Freitag, 2. Juni 2023 | Marmaris – Ciftlik | Marmaris | 23 nm

Wir wachen trotz kurzer Nacht in Marmaris gar nicht so spät auf und gehen erst mal im Roberts frühstücken. Menemen, Omelette für die Jungs, Joghurt mit Früchten für die Mädels. Dirk bleibt an Bord für den Technik-Check und wir machen uns auf den Weg, um Geld zu tauschen, Hüsniye zu besuchen und ihr die Lindt-Schokolade zu schenken, zum Migros zu gehen und einzukaufen. Unser erster Wegführt uns zu Hüsniye, die sich riesig freut uns zu sehen, auch ihre Mama ist da. Wir trinken einen Cay zusammen, unterhalten uns, müssen aber zügig weiter, weil die ToDos für heute noch einiges zu bieten haben. Auf dem Rückweg nehmen wir uns mehr Zeit. Die Post hat am Freitag offen, also ziehen wir eine Nummer und stellen uns an, um zu Türkish Lira zu tauschen. Nane wechselt 600 Euro und schon sind die Lira aus – also noch mal ins Change-Büro an der Uferpromenade. Der Kurs auf der Post lag bei 21,85 im Change-Office bei 21,5 passt für alle. Im Migros angekommen, fragt Nane erst mal nach Yacht-Service, den die junge Frau an der Kasse erst mal verneint. Als Nane nach dem Manager fragt, kommt einer der Migros-Mitarbeiter, der uns seit Jahren mit unseren Einkäufen in die Marina fährt und klärt das Thema für uns – natürlich bekommen wir den Service!

ZR und Nane steuern die bekannten Regale an und kaufen ein, was wir für die erste Woche wohl brauchen werden. Wasser wurde uns über Miknatis schon an Bord geliefert. Als wir mit dem Privat-PKW des Migros-Mitarbeiters in die Marina kommen und vor der Pura Vida halten wollen, wundern wir uns nicht schlecht, dass der Anlegeplatz leer ist. Olgac erklärt uns, dass Dirk mit den Raymarine-Jungs eine Kalibrierungsfahrt macht. Das Problem mit den nicht funktionierenden Instrumenten vom letzten Jahr ist immer noch nicht gelöst. Wir warten also und warten. Als die Pura Vida endlich wieder am Steg liegt, ist das Problem nur interimsweise durch ein Tauschgerät gelöst, sollte aber für unseren Törn passen. Wir räumen unsere Einkäufe ein und stellen fest, dass in den Fächern unter der hinteren Salonbank Feuchtigkeit ist, der Druckbehälter ist rostig und leckt. Also muss auch der Behälter ausgetauscht werden, das geht aber recht schnell. Wir wollen heute noch nach Ciftlik und hoffen, dass das Timing noch reicht. Durch den Austausch läuft erst noch mal die Bilge voll, zwei Mädels von Miknatis saugen das Wasser raus und wischen die Bilge trocken. Um 15 Uhr sind wir startklar und laufen aus. Das Wetter hat Regen und in der Nacht Gewitter angekündigt. Aber wir wollen so gegen 17 Uhr in Ciftlik sein, das sollte passen. Nici übernimmt das Ruder und unter Motor geht es raus aus der Bucht von Marmaris. Der Wind bläst aus Nordwest, die Welle kommt aus Südost und nimmt zu, als wir am Kap Kadirga Feneri vorbeikommen. Noch sind wir guten Mutes, dass das in Ciftlik passt, denn auf die Reservierung per WhatsApp kam ein „okay“. Als wir in Ciftlik einlaufen, vorbei an der Insel mit zwei Bergen, müssen wir feststellen,dass kaum Schiffe an den Stegen liegen. Der Steg von Rafet Baba ist leer, der Steg von Deniz auch, nur bei Azmak liegen ein paar Yachten. Hassan ruft, dass wir zur Sicherheit mit Anker anlegen sollen. Dirk fährt an und Nane will den Anker runterlassen, leider ist die Ketten-Bremse nicht fest und so rauscht die Ankerkette nach unten. Der Versuch sie mit dem Fuß zu stoppen, wird damit belohnt, dass Nanes Bein durch die Kette in den Ankekasten gezogen wird. Die blauen Flecken wird sie noch eine Weile in Erinnerung haben. Dirk kommt nach vorne, fixiert die Bremse und wir holen die Kette wieder hoch – auf ein Neues. Der Anker hält nicht und der Schwell am Jetty ist extrem. Unsere zwei Neulinge sind seekrank und so brechen wir ab, das hat keinen Wert. Es geht unter Motor zurück nach Marmaris in die Netsel Marina. Kurz nach 19 Uhr liegen wir wieder am Steg. Wir schicken den angeschlagenen Teil der Crew unter die heiße Dusche. Nane holt Ekmek im Migros und mach Pasta à la Limon – heute will niemand mehr in die Stadt, alle sind ein wenig angeschlagen. Die Pasta schmeckt und so langsam kommt wieder Farbe in die Gesichter unserer Youngster – gut so. Auch ZR hat beim Versuch in Ciftlik anzulegen blaue Flecken bekommen und so trinken wir auf blaue Flecken und den missglückten Start erst mal einen Raki – morgen sieht die Welt bestimmt besser aus. Gute Nacht.

Frühstück im Roberts

Roberts Café

Roberts Café

Roberts Café

Roberts Café

Fächer Knoblach + Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Kiste Holzki

Schrauben

Einkaufen

... Mitternachtssnack

Donnerstag, 1. Juni 2023 | Stuttgart – Istanbul – Dalaman – Marmaris

ZR hat schon von gestern auf heute bei uns geschlafen, damit wir ohne noch mal nach Stuttgart fahren zu müssen, stressfrei los kommen. Nane hat den Wecker auf 8:30 Uhr gestellt und geht erst mal zum Bäcker und zum Metzger, um für ein letztes Frühstück zu Hause einzukaufen. Brezeln und Landjäger kommen ins Handgepäck für den Snack zwischendurch, denn Pegasus fliegt ohne Essen und Getränke. Für ZR ist nur wichtig, dass es genügend Kaffee zum Frühstück gibt, das ist mit der Saeco kein Problem.  Wir machen noch kurz klar Schiff und sind startklar – endlich Urlaub. Pünktlich um 11.30 Uhr holt uns André ab und fährt uns zum Flughafen. Nici und Chris sind mit den öffentlichen zum Flughafen unterwegs, wir wollen uns oben treffen. Eine Umarmung für André zum Abschied und ein herzliches Dankeschön und schon stehen wir in der Abflughalle. Nici und Chris sind schon da, also checken wir ein. Unsere Seesäcke haben die 20kg-Challenge geschafft und wir können durch die Sicherheitskontrolle. Der Flug nach Istanbul ist pünktlich und auch nach Dalaman gibt es keine Verspätung, so dass wir pünktlich um 20.55 Uhr landen. Die Seesäcke sind alle da und wir besorgen uns im Duty Free noch Raki, Martini und Gin.

DM-Transfer steht schon vor der Tür und wartet auf uns, wir bekommen gleich ein kaltes Wasser und den Wifi-Code. Im Auto checken wir noch kurz, ob unsere Müdigkeit größer ist als der Hunger – das Ergebnis ist eindeutig: NEIN, der Hunger ist trotz Landjäger und schwäbischer Brezel größer. Also gönnen wir uns noch um kurz vor 23 Uhr ein sehr spätes Abendessen im Golden Plate. Charly freut sich und erzählt, dass die Saison noch nicht wirklich angelaufen ist – es sind noch nicht viele Segler und Hotelgäste da. Zurück an Bord packen wir aus und fallen todmüde in die Kojen.  

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

Flughafen Stuttgart

ein letztes "deutsches" Frühstück

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

in der Luft

Abflughalle

Pegasus

Flug

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Anreisetag....

Nochmals Frühstück ...

Freitag, 16. September 2022 | Ciftlik – Marmaris | 11,61 nm

Das Frühstück fällt heute etwas einfacher aus, Kaffee und Müsli müssen reichen. Wir füllen die Fäkalientanks noch mit Frischwasser auf, um beim Abpumpen in der Marina die Tanks möglichst sauber für die nächste Crew zu hinterlassen. Schon entdecken wir das nächste Problem auf der Backbord-Seite – das Seeventil schliesst nicht richtig – ein weiterer Punkt auf der ToDo-Liste für Miknatis.

Gegen 9.30 Uhr legen wir ab und hoffen, dass wir noch etwas Wind abkriegen, aber leider wird daraus nichts. Das was Anfang der Woche zu viel war, fehlt jetzt komplett. Also fahren wir unter Motor Richtung Marmaris. Gegen 11.30 Uhr kommen wir an dieTankstelle, dort wird eine Zapfsäule leider durch eine große Motoryacht belegt, so dass immer nur eine Segelyacht zum Tanken und Abpumpen anlegen kann. Wir reihen uns in die Warteschlange ein, vor uns sind noch 5 Yachten zu betanken, wir hoffen, dass das nicht so lange dauern wird, aber daraus wird leider nichts. Immer mehr Charter-Yachten kommen Richtung Tankstelle, drängeln immer dichter, werden von den Marineros immer wieder zurück geschickt und kommen direkt wieder dicht an dicht angefahren. Manövrieren ist kaum mehr möglich, die Stimmung wird gereizter und die Rufe gegen die Drängler lauter. Eine Schweizer Crew ruft bei dem Vercharterer GMM an und beschwert sich, dass sie warten müssen. Gleich darauf versuchen zwei Mitarbeiter von GMM ihre wartenden Charter-Yachten in bessere Wartepositionen zu bugsieren, indem sie sich “offiziell” geben und so tun als wären sie Marina-Angestellte. Das bringt die regulär wartenden Crews noch mehr auf und die Worte, die hin und her gerufen werden, bekommen einen schärferen Unterton mit ein paar Beleidigungen on top.

Als wir endlich an der Reihe sind und unsere Vorfahrt drastisch einfordern, sind wir mit den Nerven schon fast am Ende – dieses Theater ist einfach ätzend. Der Tankwart erkennt uns und erklärt, dass hier alle “delli delli” (verrückt) sind. Wir tanken, pumpen ab und der Tankwart bekommt für sich und seinen Kollegen wie immer zwei Dosen Efes als Trinkgeld. Ein Mitarbeiter von Miknatis steht an der Tankstelle und kommt gleich mit an Bord, um uns beim Anlegen zu unterstützen – der Service ist wirklich klasse. Keiner will beim Start oder am Ende eines Törns in den engen Wasserwegen zwischen den Pontons noch eine andere Yacht knutschen. In den Marinas ist es wie in Parkhäusern, die Größe der Schiffe hat in den letzten Jahren zugenommen und die “Parkbuchten” an den Pontons passen nicht mehr so recht zu den aktuellen Yacht-Längen. Wir vergeben uns da nichts, wenn wir das Team von Miknatis zur Unterstützung einbeziehen, erst in diesem Jahr hat ein Charter-Skipper die Pura Vida geknutscht – das braucht man nicht wirklich.

Als wir am Stammplatz der Pura Vida liegen, sind wir froh angekommen zu sein und gönnen uns den letzten Anleger bevor wir in den Aufräum-Modus schalten und unsere 7 Sachen packen. Wir rufen Canan an, ob Sie uns noch besuchen will, um die frischen Vorräte mitzunehmen. Sie kommt mit ihrem Fahrrad vorbei und wir tauschen aktuelle News über das Revier aus. Schade, dass wir nie mehr Zeit füreinander haben.

Mit Olgac machen wir die Rückgabe der Pura Vida und besprechen die technischen Probleme. Die Details, was wann repariert und gerichtet werden soll, wird Walter klären. Wichtig ist die Reparatur der Genua, sonst haben Regina und Walter nur eingeschränkten Segelspaß, wie wir – das muss ja nicht sein.

Nachdem wir gepackt haben, gehen wir duschen und Dirk will nochmal zum Barber und natürlich zu Hüsniye und ihrer Mama von Silvermoon. Im Vorbeigehen reservieren wir einen Platz im Golden Plate und machen uns auf den Weg in die Stadt.

Hüsniye und ihre Mama freuen sich uns zu sehen. Wir unterhalten uns lange und die beiden erzählen, wie schön es hier noch im November ist. Nane will schauen, ob noch mal eine Woche machbar ist, das hängt vom Arbeitsanfall im Büro ab. Es wäre schön, unsere Freunde mal stressfrei außerhalb der touristischen Saison zu sehen und mehr Zeit miteinander zu haben. Leider wird aus diesen Plänen nichts werden, aber das wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Wir genießen ein leckeres Abendessen im Golden Plate, unterhalten uns noch mit Charly und sind fast froh, niemanden zu treffen, den wir kennen, um relativ früh zurück an Bord zu sein. Wir packen die restlichen Sachen zusammen, machen Fotos für Walter und Regina, was wo zu finden ist und gehen nach einem allerletzten Drink in die Koje. Wir werden sehr früh am Morgen abgeholt und wollen einigermaßen fit sein.

Bahce Bay

Bahce Bay

...leider schon wieder packen

in der MArina

Netsel Marina

Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

Sonnenaufgang in Ciftlik

unterwegs

unterwegs

Sonnenaufgang in Ciftlik

unterwegs

unterwegs

unterwegs

Die Tankrechnung

Der letzte Abend...im Golden Plate

Die Motorstunden