Dienstag 03.09.2013 | Sögüt – Bozukkale | 16 sm

7.30 Uhr | Unsere Schweizer Nachbarn legen ab. Sie wollen bevor es heute Nachmittag zu heftig weht, ankommen. Nane lädt sich die aktuellen Wetterdaten für die nächsten 2 Tage herunter, denn den vielen Wind wollen wir in Bozukkale “abwettern”. Auch wir wollen heute früher los – spätestens um 10.00 Uhr, damit wir möglichst vor den angekündigten 30 Knoten um Kizil Burun herum sind.

9.20 Uhr | Wir legen ab und wieder geht der Motor aus, wenn wir nicht genügend Drehzahl haben – das klären wir in der Marina. Obwohl der Wind erst gegen 18 Uhr seinen Höhepunkt erreichen sollte, hatten wir schon kurz nach 10 Uhr 22 Knoten wahren Wind und mit halbem Groß und gereffter Genua hatten wir 6,8 Knoten Fahrt mit Am-Wind-Kurs. Aus dem Yesilova-Golf draußen konnten wir abfallen und die Ambiente hat es mit achterlichem Wind auf 7,4 Knoten geschafft. An der Küste entlang Richtung Bozukkale haben wir halben Wind mit 27 Knoten und die Ambiente gleitet schnell durch die Wellen. Kurz vor der Einfahrt wollen wir die Genua einholen. Wir starten den Motor und legen den Gang ein, aber ohne entsprechend Gas zu geben, geht der Motor aus. Das ist jetzt das 3. Mal das das passiert – also nur noch mit mehr Gas beim Losfahren. Wenn der Motor dann mit etwas Drehzahl läuft, läuft er.

12.20 Uhr | In der Bucht von Bozukkale haben wir den Wind mit 26 Knoten direkt auf die Nase. Er wird auch kaum schwächer je näher wir dem Jetty kommen. Weiße Schaumkronen in der Bucht – so etwas haben wir hier noch nie gesehen.

12.30 Uhr | Ercan steht am Jetty, Nane nimmt die Muring und knapp 5 Minuten später liegen wir perfekt am Steg. Erleichterung macht sich breit. Wir sind froh, gut angekommen zu sein.

15.00 Uhr | Eine Bavaria 50 von EGG-Yachting kommt Richtung Steg. Das Anlegemanöver ist völlig unkoordiniert. Man fährt erst mal durch die Bojen von Mustafa – gut dass sich hier nichts im Kiel oder im Ruderblatt verheddert hat und kommt recht schräg auf uns zu. An Bord 7 Österreicher. Wir reichen die Muring an – kein Danke. Es stehen 5 Leute am Steg, die die Yacht versuchen in die richtige Position zu ziehen. Die Crew kommuniziert nicht miteinander – die eine Hälfte sitzt untätig herum und hält sich an der Efes-Dose fest. Der Skipper gibt schon rückwärts Vollgas, obwohl die Muring noch nicht belegt ist. Nane sagt das dem Skipper, dass er kurz warten soll, bis seine Jungs das fixiert haben und bekommt die unverschämteste Antwort, die sie jeh gehört hat. Sie solle die Klappe halten, denn Frauen gehören eh nicht auf ein Schiff. Mit 7 Mann Besatzung und 5 Helfern am Steg haben sie sehr bescheiden angelegt – wir waren nur zu zweit und hatten nur Ercan am Steg – komisch, dass das so gut geklappt hat. Aber was soll man von einer manövrierbehinderten Mannschaft (rot-weiß-rot) mit zu viel Testosteron schon erwarten. Laut saufend (Schnaps und Bier) und mit sehr viel Proll-Faktor sind das nicht gerade wünschenswerte Nachbarn. Nane ist richtig sauer und geht sogar mit Dirk auf den Berg (sogar mit leichten Kletter-Einlagen), um sich abzureagieren. Ein Land, dass keinen Zugang zum Meer hat, sollte besser nicht segeln (sorry an alle liebenswürdigen Österreicher, aber die Herren haben Euch keine Ehre gemacht).

17.40 Uhr | Wir kommen von unserer Bergwanderung zurück. Wenn man oben ankommt, ist das ein tolles Gefühl über die ganze Bucht zu schauen, hinüber nach Rhodos und aufs Meer zu blicken. Der Wind bläst wie verrückt, so dass wir gar nicht so sehr ins Schwitzen gekommen sind. Wir gehen erst mal Baden. Nane taucht die Ambiente ab, nicht, dass wir etwas im Propeller haben, aber da ist nichts. Die Österreicher fotografieren heimlich die Mädchen einer russischen Crew beim Abduschen – widerwärtig.

19.30 Uhr | Wir gehen essen. Nane gönnt sich wieder gegrillten Octopus – das bekommen wir zu Hause nirgendwo und es schmeckt so lecker. Der Wind nimmt noch zu und wir sind echt froh hier zu liegen.

21.30 Uhr | So müde waren wir schon lange nicht mehr – also ab ins Bett und schlafen, schlafen, schlafen, das war ein anstrengender Tag.

Bozukkale

Rhodos...

Bozukkale

Rhodos

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Der Blick von Bozukkale nach Rhodos

muss das sein??

Brunnenbau...

Historisch

kaputt.. ;-)

wie neu...

Bozukkale Taufbecken

Bozukkale Taufbecken

Bozukkale Taufbecken

Bozukkale Taufbecken

Bozukkale Taufbecken

Bozukkale Taufbecken

Flora & Fauna

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale Sailors House

Bozukkale Sailors House

Bozukkale Sailors House

Bozukkale Sailors House

ohne Worte...

ohne Worte

MÜLL!!! Von Seglern....

Müllverbrennung


Bozukkale - Sögüt  Segeln Türkei
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Bozukkale - Sögüt  Segeln Türkei

 
 

Montag 02.09.2013 | Sailors Paradise – Sögüt | 12,5 sm

9.00 Uhr | Dirk holt das frisch gebackene Brot, das wir am Abend zuvor bestellt haben und wir frühstücken gemütlich. Da wir noch ein ganzes Glas Nutella übrig haben, das noch nicht einmal angebrochen ist, schenken wir das der Crew von Sailors zum Abschied, denn das frisch gebackene Brot und Nutella kommen richtig gut. Wir begleichen unsere Rechnung der letzten 2 Tage. Außer Cay bekommen wir noch einen türkischen Kaffee vom Koch (heiß, stark und süß), Honig von der Mama sowie Salbei, Lorbeer und Kekik bevor wir uns für fast ein Jahr verabschieden und an Bord gehen. Der Abschied von Sailors hat immer etwas trauriges, denn das bedeutet, der Urlaub geht zu Ende (auch wenn heute erst Montag ist). Irgendwie haben wir noch mit Wolfgang von der Yavas Yavas gerechnet, stellen aber fest, dass wir da wohl etwas durcheinander gebracht haben, wir dachten ihn noch mal zu treffen und haben uns gar nicht richtig verabschiedet und jetzt wird daraus nichts. Dirk muss anrufen, um sich zu entschuldigen.

10.40 Uhr | Zuerst läuft der Kat neben uns aus – die anderen Nachbarn sind schon weg (wir werden sie nicht vermissen) und wir machen uns auf den Weg nach Sögüt. Die Crew der Surprise gibt uns noch den aktuellen Wetterüberblick 20 bis 25 Knoten aus NW. Nane beschließt an der Küste entlang unter Motor zu fahren, um die Batterien zu laden und dann nur mit der Genua in den Yesilova-Golf abzufallen. Der Plan ist klasse – wir haben 6,5 Knoten Fahrt und kommen mit nur einer Halse direkt in die Einfahrt zwischen Insel und Festland nach Sögüt.

14.00 Uhr | Wir liegen am Steg von Captains Table. Trotz heftigem Seitenwind und nur zu zweit kommen wir super an den Jetty. Sali kommt mit dem Dinghi um ein seitliches Abtreiben zu verhindern und springt dann an Bord, um Nane mit der Muring zu helfen. Alles super. Mareike und Aylin sind auch da – was für ein goldiges Baby. Wir trinken Cay, quatschen, trinken noch mehr Cay und quatschen, spielen mit Aylin usw.

16.30 Uhr | Mareike verabschiedet sich mit dem Baby und wir machen uns auf den Weg zum Jetty des Octopus-Restaurants, um unseren englisch-irischen Nachbarn unsere Email-Adresse zu geben, denn wir haben sie unter vollen Segeln gefilmt und fotografiert, falls sie das Bildmaterial möchten. Sie freuen sich sehr – da sind wir ja mal gespannt, ob sie sich melden. Quentin und Linda sind auf ihrer „Vicky“ auch schon am Jetty – sie waren heute so verunsichert, dass sie komplett unter Motor hier her gekommen sind. Morgen geht die Flotilla nach Dirsek und übermorgen nach Bozukkale – also werden wir sie noch mal treffen. Wir gehen einkaufen und bringen der Familie von Sali „Dondurma“ mit. Sali ist gerade dabei allen Booten Cay zu bringen, also trinken wir noch einen, bevor wir an Bord gehen. Nane schreibt für den Blog und Dirk betankt das Boot mit Wasser.

18.30 Uhr | Dirk ist noch losgezogen, um ein paar Fotos zu machen, danach wollen wir schwimmen gehen, bevor wir uns auf ein leckeres Abendessen freuen.

Eigentlich wollten wir unbedingt noch mal nach Palamut – aber bei den angekündigten Windvorhersagen und nur zu zweit ist uns das zu heftig. Schade und traurig, aber für uns ein bisschen zu risikoreich. Unseren Schweizer Nachbarn, die mit der Philotes von Phönix neben uns liegen, geben wir noch den Tipp Palamut, Sailors Paradise und Selimiye auf keinen Fall auszulassen.

20.00 Uhr | Wir essen zusammen mit Wolfgang, den wir 2006 mit der Anyway kennengelernt haben zu Abend und schnacken ein wenig. Nane gönnt sich gegrillten Octopus – super lecker. Auch unsere Schweizer sind total begeistert vom Essen bei Sali.

22.00 Uhr | Müde durch die Seeluft gehen wir heute recht früh zu Bett.

Sailors Paradise - Sögüt

Sögüt Oldie "RHEA"

Sögüt Oldie "RHEA"

das wird nix mehr...

das wird nix mehr...

Sögüt

Sögüt

Sögüt

Sögüt

Dondurma...

Aylins Fuss

Sögüt

Aylins Fuss

Cay yok

Libelle

Libelle

unsere Nachbarn..

Libelle

unterwegs...

unsere Nachbarn..

Dirsek

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

Barometer - wieder 1010


Sailors Paradise - Sögüt  Segeln Türkei
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Sailors Paradise - Sögüt  Segeln Türkei

 
 

Sonntag 01.09.2013 | Sailors Paradise

8.45 Uhr | Wir wachen langsam auf – unsere Nachbarn frühstücken schon fröhlich. Dirk holt ein Brot und Nane kocht Tee – Yavas Yavas….

9.30 Uhr | Wir gehen baden – das Wasser ist recht frisch, da der Wind viel Wasser aus dem Hisarönü in die Bucht geblasen hat. Danach lassen wir uns in der Sonne trocknen. Unsere Nachbarn machen sich langsam fertig zum Auslaufen.

10.00 Uhr | Der Kat übt mit seinen Mitseglern an- und ablegen am Jetty. Jeder darf mal ran, einmal vorwärts und einmal rückwärts – das sieht echt gut aus.

10.45 Uhr | Unsere Pforzheimer Damen wollen auch los. Vielleicht nach Sögüt oder nach Bozukkale – so genau wissen sie es noch nicht. Das Ablegen klappt ganz gut, beim Muring fallen lassen verhedert sich eine Muring im Anker und sie kommen quer. Die Lady Iris treibt in unsere beiden Muring-Leinen kommt aber wieder frei – alles gut.

11.00 Uhr | Wir liegen allein am Steg und finden es perfekt J. Um unsere Batterien ein wenig zu laden, startet Dirk den Motor, denn jetzt können wir niemanden stören.

13.30 Uhr | Wir schwimmen, lesen, sonnen uns und finden den Tag einfach herrlich. Neben uns kommt ein Kat mit englisch/irischer Crew, 2 Pärchen. Wir helfen beim Anlegen und da er trotz zwei Murings recht schräg am Jetty liegt, fixieren wir ihn am Bug der Ambiente, da wir noch die zwei Murings vom Vorabend haben, passt das wunderbar. Die Crew ist so dankbar, dass wir erst mal ein Efes mittrinken müssen – auch der Skipper ;-)

14.00 Uhr | Nane will gerade einen Salat zubereiten, als der nächste Nachbar kommt. Eine deutsche Crew mit Hamburger und baden-württembergischer Flagge. Nane übergibt die Muring – kein Danke. Man reißt an unserer Reling – Nane erklärt freundlich, dass man das bitte unterlassen soll – man ist beleidigt (vielleicht ist das an der Ostsee ja so üblich – sorry Elmar). Die Muring wird belegt mit lustigen Knoten, die wir noch nicht kennen. Tarek ruft, dass mehr gezogen werden muss, aber die Dame der Yacht ignoriert das und meint, sie macht das immer so, das langt. Also muss Tarek selbst an Bord springen und die Muring richtig dicht holen, vorher muss er die lustigen Knoten lösen, die hier auf der Klampe verwurschtelt sind und schaut uns fragend an. Sympathische Nachbarn sind das nicht gerade.

14.30 Uhr | Endlich ist der Salat fertig und das Brot aufgebacken. Wir essen gemütlich im Cockpit und gehen dann nach mal mit Cookies bewaffnet zum Cay trinken. Wir verstehen zwar kein Wort von dem türkischen hin und her zwischen der Familie, dem Koch und dem Rest der Mannschaft, aber es ist sehr lustig. Die Mama bringt uns noch frische Trauben und wir sitzen auch heute wieder gemütlich mit am Familientisch.

16.00 Uhr | Wir gehen noch mal schwimmen – einfach herrlich! Danach dösen wir etwas an Deck und gehen irgendwann duschen, um zuvor noch die kleinen Kätzchen des Kochs zu bewundern, die er uns stolz entgegenträgt.

17.00 Uhr | Eine schöne Dufour von Phönix läuft ein – die Surprise. Unsere Nachbarn bequemen sich nicht zu helfen, so wie wir das bei ihnen getan haben – vielleicht macht man das ja an der Ostsee nicht. Die Surprise kommt etwas quer, aber das Team am Jetty zieht mit allen Kräften, so dass sie sicher am Steg liegen. Knapp 20 Minuten später kommt ein Neilson Schiff an, die Crew ist nur zu zweit und Quentin am Steuer kommt viel zu schnell, noch bevor Linda alle Fender gerichtet hat und rammt den Jetty. Dirk steht am Jetty und versucht zu helfen, gemeinsam mit Tarek machen sie das Schiff fest und verhindern einen Beinahe-Unfall mit der Surprise. Unsere Nachbarn finden das lustig – Nane findet diese Schadenfreude widerwärtig – aber unsere Freunde werden das eh nicht mehr.

18.00 Uhr | Reges Treiben auf dem Nachbarboot – man sammelt den Müll ein und will ihn bei Mehmet los werden. Dirk fragt ganz lieb wo sie denn morgen hin wollen, denn falls es da eine Müllabfuhr gibt, muss man den Müll ja nicht hier in der Bucht lassen, wo Mehmet ihn wieder mit seinem Boot wegbringen muss. Daraufhin rastet Frau Ostseeseglerin fast aus – sie segelt seit 40 Jahren und ihr erzählt keiner was richtig und falsch ist. Wir belassen es dabei – spannend, dass sie den Müll dann doch an Bord behalten ;-)

19.30 Uhr | Alle Boote sind zum Essen, wir lassen noch mal 30 Minuten den Motor laufen, um unsere Batterien zu laden und gehen auch zum Essen. Der Koch ist richtig gut drauf und singt in seiner Küche fröhlich vor sich hin. Eine türkische Familie von einem riesigen Kat, der auch noch an den Jetty kam, hat den Tisch hinter uns. Nane sagt afiyet olsun  und man bedankt sich in perfektem deutsch. Das unglückliche Neilson-Pärchen sitzt am Nachbartisch und es ist ihnen total peinlich, wie das Anlegemanöver gelaufen ist. Wir trösten sie und da nicht wirklich viel passiert ist, sollen sie es als Erfahrung verbuchen. Quentin und Linda sind super nett, wir unterhalten uns wunderbar. Sie hatten heute ihren freien Tag in der Flotille und sind begeistert, dass sie bei Sailors gelandet sind.

22.00 Uhr | Wir bekommen einen leckeren türkischen Nachtisch vom Koch – Gries mit Zimt und Walnüssen – cok lezetli! Danach spielt er Klarinette – einfach schön.

23.30 Uhr | Wir gehen zurück auf die Ambiente und bewundern den Sternenhimmel. Ohne Licht-Smog ist es phantastisch wie viele Sterne zu sehen sind – fast zu schön, um schlafen zu gehen.

Katzen haben Hunger...

Miau

es wird dunkel

es ist dunkel...

Sailors Paradise Küche

hier wird gearbeitet

Hade Hade...

Hallole ;-)

Mehmet

Viel Arbeit - aber sehr lecker!!

Vorspeisen...Hmmmm

Vorspeisen...Hmmmm

Hm..was ist das??

Vorspeisen...Hmmmm

Sailors Paradise Team

Das Traumpaar...

Fischerboot

Sailors Paradise

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Anlegemanöver

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