Samstag, 29.08.2020 | Marmaris – Ciftlik | 11,4 nm

Nach der kurzen Nacht, haben wir beschlossen, erst mal frühstücken zu gehen. Aus der Barstreet war in der Nacht kein Lärm zu hören – alle Bars und Kneipen sind geschlossen, für uns erholsam, für das Business hier schlecht. In der Marina, in den Geschäften überall ist auch hier eine Maske zu tragen. Handdesinfektion gibt es im öffentlichen Raum und in jedem Geschäft. Im Pineapple Restaurant haben wir uns erst mal ein Frühstück gegönnt – lecker. Wir wollen den Törn langsam angehen lassen, bitte kein Stress. Im Anschluss haben wir uns in dem kleinen Turkcell-Laden in der Nähe des Bauernmarktes 15 GB Internet gekauft, um unterwegs das Wetter abzurufen und erreichbar zu sein. Dirk ist zurück in die Marina um den Technik-Check der Andiamo zu machen und Micha und Nane haben den Einkauf im Migros übernommen. Yacht-Service wird immer noch angeboten und so haben wir 3 Einkaufswagen gefüllt, mit allem, was man so an Bord braucht. Der Transfer zurück in die Marina wurde mit einem Taxi organisiert, das Migros bezahlt hat.

By the way, es ist warm, richtig warm, um nicht zu sagen heiß. Also haben wir in der Andiamo alle Vorräte verstaut, das Transitlog bezahlt, die Papiere übernommen und alles klar zum Auslaufen gemacht. Canan haben wir gebeten, zu checken, wie und wo wir den PCR-Test machen lassen können, bevor wir zurück fliegen. Wir dürfen nur mit einem negativen Test ins Flugzeug steigen. Sie verspricht das herauszufinden. Kurz vor 15 Uhr laufen wir aus – perfekt. Wir haben nur 12 Seemeilen vor uns nach Ciftlik, das passt. Mit gemütlichen 5 Knoten sind wir unterwegs, als Micha meint, Dirk solle sich mal die Wasserpumpe anschauen, die tropft. Das hat beim Skipper fast zu Schnapp-Atmung geführt, denn wie kann so etwas unentdeckt bleiben, bevor ein Schiff raus gegeben wird. Aber alles kein Problem, ein kurzer Anruf bei Canan von Phoenix und der Techniker kommt heute Abend nach Ciftlik. In der Bucht von Marmaris hatten wir etwas Wind, draußen war der Wind weg, aber dafür die Welle da. Also sind wir den ersten kurzen Schlag unter Motor unterwegs – macht nix. Wir gönnen uns ein paar Weintrauben als Snack zwischendurch und quatschen – meine Güte haben wir Michel lange nicht gesehen.

Um kurz nach 17 Uhr legen wir in Ciftlik längsseits an und nehmen einen alkoholfreien Anleger mit ein paar Chips – wir wollen baden. Das Wasser ist herrlich und so langsam kommen wir an. Micha kocht einen Kaffee und wir genießen den frühen Abend. In Ciftlik geht im Gegensatz zu Marmaris immer etwas Wind, so dass es an Bord angenehm ist. Auch hier besteht Maskenpflicht und Social Distance wird ernst genommen. Der Corona-Gruß Faust an Faust ersetzt die freundschaftliche Umarmung. Um kurz vor acht gehen wir essen und Tavuk Kavurma, Haydari und gefüllte Champignons schmecken wie immer lecker. Micha genießt seinen Salat und das frisch gebackene Brot. Micha hat in der Ancht zuvor geträumt, dass wir in Ciftlik frühstücken gehen, also planen wir das für den nächsten Morgen ein. Heute werden wir nicht alt – die Anreise sitzt uns noch in den Knochen.

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