Dienstag | 24.05.2016 | Sailors Paradise – Bozburun | 12,13 nm

9.00 Uhr | In Sailors Paradise haben wir heute etwas länger geschlafen. Micha ist schon schwimmen. Wir starten die Frühstücksvorbereitungen. Die Mama von Zerrin ist heute früh mit Mehmet nach Bozburun zum Markt, darum gibt es kein frisches Ekmek nur eines vom Vortag. Wir backen das Brot auf und frühstücken. So langsam wird auch das Nachbarschiff lebendig und wir vereinbaren, dass wir um 11 Uhr auslaufen, weil wir in Bozburun keinen Hafenplatz reservieren können. Jürgen möchte mit der Sundowner parallel segeln, dass wir gegenseitig ein paar schöne Fotos machen können.

11.15 Uhr | Nach Hesap und dem letzten Cay sowie einem Abschied bis zum Sommer machen wir die Andiamo klar zum Ablegen. Diesmal wartet die Vega bis wir weg sind. Die Sundowner hat schon abgelegt. Es ist nicht viel Wind aus West zu erwarten, also setzen wir das Groß und die Genua zu 100% (gibt auch schönere Fotos). Wir segeln am Kap von Burun vorbei und gehen zwischen Festland und der Untiefentonne Atabol Adasi auf Kurs Richtung Yesilova Golf.

13.00 Uhr | Vorbei an Kizil Adasi nehmen wir Kurs auf Bozburun. Die Sundowner fährt als erstes Schiff in den Hafen. Eine Suncharter-Yacht kommt rückwärts raus. Wir rufen und wollen wissen, wie viele freie Plätze es noch hat. Sie meinen 2, also fahren wir in den Hafen und bekommen auf der Seite mit den Restaurants noch einen Platz zugewiesen. Micha macht den Anker, aber beim Kommando Anker fallen lassen, rauscht er nicht wie erwartet raus, sondern bleibt hängen und verheddert sich. Wir fahren noch mal vor und Micha versucht den “Kettensalat” zu entwirren. Bis die Kette dann doch ausrauscht.  Wir haben 40 Meter draußen und liegen zwischen einer Bavaria Cruiser 40 und einer HR 42.

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13.40 Uhr | Wir liegen an der Hafenmauer und T+Ö kommen rein. Jürgen, Micha und Dirk stehen am Kai und nehmen die beiden in Empfang. Neben der Vega kommt noch eine Gullet rein, die ihren Anker quer über 3 Ankerketten schmeißt. Wenn die Gullet liegen bleibt, kommt die Vega nicht mehr raus und wir anderen kriegen ein Problem. Özy klärt mit dem Kapitän der Gullet, wann sie morgen auslaufen wollen. Das ist leider nicht klar, denn sie haben ein Motorproblem, dass sie erst noch lösen müssen. Nane und Sandra bereiten einen Thunfischsalat vor und laden die kleine Crew auf einen Anlegersnack mit ein. Thomas und Özy revanchieren sich mit Eis für alle. Ernst reagiert etwas unwirsch, er will keins. Danach wollen wir die Andiamo abspritzen und klar Schiff machen. Micha, Ernst und Lorenz gehen Cay trinken. Nane, Dirk und Sandra füllen den Kühlschrank wieder auf und räumen auf, bevor sie auch Richtung Cay auf den kleinen Platz bei der Moschee gehen. Micha und Lorenz spielen Backgammon und wir setzen uns dazu. Nane und Sandra spielen auch noch zwei Runden, Ernst und Micha gehen zum Barber, Dirk geht fotografieren. Özy war im Handy-Laden, aber leider sieht es so aus, als ob sein Handy wirklich tot wäre. Schade.

18.00 Uhr | Nane und Sandra gehen einkaufen und besorgen Gemüse und Obst sowie Wasser. Dirk findet es spannend, dass die Mädels immer alles schleppen – Team 2.0 ist angesagt (toll ein anderer macht’s). Wir starten mit den Vorbereitungen für das Abendessen, während Ernst Teppich-Preise verhandelt.

18.30 Uhr | Micha kommt mit der Nachricht, dass Özy Manti für uns alle macht als Vorspeise. Wir haben unseren Gemüseeintopf am Start, den gibt’s dann für alle als Hauptgang.

19.00 Uhr | Der Wasserstand im Hafen von Bozburun ist so stark abgesunken, dass die Passerella von der Vega fast einen 40°-Winkel hat. T beschließt an Bord zu bleiben und Özy jongliert die Manti mit der Joghurt-Soße und der Paprikabutter über die Passerella zu uns an Bord. Es schmeckt grandios. Wir sind alle total begeistert. Die Joghurt-Soße hat es in Sachen Knoblauch in sich, aber schmeckt einfach genial. Cok cok lezettli Özy!!!! Der Eintopf von Sandra ist auch mega lecker und Lorenz bringt einen großen Topf auf die Vega. Unsere Nachbarn, die zwischen uns liegen, finden das lustig. Jürgen von der Sundowner hatten wir angeboten, dass er mit seiner Crew bei diesem Dinner-Konzept mitmachen kann und sich um den Nachtisch kümmert, aber die drei wollten lieber essen gehen.

20.30 Uhr | Micha, Ernst und Lorenz wollen noch einen Cay und die Teppich-Verhandlungen vorantreiben. Sandra, Dirk und Nane gehen auf die Vega . Thomas und Nane nehmen Özy in ein kurzes Boot-Camp in Sachen UNO, bis die anderen zurück sind. Sandra und Dirk gehen lieber auf die Sundowner zum Klönen und der Rest spielt UNO. Özy und Nane sind weit abgeschlagen und kassieren Punkte um Punkte. Aber Pech im Spiel heißt ja auch Glück in der Liebe ;-) Die Technik-Probleme der Gullet scheinen sich lösen zu lassen – den Strom für das Licht zum Reparieren, haben sie sich über die Vega geholt, weil ihr eigenes Stromkabel zu kurz ist.

22.00 Uhr | Özy lässt sich von Dirk ablösen, damit er für ihn einen besseren Spielstand erreicht, was ihm aber nicht gelingt. Micha liegt ganz weit vorn und zum Ende macht Özy mit Dirk als Stellvertreter den letzten und Nane den vorletzten Platz. Gegen 23 Uhr verabschieden wir uns und gehen schlafen.

Eine Gulet

Bozburun

Bozburun

Bozburun

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Schwalbenkonzert

Competition...

Bozburun

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Bozburun

 

Montag | 23.05.2016 | Dirsek Bükü – Sailors Paradise | 12,83 nm

9.00 Uhr | In Dirsek Bükü ist Micha wach, kocht Kaffee und geht eine Runde schwimmen. Wir backen unser Brot aus Selimiye auf, weil es noch kein frisches Ekmek gibt und frühstücken. Özy kommt an Bord und bittet uns, Mehmet anzurufen, dass er ihm Zigaretten in Bozburun besorgt. Mehmet meint, wir sollten nicht zu spät kommen, da viel Wind angesagt ist.

10.30 Uhr | Der Wind frischt auf und wir laufen aus. Die Vega zuerst, fast fährt Thomas uns in die Muring, aber dann klappt es doch. Micha ist an Bord der kleinen Crew, damit wir ein bisschen Spaßsegeln mit Fotoshooting unserer Schiffe machen können. Der Wind ist relativ stark, damit unsere Segelfrischlinge aber auch ans Ruder können, beschließt Nane nur mit der Genua zu segeln und übergibt Ernst das Steuer.

11.00 Uhr | Ernst ist ganz in seinem Element, je schneller desto besser. Wir fahren etliche Wenden durch den Hisarönü-Golf und um die Vega herum und machen Fotos und Videos.

11.40 Uhr | Dirk meint, Lorenz soll auch mal ans Ruder und Ernst räumt nur ungern seinen Platz – es scheint ihm Spaß zu machen. Lorenz steht wirklich souverän am Steuer – er hat das absolut richtige Gefühl für das Schiff, den Wind und die Richtung. Wir kreuzen mit der Vega um die Wette und Micha gibt auf dem anderen Schiff richtig Gas. Einmal kommen sie uns nach einer Wende so dicht am Heck vorbei, dass Lorenz das „P“ in Nanes Geschicht erkennen kann. Der Kurs, den wir heute in den Hisarönü-Golf geschrieben haben, sieht abenteuerlich und sinnlos aus, aber er hat Spaß gemacht.

13.00 Uhr | Der Wind hat weiter zugenommen, also steuern wir Sailors Paradise an. Mit achterlichem Wind können wir bis in die Bucht reincruisen. Hier pfeift es richtig mit vielen Böen und der Jetty ist noch leer. Wir bergen die Genau, machen Fender und Achterleinen klar und steuern Richtung Jetty, wo Zerrin und Tarek in dicken Winterjacken stehen, weil der Wind mit über 20 Knoten bläst. Dirk fährt mit viel Gas rückwärts auf den Jetty zu, aber trotz Bugstrahlruder, verreißt uns der böige Wind zwei Anlegeversuche. Beim dritten Mal klappt es. Nane und Lorenz machen die Muring, können aber nicht schnell genug ziehen, so dass wir mit der Andiamo leicht den Jetty küssen, Gott sei Dank ohne jegliche Schramme. Dirk kommt vor und zieht nach. Wir bekommen noch eine zweite Muring. Jetzt kommt die Vega rein und wir geben Özy die Muring schon von unserem Boot, damit er das Bug schnell fixieren kann. Dirk springt an Bord, um zu helfen und Sandra hilft bei den Achterleinen. Wenn’s drauf ankommt, sind wir eine gut eingespielte Crew. Kaum liegen die beiden am Steg, kommt auch schon die Yavas Yavas rein mit Wolfgang Kahl und seiner neuen Mitsegel-Crew. Wir reichen von der Vega die Muring rüber und stehen am Jetty und helfen mit, dass die Yavas Yavas gut an den Steg kommt, am Ende bekommt Wolfgang noch einen kleinen Applaus von uns.

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14.00 Uhr | Unser Anleger war etwas zeitverzögert, aber lecker. Nane macht mit Zerrin aus, dass wir zwischen 15.00 und 16.00 Uhr zum Tee trinken kommen. In der Zwischenzeit taucht die Sundowner am Horizont auf und kommt mit nur 2 Gästen an Bord auch Richtung Jetty. Jetzt ist auch Wolfgang mit seiner Crew am Start, um zu helfen – langsam wird es lustig.

15.20 Uhr | Wir trinken windgeschützt im Familienbereich Tee mit der Familie – einfach schön. Wir bringen Kekse mit und es gibt selbstgebackene Cakes von der Mama. Schön hier! Zerrin übersetzt für die Mama – wir wollen wissen, wie sie das Brot bäckt. Das große Geheimnis ist das lange Kneten mit ganz viel Liebe.

16.00 Uhr | Die Surprise kommt an den Jetty. Alle helfen mit, Tarek geht mit dem Schlauchboot raus, um das Boot, das völlig quer liegt mit Vollgas in die richtige Position zu drücken, dass es an den Jetty kommt. Wolfgang, Dirk, Tarek und alle helfen mit den Achterleinen. Der Skipper gibt Vollgas – mal noch vorn, mal nach hinten, selten hilfreich für das eigentliche Manöver. Dann blafft er alle Helfer auch noch an – sympathisch ist anders. Aber irgendwann liegt er am Jetty. Ein Danke gibt es natürlich nicht, wieso auch, er kann das ja.

17.00 Uhr | Nane und Sandra gehen duschen, dort steht schon Wolfgang vor der Yavas Yavas und wartet. In der einen Dusche läuft seit über einer viertel Stunde das Wasser. Bei wenig Warmwasser und bei vielen Menschen ist das das absolut korrekte Verhalten hier. Plötzlich taucht von der Surprise eine Frau auf, die meint, das sei ihre Tochter, die hätte keine Klamotten dabei. Als wir ihr sagen, wie sich das mit dem Warmwasser, der Anzahl der Duschen und der Menge der Menschen so verhält, meint sie nur das wüsste sie ja nicht (Mitdenken Fehlanzeige). Kurze Zeit später taucht sie wieder mit einem Fön auf und wundert sich, dass es keinen Strom gibt – der Generator läuft nur abends.

18.00 Uhr | Die netten Crews am Steg, sprich wir, Thomas und Özy, Wolfgang und Jürgen mit ihren Mitseglern, essen innen im windgeschützten Familienbereich. Wir sind insgesamt 16 Personen. Micha und Ernst haben eine geniale Gemüse-Kasserole in einem Ton-Topf. Zerrin spendiert noch Calamares auf’s Haus. Es ist wie immer köstlich und wir sind mehr als zufrieden (im Gegensatz zu dem schrecklichen Essen in Dirsek Bükü). Nach dem Essen holt Wolfgang Instrumente von der Yavas Yavas, eine Gitarre, Maultrommeln, Nasenpfeifen, Kazzus (keine Ahnung, ob das so geschrieben wird), etliche Rassel-Instrumente, eine Trommel von Mehmet wird zu Lorenz bevorzugtem Instrument. Es wird eine geniale Jam-Session – wow so einen Abend gibt es nicht zweimal.

23.00 Uhr | Wir gehen zurück an den Jetty, denn Özy möchte mit uns einen Belly-Dance auf türkische Musik tanzen. Mit Macbook und Lautsprecher starten wir die Musik, Thomas holt doch tatsächlich eine Discokugel aus dem Boot und wir haben plötzlich eine geniale Party-Stimmung. Wolfgang von der Yavas Yavas ist mit am Start und wir schnacken bis um 1.00 Uhr in der Nacht. Ein genialer Segeltag und ein genialer Abend gehen zu Ende.

Dirsek

SY Vega

VEGA vs. ANDIAMO

VEGA vs. ANDIAMO

VEGA vs. ANDIAMO

VEGA vs. ANDIAMO

VEGA vs. ANDIAMO

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VEGA vs. ANDIAMO

VEGA vs. ANDIAMO

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VEGA vs. ANDIAMO

VEGA vs. ANDIAMO

Competition...

Aufholjagd

unterwegs...

unterwegs

unterwegs

unterwegs

 

 

Sonntag | 22.05.2016 | Selimiye – Dirsek Bükü | 14,18 nm

8.30 Uhr | In der Nacht hat es in Selimiye nicht nur geregnet, nein es hat geschüttet. Die Andiamo ist voll von rotem Sand – da müssen wir nachher eine Putzaktion starten. Jetzt gehen wir erst mal duschen – eine heiße Dusche hilft (auch wenn sie nur lauwarm ist).

9.00 Uhr | Lorenz geht zum Fischen – er angelt ein Küchentuch aus dem Meer.

9.30 Uhr | Dirk schwatzt dem Aurora 2 frische Brote ab. Wir frühstücken. Ernst hat die Aufgabe für alle perfekte wachsweiche Frühstückseier zu kochen – was er hervorragend hinkriegt, auch wenn er selbst keines isst und beim Müsli bleibt.

10.00 Uhr | Dirk und Lorenz spritzen das Boot ab und der Rest macht innen klar Schiff. Wir haben es heute nicht weit, also können wir nachher noch einen Abschieds-Cappuccino im Café Cerie zu uns nehmen und noch Brot einkaufen. Ob es in Dirsek frisches Brot gibt, wissen wir nicht, denn wir waren seit 2009 nicht mehr am Jetty. Özy hat sich dieses Jahr gewünscht, dass wir nach Dirsek gehen und den Wunsch erfüllen wir ihm gerne.

12.00 Uhr | Wir waren noch im Café Ceri und haben uns einen letzten Nane Limon gegönnt. Zurück auf dem Schiff machen wir alles klar zum Auslaufen. Dirk legt ab, Sandra übernimmt das Ruder und noch in der Bucht von Selimiye setzen wir das Groß und gleich darauf die Genua. Wir kommen mit einem schönen Am-Wind-Kurs aus der Bucht.

12.45 Uhr | Sandra übergibt Ernst das Ruder und er bekommt Spaß an der Geschwindigkeit. Kurz vor der Untiefentonne „Kara Burun“ fährt er seine erste Wende und das klappt schon ganz gut. Die Kommandos müssen wir noch ein bisschen üben.

13.10 Uhr | Klar zur nächsten Wende. Auch die schafft Ernst sehr gut, wir haben über 7,5 Knoten SOG. Jetzt sind wir auf Kollisionskurs und müssen gleich noch eine Wende fahren – die Crew hat zu tun ;-)

13.17 Uhr | Das andere Schiff ist vorbei und Ernst steuert die nächste Wende an. Das geht zack zack – Nane hält sich heute raus, weil sie nicht am Steuer im Schatten stehen will, wegen der Erkältung, hat aber ein Grinsen im Gesicht – sie machen das gut. Heute kommt es nicht darauf an Kurs zu halten, heute darf nach Speed gesegelt werden.

14.00 Uhr | Wolken ziehen auf und so beschließen wir auf Spaßsegeln zu verzichten und steuern nach der letzten Wende direkt auf die Einfahrt von Dirsek Bükü zu.

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14.55 Uhr | Außer uns ist keine andere Yacht am Steg. Wir legen an der Steinmauer an und bekommen eine zweite Muring, falls der Wind in der Nacht auffrischt, das ist nett. T+Ö liegen mit der Vega direkt neben uns und nach einem Anleger beschließen wir, Lorenz in den Mast zu ziehen, dass er uns ein paar Fotos von oben machen kann. Die Bucht ist wirklich idyllisch, das Licht ist klasse. Wir versammeln uns auf der Vega, dass Lorenz ein schönes Foto schießen kann, T+Ö wollen die Foto-Competition des Vercharterers gewinnen. Nach einem Foto im Stehen, kommt noch eins im Sitzen und dann meint Lorenz, wir sollen uns alle mal verteilt auf dem Boot hinlegen, das gäbe ein schönes Motiv. Auf einmal macht es Plumps irgendetwas ist ins Wasser gefallen.

15.30 Uhr | Özy vermisst sein Handy, er kann es auch nicht anrufen. Er meint, vielleicht ist es ja vorhin ins Wasser gefallen. Wir starren alle auf die Wasseroberfläche, während Lorenz noch im Mast hängt. Wir können das schwarze Rechteck ausmachen, das sein Handy sein könnte. Dirk lotet die Wassertiefe aus (ca. 3,5 Meter). Lorenz will unbedingt tauchen und wir lassen ihn wieder runter vom Mast. Während die Erwachsenen noch überlegen, ob er nur mit Gewicht nach unten kommt, holt er einmal tief Luft und mit 3 kräftigen Schwimmbewegungen ist er auf dem Grund und taucht mit dem Handy wieder auf. Das Gesicht von Ernst strahlt – ganz der stolze Papa.

16.15 Uhr | Özy hat sich im Restaurant Reis besorgt und wir packen das Handy in die Tüte mit Reis und legen es in die Sonne. Jetzt muss Özy Geduld haben. Lorenz findet ein Kajak und erkundet damit erst mal die Bucht. Dirk geht Fotos machen und Sandra und Nane legen sich auf’s Vorschiff zum relaxen. Micha geht schwimmen und klettert an den beiden Murings die Andiamo hoch, wirft sich dann nach hinten, um sich ins Wasser fallen zu lassen, trifft dabei Lorenz mit dem Kajak und beide landen im Wasser – Micha etwas unsanft, weil er sich den Arm am Kajak aufschrammt.

18.00 Uhr | Die erste Besichtigung der sanitären Anlagen ist ernüchternd – obwohl nur 2 Schiffe am Steg liegen und von uns noch niemand auf Toilette war, sieht es aus, als wäre hier eine Flotille durchgekommen – schmutzig ist untertrieben. Nane findet es nur ekelig. Spannend, dass das ganze Team den Nachmittag über im Restaurant sitzt, lacht und nichts tut, während es genügend zu tun gäbe (ganz anders als in Sailors).

19.30 Uhr | Wir gehen zum Essen. Levent will wissen wie viele Personen Meze möchten, Nane hingegen möchte wissen, was es für Meze gibt. Widerwillig baut man die Vorspeisen auf, die Auswahl ist dürftig, das Ganze sieht auch nicht frisch aus – ganz anders als wir es gewohnt sind. Wir nehmen noch Sigara Börek, die sind richtig klein und mit wenig Schafskäse gefüllt. Als Hauptspeise bestellen wir Tavuk-Sis, Schwertfisch am Spieß, Köfte und Gemüse-Kasserole – kein einziges Crew-Mitglied ist begeistert. Das brauchen wir wirklich nicht noch mal in den nächsten Jahren. Ö, der unbedingt nach Dirsek wollte, ist aus lauter Handy-Frust nicht mal beim Essen dabei – Gott sei Dank, denn das Essen hätte seine Laune nur noch weiter nach unten gezogen.

21.30 Uhr | Wir sind zurück an Bord und befinden die Bucht für schön, das Restaurant für unterirdisch – wenn, dann kommen wir nur noch zum Ankern hierher. Thomas holt die UNO-Karten raus, LED-Lichterketten für die romantische Beleuchtung und eine Flasche Baileys – sehr schön. Wir spielen UNO bis nach Mitternacht und schauen dem Vollmond zu, wie er hinter den Bergen aufgeht – einfach schön. Gute Nacht.

Selimiye

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Selimiye

ums Eck ist Selimiye...

..unterwegs...

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