Der Wecker klingelt um 4.00 Uhr und das Aufstehen fällt heute besonders leicht – es geht in den Urlaub. Die letzten Tage waren anstrengend, aber jetzt ist es endlich so weit. Pünktlich um 4.45 Uhr läutet es und Dirks Nichte steht vor der Tür, um uns zum Flughafen zu fahren. Sie weiß, wo es hingeht, kennt die Orte noch von Pfingsten und hätte gute Lust mitzufliegen ;-) Am Terminal 1 warten schon Manu (darf nur Nane sagen!) noch ein bisschen verschlafen. Die Schlange am Turkish Airlines CheckIn ist noch nicht allzu lang und wir sind schnell eingecheckt. Wir scherzen mit der netten Dame am Counter und fast vergißt Sie uns die Bordkarten für den Flug von Istanbul nach Dalaman auszuhändigen. Trotz der frühen Morgenstunde ist die Wartezeit an der Security recht lang – 30 Minuten. Zum ersten Mal wird Dirk nicht auf Sprengstoff untersucht, das übernimmt Manu dieses Mal. Nach der Passkontrolle gönnen wir uns noch teures Wasser und teure Cola aus dem Getränkeautomaten und warten, das es endlich losgeht. Der Flug geht pünktlich und ist etwas unruhig und schüttelt uns ein wenig durch, abder das Bordprogramm bietet tolle Filme und mit Top Gun 2 und Maverick vergeht die Zeit recht schnell. Am Flughafen in Istanbul ist weniger los als erwartet, wir sind schnell durch die Passkontrolle und warten auf den Weiterflug. Mit 40 Minuten Verspätung sind wir endlich in der Luft, der Pilot holt etwas auf und so landen wir mit nur 25 Minuten Verspätung. Im Duty Free versorgen wir uns noch mit Raki, Gin und Martini, dann geht es mit DM-Transfer nach Marmaris. An Bord packen wir erst mal aus und verstauen unsere Klamotten für die nächsten 3 Wochen in den Kabinen. Es ist warm – sehr warm und wir freuen uns auf morgen, wenn wir endlich schwimmen können. Nane versucht einen Platz bei Deniz in Ciftlik für Samstag zu reservieren – aber der Jetty ist voll und ausgebucht. Sie probiert es beim Azmak – gleiche Aussage „we are full“. Gott sei Dank hat Mehmet’s Place noch einen Platz frei, den wir gleich für uns reservieren. Jetzt ist Nane beruhigt. Wir gehen ins Golden Plate, um etwas zu essen und besuchen danach Hüsniye, bei der Manu wunderschöne Schals einkauft. Vor dem Schlafen gönnen wir uns noch eine Dusche – herrlich. Auf einen Absacker verzichten wir, denn wir sind einfach todmüde.
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Freitag, 16. Juni 2023 | Ciftlik – Marmaris | 11,12 nm
Um kurz vor 6 Uhr wachen Dirk und Nane auf, weil auf dem Nachbarschiff Summerdream die (2-Mann) Crew das Schiff zum Ablegen klar macht. Wir sind wach und entscheiden auch abzulegen. Es soll Regen kommen und die 30 Schiffe der Russen-Regatta wollen auch alle nach Marmaris und an die Tanke. ZR muss auf Toilette und wird gleich verhaftet, um die Achterleine loszumachen. Auch wenn wir versucht haben leise zu sein, klappt das nicht optimal und Rina und Christopher werden wach und kommen mit an Deck. Wir sehen einen schönen Sonnenaufgang und genießen die morgendliche Stimmung. ZR kocht unterwegs erst mal Kaffee – einfach gut. Rina schreibt Postkarten mit künstlerischen Zeichnungen der PuraVida und wir unterschreiben alle die Grüße nach Hause. Richtung Marmaris sehen wir Blitze und hören Donnergrollen und in der Bucht von Marmaris erwischt uns der Regen. Kurz nach 8 Uhr sind wir an der Tanke mit heftigem Seitenwind, vor uns liegt die Summerdream von GMM, der Tankwart hat gerade erst aufgemacht. Wir Tanken und lassen Absaugen – wir hatten in der zweiten Woche 13 Motorstunden und tanken 17 Liter. Unser Verbrauch liegt bei 1,3 Liter pro Motorstunde – perfekt. Mehr als 1500 Umdrehungen hatten wir selten am Start. Um 8.30 Uhr machen wir von der Tanke los und Nane versucht die Marina anzufunken – ohne Erfolg. Wir rufen Olgac an, dass wir kommen und er erklärt, dass die Marineros wahrscheinlich noch nicht am Start sind. Sein Team wartet auf uns. Als wir Richtung Miknatis fahren kommt dann doch ein Marinero und gibt Nane die Muring. Als wir am Ponton liegen, gibt es erst mal einen traditionellen Anleger mit einem dünnen Weinschorle unabhängig von der Uhrzeit. Nachdem der Regen etwas nachlässt schiebt Nane das Brot aus Ciftlik in den Ofen und wir gönnen uns erst mal ein Frühstück im Cockpit mit ein paar Resten und Wassermelone.
Nach dem Frühstück wird gespült und wir fangen an so langsam zusammenzuräumen. Wir wollen noch zu Hüsniye, zum Barber und zum Essen. Unser Transfer kommt Samstag um 2:30 Uhr also wird das wieder eine sehr sehr kurze Nacht.

Donnerstag, 15. Juni 2023 | Bozukkale – Ciftlik | 18,05 nm
Wir sind relativ früh wach und Nane macht nochmal Pfannkuchen zum Frühstück auf Wunsch eines einzelnen Crewmitglieds (nicht ZR). Wir genießen das Frühstück und gehen trotz der kühlen Temperaturen noch mal schwimmen – nächste Woche im Büro haben wir keine Gelegenheit mehr.
Mustafa kommt mit seinem Fischerboot und zieht einen Schwimmponton mit trockenem Holz hinter sich her. Sobald Burcu mit den Kindern am Wochenende kommt, wird auch in Bozukkale wieder Brot gebacken. Wir trinken noch Cay zum Abschied bezahlen die Rechnung vom Vortag und legen gegen 11 Uhr ab. Rina übernimmt das Ruder und fährt uns in perfekten Halsen Richtung Ciftlik. Wir haben nicht viel Wind kommen aber mit 4 Knoten ganz gut voran. Kurz nach 15 Uhr schläft der Wind ein und wir kommen in die Bucht von Ciftlik. Am Jetty von Deniz liegt eine GMM Ycht, die Summer-Dream (57! Fuss) neben die wir uns legen. Hassan begrüßt uns und meint gleich, dass morgen Regen kommt und der gleiche Schwell angesagt ist wie am ersten Tag als wir nach Ciftlik wollten. Rina und Nane machen einen Melone-Schafskäse-Salat zum Anleger und danach gehen wir schwimmen, inkl. Skipper! ZR kocht erst mal einen Kaffee und dann ist es auch schon aus mit der Ruhe – die 30 Segler der Russen-Regatta kommen nach und nach in die Bucht. Sie legen bei Rafet-Baba an, der nicht genug Platz hat und kommen auch innen an den Steg von Deniz. Sofort wird Strom und Wasser angezapft obwohl sie nicht zum Essen gehen werden. Das Hafenkino dauert mehr als 2 Stunden, bis alle Yachten festgemacht haben. Die Regatta-Veranstaltung ist im Rafet Baba geplant. Nane ist nicht begeistert, denn die Idylle ist nachhaltig gestört. Dirk geht noch mal Drohne fliegen, aber die Schwalben machen ihm zu schaffen, er hat Sorge vor einer Kollision. Die fliegen ganz schön heftig um die Drohne herum und knapp dran vorbei, das gibt lustige Filmaufnahmen. Zurück an Bord gönnen wir uns einen Sundowner und gehen zum Essen. Wir hören die Ansage an die Regatta-Segler über Mikrophon, dass sie sich morgen an der Tanke, so aufreihen sollen, dass keine anderen Boote dazwischen kommen – für uns das eindeutige Zeichen, dass wir früh los müssen, um dem Chaos zu entgehen. Wir gehen zum Essen und es gibt gefüllte Champignons, Cigara Börek, Adana Kebap, Lamb Chops und Calamari – lecker. So richtig kann man sich nicht unterhalten, denn die Animation der Russen-Regatta ist so laut über Mikro, dass auch im Nachbarrestaurant die Gäste beschallt werden. Wir gehen zurück an Bord und gönnen uns noch einen Drink. Das wird eine unruhige Nacht, denn die Party geht auf den Schiffen nachher weiter – wir verkrümeln uns in die Kojen, um wenigstens etws Schlaf zu bekommen.


























































































