Sonntag, 24.8.2014 | Marmaris – Bozukkale | 29,22 nm

9.30 | Eine halbe Stunde später als geplant, laufen wir aus. Zur Sicherheit haben wir das Phönix-Boot auf Standbuy, damit wir nicht auf die andere Seite getrieben werden. Alles gut. In der Bucht von Marmaris setzen wir noch keine Segel, der Wind dreht und kommt zwischen 5 und 18 Knoten – keine Lust auf ständige Segelkorrektur. Kaum draußen setzen wir die Segel – das Groß gerefft und die Genua erst mal zu 100 %. Mit 12 Knoten wahrem Wind haben wir schnell 6 Knoten Fahrt. Da der Wind ab 15 Uhr stark zunehmen soll, wollen wir frühzeitig in Bozukkale ankommen – am ersten Tag sollen unsere Mitsegler ja nicht gleich die Krise kriegen. Wir haben 7 Knoten, 7,5 Knoten Fahrt – geniales Segelwetter. Wir reffen die Genua und trotz Reff zeigt uns die Logge 8 Knoten Fahrt durchs Wasser an – Dirk checkt das am Chartnavigator 7,5 Knoten SOG – wow und das am ersten Tag. Nane hat die Ambiente super im Griff, der Wind kommt optimal aus WNW und wir kommen auf direktem Weg bis kurz vor die zwei Inseln, nach denen wir rechts weg müssen. Hier müssen wir 2 Wenden fahren, um die Einfahrt optimal zu erreichen.

15.00 Uhr | In der Bucht holen wir die Genua und das Groß ein und legen bei 20 Knoten wahrem Wind am Steg von Sailors House an.

„Little Mustafa“ bringt uns einen Begrüßungsdrink und wir wollen einfach nur baden. Schnell umziehen und ab ins Wasser. Nach einem verspäteten Anleger gehen wir erst mal einen Cay trinken. Der Wind pfeift durch die Eukylyptusbäume, aber das macht uns gar nichts – wir liegen sicher am Jetty. Die kleine Tochter von Mustafa Fatma Yarin ist zuckersüß – schön, dass wir sie auch mal sehen.

17.30 Uhr | Wir gehen noch mal schwimmen, ganz gemütlich mit Schwimmnudel und finden, dass wir einen tollen Start in diesen Törn haben. Danach ab unter die Dusche und noch einen Drink an Bord. Um 20.00 Uhr wollen wir zum Essen. Nane hat den Octopus schon klar gemacht und der Koch will ihr morgen Mandeln aus seinem Dorf vorbei bringen.

Zum Abendessen gibt es Meze, Köfte, Octopus, Adana Kebap und Salat. Lecker – allen schmeckt’s. Als Nachtisch bekommen wir lecker eingelegtes Griesgebäck in Honigsoße.

Nane nimmt noch ein paar Eiswürfel mit an Bord und wir trinken unseren ersten Raki auf diesem Törn. Der Sternenhimmel ist phantastisch und wir sehen einige Sternschnuppen – einfach genial.

22.30 Uhr | Wir verschwinden nach und nach in der Koje.

Stand Motorstunden: 319

Skipperlounge

Bozukkale

Bozukkale

Samstag, 23.08.2014 | Marmaris

8.00 Uhr | Dirks Handy weckt uns, wir duschen und gehen zum Frühstück. Schnell noch ein paar WhatsApp-Nachrichten verschickt und das Wetter abgerufen, bevor es weiter in die Marina geht.

10.00 Uhr | Ein Fahrer vom DM-Transfer steht pünktlich da, um uns mit einem Mercedes Vito in die Marina zu fahren. Wir packen die Seesäcke bei Phoenix an die Station, sprechen mit Canan, wann die Ambiente fertig ist und machen uns auf den Weg in die Stadt. Nane klärt im Marina Office, ob wir uns vom Tansas beliefern lassen dürfen. Das wäre okay, aber nicht mehr mit dem großen Kühlwagen, nur mit einem kleineren Transporter. Die Hitze macht unserer Crew etwas zu schaffen und die Pause im klimatisierten Barber-Salon tut uns allen gut. HW bekommt seine erste Rasur und Dirk lässt sich einen neuen Haarschnitt verpassen und rasieren.

12.00 Uhr | Wir gehen auf die Post um Geld zu tauschen und machen uns danach auf den Weg zum Tansas. Nane klärt mit dem Manager den „Yacht-Service“ und wir fangen an einzukaufen. Akmina ist yok – anscheinend gibt es gerade in keinem Supermarkt Mineralwasser mit Kohlensäure, naja, kaufen wir halt stilles Wasser. Wir bunkern 6 Einkaufswägen voll mit allem was wir brauchen (oder zumindes denken, dass wir es brauchen) und finden den Service vom Tansas wie immer toll. Es werden Tüten für uns gepackt und ein einen kleinen Lieferwagen geladen. BW und MW dürfen sich noch auf die Rückbank quetschen, Nane sitzt vorne beim Fahrer und Dirk und HW machen sich zu Fuß zurück auf den Weg in die Marina.

Als wir unsere Einkäufe in den Kofferwagen von Staryachting gepackt haben und gerade vor der Ambiente stehen sind auch schon Dirk und HW da, um uns beim Bunkern zu helfen. Es ist warm und uns läuft der Schweiß in wahren Sturzbächen, aber das gehört nun mal dazu. Was jetzt noch fehlt ist Mineralwasser und Olivenöl (was wir in dem kleinen Olivenölladen in der Parallelstraße zur Barstreet kaufen wollen). Dirk und Nane machen die Papiere im Phönix-Office klar und sehen Canan mit einer Akmina-Flasche. „Wo hast Du die her?“ ist unsere erste Frage. Es gibt nur noch einen Laden, der das Mineralwasser hat, sofort ruft sie dort an und wir bestellen 10 Six-Packs direkt an den Steg zur Ambiente. Klasse – das wäre auch gelöst.

Wir machen die technische Abnahme und stellen fest, dass das Dinghi kaum mehr Luft hat. Wir bekommen ein Ersatzdinghi für den Törn, das etwas besser ausschaut. Ansonsten ist alles okay, über die getauschte Ankernuss freuen wir uns besonders – der erste Test wird es zeigen.

Das Wasser kommt und wir wollen die 6-Packs unter dem Bett in der Bug-Kabine verstauen. Oops da unten steht ja Wasser drin. Dirk schippt 9 Eimer raus und wir bitten Canan, dass hier noch mal einer der Techniker schaut, was los ist. Das Problem ist bekannt, der Wassertank leckt, aber sie haben das Leck noch nicht gefunden – wir müssen damit leben und den Tank max. nur bis zu 50% füllen. Das restliche Wasser wird von Phönix „rausgesaugt“ und wir verstauen die Akminas unter dem Bett – gut, dass wir hier vor dem Ablegen mal reingeschaut haben, hätte man ja auch erwähnen können ;-)

Wir nehmen einen Drink an Bord und gehen duschen – der Tag heute ist irgendwie rasend schnell vergangen. Nane lässt noch die Passerella reparieren, die einen extremen Sprung hat und so sicher keine 3 Wochen mehr halten würde – Bobo sieht das Gott sei Dank genauso.

19.30 Uhr | Wir machen uns auf den Weg in die Stadt, um Oliven und Olivenöl zu kaufen. Danach geht es ins Golden Plate, wo wir Humus, Cigara Börek, Tsatzik, Chicken Curry, Chicken Golden Plate und Salat essen. Nach dem Essen gibt es einen Cay und da wir todmüde sind, geht es zurück auf die Ambiente, nach einem kurzen Absacker verschwinden schon um kurz vor 22.00 Uhr alle in der Koje.

einkaufen...

Netsel Marina

Netsel Marina

Golden Plate

Netsel Marina

DM Hotel

Freitag, 22.08.2014 | Stuttgart – Istanbul – Dalaman – Marmaris

11.45 Uhr | ZR klingelt und holt uns ab, um den 9-Sitzer bei unserem ehemaligen Mitsegler Mulfi zu holen. Mit dem Vivaro fahren wir nach Zell um unsere 3 Mitsegler abzuholen. Der Skipper gibt noch eine Runde „LKWs“ für die Crew aus und ZR fährt Richtung Flughafen. Beim Checkin werden unsere Seesäcke wie üblich zu „Sperrgepäck“ erklärt und wir müssen sie in Terminal 3 separat aufgeben. Am Stuttgarter Flughafen ist nicht so viel los, so dass wir recht schnell durch die Sicherheitskontrolle kommen und im Duty Free noch etwas Aperol und Whiskey kaufen. Als wir zum Gate kommen, wundern wir uns, dass noch kein Flieger da ist. Der kommt prompt zu spät und wir starten statt um 14.55 Uhr erst um 15.35 Uhr. Der Flug läuft super, die Bordküche lässt uns die Wahl zwischen Köfte mit Bulgur und Hähnchen in Auberginen-/Tomatensoße mit Reis. Lecker. Nane trinkt zur Einstimmung einen Chardonnay, Harry ein Bier – der Rest der Crew bleibt erst mal bei Cola und Wasser. Von den 40 Minuten holt der Pilot 10 Minuten auf, die wir aber wieder verlieren, bis wir endgültig unsere „Parking Position“ erreicht haben.

Auf zur Passkontrolle – hier ist nicht so viel los, aber wir gönnen uns die VIP-Tickets der Businessclass von T und dürfen direkt durch zum Schalter 30, wo wir durch den Diplomaten-Ausgang dürfen und so für die Passkontrolle nicht anstehen müssen. Es ist kurz nach 20.00 Uhr. Nane kauft noch eine Flasche Raki im Duty Free und wir machen uns auf den Weg zu Gate 106, wo wir um 21.15 Uhr Boarding Richtung Dalaman haben.

Vor uns sind noch 5 Flugzeuge in der Warteschlange vor der Startbahn, statt um 21.45 Uhr heben wir um 21.05 ab, kommen aber pünktlich um 23.05 Uhr in Dalaman an. Unsere Seesäcke sind auch alle da, jetzt ab zum Ausgang, wo uns hoffentlich der Fahrer vom DM-Transfer erwartet. Auch das passt perfekt und schon sitzen wir in einem VW-Bus Richtung Marmaris. Der Fahrer spendiert uns noch 5 Flaschen Wasser und wir hoffen, dass das DM-Hotel in Marmaris okay sein wird.

00.45 Uhr wir haben die Zimmer bezogen (im 2. Stock ohne Aufzug – mit 5 Seesäcken ächz) und trinken noch einen Absacker auf der Terasse des Hotels, bevor wir ziemlich tot ins Bett fallen.

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!

Wir sind unterwegs!