zum Duschen an, nicht so schlimm, wir waren ja auch schwimmen. Da wir längsseits am Steg liegen, sehen wir, dass die Steuerbord-Seite der Pura Vida einige Schrammen hat. Hier hat das Dinghi ganze Arbeit geleistet. Ein Teil des Gelcoats haftet noch am harten Heck des Dinghis, wo der Außenborder fixiert wird. Wir wissen, warum wir ungern Dinghi fahren ;-) Der Himmel zieht sich zu, es sieht nach Regen aus, also entschließen wir uns zum Essen zu gehen. Diesmal gibt es alles, was auf der Speisekarte steht, das war im Herbst nicht so. Die Preise haben aber noch mal deutlich angezogen. Wir blenden das aus und bestellen uns gegrillten Ziegenkäse, gefüllte Champignons, Pide und Humus mit Bacon als Vorspeise. Thomas gönnt sich einen Caipirinha. Zum Hauptgang gibt es Lammkottelets, Bonfilet und Cökertme Kebab mit Kalbfleisch. Das Essen ist richtig lecker – alle sind begeistert und satt. Nach dem Essen bestellen wir uns noch Cay und Café Latte und verlangen die Rechnung, weil es Richtung Fethiye schon heftig donnert und blitzt. Zumindest der Regen wird uns laut Regenradar hier erwischen. So viele Blitze kurz hintereinander und das über 2 Stunden hinweg haben wir noch nicht gesehen. Ein beeindruckendes Schauspiel. Wegen des Regens verziehen wir uns in den Salon und gehen nach einem Absacker recht früh in die Kojen.

Käsfuß

Adaia Göcek

Adaia Göcek

Adaia Göcek

Adaia Göcek

Adaia Göcek

Adaia Göcek

Solarpanel - MEGA!!

Pura Vida

Pura Vida

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

auf nach Göcek - Adaia

Crewtassen

Crewtassen

Crewtassen

Crewtassen

Crewtassen

Crewtassen

Crewtassen

Crewtassen

Samstag, 4. Juni 2022 | Marmaris – Ciftlik | 12 nm

Das Greenpark Apartment-Hotel in Marmaris das wir für die eine Nacht (27€ für 3Personen) gebucht haben, liegt mitten im Tourismus-Bezirk der englischen Gäste. Die Musik aus den Bars war entsprechend laut, aber um Mitternacht war Gott sei Dank Schluss, so dass wir etwas schlafen konnten. Wir wachen früh auf und beschließen direkt nach dem Duschen in die Marina zu fahren, erst mal zu frühstücken und dann um 9.00 Uhr wie verabredet an Bord der Pura Vida zu sein, um Norbert zu treffen und die Übernahme zu organisieren.

Das Pineapple-Restaurant, das wir eigentlich für’s Frühstück eingeplant hatten, ist leider um diese Uhrzeit noch geschlossen, so dass wir nebenan in’s Roberts gehen, das uns Katrin und Norbert empfohlen haben. Kaum kommen wir in den ersten Stock, sehen wir Katrin mit der Crew schon am Frühstückstisch sitzen. Wir setzen uns dazu und tauschen uns über die Erlebnisse der letzten 2 Wochen auf See aus. Zwischendrin muss es viel Wind gegeben haben und wir sind froh, dass die Pura Vida samt Crew wieder heil in Marmaris gelandet ist. Es gab ein paar Blessuren, aber die sind heilbar. In Hayit Bükü hat das Heck die Mole touchiert, weil der Anker ausgebrochen ist. Der Ankergrund vor der Mole ist tükisch, hier läuft eine Kette quer, damit hatten wir im Sommer 2020 auch schon zu tun.

Thomas kommt ins Roberts und frühstückt mit uns, danach machen sich Dirk und Norbert auf, die Übergabe zu machen. Wir wollen Geld holen, einkaufen gehen und die Internetkarte aufladen. Norbert möchte mit, weil er auch Geld braucht und gleich sehen möchte, wo der Internetladen ist, in dem wir unsere Karte für unseren Router aufladen. Das Aufladen ist etwas problematisch, weil die tollen Angebote aus dem Mai im Juni nicht mehr zur Verfügung stehen, aber am Ende haben wir es hinbekommen. Nane hat die WhatsApp-Nummer des Ladenbesitzers, sollten uns die 15 GB nicht reichen, die sie bekommen hat, kann sie Bescheid geben und er lädt nach. „Money no problem“ – sprich wir können zahlen, wenn wir wieder da sind.

Danach geht es zur Post, weil wir an den Bankomaten Geld abheben wollen. Die einzigen Bankomaten, die keine extra Gebühr verlangen. Leider klappt das nicht. Keine unserer Kreditkarten hat Erfolg und es kommt die Meldung, dass maximal 400 Tyl abgehoben werden können, das sind gerade mal 25 Euro – keine Chance für einen 2 Wochen-Segeltörn. Also geben wir auf, kratzen unser Bares zusammen und gehen in ein „Change-Office“, da die Post selbst zu hat. Wir tauschen alles, was wir haben und nehmen uns vor, so viel wie möglich mit Kreditkarte zu bezahlen. Nach der vergeblichen Aktion des Geldabhebens verabschiedet sich Norbert und geht zurück in die Marina, während wir uns auf den Weg in den Migros machen. Die erste Frage, die Nane klärt ist der Yacht-Service – „var“ sprich gibt es. Perfekt! Also kaufen wir ein. 4 Einkaufswagen beladen wir mit Getränken und Lebensmitteln. An der Kasse müssen wir drei Mal zahlen, weil das Limit bei 2000 Tyl pro Kartenzahlung liegt. Es wird alles in eine große Transportbox verladen, die auf einen kleinen LKW geladen wird. Nane darf mit den Jungs vom Migros in den LKW steigen und Thoas und ZR nehmen sich ein Taxi zurück. In der Marina staunen unsere Nachbarn nicht schlecht, dass wir im Fullservice-Mode unsere Einkäufe auf die Pura Vida bekommen. Wir müssen aber noch warten, noch ist das Putz-Team an Bord und es müssen auch einige Reparaturen durchgeführt werden. Die Backbord-Toilette hat ein Problem, die Bilge ist nicht automatisch angesprungen, der Wasserhahn in der Steuerbord-Toilette muss getauscht werden, das Gelcoat am Heck wird provisorisch ausgebessert und die Heckdusche wird repariert. Um 14 Uhr will Dirk raus und die restlichen Arbeiten sollen durchgeführt werden, wenn die Pura Vida 14 Tage in der Marina liegt, ohne dass jemand von uns unterwegs ist. Dirk hat mit dem Miknatis-Office alles geregelt und wir ziehen ein. Um 15 Uhr sind wir klar, um auszulaufen. Da wir die Yacht noch nicht kennen, bitten wir um Unterstützung und das Miknatis Team stellt jemanden ab, der mit an Bord ist und einen „Marinero“, der uns beim Auslaufen und drehen in der engen Gasse unterstützt. Dirk ist nicht ganz begeistert, wie wir raus gekommen sind, weil zu viele Menschen zu viele Dinge unterschiedlich gehhandhabt haben und er nicht koordinieren konnte, aber es hat geklappt. Es gibt keinen Wind, als fahren wir unter Motor Richtung Ciftlik, kurz vor 17 Uhr legen wir am Jetty an. Nach dem ersten Anleger und dem ersten Mal im Wasser fühlt es sich langsam nach Urlaub an – alles vorher war doch anstrengend.

Wir gönnen uns ein leckeres Abendessen im Deniz Restaurant und ckecken mehrfach das Wetter, denn ein heftiges Gewitter zieht auf. Der Regenradar von Wetter.com ist hier ziemlich aktuell. Anfänglich sollte uns das Gewitter voll erwischen, aber Gott sei Dank am Ende waren wir genau zwischen zwei Gewitter-Zellen und sind mit ein bisschen Regen davon gekommen. Wir gönnen uns noch einen Absacker und verschwinden recht früh in den Kojen.

Ciftlik

Netsel Marina

Mr. Shadow

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Mocha 2

Mocha 2

Mocha 2

Mocha 2

Mocha 2

Türe zu - es zieht...

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Hotel für eine Nacht

Ciftlik

Freitag, 3. Juni 2022 | Stuttgart – Istanbul – Marmaris

Gut, dass wir so früh hier in Stuttgart am Flughafen waren. Es ist ziemlich voll. Der CheckIn verläuft problemlos, aber wir müssen mit unseren Seesäcken mal wieder zum Sperrgepäck. Egal Hauptsache es geht los. Die Schlangen an den Sicherheitskontrollen werden immer länger und wir wechseln von Terminal 1 in Terminal 3, dort warten wir nur 10 Minuten. Der Flug nach Istanbul verläuft nach Plan, obwohl Murphy mit an Bord ist, denn Nane schüttet ZR erst mal ein Weißweinschorle über die Hose – jetzt riecht er besonders lecker. Was uns wundert, keiner außer uns trägt Maske im Flugzeug, obwohl die Vorschriften auf Flügen von und nach Deutschland eindeutig sind. Wir sind tapfer und atmen durch FFP2. In Istanbul gelandet machen wir uns auf den Weg zum Domestic-Terminal, der wirklich einige Zeit in Anspruch nimmt, jeder Schrittzähler wäre begeistert. Die Wartezeit an der Passkontrolle hält sich in Grenzen und wir machen uns nach einer weiteren Sicherheitskontrolle auf den Weg zu unserem Gate, das dann doch noch mal verschoben wird. Thomas ist plötzlich auch da und meint, dass er uns mit Maske gar nicht erkannt hätte – gut dass wir uns trotzdem gefunden haben ;-)

Der Flug nach Dalaman hat 35 Minuten Verspätung, aber wir landen mit nur 10 Minuten Delay – passt. Während ZR und Dirk die Seesäcke vom Gepäckband holen, gehen Nane und Thomas im Duty Free shoppen. Martini, Raki und Erdbeerlimes – für jeden was dabei. Wie üblich funktioniert der Service von DM Transfer problemlos. Der Fahrer wartet mit einem neuen Mercedes Vito auf uns und kurz vor 21 Uhr sind wir in Marmaris am Greenpark Apartment-Hotel. Wir sind platt und wollen nicht noch in die Stadt, darum lässt sich Thomas direkt zu seinem Hotel fahren. Wir sehen uns morgen früh. Wir bekommen ein Zimmer im 4. Stock – super  für eine Nacht müssen unsere schweren Seesäcke nach oben geschleppt werden, aber wir haben Hilfe. Das Zimmer ist okay, das Hotel bei Tripadvisor mit 4,5 Punkten bewertet – für eine Nacht passt das. Wir wollen noch was trinken und machen uns in der englischen Hochburg auf die Suche nach einem Pub, in dem man keinen Hörsturz bekommt und komische Dancing Spiele laufen. Am Ende bekommen wir jeder ein “Shandy” (Radler), einen Cay und ein Wasser für die Nacht und machen uns auf den Weg ins Bett. Die Musik aus den umliegenden Kneipen schallt auch im 4. Stock sehr laut, aber um Mitternacht ist Schluss. Gott sei Dank. Wenigstens ein paar Stunden Schlaf.

angekommen

angekommen..

Flughafen Istanbul

Ein Zahnarzt

das war lecker....!!!

der erste Cay

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

lecker Essen ;-)

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris

auf dem Weg nach Marmaris