Mittwoch, 02.09.2020 | Sailors Paradise – Selimiye | 7,87 nm

Bei einer Tasse Kaffee schauen wir vom Boot aus zu, wie der Ofen angefeuert wird, damit wir frisches Brot zum Frühstück bekommen. Wir gehen erst noch mal schwimmen. Jürgen schlägt vor, uns um die Mittagszeit in der Bucht Sig Koyu vor Selimiye zu treffen und lädt und zum Mittagessen ein. Prima – wir sind begeistert.  Jürgen und Yuppa legen ab, wir trinken erst noch mal gemütlich Cay und bezahlen die Rechnung.

Kurz vor 12 Uhr verabschieden wir uns und machen uns ohne Wind auf den Weg Richtung Selimiye. Pünktlich um 13 Uhr legen wir neben Jürgen im Päckchen an. Die Bucht ist voll und er hatte Glück, noch ein Plätzchen frei schwojend zu ergattern. Wir gehen erst mal baden. Das Wasser ist türkisfarben klar – karibisch schön. Dann gibt es Jürgens berühmte Spaghetti mit Knoblauch, Tomaten und Feta in viel Olivenöl  – sehr lecker. Es ist so warm, dass wir gleich nach dem Essen noch mal ins Wasser gehen, um uns abzukühlen. Kurz nach 15 Uhr machen wir los und wollen wenigstens das letzte Stück heute noch unter Segel zurücklegen. Ein kurzes Stück klappt das auch, bis der Wind einschläft. Um 16 Uhr kommen wir an den Steg des ehemaligen Aurora und legen an. Am Jetty ist man leider etwas überfordert, wir bekommen die Muring auf der falschen Seite und man wirft uns die Achterleine zurück ins Wasser, statt sie fest zu halten, so dass wir quer kommen. Dafür rennt man zu einem anderen Boot, das parallel anlegen will und nicht warten wollte, bis wir fertig sind. Dirk ist überhaupt nicht begeistert und flucht wie ein Rohrspatz. Einer der ehemaligen Mitarbeiter von Hüssein richtet das Chaos dann. Als wir liegen, kommt Jürgen mit einer Kufe des Katamaran noch neben uns an den Steg und gegen die drückende Hitze ohne Wind, hilft nur eins: baden.
Gegen 18 Uhr gehen wir ins Karadut und wollen den Mädels hallo sagen und eine Karadut-Limonade trinken bzw. Cappuccino. Wir lassen Hüssein ausrichten, dass wir am Abend nach dem Essen noch mal kommen und wir erwarten, ihn zu sehen.
Das Flair des Aurora ist nicht mehr vorhanden. Man fühlt sich auch nicht willkommen, die Crew des Voca ist mehr mit den eigenen Smartphones beschäftigt, als mit den Gästen, aber wenn man in Selimiye anlegen will, ist das der einzige Steg, denn auch der Gemeindesteg ist keine Alternative mehr, voll mit Dauerliegern und ohne Service beim Anlegen.
Das Essen ist in Teilen identisch mit dem Angebot vom Aurora, aber obwohl der Koch der gleiche ist, nicht auf dem Niveau – die Preise hingegen schon.
Nach dem Essen gehen wir gemeinsam mit Jürgen und Yuppa ins Karadut und Hüssein leistet uns Gesellschaft. Er ist gut drauf und hat wieder Pläne. Nächstes Jahr werden wir ihn hier in der Region wieder als Anlaufpunkt haben, wo ist noch nicht klar, aber das ist egal, Hauptsache wir können ihn wieder auf unserer Route einplanen.

Auf der Sundowner nehmen wir noch einen Absacker und lauschen dem Sänger aus der Pianobar, der nicht gut singt, dafür aber laut. Gute Nacht.

treffen mit der Sundowner

treffen mit der Sundowner

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treffen mit der Sundowner

treffen mit der Sundowner

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treffen mit der Sundowner

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treffen mit der Sundowner

treffen mit der Sundowner

treffen mit der Sundowner

treffen mit der Sundowner

treffen mit der Sundowner

treffen mit der Sundowner

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Dienstag, 01.09.2020 | Karasüleyman Bükü – Sailors Paradise | 5,64 nm

Aufwachen, Kaffee kochen, an Deck sitzen, den Morgen genießen, auf’s Wasser schauen und erst mal schwimmen gehen, bevor der Tag richtig beginnt – perfekt. Nane macht Pfannkuchen zum Frühstück – das ist Tradition. TR würde sich freuen, aber mit ihm wären keine Pfannkuchen übrig geblieben.  Wir gehen erst mal schwimmen und lassen dann den Motor für ne halbe Stunde laufen. Wir wollen heute zu Sailors, auch ohne Stromanschluss, da brauchen die Batterien etwas Nachschub. Eilig haben wir es heute nicht, denn wir müssen nur quer über den Hisraönü-Golf zu Sailors, wir können es langsam angehen lassen. Unser Ziel ist in Sichtweite und Wind ist auch keiner angesagt. Um kurz vor 13 Uhr bekommen wir eine WhatsApp von Jürgen, er liegt in Dirsek auf der Sandbank vor Anker. Wir gehen noch mal eine Runde schwimmen und fangen an, die Andiamo startklar zu machen.  Wind ist keiner, also motoren wir die Strecke und fahren hinter den Inseln durch, um zu sehen, was sich alles verändert hat. Um 15 Uhr liegen wir am Steg und warten, dass Jürgen und Yuppa kommen, wir sollen bei der Muring helfen – kein Problem. Turgut ist mit seiner Kairos da und hilft am Jetty. Auch hier trägt die Crew von Sailors Masken und wir können uns nur Faust an Faust begrüßen. Wir werden auf die Sundowner zu einem Drink eingeladen und quatschen erst mal eine Weile, bevor uns so warm wird, dass wir baden gehen.
Den Family Cay gibt es mit mehr Abstand. Zerrin hat Börek gemacht und einen super Kuchen gebacken – lecker. Danahc gehen wir noch mal schwimmen. Die Temperaturen liegen bei ca. 35°C, mit Wind problemlos zu ertragen, ohne Wind nur mit Abkühlung im Wasser. Marian Tita ist mit 4 Schiffen am Steg, auch seine Saison ist corona-bedingt nicht so verlaufen, wie geplant. Er erzählt uns, dass er eine Woche zuvor von einer Hornisse gestochen wurde und einen Allergieschock hatte. Nach 10 Minuten war er ohnmächtig und musste ins Krankenhaus. Ein Katamaran am Steg hatte Gott sei Dank eine Antihistamin-Injektion dabei, sonst hätte er den Weg ins Krankenhaus nicht überlebt. Die Nachbarn haben ihn mit einem Schnellboot in die nächste Bucht gefahren, wo der Krankenwagen bereit stand. Meine Güte, an einem anderen Ort, hätte das auch schief gehen können – heute kann er darüber lachen.

Zum Abendessen sitzen wir unter Palmen am Ufer und gönnen uns Hunter Börek, Haydari, Atom, Riesengarnelen, Tavuk Sis und ein Shandy. Zum Abschluss gibt es Cay und wir bekommen auf der Sundowner noch einen Mojito gemixt. Allzu alt werden wir heute nicht. Auch für morgen ist kein Wind angesagt, so dass wir beschließen nur nach Selimiye zu fahren. Jürgen reserviert schon mal im Voca – dem Nachfolger vom Aurora.

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Montag, 09.09.2019 | Kocabahce Koyu – Karasüleyman Bükü | 5,85 nm

Wir wollen unbedingt nochmal in „unsere Bucht“ auch wenn heute kräftiger Wind angesagt ist, wollen wir es zumindest versuchen. Nach einer Tasse Kaffee und den letzten Chocopops gehen wir ins Restaurant, um unsere Rechnung zu bezahlen, ein oder zwei letzte Cay zu trinken und uns schweren Herzens zu verabschieden. Wir hoffen nächstes Jahr wieder zu kommen – Dirk findet die Vorstellung ganze 9 Monate warten zu müssen grausam und kommt nicht darüber hinweg. Wir drücken Zerrin, Ege und Tarek, abschieden uns von Mustafa, Mehmet und seiner Frau. Für den Rest des Törns bekommen wir noch frisches Gemüse mit und Nane kauft noch 2 Ekmek, damit wir an sie denken können, wenn wir einen Salat essen.

Gegen 11 Uhr kommen wir los, es ist trotz Vorhersage kein Wind im Hisarönü Golf und so motoren wir die kurze Strecke zur Karasüleyman Bükü, nach 2 Tagen ohne Strom, ist das für die Batterien auch nicht schlecht.

Kurz nach 12 Uhr kommen wir in unsere Bucht, es liegt nur eine andere Segelyacht vor Anker und wir schmeißen auf 5 Meter Wassertiefe 50 Meter Kette. Dirk Fährt den Anker ein und auch wenn mehr Wind kommen sollte, sind wir uns sicher, hier gut zu liegen. Wir gehen erst mal schwimmen und lassen den Tag gechillt angehen. Die Ausflugsboote kommen nacheinander in die Bucht und kündigen „Aquarium“ an. Eine Gullet legt sich noch in die Bucht. Wir sehen die Sahil Güvenlik mit dem richtig großen Kreuzer vorbei in den Hisarönü Golf fahren. Ca. 30 Minuten später kommt ein stark motorisiertes Schlauchboot der Sahil Güvenlikmit 3 Mann Besatzung und kontrolliert alle Boote in der Bucht – also auch uns. Sie wollen die Bootspapiere sehen, die BlueCard und unsere Ausweise. Nane bietet ihnen Cola an, aber sie möchten nur eine Flasche Wasser. Dirk unterhält sich noch über die Wettervorhersage mit Ihnen, ja es wäre viel Wind angesagt meinen sie und wünschen uns noch eine schöne Zeit hier in der Türkei. So haben wir auch einmal eine Kontrolle erlebt – das erste Mal in den fast 15 Jahren, die wir hier segeln.

Nane meint, wenn jetzt der Dondurma-Mann kommt, gönnen wir uns ein Eis, aber ausgerechnet an diesem Tag kommt er nicht in die Bucht. Vielleicht ist draußen zu viel Welle.

Der angekündigte Wind hält sich in der Bucht in Grenzen und so genießen wir den Abend, essen einen Coban Salat mit den leckeren Zutaten aus Sailors Paradise und schauen uns die Sterne an. Der große Wagen ist direkt über den Hängen der Bucht zu sehen und wir beschließen zu Hause nach dem großen Wagen zu suchen und uns gedanklich zurück in die Bucht zu versetzen, wenn wir das Sternbild sehen. Sterne am Himmel, schöne Musik und eine leichte Brise – herrlich so geht auch dieser Tag viel zu schnell zu Ende.

ein schöner Tag

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Sailors Paradise

Sailors Paradise

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