Sonntag, 30.08.2020 | Ciftlik – Bozukkale | 21,55 nm

Nane wacht um kurz vor acht auf und macht ganz in Gedenken an ZR erst mal einen Kaffee. Vor dem Frühstück geht es erst mal ins Wasser – herrlich erfrischend. Die Wassertemperatur liegt laut unserem Schwimm-Thermometer bei 25°C, also kann auch Skipper Dirk ohne langes Zögern ins Wasser.

Wir gönnen uns „Turkish Breakfast“ und „Menemen“ im Deniz Restaurant – lecker. Nach dem Frühstück kaufen wir noch 3 Sixpacks Akmina, der Migros hatte nur 12 Flaschen und das Mineralwasser schmeckt einfach am Besten. Ein Glas Pinienhonig nehmen wir auch noch mit und selbstverständlich ein Fladenbrot, dass auf dem offenen Feuer gebacken wird und einfach herrlich schmeckt.

Kurz vor 11 Uhr legen wir ab. Ab 12 Uhr sind 20 Knoten Wind zwischen Rhodos und der türkischen Küste angesagt. Vor der Insel Kizilada nutzen wir ablandigen Wind und kommen gut voran, dann schläft der Wind wieder ein, aber ab der Insel ist der angekündigte Wind da. Wir kreuzen nur mit der Genua gegenan und haben 9,75 Knoten Geschwindigkeit in der Spitze – genial. Das Zeitgefühl ist uns komplett abhanden gekommen und als wir bei der Ankunft in Bozukkale eine Schätzung abgeben, liegen wir komplet daneben. Es ist erst 15 Uhr – wir sind unter Segel super vorangekommen.

Am Steg von Sailors House liegt eine Yacht, neben der wir anlegen. Burcu und die Kinder sind am Steg und freuen sich, uns zu sehen, aber auch hier ersetzen wir die Umarmung durch den Corona-Gruß. Auch die Kinder halten sich daran. Nane macht als Anleger einen erfrischenden Wassermelone-Schafskäse-Salat. Mit dem Brot aus Ciftlik schmeckt das herrlich. Neben uns legt eine GMM-Yacht an. Dirk übergibt die Muring und kommt sofort mit der Crew ins Quatschen. Man merkt er hat Nachholbedarf durch sein Homeoffice fehlen ihm die sozialen Kontakte.  Wir bekommen die Info, dass GMM bereits einen Termin für die Crew ausgemacht hat, um den verpflichtenden PCR-Test am Ende der Reisedurchzuführen. Nane schreibt Canan, dass Sie sich bitte die Infos von GMM holt und auch für uns einen Termin macht, dass wir wissen, wo und wann wir sein müssen. Wir hoffen, dass das klappt.

Nach dem Snack gehen wir schwimmen und danach gibt es erst mal einen Kaffee. Micha will auf die Bug und schauen, ob das Burgfräulein noch da ist. Dirk ist es zu warm, er will lieber noch mal baden. Wir quatschen mit der Nachbar-Crew und nach und nach kommen noch weitere Yachten rein. Das Restaurant ist umgebaut, neue Tische, neue Stühle, türkisfarbene Tischdecken und Sitzkissen – schön. Mustafas Bruder Murat macht den Service, die Vorspeisen sind lecker, Dirk nimmt Fischsteak, Nane gegrillten Oktopus und Micha Salat auch der Hauptgang schmeckt – besser geht es nicht. Wir haben immer noch viel Wind, der aber so angenehm warm ist, dass wir ohne Jacke am Wasser zu sitzen und in die Bucht schauen können. Morgen wollen wir bei Vollmond ankern und am Dienstag zu Sailors Paradise – dort sind wir mit Jürgen und Yuppa verabredet.

Zurück an Bord nehmen wir noch einen Absacker, schauen in die Sterne und wünschen uns eine gute Nacht.

Bozukkale

Bozukkale

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Samstag, 29.08.2020 | Marmaris – Ciftlik | 11,4 nm

Nach der kurzen Nacht, haben wir beschlossen, erst mal frühstücken zu gehen. Aus der Barstreet war in der Nacht kein Lärm zu hören – alle Bars und Kneipen sind geschlossen, für uns erholsam, für das Business hier schlecht. In der Marina, in den Geschäften überall ist auch hier eine Maske zu tragen. Handdesinfektion gibt es im öffentlichen Raum und in jedem Geschäft. Im Pineapple Restaurant haben wir uns erst mal ein Frühstück gegönnt – lecker. Wir wollen den Törn langsam angehen lassen, bitte kein Stress. Im Anschluss haben wir uns in dem kleinen Turkcell-Laden in der Nähe des Bauernmarktes 15 GB Internet gekauft, um unterwegs das Wetter abzurufen und erreichbar zu sein. Dirk ist zurück in die Marina um den Technik-Check der Andiamo zu machen und Micha und Nane haben den Einkauf im Migros übernommen. Yacht-Service wird immer noch angeboten und so haben wir 3 Einkaufswagen gefüllt, mit allem, was man so an Bord braucht. Der Transfer zurück in die Marina wurde mit einem Taxi organisiert, das Migros bezahlt hat.

By the way, es ist warm, richtig warm, um nicht zu sagen heiß. Also haben wir in der Andiamo alle Vorräte verstaut, das Transitlog bezahlt, die Papiere übernommen und alles klar zum Auslaufen gemacht. Canan haben wir gebeten, zu checken, wie und wo wir den PCR-Test machen lassen können, bevor wir zurück fliegen. Wir dürfen nur mit einem negativen Test ins Flugzeug steigen. Sie verspricht das herauszufinden. Kurz vor 15 Uhr laufen wir aus – perfekt. Wir haben nur 12 Seemeilen vor uns nach Ciftlik, das passt. Mit gemütlichen 5 Knoten sind wir unterwegs, als Micha meint, Dirk solle sich mal die Wasserpumpe anschauen, die tropft. Das hat beim Skipper fast zu Schnapp-Atmung geführt, denn wie kann so etwas unentdeckt bleiben, bevor ein Schiff raus gegeben wird. Aber alles kein Problem, ein kurzer Anruf bei Canan von Phoenix und der Techniker kommt heute Abend nach Ciftlik. In der Bucht von Marmaris hatten wir etwas Wind, draußen war der Wind weg, aber dafür die Welle da. Also sind wir den ersten kurzen Schlag unter Motor unterwegs – macht nix. Wir gönnen uns ein paar Weintrauben als Snack zwischendurch und quatschen – meine Güte haben wir Michel lange nicht gesehen.

Um kurz nach 17 Uhr legen wir in Ciftlik längsseits an und nehmen einen alkoholfreien Anleger mit ein paar Chips – wir wollen baden. Das Wasser ist herrlich und so langsam kommen wir an. Micha kocht einen Kaffee und wir genießen den frühen Abend. In Ciftlik geht im Gegensatz zu Marmaris immer etwas Wind, so dass es an Bord angenehm ist. Auch hier besteht Maskenpflicht und Social Distance wird ernst genommen. Der Corona-Gruß Faust an Faust ersetzt die freundschaftliche Umarmung. Um kurz vor acht gehen wir essen und Tavuk Kavurma, Haydari und gefüllte Champignons schmecken wie immer lecker. Micha genießt seinen Salat und das frisch gebackene Brot. Micha hat in der Ancht zuvor geträumt, dass wir in Ciftlik frühstücken gehen, also planen wir das für den nächsten Morgen ein. Heute werden wir nicht alt – die Anreise sitzt uns noch in den Knochen.

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Freitag, 13.09.2019 | Ciftlik – Marmaris | 11,51 nm

Wir wachen recht früh auf und freuen uns, den Sonnenaufgang mit der Kamera einzufangen – einfach wunderschön. Danach legen wir uns wieder hin und versuchen in unserem Hörbuch weiter zu kommen, diesmal mit Erfolg. Kurz vor 9 Uhr haben wir das letzte Kapitel gehört und stehen auf. Nane kocht Kaffee und macht Dirk noch mal Spiegeleier, der frisches Brot holt und das erste bekommt, das aus dem Ofen kommt. Nane gönnt sich Joghurt mit Nektarine – auch lecker.

Wir gehen baden und warten darauf, dass die russische Flotilla ablegt. Ein Boot nach dem anderen verlässt den Jetty und wir genießen den freien Blick mit uns allein am Jetty. Nach dem Schwimmen, gönnen wir uns noch einen Abschiedscay, kaufen noch etwas Obst ein und Honig und verabschieden uns von der Crew des Deniz Restaurants bis zum nächsten Jahr.

Kurz vor 12 Uhr legen wir ab. Wir haben keinen Wind, so dass wir unter Motor nach Marmaris fahren, für den späten Nachmittag und Abend ist starker Wind aus NordOst angesagt, bis zu 30 Knoten – da wollen wir vorher am Steg sein. Es ist eine drückende Hitze und in der Bucht von Marmaris bauen sich hinter den Bergen Haufenwolken auf. Als wir gegen 14 Uhr an die Tanke kommen, sind schon 7 Schiffe in der Warteschleife, wir reihen uns hinten an. Das hält andere Crews nicht davon ab, sich massiv vorzudrängeln und mit viel Gas durch die wartenden Yachten zu preschen. Tarkan von Phoenix kommt uns mit dem Dinghi entgegen und empfiehlt uns, am Trompeta-Boot, die Fökalientanks abzupumpen, dass wir an der Tanke später weniger Zeit brauchen. Wir warten 2 Stunden, bis wir an der Reihe sind, das, was wir in der Zwischenzeit sehen, lässt unseren Blutdruck in die Höhe schnellen, unverschämt ist ein zu mildes Wort. So ein Verhalten, sollte mit Lizenzentzug bestraft werden. Die Zeit, die wir uns vor dem starken Wind als Puffer erhofft haben, ist vorbei und der Wind kommt auf. Endlich sind wir an der Reihe und tanken. Wir haben in der zweiten Woche 15,7 Liter Sprit für 13,3 Motorstunden gebraucht und zahlen 105 Tyl – perfekt. Als wir mit der Andiamo rückwärts Richtung Phoenix-Ponton fahren, setzt der Wind in heftigen Böen ein, das Bugstrahlruder hilft nicht wirklich, wir kommen quer. Der Marinero holt Tarkan und der fährt die Andiamo mit viel viel Gas und einem für unseren Geschmack „Affenzahn“ an den Ponton, aber wahrscheinlich ist das die einzige Chance bei dem Wind.

Kaum am Steg, schickt Nane Dirk zum Barber und gönnt sich das letzte Efes. Erst mal durchschnaufen, die letzten Stunden heute waren so nervig wie die letzten 2 Wochen nicht. Heute Abend wollen wir in Ruhe ins Golden Plate zum Essen und noch bei Hüsniye vorbei, um ein paar Mitbringsel einzukaufen. 9 Monate das treibt Dirk immer noch um. Auf dem Weg zum Barber trifft er Marian, der ihm mitleidig einen schönen Winter wünscht. In Marmaris fliegen die Prospekte von den Ständern, weil es so windet und es nieselt leicht. Jetzt ist erst mal Packen angesagt und der Rechner wird abgebaut – wir hoffen bald wieder hier zu sein… Good Bye

Netsel Marina

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...kurz vor der Tankstelle ;-)

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

...auf dem Weg nach Marmaris

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

da braut sich was zusammen...

Da braut sich was zusammen