Mittwoch, 12.06.2019 | Datca – Sailors Paradise | 16,26 nm

Nane und Dirk wachen kurz vor neun auf, Thomas winkt aus seiner Kabine und wünscht sich Haltegriffe zum Aufstehen. ZR und Micha sind nach ihrem ersten Kaffee weg an den Strand, um zu schwimmen. Also setzen wir nochmal Wasser auf. Nane macht Eier mit Suzuk für ZR, Dirk und Thomas, Micha kriegt pochierte Eier in Essigwasser gekocht. Kulinarisch können sich die Jungs nicht beklagen! Nach dem Frühstück machen wir klar Schiff. Dirk spritzt die Andiamo ab, tankt Wasser und Thomas und Micha spülen. ZR hat jetzt auch noch einen Cut im Finger und ein Pflaster dokumentiert seine Verletzung. Wir gehen in die Stadt zur Apotheke, etwas shoppen und dann noch zum Migros, die Vorräte auffüllen. Gegen 11.30 Uhr sind wir zurück und gönnen uns noch ein Dondurma in der Hitze. Nane bekommt Basilikum geschenkt, das brauchen wir für unsere Limon-Pasta mit Parmesan – perfekt.

Pünktlich um 12 Uhr legen wir ab und in der Bucht von Datca haben wir schönen Wind aus Südost, also setzen wir die Segel und gleiten hart am Wind mit 6 Knoten Fahrt Richtung Hisarönü-Golf. Nane hat für Freitag einen Platz im Aurora reserviert und Hussein freut sich, dass wir uns wieder sehen. Er hatte uns schon in Facebook verfolgt, wusste also dass wir kommen, aber nicht wann.

Thomas ist am Ruder und „speed without target“ schlägt zu, er hält lieber auf Symi zu, als auf Sailors Paradise, weil wir dann mit zwei Knoten mehr Speed unterwegs sind. Aber er lässt sich dann doch überzeugen, den richtigen Kurs einzuschlagen. Micha löst Thomas am Ruder ab und lässt sich auch vom Speed-Rausch anstecken – hätten wir den Yesilova als Ziel, würde das passen, also halsen wir einmal in den Hisarönü-Golf, um dann mit einer weiteren Halse direkt die Einfahrt zu Sailors Paradise zu erwischen.

15.15 Uhr liegen wir am Jetty und wundern uns, wie sich die Bucht verändert hat auf der Westseite steht plötzlich eine Villa mit Rollrasen und Holzsteg, daneben noch zwei weitere Häuser – alles im Winter entstanden. Ob uns das gefällt, wissen wir nicht. Der Hühnerstall ist verschwunden, hier stehen jetzt auf Stein-Terrassen Holzhütten, die für Gäste von Sailors gedacht sind… hmmm.

Wir begrüßen die Familie, verabreden uns zum Tee und gönnen uns erst mal einen Anleger mit Coban Salata. Danach müssen wir schwimmen, denn es ist warm. Thomas und Nane sind zuerst im Wasser. Dirk, Micha und ZR verquatschen sich mit Helmut am Steg. Wir schwimmen zu den neu angelegten Anwesen und die Neugier lässt uns Strecke machen. Es sieht alles sehr schön aus, aber wie wird sich die Bucht verändern, wenn der Charme der Einsamkeit verloren geht. Wind kommt auf und bläst mit Böen kräftig in die Bucht. Wir quatschen mit der Nachbarcrew aus Südafrika und gehen nach dem Baden einen Tee trinken. Zerrin erzählt uns von den Veränderungen, der alte Koch Bayram ist weg, die Küche wurde komplett umgebaut, die Ziegen sind dieses Jahr aus den Bergen nicht zurück gekommen, weil sie Angst vor dem Nachbarshund haben…. Es hat sich viel verändert. Es gibt Johannisbrotkuchen – super lecker und Tee. Wir spielen mit Egge, dem wir ein bisschen Lego mitgebracht haben… Einfach schön hier zu sein.

Der Wind hat zugelegt und wir genießen die frische Brise. Für morgen sind gegen Abend und für die Nacht bis zu 30 Knoten in Böen angesagt, so dass wir den Plan in die Bucht zu gehen verwerfen und nur zum Fun-Segeln raus gehen, um dann wieder hierher zu kommen – keine schlechte Alternative. Thomas besteht aber darauf Pfannkuchen zu bekommen, die es sonst nur in der Bucht gibt.

Um 19:30 Uhr gehen wir zum Abendessen, das Konzept hat sich etwas verändert, es gibt jetzt eine Bar, der Eingang zur Küche ist zu und die Kühltheke steht in einer größeren Öffnung, die Hauptspeisen werden auf Holzbrettchen serviert und schön dekoriert. Thomas vermisst das Steak Oscars und entscheidet sich für Pilzrahmsauce zum Steak, es gibt ein größeres Angebot an Vorspeisen – wir sind zufrieden, es schmeckt allen gut.  Als Nachtisch bekommen wir unseren Cay, sogar für Thomas gibt es Elma Cay – perfekt. Die Rechnung machen wir morgen früh und Mehmet lädt uns zum Frühstück ein.  Wir gehen zurück an Bord, trinken noch ein Gläschen Wein und einen Raki, quatschen ein wenig mit den südafrikanischen Nachbarn und verkrümeln uns gen Mitternacht in die Kojen.

Datca

Datca

Datca

Datca

Datca

Datca

Sailors Paradies

Sailors Paradies

Sailors Paradies

Sailors Paradies

Sailors Paradies

Sailors Paradies

...unterwegs

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Saustall ;-)

Saustall ;-)

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Dienstag, 11.06.2019 | Palamut – Datca | 13,13 nm

Micha und ZR waren schon schwimmen als Nane wach wird. Heute gibt es Käse-Omelett zum Frühstück mit Tomaten und Gurken als Beilage. ZR muss genötigt werden, außer dem Omelett auch frische Komponenten zu sich zu nehmen. Er meint seine Mama wäre stolz auf ihn, wenn sie sehen würde, wozu Nane ihn zwingt. Gürcan kommt vorbei, bringt uns frisches Brot mit und holt das japanische Heilpflanzenöl für seine Schwester ab, dass Nane im DM-Markt in Deutschland gekauft hat.

Ein Anruf aus dem Pflegeheim bringt Nane aus dem Konzept – ihre Mama musste ins Krankenhaus – da kommt Panik auf. Bis sie herausbekommt, was los ist, hängt sie in Warteschleifen und wird richtig laut, als man versucht sie zu vertrösten. Niedriger Blutdruck und Kreislaufprobleme haben den Arzt veranlasst, die Mama ins Krankenhaus zu verlegen. Nane dreht fast durch vor Sorge, denn das Krankenhaus will am Telefon auch keine Auskunft geben, da könnte ja jeder anrufen.

Wir gehen noch kurz im Gemüsemarkt vorbei, um Tomaten und Gurken für einen Coban Salat zu kaufen und trinken einen Kaffee bei Gürcans Cousin. Hier kaufen wir auch noch ein Glas Honig 40 Tyl für 1 kg ist ein super Preis und bedanken uns für die Gastfreundschaft.

Kurz vor dem Auslaufen rufen wir nochmal im Krankenhaus an und erfahren, die Mama ist stationär aufgenommen und man entscheidet gegen Abend, wie es weiter geht – erst mal sollten wir uns keine Sorgen machen. Die Freunde in Deutschland sind informiert, um Hilfe zu leisten, falls nötig.

Wir verabschieden uns von Palamut und legen ab. Bis zum Kap Ince Burun haben wir keinen Wind und müssen motoren. In der Bucht von Datca können wir dann mit achterlichem Wind cruisen und kommen gegen 16 Uhr in Datca an. Dirk muss zweimal anfahren, der Wind vertreibt uns ganz schön, das Ankermanöver klappt perfekt und wir haben einen Liegeplatz direkt vor dem Büro des Hafenmeisters. Neben uns macht kaum, dass wir die Leinen fest haben eine riesige Motoryacht fest und spendet Schatten. Nane bekommt, den Anruf, dass die Mama wieder zurück aus dem Krankenhaus im Pflegeheim ist und weint erst mal vor Erleichterung. ZR und sie schnippeln für einen Coban Salat  und bereiten den Anleger-Snack vor. Einmal nicht aufgepasst nimmt Nane rückwärts eine Stufe zu wenig und macht den Abgang – Gott sei Dank ist nichts passiert. Sie kommentiert die Aktion mit „ZR hat einen Spreißel im Hintern, ich die ganze Andiamo“ – der blaue Fleck wird sicher gigantisch. Wir machen uns fertig, um an den Strand zu gehen und im Anschluss in den warmen Quellen von Datca zu baden – Entspannung, das kommt heute besonders gut. Gegen 19 Uhr machen wir uns fertig und gehen Richtung Stadt – unser Ziel ist das Café Inn am Strand, in dem man sehr gut Essen kann. Thomas gönnt sich Bruschetta mit Entrecôte, ZR Pastrami und eine Pizza 4 Käsesorten, Nane und Dirk nehmen Bruschetta und Pizza Tuna und Michel eine Pizza Funghi – sehr lecker, in tollem Ambiente zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf dem Rückweg bummeln wir zur Teestube, lauschen dem Festival auf dem großen Platz und flanieren zurück an Bord. Nane telefoniert mit ihrer 92jährigen Mama und ist froh, dass alles glimpflich abgelaufen ist, mit der Diagnose dehydriert plus Harnwegsinfektion wurde sie entlassen. Wie das Pflegeheim behaupten kann, dass es Trinkprotokolle gibt, die belegen, dass sie 1500 ml am Tag trinkt, wissen wir nicht – Märchenstunde, aber das ist ein anderes Thema, dass Nane sicher mal in einem Buch zusammenfasst.  Thomas kauft noch Sesamkekse und Kokosmakronen ein. Die Makronen sind fantastisch lecker, die Sesamkekse schmecken „gesund“. Nach einem Absacker an Deck gehen wir in die Kojen.

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

Datca Hafen

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

Montag, 10. Juni 2019 | Bozukkale – Palamut | 34,61 nm

Heute fallen alle früh aus dem Bett, um 7 Uhr sind Thomas und Nane schon wach. Nane schreibt den Blog der letzten Tage, Thomas kommuniziert mit der Welt, Micha geht baden und ZR wundert sich, dass in seiner persönlichen Ruhephase schon alle bis auf den Skipper am Start sind – er braucht erst mal einen Kaffee, um in die Gänge zu kommen. Der Ofen ist schon eingeheizt, aber das Brot braucht noch etwas Zeit. Micha und Thomas decken schon mal den Tisch. Dirk holt schließlich das Brot und wir frühstücken genüsslich mit allem, was der Kühlschrank her gibt.

9.30 Uhr legen wir ab, der Weg nach Palamut sind ohne Kreuz 33 nm. Kaum draußen setzen wir das Groß und die Genua. Mit kaum Welle und 17 Knoten scheinbarem Wind, lässt sich was anfangen. Gegen 11.30 Uhr schläft der Wind zwischen Symi und dem Yesilova-Golf ein und wir starten den Motor. Wir hoffen, dass der Wind nach einer kurzen Mittagspause wieder an den Start geht. Angesagt ist nichts, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

13.00 Uhr setzen wir erneut die Segel, kaum haben wir Symi passiert ist der Wind wieder da, nun cruisen wir mit 6,5 Knoten Richtung Datca… nach einer Stunde müssen wir eine Wende fahren, um das Kap Ince Burun zu umrunden. Ohne Welle gleiten wir mit 5 bis 6 Knoten dahin – herrlich entspannend.  Um 15 Uhr sichten wir Delfine und einer macht uns sogar die Freude vorne im Bug mitzuschwimmen. Dirk hält die GoPro drauf und wir haben eine bleibende Erinnerung an die kurze Reisebegleitung. Wir cruisen dahin und der Wind lässt nach die letzte Stunde müssen wir motoren. Dafür, dass heute kein Wind angesagt war, haben wir trotzdem mehr als die Hälfte der Strecke unter Segel geschafft – schön.

16.45 Uhr wir steuern den Hafen von Palamut an, holen die Fender raus, machen die Achterleinen klar. An der Hafenmauer steht schon der Hafenmeister mit Gürcan, der uns einen Platz reserviert hat. Wir trinken erst mal zusammen einen Anleger, gehen dann Kaffee trinken in der kleinen Pension am Hafen, die Gürcans Cousin gehört und bei denen wir die Duschen und Toiletten nutzen dürfen. Über die mitgebrachten Duplo freut er sich und gönnt sich gleich zwei hintereinander. Er lädt uns ein, das neue Hotel für das er arbeitet zu besichtigen und wir fahren in die Berge um uns das Karia Hotel anzusehen – ein tolles Konzept, eine traumhafte Lage wunderschön angelegt – wir drücken alle Daumen, dass es von ausreichend Gästen angenommen wird.

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Auf dem Rückweg setzt Gürcan Micha, ZR und Dirk beim Barber ab, die Rasur ist überfällig und Micha und ZR brauchen auch einen neuen Haircut. Thomas und Nane gehen an den Strand – aber nur Nane geht ins Wasser, Thomas will trotz hautstraffender Wirkung von kaltem Wasser nicht baden gehen. Auf dem Rückweg testen wir die Duschen von Gürcans Cousin – toll und schick – perfekt. Heute Abend gehen wir ins Almond Restaurant, das zum Hotel von Gürcans neuem Hotel gehört und werden es testen. Wehmütig schauen wir in „unser“ Adamik, das sich komplett im Umbau befindet und senden Grüße an unsere liebste Freundin Esin. Schade – im Adamik hat ein Stück unseres Herzens gewohnt , aber die Welt ändert sich und jeder muss die Perspektiven ergreifen, die er für richtig hält.

Bis die Jungs vom Barber kommen, dauert es und Thomas und Nane gönnen sich ein Weißweinschorle. Als die Jungs wieder an Bord sind, müssen sie erst mal schwimmen gehen, denn die Klimaanlage beim Barber war nicht in Betrieb – zwischendrin hatten sie noch einen kleinen Stromausfall. Frisch gestylt sehen sie richtig schnieke aus. Thomas und Nane gönnen sich derweil ein zweites Schorle.

Kurz nach acht Uhr gehen wir dann Richtung Restaurant. Wir freuen uns, die blauen Stühle und Tische vom Adamik wieder zu sehen – etwas heimatliche Gefühle kommen auf. Wir bestellen Peppersteak, Mushroom Steak, ChickenCurry, Salat, Cigara Börek, Haydari und Tsatzik – es dauert trotz weniger Gäste etwas länger, aber das Essen schmeckt allen sehr gut – ein gelungener Abend. Wir schnacken mit Gürcan und stellen fest, dass wir mal wieder todmüde sind – von was eigentlich? Auf dem Rückweg gehen wir an den „Büdchen“ vorbei, die allerlei Krimskrams anbieten und nehmen noch einen Absacker an Bord. Gute Nacht

Bozukkale

Beim Barber

Der Friseur

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

Andiamo

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

unterwegs

Palamut

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

Mond