Freitag, 30.08.2019 | Stuttgart – Dalaman – Marmaris

Kurz nach 11 Uhr stehen wir bei Harry mit Leberkäs-Brötchen zum Vesper und fahren mit ihm in seiner Pause an den Flughafen. Er nimmt Nanes Crossland wieder zurück und wenn wir in 2 Wochen wieder in Stuttgart landen, bekommen wir unser Auto wieder. Am Flughafen geht der CheckIn bei Tui Fly recht flott. Die Bordkarten hatten wir über Web-Checkin bereits ausgedruckt. Diesmal müssen unsere Seesäcke über das Sperrgepäck aufgegeben werden – spannend, an Pfingsten liefen sie normal über die Gepäckbänder. Nane ist stolz, denn sie hat es geschafft beide Seesäcke nur mit 19 kg zu füllen – ein Rekord. Das Boarding ist pünktlich 13.15 Uhr – wir sollten pünktlich um 14 Uhr loskommen. Als alle Gäste an Bord sind, springt ein junger Mann auf, der mit seinen Eltern an Bord ist und erklärt, dass er nicht mitfliegen will oder kann. Purser und Kapitän reden mit ihm und den Eltern – die Zeit vergeht. Letztendlich fliegt er nicht mit und sein Gepäck muss gefunden uns ausgeladen werden. Diese Prozedur dauert über 1 Stunde. Zwischendrin bekommen wir die Ansage, dass der Abflugslot für uns nicht zu halten ist und wir uns noch länger gedulden müssen. Grummel – das findet kaum ein Passagier spannend.

Statt um 14 Uhr fahren wir kurz vor 16 Uhr auf die Startbahn. Nachdem die Eltern an Bord geblieben sind, kann sich kaum jemand vorstellen, dass es gesundheitliche oder andere wirklich ernste Gründe gab und man diskutiert, ob solche Verzögerungen nicht monetär bestraft werden sollten. Naja. Dirk meint, wir sind im Urlaub und es ist ein Direktflug, so dass wir auch keinen Anschluss verpassen – Tschigong.

Wir landen statt um 18 Uhr um 19.40 Uhr das Gepäck dauert diesmal ungewöhnlich lange, Nane kauft noch Martini und Gin im Duty Free und als wir aus dem Flughafen raus kommen, warten schon DM-Transfer mit einem schicken Vip-Shuttle auf uns. Als Nane den Fahrer auf die Namensgleichheit Dirk Mühlhaus und DM-Transfer aufmerksam macht, will er ein Foto von uns mit dem Namensschild – er bekommt es.

Kurz vor 22 Uhr sind wir in der Marina. Wir schmeißen die Seesäcke auf’s Boot, auf dem wir übernachten dürfen – die Andiamo hat noch eine Crew ­– und gehen in die Stadt auf direktem Weg zum Barber. Dort läuft ein Fußballspiel und der Friseur braucht  zwischen jedem Schnitt 5 Minuten, in denen er auf den Fernseher starrt und bei jeder spannenden Situation laut aufschreit. Dirk und Nane nehmen es als Samstag-Abend-Unterhaltungsprogramm. Am Ende des Spiels ist der Kunde auch fertig und Dirk kommt dran. Haare schneiden und rasieren. Man merkt ihm sichtlich an, wie er jede Minute genießt. Danach gehen wir in den Bazar um Hüsniye im Silvermoon-Laden zu besuchen. Sie hat sich seit Pfingsten jede Woche informiert, wie es Nanes Mama geht. Wir müssen sie einfach mal drücken. Nane kauft ein Täschchen à la Micha für die Bordkasse und für jedes Crew-Mitglied ein blaues Auge, damit sie von eventuellen bösen Blicken geschützt sind. Danach gehen wir ins Golden Plate, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Mittlerweile ist es 23.30 Uhr. Charly freut sich, uns zu sehen. Dirks Magen hat am Donnerstag noch rebelliert, Charly lässt ihm eine Hühnersuppe machen, die gut tut und schmeckt. Nane gönnt sich Humus und Sigara Börek, dazu gibt es ein Shandy für jeden. Kaum gegessen, merken wir, wie müde wir sind, verabschieden uns und gehen zurück in die Marina. Zurück an Bord fallen wir todmüde in die Kojen und auch der Lärmpegel der Barstreet wird uns nicht am Schlafen hindern.

Mitternacht in Marmaris

Dalaman

los gehts...

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Dalaman

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Dienstag, 11.06.2019 | Palamut – Datca | 13,13 nm

Micha und ZR waren schon schwimmen als Nane wach wird. Heute gibt es Käse-Omelett zum Frühstück mit Tomaten und Gurken als Beilage. ZR muss genötigt werden, außer dem Omelett auch frische Komponenten zu sich zu nehmen. Er meint seine Mama wäre stolz auf ihn, wenn sie sehen würde, wozu Nane ihn zwingt. Gürcan kommt vorbei, bringt uns frisches Brot mit und holt das japanische Heilpflanzenöl für seine Schwester ab, dass Nane im DM-Markt in Deutschland gekauft hat.

Ein Anruf aus dem Pflegeheim bringt Nane aus dem Konzept – ihre Mama musste ins Krankenhaus – da kommt Panik auf. Bis sie herausbekommt, was los ist, hängt sie in Warteschleifen und wird richtig laut, als man versucht sie zu vertrösten. Niedriger Blutdruck und Kreislaufprobleme haben den Arzt veranlasst, die Mama ins Krankenhaus zu verlegen. Nane dreht fast durch vor Sorge, denn das Krankenhaus will am Telefon auch keine Auskunft geben, da könnte ja jeder anrufen.

Wir gehen noch kurz im Gemüsemarkt vorbei, um Tomaten und Gurken für einen Coban Salat zu kaufen und trinken einen Kaffee bei Gürcans Cousin. Hier kaufen wir auch noch ein Glas Honig 40 Tyl für 1 kg ist ein super Preis und bedanken uns für die Gastfreundschaft.

Kurz vor dem Auslaufen rufen wir nochmal im Krankenhaus an und erfahren, die Mama ist stationär aufgenommen und man entscheidet gegen Abend, wie es weiter geht – erst mal sollten wir uns keine Sorgen machen. Die Freunde in Deutschland sind informiert, um Hilfe zu leisten, falls nötig.

Wir verabschieden uns von Palamut und legen ab. Bis zum Kap Ince Burun haben wir keinen Wind und müssen motoren. In der Bucht von Datca können wir dann mit achterlichem Wind cruisen und kommen gegen 16 Uhr in Datca an. Dirk muss zweimal anfahren, der Wind vertreibt uns ganz schön, das Ankermanöver klappt perfekt und wir haben einen Liegeplatz direkt vor dem Büro des Hafenmeisters. Neben uns macht kaum, dass wir die Leinen fest haben eine riesige Motoryacht fest und spendet Schatten. Nane bekommt, den Anruf, dass die Mama wieder zurück aus dem Krankenhaus im Pflegeheim ist und weint erst mal vor Erleichterung. ZR und sie schnippeln für einen Coban Salat  und bereiten den Anleger-Snack vor. Einmal nicht aufgepasst nimmt Nane rückwärts eine Stufe zu wenig und macht den Abgang – Gott sei Dank ist nichts passiert. Sie kommentiert die Aktion mit „ZR hat einen Spreißel im Hintern, ich die ganze Andiamo“ – der blaue Fleck wird sicher gigantisch. Wir machen uns fertig, um an den Strand zu gehen und im Anschluss in den warmen Quellen von Datca zu baden – Entspannung, das kommt heute besonders gut. Gegen 19 Uhr machen wir uns fertig und gehen Richtung Stadt – unser Ziel ist das Café Inn am Strand, in dem man sehr gut Essen kann. Thomas gönnt sich Bruschetta mit Entrecôte, ZR Pastrami und eine Pizza 4 Käsesorten, Nane und Dirk nehmen Bruschetta und Pizza Tuna und Michel eine Pizza Funghi – sehr lecker, in tollem Ambiente zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf dem Rückweg bummeln wir zur Teestube, lauschen dem Festival auf dem großen Platz und flanieren zurück an Bord. Nane telefoniert mit ihrer 92jährigen Mama und ist froh, dass alles glimpflich abgelaufen ist, mit der Diagnose dehydriert plus Harnwegsinfektion wurde sie entlassen. Wie das Pflegeheim behaupten kann, dass es Trinkprotokolle gibt, die belegen, dass sie 1500 ml am Tag trinkt, wissen wir nicht – Märchenstunde, aber das ist ein anderes Thema, dass Nane sicher mal in einem Buch zusammenfasst.  Thomas kauft noch Sesamkekse und Kokosmakronen ein. Die Makronen sind fantastisch lecker, die Sesamkekse schmecken „gesund“. Nach einem Absacker an Deck gehen wir in die Kojen.

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

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Montag, 10. Juni 2019 | Bozukkale – Palamut | 34,61 nm

Heute fallen alle früh aus dem Bett, um 7 Uhr sind Thomas und Nane schon wach. Nane schreibt den Blog der letzten Tage, Thomas kommuniziert mit der Welt, Micha geht baden und ZR wundert sich, dass in seiner persönlichen Ruhephase schon alle bis auf den Skipper am Start sind – er braucht erst mal einen Kaffee, um in die Gänge zu kommen. Der Ofen ist schon eingeheizt, aber das Brot braucht noch etwas Zeit. Micha und Thomas decken schon mal den Tisch. Dirk holt schließlich das Brot und wir frühstücken genüsslich mit allem, was der Kühlschrank her gibt.

9.30 Uhr legen wir ab, der Weg nach Palamut sind ohne Kreuz 33 nm. Kaum draußen setzen wir das Groß und die Genua. Mit kaum Welle und 17 Knoten scheinbarem Wind, lässt sich was anfangen. Gegen 11.30 Uhr schläft der Wind zwischen Symi und dem Yesilova-Golf ein und wir starten den Motor. Wir hoffen, dass der Wind nach einer kurzen Mittagspause wieder an den Start geht. Angesagt ist nichts, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

13.00 Uhr setzen wir erneut die Segel, kaum haben wir Symi passiert ist der Wind wieder da, nun cruisen wir mit 6,5 Knoten Richtung Datca… nach einer Stunde müssen wir eine Wende fahren, um das Kap Ince Burun zu umrunden. Ohne Welle gleiten wir mit 5 bis 6 Knoten dahin – herrlich entspannend.  Um 15 Uhr sichten wir Delfine und einer macht uns sogar die Freude vorne im Bug mitzuschwimmen. Dirk hält die GoPro drauf und wir haben eine bleibende Erinnerung an die kurze Reisebegleitung. Wir cruisen dahin und der Wind lässt nach die letzte Stunde müssen wir motoren. Dafür, dass heute kein Wind angesagt war, haben wir trotzdem mehr als die Hälfte der Strecke unter Segel geschafft – schön.

16.45 Uhr wir steuern den Hafen von Palamut an, holen die Fender raus, machen die Achterleinen klar. An der Hafenmauer steht schon der Hafenmeister mit Gürcan, der uns einen Platz reserviert hat. Wir trinken erst mal zusammen einen Anleger, gehen dann Kaffee trinken in der kleinen Pension am Hafen, die Gürcans Cousin gehört und bei denen wir die Duschen und Toiletten nutzen dürfen. Über die mitgebrachten Duplo freut er sich und gönnt sich gleich zwei hintereinander. Er lädt uns ein, das neue Hotel für das er arbeitet zu besichtigen und wir fahren in die Berge um uns das Karia Hotel anzusehen – ein tolles Konzept, eine traumhafte Lage wunderschön angelegt – wir drücken alle Daumen, dass es von ausreichend Gästen angenommen wird.

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Auf dem Rückweg setzt Gürcan Micha, ZR und Dirk beim Barber ab, die Rasur ist überfällig und Micha und ZR brauchen auch einen neuen Haircut. Thomas und Nane gehen an den Strand – aber nur Nane geht ins Wasser, Thomas will trotz hautstraffender Wirkung von kaltem Wasser nicht baden gehen. Auf dem Rückweg testen wir die Duschen von Gürcans Cousin – toll und schick – perfekt. Heute Abend gehen wir ins Almond Restaurant, das zum Hotel von Gürcans neuem Hotel gehört und werden es testen. Wehmütig schauen wir in „unser“ Adamik, das sich komplett im Umbau befindet und senden Grüße an unsere liebste Freundin Esin. Schade – im Adamik hat ein Stück unseres Herzens gewohnt , aber die Welt ändert sich und jeder muss die Perspektiven ergreifen, die er für richtig hält.

Bis die Jungs vom Barber kommen, dauert es und Thomas und Nane gönnen sich ein Weißweinschorle. Als die Jungs wieder an Bord sind, müssen sie erst mal schwimmen gehen, denn die Klimaanlage beim Barber war nicht in Betrieb – zwischendrin hatten sie noch einen kleinen Stromausfall. Frisch gestylt sehen sie richtig schnieke aus. Thomas und Nane gönnen sich derweil ein zweites Schorle.

Kurz nach acht Uhr gehen wir dann Richtung Restaurant. Wir freuen uns, die blauen Stühle und Tische vom Adamik wieder zu sehen – etwas heimatliche Gefühle kommen auf. Wir bestellen Peppersteak, Mushroom Steak, ChickenCurry, Salat, Cigara Börek, Haydari und Tsatzik – es dauert trotz weniger Gäste etwas länger, aber das Essen schmeckt allen sehr gut – ein gelungener Abend. Wir schnacken mit Gürcan und stellen fest, dass wir mal wieder todmüde sind – von was eigentlich? Auf dem Rückweg gehen wir an den „Büdchen“ vorbei, die allerlei Krimskrams anbieten und nehmen noch einen Absacker an Bord. Gute Nacht

Bozukkale

Beim Barber

Der Friseur

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

Andiamo

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

unterwegs

Palamut

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

Mond