Montag 07.09.2020 | Kargi Koyu – Hayit Bükü | 15,57 nm

Happy Birthday Micha – wir stoßen mit unseren Kaffeetassen an. Heute vor 15 Jahren hat uns Skipper Jochen gesagt, dass Micha Geburtstag hat. Dirk hat den Pfannkuchen zum Frühstück mit einer 43 aus Bananen verziert – jetzt könnt Ihr Euch ausrechnen, wie alt Micha heute geworden ist.  Selbstverständlich gibt es auch heute Pfannkuchen zum Frühstück, nur ohne numerische Deko. Wir genießen das Frühstück und gehen erst mal eine Runde schwimmen. Noch ist kein Wind da, wir haben Zeit. Wir wollen heute Ha 7yit Bükü austesten, nachdem Jürgen so begeistert von dem neuen Steg gesprochen hat. Es kommt etwas Wind auf und wir setzen das Groß und die Genua. Mit fast Knoten kommen wir gut voran und segeln am Wind in Richtung Symi. Um das Kap Ince Burun müssen wir kreuzen. Der Wind frischt auf und wir haben über 8 Knoten Fahrt, ganz ohne Welle – perfekt. Als wir in Hayit Bükü einlaufen hat Nane ein M ins Meer gesegelt. Selbstverständlich geplant zum Ehren von Michas Geburtstag.

Wir holen die Segel vor der Bucht ein und sehen gleich nach dem großen Felsen die Mole, die recht offen ist. Der Hafenmeister weist uns ein. Wir sollen zusätzlich zur Muring den Anker werfen, der aber nicht hält. Wir machen erst mal mit der Muring fest. Begeistert sind wir nicht von dem Liegeplatz – die Felsen sind für unseren Geschmack zu nah am Ruderblatt. Dirk geht ins Wasser, um die Situation zu checken und stellt fest, dass unser Anker in der Muringkette hängt. Mit einer Leine durch die Ankerkette und runter gelassener Kette zieht  Dirk den Anker schwimmend unter der Muring-Kette vor – das sieht ganz schön anstrengend aus und wir sind beeindruckt . Es funktioniert aber einwandfrei.  In den Felsen der Mole sehen Micha und Dirk einen Fisch mit lauter Stacheln – als wir den Fisch googeln, müssen wir lesen, dass es sich um den roten Feuerfisch handelt, der aus dem Pazifik im Mittelmeer gelandet ist und wegen seiner giftigen Stacheln sehr gefährlich ist und man sich von ihm fern halten soll. Super er findet es direkt unter unserer Badeleiter in den Felsen gemütlich – das mit dem Schwimmen hat sich hier also erledigt. Nach uns kommt noch eine Yacht von GMM rein, die von Selimiye hoch gesegelt ist. Zum Kaffee gibt es die restlichen Pfannkuchen mit Nektarinen und wir sind uns einig, dass der Platz an der Mole hier nicht wirklich schön ist – ein Wiedersehen ist unwahrscheinlich. Abends gehen wir bei Ögün duschen und anschließend zum Essen. Dass Essen ist lecker, es gibt auch Pide aus dem Holzofen. Ögün erzählt von seinem Kampf hier wieder Anlegemöglichkeiten für Segler zu schaffen – der Vergleich mit Don Quichotte kommt uns in den Sinn. Gegen 23 Uhr gehen wir zurück an Bord, gönnen uns noch ein Dondurma auf dem Rückweg und gehen ins Bett.

Kargi Koyu

Kargi Koyu

Kargi Koyu

Kargi Koyu

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Sonntag 06.09.2020 | Palamut – Kargi Koyu | 11,39 nm

Wir wachen auf und wollen vor dem verabredeten Frühstück noch mal baden gehen. Das Wasser ist herrlich. Dirk versucht mit wenig Wasserdruck den Sand von der Andiamo zu spülen, mit mäßigem Erfolg. Um 9 Uhr gehen wir ins Berrak-Café zum Frühstück und freuen uns, dass wir diese Tradition fortsetzen können, auch wenn wir das Frühstück nicht gemeinsam im Adamik zubereiten können. Mit Esin und Salih zu quatschen macht Spaß. Salih und Esin sind großartige Gesprächspartner. Nane entdeckt Basilikum in einem riesen Topf und fragt, ob sie davon etwas mitnehmen darf. Sie bekommt eine ganze Tüte voll. Heute soll es Limon-Pasta geben, die ohne Basilikum nur halb so gut schmeckt. Nach dem ausgedehnten Frühstück gehen wir gemeinsam auf den Markt und kaufen Obst und Gemüse ein. Zurück an Bord wird alles verstaut und der Abschied naht. Ohne Umarmung müssen wir Good Bye sagen, aber sicher ist sicher. Familie Uslu geht jetzt noch ins Dorf, um die Eltern zu besuchen.
Gegen 12 Uhr legen wir ab und nehmen Kurs auf das Kap von Ince Burun. Ab dem Kap können wir die Genua setzen und segeln mit achterlichem Wind Richtung Kargi Koyu.
Um 15 Uhr kommen wir in die Bucht, schauen uns die Lage an. Wir ankern auf 8 Meter Tiefe im Norden der Bucht auf Sand und fahren den Anker gut ein. Wir haben etwas Schwell, aber der ist gut auszuhalten. Wir schwimmen, trinken Kaffee und am Abend gibt es nach Andreas Rezept die Limon-Parmesan-Basilikum Pasta, die wir alle lieben und die zum Standard auf jedem Törn geworden ist.  Wir quatschen, schauen in die Sterne und genießen den Abend.

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Ankern in Kargi Koyu

Samstag 05.09.2020 | Palamut

Der Wind in der Nacht war heftig und hat uns nicht besonders gut schlafen lassen. Es ist Samstag – wir machen klar Schiff. Bettwäsche wird gewechselt, der Boden gewischt, das Schiff abgespritzt. Überall ist feiner Sand im Boot und auf dem Boot. Wir spritzen die Andiamo ab, auch wenn heute der Wind so bleiben soll. Dann morgen halt nochmal. Wir gönnen uns ein kleines Frühstück und gehen schwimmen. Esin schreibt, dass sie erst gegen 16 Uhr hier sein werden, also haben wir Zeit, den Tag zu verbummeln. Schwimmen, abduschen, chillen in der Reihenfolge. !6.30 Uhr sind Esin, Salih und Ada dann endlich hier. Es gab ein Unfall auf der Strecke, der Zeit gekostet hat. Wir begrüßen uns corona-safe und trinken etwas an Bord. Danach verabreden wir uns zum Schwimmen am Strand. Esin hat sich mit Ihrer Familie in einer kleinen Pension eingemietet, so dass wir heute Abend gemeinsam Essen gehen können und Zeit haben zu quatschen. Das Restaurant im ehemaligen Gebäude vom Adamik, wirkt sehr schick und modern, hatte aber am Abend zuvor auch kaum Gäste. Im Café-Bereich von Esin ist jetzt ein neuer kleiner Burger-Laden, der gut besucht ist und alle erzählen uns, wie genial die Burger sind. Also entscheiden wir dort gemeinsam zu essen. Man hat uns nicht zu viel versprochen, die Burger sind lecker und für Micha gibt es eine vegetarische Variante – Salih lädt uns alle ein. Der Wind hat wieder zugenommen und weht heftig, das fühlt sich im sicheren Hafen von Palamut gut an. Wir gehen ins Berrak-Café um noch Cay zu trinken und zu quatschen. Wir wollen wissen, wie es Doha in Canada ergeht, was die Eltern von Salih machen, wie es Esins Eltern geht. Wir erfahren, dass Ada den 1. Preis vom Göthe-Institut für die Türkei gewonnen hat – ihr deutsch ist aber auch super! Gratulation. Wir erfahren, dass auch hier Schule nur noch online stattfindet, mit den gleichen Herausforderungen, wie bei uns. Gürcan und seine Freundin leisten uns Gesellschaft. Wir sprechen über Politik, die wirtschaftliche Entwicklung und über die Sorgen, die sich jeder macht. Nach der letzten Runde Cay verabreden wir uns zum Frühstück im Berrak-Café. Nane hat mit dem Besitzer schon ausgemacht, dass sie das Frühstück morgen bezahlt. Gürcan verspricht uns morgen früh Honig von Caglar mitzubringen – Thymian-Honig. Danach verabschieden wir uns und gehen ins Bett.

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