Montag, 10. Juni 2019 | Bozukkale – Palamut | 34,61 nm

Heute fallen alle früh aus dem Bett, um 7 Uhr sind Thomas und Nane schon wach. Nane schreibt den Blog der letzten Tage, Thomas kommuniziert mit der Welt, Micha geht baden und ZR wundert sich, dass in seiner persönlichen Ruhephase schon alle bis auf den Skipper am Start sind – er braucht erst mal einen Kaffee, um in die Gänge zu kommen. Der Ofen ist schon eingeheizt, aber das Brot braucht noch etwas Zeit. Micha und Thomas decken schon mal den Tisch. Dirk holt schließlich das Brot und wir frühstücken genüsslich mit allem, was der Kühlschrank her gibt.

9.30 Uhr legen wir ab, der Weg nach Palamut sind ohne Kreuz 33 nm. Kaum draußen setzen wir das Groß und die Genua. Mit kaum Welle und 17 Knoten scheinbarem Wind, lässt sich was anfangen. Gegen 11.30 Uhr schläft der Wind zwischen Symi und dem Yesilova-Golf ein und wir starten den Motor. Wir hoffen, dass der Wind nach einer kurzen Mittagspause wieder an den Start geht. Angesagt ist nichts, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

13.00 Uhr setzen wir erneut die Segel, kaum haben wir Symi passiert ist der Wind wieder da, nun cruisen wir mit 6,5 Knoten Richtung Datca… nach einer Stunde müssen wir eine Wende fahren, um das Kap Ince Burun zu umrunden. Ohne Welle gleiten wir mit 5 bis 6 Knoten dahin – herrlich entspannend.  Um 15 Uhr sichten wir Delfine und einer macht uns sogar die Freude vorne im Bug mitzuschwimmen. Dirk hält die GoPro drauf und wir haben eine bleibende Erinnerung an die kurze Reisebegleitung. Wir cruisen dahin und der Wind lässt nach die letzte Stunde müssen wir motoren. Dafür, dass heute kein Wind angesagt war, haben wir trotzdem mehr als die Hälfte der Strecke unter Segel geschafft – schön.

16.45 Uhr wir steuern den Hafen von Palamut an, holen die Fender raus, machen die Achterleinen klar. An der Hafenmauer steht schon der Hafenmeister mit Gürcan, der uns einen Platz reserviert hat. Wir trinken erst mal zusammen einen Anleger, gehen dann Kaffee trinken in der kleinen Pension am Hafen, die Gürcans Cousin gehört und bei denen wir die Duschen und Toiletten nutzen dürfen. Über die mitgebrachten Duplo freut er sich und gönnt sich gleich zwei hintereinander. Er lädt uns ein, das neue Hotel für das er arbeitet zu besichtigen und wir fahren in die Berge um uns das Karia Hotel anzusehen – ein tolles Konzept, eine traumhafte Lage wunderschön angelegt – wir drücken alle Daumen, dass es von ausreichend Gästen angenommen wird.

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Karia Hotel Palamut

Auf dem Rückweg setzt Gürcan Micha, ZR und Dirk beim Barber ab, die Rasur ist überfällig und Micha und ZR brauchen auch einen neuen Haircut. Thomas und Nane gehen an den Strand – aber nur Nane geht ins Wasser, Thomas will trotz hautstraffender Wirkung von kaltem Wasser nicht baden gehen. Auf dem Rückweg testen wir die Duschen von Gürcans Cousin – toll und schick – perfekt. Heute Abend gehen wir ins Almond Restaurant, das zum Hotel von Gürcans neuem Hotel gehört und werden es testen. Wehmütig schauen wir in „unser“ Adamik, das sich komplett im Umbau befindet und senden Grüße an unsere liebste Freundin Esin. Schade – im Adamik hat ein Stück unseres Herzens gewohnt , aber die Welt ändert sich und jeder muss die Perspektiven ergreifen, die er für richtig hält.

Bis die Jungs vom Barber kommen, dauert es und Thomas und Nane gönnen sich ein Weißweinschorle. Als die Jungs wieder an Bord sind, müssen sie erst mal schwimmen gehen, denn die Klimaanlage beim Barber war nicht in Betrieb – zwischendrin hatten sie noch einen kleinen Stromausfall. Frisch gestylt sehen sie richtig schnieke aus. Thomas und Nane gönnen sich derweil ein zweites Schorle.

Kurz nach acht Uhr gehen wir dann Richtung Restaurant. Wir freuen uns, die blauen Stühle und Tische vom Adamik wieder zu sehen – etwas heimatliche Gefühle kommen auf. Wir bestellen Peppersteak, Mushroom Steak, ChickenCurry, Salat, Cigara Börek, Haydari und Tsatzik – es dauert trotz weniger Gäste etwas länger, aber das Essen schmeckt allen sehr gut – ein gelungener Abend. Wir schnacken mit Gürcan und stellen fest, dass wir mal wieder todmüde sind – von was eigentlich? Auf dem Rückweg gehen wir an den „Büdchen“ vorbei, die allerlei Krimskrams anbieten und nehmen noch einen Absacker an Bord. Gute Nacht

Bozukkale

Beim Barber

Der Friseur

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

unterwegs nach Palamut

Andiamo

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

unterwegs

Palamut

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

Mond

Sonntag, 9. Juni 2019 | Ciftlik – Bozukkale | 22,5 nm

Sonntag, 9. Juni 2019 | Ciftlik – Bozukkale | 22,5 nm Die Wettervorhersage verspricht wenig bis gar keinen Wind. Vielleicht kann man am frühen Nachmittag etwas segeln – also lassen wir es langsam angehen. Unsere Spät-Ankömmlinge dürfen sich erst mal akklimatisieren. 11:30 Uhr ist der Plan, loszukommen. ZR und Micha waren morgens nach dem ersten Kaffee erst mal schwimmen bevor die zweite Ladung Kaffee für die Crew aufgesetzt wird. Das erste gemeinsame Frühstück an Bord steht noch ganz unter dem Motto „Update“ – was hat sich bei wem wie verändert, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben – wir lachen und sind froh, dass wir alle trotz einiger Hindernisse und Hürden in den letzten Monaten wieder zusammen unterwegs sein dürfen. Es ist, als hätten wir uns erst gestern verabschiedet, auch wenn es für manche 1,5 Jahre her sind, dass sie sich gesehen haben. Die Tiburon neben uns legt ab und wir gehen die Rechnung vom Vortag bezahlen und einen Cay trinken. Um 11.30 Uhr legen wir wie geplant ab und hoffen auf Wind. Nach einer halben Stunde setzen wir das Groß, damit wir schnell am Start sind, wenn der Wind dann kommt. Auf der Höhe der Bucht mit der kleinen Insel Arap Adasi kommt Wind auf und wir setzen die Genua. Kurs 180° Grad Richtung Rhodos, wir müssen kreuzen. Ohne Welle gleitet die Andiamo mit knapp 6 Knoten durch’s Wasser – herrlich, so muss es sein. Nane will einen großen Schlag probieren, ohne allzu viele Wenden. Hätten wir Serce Limani als Ziel, hätte das auch geklappt, aber wir müssen noch mal eine Wende Richtung Rhodos und wieder zurück fahren, um dann in die Bucht von Bozukkale einzulaufen. Gleich am ersten Tag haben wir 90°-Wenden – eine eingespielte Crew – was will man mehr. Kurz vor der Einfahrt schläft der Wind ein und wir motoren das letzte Stück. Ohne Wind, traut sich Nane das Anlegemanöver zu fahren, es klappt einigermaßen – ganz slowly slowly. Als Anleger gönnen wir uns einen Coban Salat mit frischem Brot aus Ciftlik – sehr lecker. Thomas will gleich das Rezept der Vinaigrette aus Senf und Honig. Die Sonne drückt, also gehen wir schwimmen, sogar Thomas führt seine neue Badeshort aus und kommt ins Wasser. Er hält uns für verrückt – zu kalt für ihn. Als Nordlicht müsste er doch anderes gewohnt sein. Die Andiamo zeigt 26,6 Grad an, das Badethermometer von Micha 22°. Wir gehen einen Cay trinken und genießen den leichten Wind, der zwar aus Südwest kommt, aber laut Mustafa ohne Relevanz für uns ist. Zurück an Bord wird es hektisch eine Sun Odyssey 50.5 kommt rein und trotz mehrfacher Anlegemanöver schafft der Skipper es nicht, an den Steg, er fährt jedes Mal zu kurz an und schafft dann die Kurve nicht, um in die Lücke zu kommen – letztendlich treibt er quer in alle Yachten und in 3 Murings. Mustafa muss ihn mit seinem Dinghi rausziehen und mit Hilfe aller am Steg bugsieren wir die Yacht in die letzte Lücke. Die ältere englische Mannschaft bedankt sich für die Hilfe und gönnt sich erst mal einen Drink auf den Schreck. ZR hat sich beim Segeln einen Spreißel aus der Sitzbank im Hinterteil eingefangen, den wollen wir rausoperieren, aber der Spreißel sitzt tief und fest – keine Chance. Trotz halbstündiger OP mit Nadel und Pinzette. Wir geben dem Spreißel die Chance, sich „rauszuschaffen“ und wollen es morgen nochmal probieren. Thomas googelt Möglichkeiten mit Backpulver (nicht an Bord) und Olivenöl – ZR lehnt erst mal ab. Als Sundowner gönnen wir uns ein Weißweinschorle und gehen danach zum Essen. Schwertfischsteak und Seebarsch kommen auf den Tisch. Die Meze sind nicht nach unserem Geschmack, bis auf das Hunterbörek, der Fisch hingegen ist super. Thomas, Dirk und Micha freuen sich über den Zimtgries als Nachtisch und verputzen alles bis auf den letzten Krümel. Noch ein Absacker an Bord und gut. Es bläst immer noch leichter Wind aus Südwest, aber wir haben kein Schwell und gegen Mitternacht ist alles ruhig.

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

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...unterwegs

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Samstag, 8. Juni 2019 | Marmaris – Ciftlik | 12,5 nm

Die Nacht war kurz, die Barstreet hat uns beschallt und erst morgens um 3.00 Uhr war Ruhe, wirklich zu schlafen. ZR kocht erst mal Kaffee und wir stellen entsetzt fest, dass der Kühlschrank nicht kühlt. Canan hat uns schon Simit mitgebracht und wir frühstücken an Deck. Dirk tankt nebenher Frischwasser und wir starten den Checkup. Dirk startet den Motor und die Drehzahlschwankungen im Leerlauf finden wir unspannend – die Andiamo vibriert so, dass die Tassen auf dem Cockpit-Tisch tanzen. Dirk findet das extrem unspannend und macht sich auf den Weg, die richtigen Leute an den Start zu bringen, hier schnellstmöglich Hand anzulegen. Nane und ZR wollen die Zeit effektiv nutzen und während Dirk den Technikern und dem Service-Personal als Supervisor erklärt, wo was zu tun ist, gehen sie einkaufen. Die Migros Yacht-Service-Crew freut sich uns zu sehen, der Geschäftsführer begrüßt uns mit Handschlag und wir kaufen ein. Der komplette Akmina-Vorrat landet in unseren Einkaufswägen und wir gehen systematisch durch die Gänge, um alles einzukaufen, was wir brauchen und auch ja nichts zu vergessen. Als wir Butter, Eier, Joghurt und Käse einkaufen, hoffen wir, dass Dirk das Kühlschrank-Problem mit dem Phönix-Team lösen konnte – „no risk – no fun“. Der Einkaufs-Service mit Mitarbeitern, die einem die ganze Arbeit abnehmen, die Waren auf das Band legen, in Tüten packen und in Gitterboxen zum Kühltransporter bringen, fasziniert uns immer wieder aufs Neue – das hätten wir gern auch bei uns zu Hause. Der Yacht-Service funktioniert einwandfrei und wir fahren mit dem Migros-Team vorne im Führerhaus des LKW Richtung Netsel Marina. Die Jungs fahren unsere Einkäufe Richtung Andiamo und bringen alles an Bord – dort wird es jetzt eng, denn 4 Techniker sind am Start aber Dirk sieht zufriedener aus, also hat die „Supervision“ geklappt. Wir verstauen alles an Bord. Der Kühlschrank kühlt – passt. Wir müssen jetzt nur noch die Türcell-Karte aufladen, Geld abheben und für Thomas in die Apotheke. Auf dem Rückweg gönnen wir uns einen Luxus-Döner an edel gedeckten Tischen auf weißem Porzellan im Pineapple-Restaurant, dass unser Skipper noch sein Schlafshirt an hat, fällt nicht weiter auf, dafür ist die Andiamo wieder am Start. Zurück am Ponton M bezahlen wir Transitlog und Starterpaket, bekommen noch einen Satz Handtücher und Laken für die 2. Woche mit und machen alles klar zum Auslaufen. 14:30 Uhr kommen wir los und wundern uns, dass wir trotz wenig Schlaf, einigermaßen fit sind. In der Bucht von Marmaris haben wir 18 Knoten Wind und setzen die Genua – wir wollen es gemütlich angehen lassen. Nane übergibt das Steuer an den Skipper und will die Navigation checken, als der Wind beschließt, er hat keine Lust mehr – aus. Naja dann halt unter Motor Richtung Ciftlik. Kaum abgelegt, kommen wir langsam an – der Tag gestern mit 16 Stunden Anreise, die kurze Nacht, die Technik und der Einkaufsmarathon haben uns noch nicht wirklich „ankommen“ lassen. Kaum unterwegs fühlt es sich jetzt langsam an wie Urlaub. Wir freuen uns auf die nächsten zwei Wochen und auf unsere zwei Crew-Mitglieder, die erst heute anreisen. In Ciftlik haben wir nicht reserviert, es ist ja Samstag – normalerweise nicht viel los. Als wir in die Bucht kommen, sind wir dann doch überrascht, dass so viele Yachten am Steg liegen – die Bayram-Ferien sind erst dieses Wochenende vorbei und so sind noch viele türkische Yachten unterwegs. Aber wir bekommen einen Platz mit Muring am Jetty und gehen nach einem Anleger-Drink und einem „vielen Dank liebe Crew für dieses schöne Anlegemanöver“ vom Skipper schwimmen. Das Wasser ist frisch, auch wenn das Bordthermometer 26,6 Grad anzeigt. Aber auch der Skipper kommt ins Wasser und das recht schnell. Auf dem Wasser schwimmt gelber Blütenstaub sieht nicht ganz so lecker aus, aber Hauptsache schwimmen – das erste Mal dieses Jahr. Im Anschluss gönnen wir uns einen Kaffee und ein paar Kremali-Kekse. Ciftlik hat sich nicht verändert, das Deniz Restaurant ist mit dem selben Team am Start wie in den letzten Jahren – Ibos Sohn hilft schon fleißig mit. Die Preise haben sich trotz Kursänderung nicht spürbar verändert, das schmeckt fantastisch. Ein paar Vorspeisen mit Cigara Börek, Tavuk Kavurma und Lamb Chops kommen auf den Tisch und nach dem Essen gibt es Cay – perfekt. Wir sind müde, warten aber auf unsere restliche Crew, die ca. 18:45 Uhr und 19:30 Uhr landen soll. Thomas hat Verspätung, so dass Micha und er erst kurz vor 21 Uhr im VIP-Shuttle des DM-Transfer sitzen. 23.15 Uhr fährt DM-Transfer beim Deniz-Restaurant vor und die Wiedersehensfreude ist groß. Noch ein Drink an Bord, ein paar Chips für die ausgehungerten Reisenden und kurze Updates über die Ereignisse der letzten Wochen und Monate zu Hause – ausführlich besprechen wir das morgen. Kurz vor 1.00 Uhr gehen wir in die Kojen.

Ciftlik

Ciftlik

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leider defekt - von der Vorcrew

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Neues Restaurant

Neues Restaurant

Ciftlik Koyu

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