Wir haben 36 sm vor uns und legen deshalb um 9 h ab. Es haben sich durch den gestrigen Tag ganz schöne Wellen aufgebaut. Wir haben schon um 10 h 6 Bft und kämpfen uns um das Kap von Knidos. Wie wird das wohl gestern gewesen sein? Es ist ein toller Segeltag. Um 16.30 h laufen wir in die Bucht von Cökertme. Der Steg von Kaptan Ibrahim ist unser Ziel. Das Anlegemanöver klappt trotz heftigem Seitenwind richtig gut. Die Muring wird durch die Jungs in den kleinen Booten mit Außenborder angereicht. Die Achterleinen werden geworfen. Die Luv-Leine ist fest. Die Lee-Leine auch gleich. Da macht es ZONG! das Schiff kommt sofort nach Backbord – die Muring ist gerissen. SCH…. Motor an – Achterleinen los – erst mal gegensteuern. Noch mal ZONG! Die gerissene Muring ist im Propeller. SCH…. Jetzt wird’s spannend. Wir sind manövrierunfähig und treiben auf eine andere Yacht zu. Fender positionieren. Die Jungs drücken mit ihren Außenbord-Booten und Vollgas gegen die Ambiente IV, um sie von den anderen Schiffen abzuhalten. Wir bekommen eine zweite Muring. 10 oder 15 Mann (vom Koch bis zum alten Kaptan Ibrahim) stehen am Steg und ziehen die Ambiente IV mit aller Kraft zurück an den Steg. Ein junger Kerl kommt mit Brille und Flossen und taucht, um unseren Propeller von der Leine zu befreien. Alles wieder gut. Wir testen den Motor – prima. Die Ambiente IV hat keinen Schaden genommen. Das war vor 20 Minuten noch nicht wirklich klar. Jetzt erst mal einen großen Raki – Adrenalin pur. Ein älteres französisches Eigner-Paar, erklärt uns, dass sie bald zu alt sind, um solche Adrenalin-Stöße noch gut weg zu stecken. Aber sie sind seit über 10 Jahren mit ihrer Yacht unterwegs und zurück nach Frankreich ist auch keine wirkliche Alternative.
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Cökertme – Karacasögüt
Der Wind mag uns nicht mehr, mit 1 bis 2 Bft macht das Segel setzen nicht wirklich viel Sinn. Wir legen um 10.30 Uhr ab und wollen auf die andere Seite des Gökova-Golfs. Wir versuchen per Telefon die Mati Marina zu erreichen, um zwei Plätze zu reservieren. Keine Antwort – das Telefon klingelt durch. Als wir in Karacasögüt um 15 h ankommen ist der Steg fast leer. Die Bucht ist traumschön. Der Steg in gutem Zustand. Wir schauen uns das Gelände an und fragen, warum wir niemanden erreicht haben. Die ganze Anlage ist erst seit dieser Saison in neuer Hand. Das Restaurant ist noch nicht richtig geöffnet, aber wenn wir wollen, dann würde man für uns kochen. Wir müssten nur schnell sagen, was wir möchten, dann könnte man noch einkaufen. Da das Angebot so nett ist und der Liegeplatz am Steg ohne Restaurant-Besuch auch 45 TYL kosten würde, sagen wir zu. Wir werden als einzige Gäste aufmerksam bedient, das Essen ist vorzüglich! Wir sind begeistert und erleben mal einen exklusiveren Abend – schön. Die Bucht gefällt uns richtig gut. Wir erkunden zu Fuß das Gelände und schauen uns auch den Global Sailing Club an. Morgen haben wir einen sehr gemütlichen Tag vor uns. Wir wollen nur in die nächste Bucht – also können wir Spaß-Segeln veranschlagen, vorausgesetzt der Wind spielt mit.
Knidos – Cökertme
Um 9.55 dampfen wir in die Spring ein und legen elegant ab. Schönes Manöver. Mit 3 bis 4 Bft aus W kommen wir gut voran und sind nach 30 sm um 16.30 h in Cökertme. Wir entscheiden uns für das Restaurant von Captan Ibrahim. Der Adana Kebap ist höllenscharf aber richtig lecker.









































