Samstag, 13. September 2025 | Adaköy Marina – Ciftlik | 11,5 nm

Wir konnten herrlich schlafen, in der Nacht sind es angenehme 22 °C und mit offenen Luken kommt immer ein Luftzug in die Kabine – ideal. Trotzdem wachen wir recht früh auf. Nane testet ob ihr Chart-Navigator geht – leider spinnt die GPS-Maus und überträgt die Position nicht wie gewünscht. Wenn man denkt, dass es jetzt geht, tut es 10 Minuten später nicht mehr – ein Problem, das Dirk wahnsinnig macht, aber eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Da wir noch keine Milch haben, gönnen wir uns zum Frühstück einen Chailatte und genießen dazu die Berliner, die uns Mehmet an Bord gelegt hat. Danke!
Dirk inspiziert die Pura Vida und ärgert sich über die Kratzspuren im Gelcoat auf der Steuerbordseite. Am seitlichen Einstieg und vorne sind außer der heftigen Macke Spuren von Anlegestegs und dem Dinghi zu sehen, das rauf und runter gelassen wird. Das ärgert uns – im Juni sind wir mit einem nicht polierten Boot gestartet, weil es im Winterdienst vergessen wurde, nach uns wurde die Pura Vida poliert und jetzt sieht sie schon wieder aus, als wenn sie eine Politur nötig hätte. Der einzige Unterschied ist, das uns der Spaß des Polierens anteilig Geld gekostet hat, ohne dass wir von dem Effekt etwas mitkriegen.

Um 9:30 Uhr kommt Bünyamin mit den bestellten Einkäufen und mit vereinten Kräften schleppen wir alles an Bord und verstauen es in Kühlschrank und Schränken. Jetzt können wir es aushalten, Proviant ist ausreichend an Bord. Gegen 11 Uhr gehen wir ins Marina-Office um Meliah hallo zu sagen und lernen den Skipper der Pamina Blue kennen. Ein Deutscher, der auch mal als Prüfer für den DSV unterwegs war. Wir tauschen uns über das Revier aus und geben uns den ein oder anderen Insider-Tipp. Ein netter neuer Kontakt, dem wir auf unserem Törn sicher begegnen werden – so haben wir es verabredet.

Gegen 12.30 Uhr laufen wir aus. Die Marineros sind am Start und wir legen bei Seitenwind mit 15 Knoten ab. Dirk wie immer souverän – Nane zwischen Muring, Fender und Achterleine unterwegs – klappt! Für die kurze Strecke binden wir die Fender nur hoch, der Weg nach Ciftlik ist ja nicht weit. Morgen wollen wir uns mit Hansi in Serce treffen, Nane hat schon bei Captain Nemo reserviert – danach sehen wir weiter. Dirk übergibt Nane das Ruder und checkt den Motor. Nane wundert sich, dass die Steuerrad-Markierung nicht passt, normalerweise sollte das Schiff geradeaus fahren, wenn die Markierung ober in der Mitte ist, aber das tut es nicht, wir fahren nach rechts. Das wollen wir nachher in Ciftlik checken.

In der Bucht von Marmaris hat es einige Fallwinde, danach ist es erst mal vorbei mit Wind, weshalb wir unter Motor fahren. Der Chartnavigator zeigt leider unsere Fahrtstrecke nicht an, obwohl die GPS-Maus am Start ist – nervig.

Gegen 14 Uhr sind wir schon in Ciftlik und nach dem ersten Anleger Shandy gehen wir baden. Dann wollen wir die Ruderstellung checken. In der Mittelposition ist das Ruder eingeschlagen – hier stimmt etwas nicht. Außerdem macht die Ruderkette auf der Backbordseite scharrende Geräusche. Wenn man voll nach rechts einschlägt, ist es eine Steuerradumdrehung, voll nach links nur eine halbe – das ist Mist. Dirk kriecht in die hintere Backskiste auf der Backbordseite und ist komplett verschwunden. Er braucht sein Handy und fotografiert. Das Ruder wurde beim Wechsel der Welle in Bozburun ausgebaut und wieder eingebaut. Leider nicht professionell. Es gab zu viel Spannung, Schrauben sind gebrochen oder rausgefallen, das geht nicht mehr lange gut. Wir kontaktieren unsere Miteigner, die die neue Welle in Bozburun einbauen ließen. Der Kontakt in Bozburun wird informiert und gegen 19 Uhr steht ein Techniker (rabenschwarze Hände und ein fast schwarzes, ehemals rotes T-Shirt, mit seinem Sohn am Steg. Beide sprechen kein Englisch, wurden aber geschickt, um zu schauen, wo das Problem liegt. Die Kommunikation funktioniert nicht. Ein netter türkischer Nachbar von der Gece übersetzt. Naja – sie bekommen die Schrauben nicht raus, Dirk versucht das Prinzip der Kontermuttern zu erklären, aber in der Übersetzungskette kommt es nicht an. Sie bauen das Teil aus und erklären, dass sie etwas aufbohren müssen, morgen am Sonntag aber nichts möglich ist, also erst Montagvormittag und bis sie dann wieder in Ciftlik sind, wird es Nachmittag. Wir sitzen also für die nächsten drei Tage fest – prima so stellt man sich den Start in den Urlaub vor. Spannend, dass unsere Vor-Crew den Effekt zwar bemerkt hat, aber dem Ganzen keine Bedeutung beigemessen hat. Kann ja nur zu Manövrierunfähigkeit führen. Wir sind gelinde gesagt sauer und denken darüber nach, unseren Anteil wieder abzustoßen. Die Pura Vida wird ihrem Namen nicht gerecht – sie macht uns so wie es läuft keinen Spaß, dafür aber Ärger und horrende Kosten.

Gegen 20.30 Uhr gehen wir zum Essen und erklären, dass wir für die nächsten Tage Dauergäste sind. Das Team von Deniz freut sich, wir nicht, denn der Plan war ein anderer. Zurück an Bord schreibt Nane Blog und Dirk versucht den Abend bei chilliger Musik an Deck zu genießen. Samstag, der 13. fühlt sich fast an wie Freitag der 13.

Franzi www.die-letzte-crew.de

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Ciftlik

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Ciftlik

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Ciftlik

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Ciftlik DLC Flagge

Ciftlik Deniz Restaurant

Ciftlik Deniz Restaurant

Ciftlik Deniz Restaurant

Ciftlik Deniz Restaurant

Ciftlik Deniz Restaurant

Ciftlik Deniz Restaurant

Ciftlik - Insel mit zwei Bergen

"Seafarer" bei Ciftlik

Ciftlik

Jetty Deniz Restaurant in Ciftlik

Ciftlik

Ciftlik

Freitag, 4. Oktober 2024 | Ciftlik – Kumlu Bükü | 6,45 nm

Die Sonne geht auf und Nane macht ein Foto aus der vorderen Luke – das Deck ist naß vom Morgentau – schön. Micha kocht erst mal einen Kaffee (als hätte ZR ihn angelernt) und wir gönnen uns eine gemütliche Tasse an Deck bevor wir mit den Frühstücksvorbereitungen starten.

Um uns herum sind die anderen Crews schon sehr aktiv, alle wollen früh raus, um an die Tankstelle zu kommen, ohne allzu lange Warteschleifen – das ist freitags aber unumgänglich. Wir gehen erst noch mal eine Runde schwimmen und gönnen uns noch einen Cay bevor wir die Rechnung vom Vorabend bezahlen. Gegen 11 Uhr legen wir ab, verabschieden uns bis zum nächsten Jahr. Wir sind gespannt auf Kumlubükü und auf den Pepples Beachclub.

Auch heute ist kein Wind angesagt, also fahren wir unter Motor. Am Kap Kadirga Burun kommt ein leichter achterlicher Wind auf und wir lüften noch einmal die Genua. Mit 2 Knoten Fahrt cruisen wir im Slow-Motion-Modus Richtung Kumlu Bükü. Doch das ist ein kurzes Vergnügen, auf Höhe der Einfahrt zu Kumlubükü fällt das Segel ein und wir starten wieder den Motor. Laut dem Inhaber vom Pebbles Beachclub haben wir eine Tiefe von 3,5 Metern am Jetty, der Platz für min. 3 Boote bietet. Am Jetty liegt eine Motoryacht, die alle Murings für sich beansprucht, so dass wir mit dem Anker an den Jetty gehen. Das Team am Steg ist hilfsbereit und nett. Die Tiefe passt. Nane und Dirk wollen es mal wieder genau wissen und gehen mit der Taucherbrille ins Wasser. Der Anker ist fett eingegraben, ca. 50 cm hinter dem Muringstein – perfekt. Weiter innen am Steg liegt noch ein Katamaran mit einer russischen Crew, die “leertrinken” spielt bevor sie nach Marmaris aufbricht. Die Anlage ist sehr gepflegt und Thomas verleiht den Toiletten das Prädikat “best of”.

Sandra hat heute Geburtstag und wir köpfen ihr zu Ehren die Sektflasche, die uns Hansi geschenkt hat und machen ein Gruppen-Selfie, das wir ihr nach Deutschland schicken: Happy Birthday Sandra! Der Sekt geht schnell in den Kopf, so dass Nane aus dem restlichen gemüse und Schafskäse noch mal einen Auflauf macht, um ein bisschen Substanz zu schaffen.

Dirk und Micha gehen Drohne fliegen, Nane geht schwimmen und Thomas chattet mit Gott und der Welt. Am Jetty legen Taxi-Boote an, um die Touristen zurück nach Turunc zu bringen. Der Beachclub hat am Abend nur noch wenige Gäste, die mit dem Auto hergekommen sind.

Wir gehen zum Essen und lernen zwei türkische Kellner kennen, die beide hervorragend deutsch sprechen. Der eine hat vor 30 Jahren in Berlin gelebt und meint, dass das die beste Zeit seines Lebens war, der andere hat vor ähnlich langer Zeit in Freiburg Hotelfachmann gelernt, hatte sogar eine Gastrolle als Kellner in der “Schwarzwaldklinik” und ist sehr stolz, dass seine Deutschkenntnisse noch hervorragend sind. Leider kommen wenig deutsche Gäste hierher, die meisten Touristen kommen aktuell aus England und Russland.

Cocktails, Filetsteak, Pide und Pizza sind sehr lecker. Leider ist der berühmte Pebbles-Burger ausverkauft – trotzdem sind wir alle sehr zufrieden mit dem, was auf den Tisch kommt. Die Motoryacht legt ab als wir beim Essen sind und wir liegen in der Nacht allein am Steg – ein schönes Bild.

Obwohl es unser letzter Abend vor Marmaris ist, werden wir nicht alt. Entweder wir werden älter oder die Seeluft tut ihr übriges – erholsam ist es allemal.

Kumlubuk Pebble Beach

Kumlubuk Pebble Beach

Kumlubuk Pebble Beach

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Donnerstag, 3. Oktober 2024 | Sögüt – Ciftlik | 27,89 nm

Die Nacht war kalt und wir haben die Wolldecke das erste Mal auf diesem Törn in Benutzung. Micha hat sich zum Schlafen nach drinnen verkrümelt, weil er gar nicht so viele Handtücher aufhängen konnte, um das Licht der Laternen zu dimmen. Dafür ist er sehr früh wach und kocht erst mal einen Kaffee. Nane leistet ihm Gesellschaft und mit Blick auf die Bucht schmeckt der Kaffee gleich doppelt so gut.

Özkan kommt mit seinem Fischerboot rein, ist aber nicht zufrieden mit dem Fang. Es haben sich nur längliche Nadelfische in seinen Netzen verheddert, die aus dem roten Meer eingewandert sind, hier nicht hergehören, die Fischernetze zerstören und maximal als Katzenfutter verarbeitet werden können. Die Katzen sitzen schon miauend vor seinem Boot. Schade wir hätten ihm einen besseren Fang gegönnt.

Nane geht und holt das bestellte Brot und die Gözleme ab. Wir frühstücken, quatschen noch ein bisschen mit Hansi und seiner Crew, zahlen die Rechnung und verabschieden uns bis zum nächsten Jahr. Die Saison war anstrengend. Seit Mai hatten Sabit und Gülümser keinen Tag frei und das geht auf die Substanz. Ende Oktober schließen Sie das Restaurant und können sich im Winter ein wenig erholen. Es stehen Hochzeiten in der Familie an und die Kinder haben noch 1 Woche schulfrei, so dass sie einen Kurzurlaub in Fethiye, Kalkan und Kas geplant haben.  

Kurz nach 10 Uhr legen wir ab, denn wir wollen direkt nach Ciftlik und haben ca. 30 Seemeilen vor uns. Wind ist keiner angesagt, so dass wir motoren müssen. Die Fahrt unter Motor zieht sich ein wenig. Gegen 15.20 Uhr laufen wir in die Bucht von Ciftlik ein. Nane versucht sich am Anlegemanöver, aber wird unsicher und Dirk übernimmt – das Thema müssen wir auf dem nächsten Törn wirklich mal angehen! Wir machen neben einem Kat mit russischer Crew fest, der uns mit russischer Musik beschallt – es ist uns zu doof, etwas zu sagen und auf das Niveau von Konter-Musik wollen wir uns nicht einlassen. Nervig ist es trotzdem irgendwie. Wir gönnen uns als erstes eine Badepause – das Wasser ist wärmer als erwartet. So viele Möglichkeiten haben wir nicht mehr, so dass sogar Thomas den Sprung ins kalte Wasser wagt.

Wir füllen die Tanks mit Frischwasser auf und genießen den Nachmittag – die einen mit Weinschorle, die anderen mit Kaffee. Micha und Dirk lassen die Drohne fliegen – Nane und Thomas relaxen. Der Platz für morgen am Steg des Peppels Restaurant ist reserviert, so dass wir am morgigen Freitag, wenn alle nach Marmaris an die Tankstelle drängen, keinen Stress haben.

Gegen 19 Uhr gehen wir zum Essen und haben seit langem mal wieder das Gefühl von Mücken attackiert zu werden. So wenige Mücken wir auf diesem Törn hatten wir tatsächlich selten. Nane musste den “Bite Away”-Hitzestab nicht so oft zum Einsatz bringen.

Da wir auf diesem Törn Ciftlik nur einmal auf dem Plan hatten, bestellen Nane und Dirk Kavurma mit Tavuk, aber nur 1,5 Portionen, denn es bleibt immer was übrig, wenn noch die leckeren Vorspeisen und das leckere Buchtenbrot gegessen werden. Die “Mushroom-Balls” haben es uns angetan, nur Dirk streikt, der mag keine Pilze. Thomas gönnt sich 1,5 Portionen Schwertfisch-Spieß und Micha “Mushroom-Balls” on top. Wir trinken noch etliche Cay bevor wir wieder an Bord gehen und den restlichen Abend genießen.

Ciftlik

Ciftlik

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Ciftlik

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Ciftlik

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Ciftlik

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Sögüt

Sögüt

Sögüt

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Sabit

Sögüt

Ciftlik

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