Segeltörn Sommer 2017 …los geht`s !

Endlich! Diese Woche war doch noch sehr ereignisreich, viele verschiedene Dinge sind passiert, mit denen wir “soooo” nicht gerechnet hatten, aber jetzt ist alles gut. So hat Nane die letzten Tage damit verbracht die Seesäcke zu packen, Dirk stört dabei ja nur das Gewicht, er bemängelt, dass wir schon wieder rund 27 kg pro Seesack haben, zzgl. Handgepäck.

Aber man muss auch zugeben, daß wir noch nie zu wenig hatten oder gar was vergessen haben! Also…was soll’s. Gestern noch “gschwind” Rasen gemäht (macht ja die nächsten 3 Wochen sonst keiner), Getränke für Nane´s Mutter eingekauft, sich bei den Nachbarn verabschiedet etc., etc….aber nun GESCHAFFT !!!

Wir sind unterwegs – endlich. Wir sind mit dem eigenen Auto zum Flughafen, allerdings haben wir Harry dabei, er nimmt den Mokka wieder mit – obwohl er sicherlich gerne dabei wäre…fährt er wieder ins Geschäft und malocht, während wir es uns gut – oder eher sehr gut – gehen lassen.

Wie immer werden wir hier versuchen, täglich unser Logbuch zu veröffentlichen, Bilder werden dann auch wie immer im Anschluss des Törns hinzugefügt (zuviel Datenvolumen), wir müssen ja auch nach dem Segeltörn noch was vom Segeltörn haben ;-) Viel Spaß beim Lesen…auch wenn euch einiges bekannt vor kommt weil wir dort schon waren – es ist für uns jedes Mal auf’s Neue ein riesen Spaß und super schön dort!

3 Wochen auf See…schade, dass Ihr nicht dabei seid ;-) Zumindest an der Aussicht im Flugzeug können wir euch schon teilhaben lassen.

...endlich

Flughafen Stuttgart

...unser Flieger

Los gehts...

Die Anreise...

Die Anreise...

Die Anreise...

Die Anreise...

über den Wolken...

Die Anreise...

Die Anreise...

Die Anreise...

...über den Wolken - Hinflug

...über den Wolken - Hinflug

...über den Wolken - Hinflug

...über den Wolken - Hinflug

...über den Wolken - Hinflug

...über den Wolken - Hinflug

Im Flugzeug

Los gehts....

Unterwegs...

Deizisau

Pünktlich um 20.30 Uhr landen wir in Dalaman. Nach 20 Minuten haben wir unsere Seesäcke, Nane kauft noch einen Gin für Canan, dann heben wir noch kurz Bargeld ab und wie immer wartet der DM-Transfer pünktlich auf uns, dass wir gleich los können.

22.50 Uhr kommen wir in der Adaköy Marina an. Der Fahrer ist die Strecke das erste Mal gefahren und musste sich zwischendurch immer wieder versichern, dass das so stimmt, denn im Dunkeln kommen einem die holprigen Straßen doch eher wie Offroad vor ;-)

Jetzt sind wir da und gönnen uns im Cockpit unseres Schlafplatzes für 1 Nacht erst mal etwas zu trinken. Nach dem lauten Tag mit vielen Menschen und einer unangenehmen Lautstärke im Flugzeug, kommt einem die Stille und das Zirpen der Grillen einfach herrlich vor.

Es geht wieder los…Andiamo wir kommen!

Andiamo wir kommen!

…oder genauer gesagt Adakoy Marina, denn dort liegt die Andiamo, an Marmaris vorbei direkt zum Schiff – der Andiamo, einkaufen nicht mehr nötig – das konnten wir direkt alles von zu Hause aus organisieren (Migros liefert nach der Onlinebestellung direkt aufs Boot).Lange wussten wir nicht ob wir aus beruflichen Gründen überhaupt den Sommerurlaub antreten können, aber jetzt, so kurz vor knapp hat sich alles zum Guten geändert! Zum Glück.

So, unter diesen ungewissen Bedingungen, haben wir natürlich keine große Werbung für unseren Törn gemacht, der eine hat nun eh keinen Urlaub, dem anderen ist es zu warm und noch ein anderer meldet sich leider nicht, gerne hätten wir Ihn dabei gehabt! Außerdem wollen wir uns nicht immer rechtfertigen warum wir schon wieder oder noch immer in die Türkei fahren.

Die Flüge mit TK sind gebucht und wir hatten zum Glück eine Option auf die “Andiamo” von Dreams of Sailing, daher haben wir unser Wunschboot für unseren Sommer – Segeltörn zu 2 – nur Nane & Ich ;-) Wir werden das alles völlig gechillt angehen, von Bucht zu Bucht, der Weg ist das Ziel. Die Seesäcke sind fast gepackt, die Fotoausrüstung ist komplett und neue Musik ist auf den neuen “Urlaubsnavigationslaptop” geladen, diese wird uns über die Bose Box wiedergegeben den Törn versüßen.

 

3 Wochen segeln…das haben wir uns verdient ! Wir werden natürlich berichten und euch an unseren Erlebnissen teilhaben lassen..!

Bilder von unserem Zu Hause für die nächsten 3Wochen – der Andiamo

Andiamo

Andiamo

Netsel Marina

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

 

 

Chartern in der Türkei – Geheimtipp oder Pulverfass?

Chartern in der Türkei – Geheimtipp oder Pulverfass?

Veröffentlicht am 05.05.2017 auf Segeln-Magazin.de

segeln Magazin

Putschversuch, Repressionen, Verhaftungen und Terror: Die Türkei fällt besonders durch negative Schlagzeilen auf. Doch wie ist die Lage an den Küsten, in den Buchten und Marinas des Segelreviers?

Die Lage für Vercharterer in der Türkei ist schwierig. Wie war die Buchungslage bei Argos 2016?
Es war natürlich weniger. Aber wir hatten gute Vorausbuchungen und obwohl sich die Lage verändert hat, gab es kaum Absagen. Im Großen und Ganzen konnten wir mit dem Türkeigeschäft im abgelaufenen Jahr noch zufrieden sein.

Und 2017?
Die Vorausbuchungen sind stark eingebrochen. Wenn sich die Lage nicht ändert, werden wir in der Türkei nur einen Bruchteil des Vorjahresumsatzes erreichen.

Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe für diesen Einbruch?
Natürlich die allgemeine politische Lage. Hinzu kommt ein Gefühl der Unsicherheit, nachdem auch Touristen in den Großstädten durch Unruhen betroffen waren. Auch wollen viele nicht in ein Land reisen, in dem die Meinungsfreiheit zunehmend eingeschränkt wird.

Welche Perspektiven sehen Sie für das Charterrevier Türkei?
Auch wenn es optimistisch klingen mag: Ich sehe die Lage gelassen. Das Segelrevier gehört mit zu den schönsten, die Infrastruktur für Segler ist hervorragend, mit das Beste, was im Mittelmeer geboten wird. Kulinarisch werden die Gäste mit türkischen Spezialitäten sehr verwöhnt. Nicht zu vergessen die Menschen: die sind nach wie vor so freundlich, wie sie immer waren.

Was müsste sich Ihrer Meinung nach in der Türkei ändern?
Die Lage müsste sich konsolidieren; die Türkei müsste aus den Negativschlagzeilen der Medien herauskommen. Unruhen gibt es auch in anderen Ländern.

Die Beziehungen der EU mit der Türkei sind auf einem Tiefpunkt angelangt. Bekommen das auch Segler zu spüren?
Die Türken sagen zwar ‚Nein‘ zur EU, nicht aber zu den Europäern. So haben viele Segler nichts vom Putsch mitbekommen und erst zu Hause in den Zeitungen davon gelesen.

Ausnahmezustand, strengere Kontrollen, das Auswärtige Amt kann nicht ausschließen, dass eine Ausgangssperre kommt. Gibt es hier bereits Beschwerden von Seglern?
Wir hatten 2016 keine einzige Beschwerde: nicht bei den Flügen und schon gar nicht bei den Törns.

Erdogan spielt, wohl um seine politischen Ziele zu erreichen, auch die islamistische Karte. Führt die zu einer Fanatisierung? Sind davon auch Segler betroffen?
Nein! Und ganz sicher nicht im Segelrevier zwischen Izmir und Antalya.

In einem Restaurant in Istanbuls Stadtteil Ataköy hat man sich geweigert, mir ein Glas Wein zum Essen zu servieren. Könnte das Schule machen?
Sicher nicht an der Südküste. Es könnte aber sein, dass die ohnehin schon sehr teuren alkoholischen Getränke steuerlich noch mehr belastet werden. Schon immer gab es in der Türkei eine Alkoholausschanklizenz. Nur einige durften und dürfen deshalb alkoholische Getränke, wie beispielsweise Wein oder Bier, servieren.

Werden sich auch Segler bald an die Bekleidungsvorschriften des Korans halten müssen?
Bodrum gilt als das Saint-Tropez der türkischen Riviera. Türkische und ausländische Touristen laufen oft im Bikini am Strand herum. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Die Sicherheitslage an der türkischen Riviera und der Ägäisküste ist laut Auswärtigem Amt stabil. Kann wirklich jedes Risiko ausgeschlossen werden?
Ich würde sagen, Ja. Das Leben birgt immer Risiken. Wohin die Reise geht, das kann zurzeit keiner in der Türkei sagen.

Wird die PKK auch wieder touristische Ziele ins Visier nehmen?
Ihre Angriffe richten sich ausschließlich gegen das Militär und die Polizei.

Der Terror des IS hat vor allem religiöse Motive. Sind da Touristen und Segler als Andersgläubige nicht bevorzugte Ziele?
Die wollen töten. Möglichst viele und egal welcher Religion. Für den IS sind daher große Menschenansammlungen in den Städten interessant. Segler sind vereinzelt unterwegs, deshalb kein lohnenswertes Ziel.

Wie sicher sind die Flughäfen in der Türkei?
Nach dem Anschlag auf den Flughafen von Istanbul wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Seither sind sie so sicher, wie in anderen Ländern auch.

Wie sicher sind Marinas, die doch als ‚weiche Ziele‘ gelten?
Türkische Marinas waren noch nie ‚weiche Ziele‘. Sie wurden schon seit Jahren sehr gut bewacht, sowohl im Eingangsbereich als auch innerhalb der Anlagen. Ich sehe kein erhöhtes Risiko.

Wie sicher können sich Segler unterwegs fühlen?
Keiner unserer Kunden hatte bisher ein Problem. Vor Ort sieht eben manches anders aus, als es zu Hause von den Medien dargestellt wird.

Ist man in Straßencafés und Restaurants gefährdet?
Nicht mehr als anderswo.

Wie sollen sich Segler Ihrer Meinung nach im Hinblick auf terroristische Gefahren verhalten?
Ganz normal! Es heißt immer, man soll Menschenansammlungen meiden. Ich frage mich welche? In Marmaris steht zurzeit alles leer. Trotzdem sollte man Verständnis für die Lage haben und Diskussionen, vor allem mit der Polizei, vermeiden. Als Gast in einem fremden Land sollte man sich generell mit politischen Äußerungen zurückhalten.

Sie sind selbst Muslimin. Was sollen Segler in einem moslemischen Land unbedingt beachten?
Die Türkei ist ein laizistisches Land! Beachten sollte man trotzdem, was einem der Anstand gebietet. Sich nicht über fremde Glaubensriten mokieren und nicht während der Gebetszeiten durch die Moscheen laufen. Zeigen Sie Respekt vor anderen.

Wenn ich 2017 in der Türkei segeln möchte, auf was muss ich mich einstellen?
Das Yachtangebot hat sich reduziert, das eine oder andere Restaurant könnte geschlossen sein. Dafür gibt es kein Gedränge in den Häfen und viel Platz zum Ankern, weil wenige Gulets unterwegs sind.
Rückblickend auf die boot 2017 kann ich berichten, dass einige Türkeikenner gerade jetzt in der Türkei ihren Segelurlaub verbringen möchten. Sie wollen sich mit der Bevölkerung durch ihren Aufenthalt solidarisch zeigen und dem Land treu bleiben.

Vielen Dank für das Gespräch.

Seit einigen Jahren gehen die Buchungen zurück. Viele Urlauber sind verunsichert. Ist die Türkei noch ein sicheres Land? Oder wird das Revier aus Protest gegen Recep Tayyip Erdogan boykottiert? segeln-Autor Carl Victor sprach mit Aysegül Inceören von Argos Yachtcharter über die Lage in der Türkei.

Wer sich den Originalbericht von www.segeln-magazin.de ausdrucken möchte, kann dies hier tun – einfach ins Bild klicken…Segeln Magazin