27.05.2018 | Selimiye

9.00 Uhr | Das frische Fladenbrot vom Bäcker hier in Selimiye ist noch warm, als es geliefert wird. Wir decken den Tisch, Thomas schneidet Brot und Nane macht Spiegeleier für die Jungs. Heute können wir völlig gechillt in den Tag gehen, wir bleiben in Selimiye – laut unseren Vorhersagen ist für den Nachmittag Gewitter angesagt.

10.30 Uhr | Wir gehen shoppen. In ganz Selimiye ist kein Mineralwasser mit Gas zu finden – yok. Wir kaufen Kirschen (in Gedenken an ZR), Pfirsiche, Gurken, Tomaten, Knoblauch…. Alles was man so brauchen kann, wenn man am nächsten Tag in eine Bucht will.

11.30 Uhr | Es ist warm  und drückend, aber die schlechte Vorhersage von gestern trifft bis jetzt noch nicht ein. Dirk fragt nach, wieso wir überhaupt in Selimiye geblieben sind… naja das mit den Wettervorhersagen war noch nie richtig passend. Wir gehen schwimmen. Danach kreiert Micha einen köstlichen Drink aus Erdbeerlimes, frischem Pfirsich, Eiswürfeln, Soda und Zitrone – lecker.

13.00 | Thomas hat sich gemütlich in eine Liege am Aurora gesetzt und korrespondiert mit Gott und der Welt. Micha und Dirk machen sich auf, um die Bucht von Selimiye mit Fotoapparat und zu Fuß zu erkunden. Nane liest – chilliger geht’s nicht. Ein Fischer liefert zwei frische Schwertfische direkt ins Restaurant – beeindruckende Fische. Nane erinnert sich an ihre Begegnung mit einem Schwertfisch letzten Sommer – das war adrenalintreibend.

16.30 Uhr | Schwimmen, lesen, dösen – so ungefähr kann man sich unseren Nachmittag vorstellen. Hinter den Bergen grummelt Donner, aber weit entfernt. Micha und Dirk sind zurück und rufen Nane aus dem Wasser, wir müssen ins Karadut zum Kaffee trinken. Die Mädels freuen sich, wir bestellen Maulbeer-Limonade, Cappuccino, Tiramisu, Schokoladen-Käsekuchen und Maulbeertörtchen – hmmm. Dirk fotografiert die kleine Karadut und wir verabschieden uns, bis in den  September.

18.30 Uhr | Wir gehen noch mal schwimmen – so oft waren wir Pfingsten noch nie im Wasser (Grüße an ZR).

19.30 Uhr | Wir gehen zum Essen. Außer der Callisto-Crew und uns hat heute kein Schiff am Aurora angelegt. Wir gönnen uns wieder viele Vorspeisen, Karotten-Zucchini-Walnuss-Mus, eingelegten Schafskäse, gegrillte Paprika, Zakenbarsch-Carpaccio. Dirk und Thomas entscheiden sich für Schwertfischsteak, Micha und Nane möchten gegrilltes Gemüse mit Joghurt.

21.30 Uhr | Micha hat in einem der Läden eine türkische Pumphose entdeckt, die er gut findet. Nane soll sich das mal anschauen. Nach dem Essen hat keiner mehr Lust, in den Laden zu gehen, aber Nane überzeugt die Jungs, sich doch noch mal zu bewegen. Im Laden probieren Thomas und Micha unterschiedliche Modelle der Hosen nach „Adana-Art“, Nane probiert auch eine an, aber die ist an den Waden zu eng. Micha sieht phantastisch aus, wie ein buddhistischer Guru, weiß aber nicht, wann er die Hose zu Hause tragen soll. Thomas findet ein Modell in grau/schwarz und es steht ihm ausnehmend gut. Nane verhandelt Indirim und statt 85 Tyl zahlt er nur 80 Tyl.Auf dem Rückweg stellen wir fest, dass Micha eine Hose wollte und Thomas nun eine hat – so ist das Leben.

23.00 Uhr | Wir nehmen noch einen Abschlussdrink und verkrümeln uns in die Kojen. Dafür, dass wir hier das Gewitter abwettern wollten, das nicht kam, war es ein schöner Tag.

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Aurora Restaurant

Erdbeerlimes

Kontrolle...

Aurora Restaurant

2 Anker...

Selimiye

Aurora Restaurant

Aurora Restaurant Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

im Schuh versteckt

Selimiye

Selimiye

Selimiye

Selimiye

 

26.05.2018 | Sailors Paradise – Selimiye | 7,5 nm

8.35 Uhr | Heute konnten wir länger schlafen, die Nacht war angenehm ruhig, der Wind hat gegen Abend nachgelassen. Frisches Brot haben wir gerade keins mehr, also gönnen wir uns Milchreis. Thomas rührt Zimt und Zucker zusammen und Nane kocht einen Liter Milch auf.

9.15 Uhr | Es ist kühler geworden, wir haben nur noch 20 °C in der Andiamo – heute soll es regnen, das Barometer ist gefallen. Wir kommen nicht so richtig in die Puschen – es ist windstill und so macht jeder irgendwas. Der eine liest, der andere schreibt WhatsApp, der Dritte hört Hörbuch, Nane spielt mit Ege und quatscht mit Zerrin.

10.00 Uhr | Nane und Dirk haben sich mindestens 5 mal von den Zicklein verabschiedet – wie groß werden die wohl im September sein, wenn wir wieder hier sind? Bayram versteht nicht, warum wir erst im Herbst wieder kommen, wir sollen doch auch noch mal im Juli vorbeischauen – irgendwann müssen wir arbeiten, um uns diesen Urlaub leisten zu können, erklären wir ihm ;-) Wir trinken Cay und bezahlen unsere Rechnung von gestern. Die Jungs schmöckern in alten Segelzeitschriften. So tiefenentspannt wie heute sind wir selten.

11.30 Uhr | Wolken ziehen auf und es regnet ein wenig. Naja wir sind ja nicht aus Zucker, also machen wir die Andiamo startklar. Die Spring vom Nachbarboot holen wir zurück an Bord und räumen alle Handtücher auf.

12.15 Uhr | Wir legen ab, es regnet leicht, aber das macht nichts. Draußen ist kaum Wind, aber Thomas und Nane setzen die Genua – Micha ist amüsiert, weil wir nur mit 1 Knoten vorankommen. Heute steht der Tag unter dem Motto „Entschleunigung“. Thomas soll ein Referat vorbereiten, weigert sich aber – die beiden Lehrenden sind enttäuscht – etwas mehr Motivation hätten sie schon erwartet.

13.00 Uhr | Wir kommen mittlerweile mit 2,5 Knoten voran. Dirk fragt sich, was mit uns los ist, aber noch hat keiner Lust den Motor zu starten, also unterhalten wir uns weiter über Entschleunigung (Thomas will immer noch nichts vortragen) und finden es gut, wie es ist.

14.00 Uhr | Die Wolken werden schwärzer und in den Bergen donnert es. Wir haben 3,5 Knoten Fahrt, jetzt fängt es an zu regnen. Wir holen unsere Segeljacken hoch, ziehen feste Schuhe an – nur unser Hamburger Jung ist ohne Segeljacke angereist und zieht sich unter Deck zurück.

14.30 Uhr | Jetzt regnet es aus Eimern. Der Wind ist weg und wir haben die Genua eingeholt. Um uns rum, alles schwarz und riesige Tropfen plätschern auf’s Wasser. Der Regen sieht aus wie ein Vorhang. Wir steuern Selimiye an.

15.30 Uhr | Wir liegen am Steg des Aurora Restaurant. Suzan und ihre Jungs haben uns mit Regencapes die Muring gegeben und die Achterleinen angenommen – so viel Wasser von oben hatten wir hier selten. Nane setzt Wasser auf und bereitet Pasta Limon nach dem Rezept von Andrea vor. Wenn schon das Wetter schlecht ist, soll wenigstens das Essen passen. Für Suzan haben wir Schokolinsen mitgebracht und für Hüssein Haribo Colorado – wer den beiden eine Freude machen will, hat damit gewonnen.

16.30 Uhr | Der Regen hat nachgelassen und wir wollen ins Café Cerie. Das Team ist umgezogen und hat hinter dem Sardunya Restaurant ein neues Café aufgemacht: Karadut. Das wollen wir mal ausprobieren. Als wir ankommen, werden wir herzlich begrüßt. Wir bestellen Cappuccino, Aprikosenkuchen und Nane bekommt Noahs Pudding, eine türkische Spezialität mit mehr als 40 Zutaten. In dem kleinen Lädchen nebenan ist eine Babykatze, die so heißt wie das Kaffee: Karadut. Der kleine schwarze Kater ist herzallerliebst und wir spielen eine Stunde mit ihm bei uns am Tisch, bevor wir schweren Herzens die Rechnung verlangen.

Selimiye Karadut

18.30 Uhr | Auf dem Rückweg stöbert Thomas in den netten Lädchen von Selimiye und kauft Mitbringsel für zu Hause. Dirk und Micha sind auf Fototour.

19.30 Uhr | Wir gehen zum Essen und seit wir hierher kommen, ist es erst das zweite Mal, dass wir drinnen sitzen. Wir gönnen uns einige der leckeren Vorspeisen und bestellen als Hauptgang Wolfsbarsch, Chicken Curry und Gemüsekasserole – sehr lecker.

21.45 | Thomas geht nochmal in den Ort um seine Bestellungen im Schmuckladen abzuholen, Dirk, Micha und Nane trinken Cay und amüsieren sich über Kinder, die während sie ins iPad starren von ihren Müttern gefüttert werden und mit vollem Mund sprechen – oh weh, wo ist sie hin die Erziehung?

22.00Uhr | Wir nehmen noch einen Absacker an Bord. Raki mit Kirschsaft als Erinnerung an Nick. Gute Nacht.

Kuzbükü Yacht Club

Kuzbükü Yacht Club

Kuzbükü Yacht Club

Kuzbükü Yacht Club

Kuzbükü Yacht Club

Kuzbükü Yacht Club

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

Mehmet kommt

unterwegs

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

 

25.05.2018 | Sögüt – Sailors Paradise | 12,5 nm

7.30 Uhr | Keine Ahnung warum, aber wir sind hier in Sögüt mal wieder extrem früh wach. Zuhause ist es 6.30 Uhr – naja dann wird uns der Wecker zu Hause nicht allzu heftig treffen, wenn es wieder ins Büro geht.

8.15 Uhr | Nane macht Pfannkuchenteig und wundert sich über das Mehl – das ist irgendwie dunkler und scheint Vollkorn zu sein – naja, da sind wir mal gespannt, wie die Pfannkuchen schmecken, lieber noch etwas mehr Zimt in den Teig. Die Pfannkuchen schmecken lecker – Gott sei Dank. „Gehaltvoller“ meint Thomas. Nane ist zufrieden, jeder der Jungs hatte 3-4 Pfannkuchen – scheint also gut gewesen zu sein.

9.15 Uhr |  Wir gehen zum Market, kaufen Village-Bread, Tomaten und ein paar Kleinigkeiten. Nane lässt 10 Lira für Öykü da, dass die sich ein Eis bei der Tante holen kann. Wir bringen die Einkäufe an Bord, trinken noch einen Tee und wollen die Rechnung von gestern Abend begleichen. Gümüsler möchte mit Nane einen Spaziergang durch den Ort machen – die Zeit muss sein.

9.45 Uhr | Der Weg führt den Berg hoch, die Mädels quatschen. Gümüsler erwartet das 2. Baby Anfang Oktober und so laufen sie yavas yavas durch den Ort. Immer mehr neue Häuser werden gebaut, schick mit tollen Gärten – Sögüt entwickelt sich. Gümüsler zeigt Nane wo sie wohnen und je höher es den Berg rauf geht, um so atemberaubender wird der Blick. Gümülser meint, dass Nane und Dirk doch hier ein Haus bauen könnten, damit sie immer am Meer sind, wenn sie alt sind. Ja das hätte was – mal sehen, was das Leben in ein paar Jahren für uns bereit hält. Die Häuser, die hier im letzten Jahr noch standen, wunderschön und neu sind alle abgerissen, sie hatten keine Genehmigung.

10.45 Uhr | Zurück am Hafen, trinken wir noch einen Cay, begleichen die Rechnung und machen die Andiamo klar zum Auslaufen. Dirk legt ab, wir setzen die Segel und Thomas übernimmt das Ruder. Gegenan aus dem Yesilova-Golf kreuzen, ist genau sein Ding.

11.15 Uhr | Eine türkische Yacht kreuzt auch den Golf hinaus – Thomas hat einen Competition-Gegner gefunden und gibt sich alle Mühe, hier als erster mit der besseren Strategie die imaginäre Ziellinie zu überfahren.

12.45 Uhr | Wir kommen über 6 Knoten und Thomas kämpft um jedes Grad hart am Wind. Schließlich hat er es geschafft und wir kommen vor der anderen Yacht an der Untiefentonne vorbei. Kaum raus aus dem Yesilova fallen wir ab und der Wind schläft mehr oder minder ein. Nachdem unser Gegner in die Bucht von Dirsek abbiegt, bergen wir die Genua und das Groß und nehmen Kurs auf Kocabahce Koyu.

Sögüt Untiefentonne13.30 Uhr | Nane fährt das Anlegemanöver – yavas  yavas. Tarek wartet geduldig am Steg, bis sie im Slow-Motion-Modus neben einer Halberg Rassy anlegt. Leinen über und gut. Wir gönnen uns erst mal einen Rucola Salat mit Schafskäse und Tomaten als Anlege-Snack.

14.15 Uhr | Nane und Dirk gehen erst mal die kleinen Ziegenbabys anschauen, für die sie Namenspaten sind. Der kleine Dirk ist ein richtig schönes Zicklein, er hat ein helles Fell und einen schwarzen Streifen über den Rücken. Nane ist dunkelbraun und hat auch einen etwas dunkleren Streifen am Rücken. Wir sind verliebt. Meine Güte sind die Zicklein goldig.

14.30 Uhr | Es kommt Wind auf. Richtig viel Wind – der in keiner Wettervorhersage angekündigt war. In der Bucht haben wir fliegende Gischt. Thomas legt sich auf den Jetty und genießt den Anblick von Welle und Gischt aus der Horizontalen. Wir bekommen eine zweite Muring und legen noch eine Spring, denn wir sind mit der Andiamo genau an der Stelle, an der der Jetty einen Knick macht und kommen mit der Backbordseite zu nah an den Jetty. Jetzt passt alles perfekt.

15.45 Uhr | Eine türkische Yacht kommt rein und wir lösen die Spring, denn die Yacht soll neben uns. Der Skipper fährt mehrmals unter Vollgas an und wird immer wieder abgetrieben. Seine Crew sitzt unbeteiligt im Cockpit und macht keine Anstalten, mal einen Fender in die Hand zu nehmen. Es kommt wie es kommen muss, er kriegt zwar die Muring übergeben, aber der ältere Mann, der sie festmachen soll, weiß nicht wie – die Yacht kommt quer. Gut, dass wir solche Situationen irgendwie vorhersehen und schon mit 3 Fendern parat stehen, bevor sein Anker in unsere Seite knallt. Dirk springt über und macht die Muring. Thomas hält die brenzlige Sitation auf Video fest – „for insurance issues“ – unsere englischen Nachbarn auf der anderen Seite sind amüsiert.

16.15 Uhr | Das Schiff liegt neben uns, ein Danke haben wir nicht bekommen, dafür auch keinen Schaden an der Andiamo. Jürgen wird es uns danken. Wir legen eine Spring an das Nachbarboot, dass es nicht zu stark auf uns drückt und gehen Cay trinken.

17.30 Uhr | Nane und Dirk dürfen mit, die Zicklein zu ihren Mamas zu bringen. Ein Muttertier gibt keine Milch und so muss ein Zicklein, mit goldigen Schlappohren mit der Flasche gefüttert werden. Nane hat einen riesen Spaß, die kleine Ziege im Arm, die gierig an der Flasche saugt und nicht genug kriegen kann. Herrlich. Dirk ist mit Zerrins Mutter im Ziegengehege und schaut fasziniert zu wie der „kleine Dirk“ gierig trinkt und dann wie wild durch die Gegend springt – er ist stolz auf sein Patenzicklein. Micha macht Fotos und wir sind dankbar, dass wir als Stadtmenschen so etwas erleben dürfen.

19.30 Uhr | Wir gehen zum Essen – Bonfilet Oscars haben wir bereits am Nachmittag bei Bayram für Thomas, Dirk und Nane vorbestellt. Wir wollen deshalb auch keine Vorspeisen außer den leckeren Hunter Rolls. Trotzdem kommen viele leckere Dinge aus der Küche, die wir unbedingt probieren sollen.

21.30 Uhr | Bayram holt seine neue Klarinette raus und spielt für alle Gäste, der Skipper unserer türkischen Nachbarn holt eine Gitarre von Bord und spielt mit. Mehmet tanzt – es ist ein herrlicher Abend, wie wir ihn nur von Sailors Paradise her kennen.

22.30 Uhr | Wir gönnen uns an Bord noch einen Absacker und verschwinden in den Kojen.

Fischerboot

Ovni

Wolfgang ??

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

Andiamo

unterwegs

Die Nastassja

Die Nastassja

Die Nastassja

Die Nastassja

Die Nastassja

Die Nastassja

Die Nastassja

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs