Donnerstag, 12.06.2025 | Bozukkale – Ciftlik | 17 nm

Der letzte wirkliche Segeltag steht uns bevor. Unser Ziel ist Ciftlik – der Ort, an dem gefühlt unsere Törns beginnen, wenn man nach dem Einkaufsstress das erste mal Schwimmen kann und der Tag, an dem die Segeltörns enden bevor es wieder zurück in die Marina geht und das Packen für den Heimflug angesagt ist.

Aber bevor wir ablegen, haben wir noch Hafenkino. Ein russisches Boot hat sich eine Angelschnur eingefangen. Die Leinen sind los und die Yacht ist plötzlich manövrierunfähig. Provisorisch verholen sie sich wieder Richtung Steg und machen an einem anderen Boot Ihres Regatta-Teams fest. Die Crew taucht mit Messern zwischen den Zähnen, einmal, zweimal, dreimal….. bei zwanzig haben wir aufgehört zu zählen. Die Crewmitglieder wechseln sich ab, aber haben keine Chance. Murat kommt mit Taucherausrüstung und schaut sich das Malheur an – die Schnur hat sich so in Richtung Stopfbuchse reingefressen, dass Murat keine Chance sieht sie zu lösen, ohne dass das Boot Schaden nimmt – das ist also Sache des Vercharterers. Das Ende der Geschichte bekommen wir nicht mehr mit, wir wollen los Richtung Ciftlik.

Der heutige Tag ist mit ein wenig Wehmut verbunden, denn unser Törn geht zu Ende. Dafür können wir noch herrlich segeln , der Wind gönnt uns noch ein wenig Spaß. Nane macht Wraps mit den restlichen Leckereien und auch wenn eigentlich niemand wirklich Hunger hatte, waren die Wraps mit wenigen Bissen verzehrt und nein, es gibt keinen Nachschub, denn es ging ja um Resteverwertung…

Kurz nach 15 Uhr legen wir an und gönnen uns erst mal eine Abkühlung. Sogar Thomas kommt ins Wasser – welche Ehre… Dirk holt erst mal ein Dondurma für alle und lässt die Drohne fliegen – die Bilder sind einfach nur schön, denn sie zeigen an was für herllichen Orten wir unterwegs sein dürfen. Das Abendessen ist wie immer super lecker und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist im Deniz-Restaurant absolut fair. Nane hat sich mit AntiBrumm eingesprüht und löst damit die Farbe an den Stuhlbeinen ab, denn ihre Waden sind nun bläulich eingefärbt. “Schlumpf halt” meint Dirk.

Nach dem Abendessen besuchen Nane und Dirk noch Hansi und seine Crew auf der Il Sogno und wir quatschen über die Veränderungen in der Region, die extrem gestiegenen Preise und die Zukunftspläne von Bernhard, denn von ihm hängt es ab, ob wir weiter mit Mehmet zusammen arbeiten können. Bernhard ist der Hauptarbeitgeber von Mehmet und da wo sein Boot liegt, muss Mehmet sein. Also hoffen wir, dass er weiterhin in der Adaköy Marina bleibt, damit wir den tollen Boots-Service noch lange nutzen können.

Der letzte Abend ohne Abreise-Hektik an Bord. Wir genießen ein paar Drinks und die Sterne und lassen die letzten 14 Tage Revue passieren. Lenka kann kulinarisch auf jeden Fall mit den Restaurants mithalten und auch wenn die Einkäufe sehr viel teurer geworden sind als früher, ist das Menü von ihr am günstigsten :-).

auf nach Ciftlik

auf nach Ciftlik

auf nach Ciftlik

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Sailors House Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

Bozukkale

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Bozukkale

Bozukkale

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Mittwoch, 11.06.2025 | Sögüt – Bozukkale | 17 nm

Der Kaffeeduft am frühen Morgen fehlt eindeutig – wir schlafen zu lange! Nane steht auf und macht erst mal Kaffee und parallel Pfannkuchenteig. Thomas entscheidet seinen Blutzucker erst weit nach dem Frühstück zu kontrollieren. Die Zeiten ändern sich, es sind tatsächlich Pfannkuchen übrig geblieben – aber morgen ist ja auch noch ein Tag. Nane und Dirk gehen noch einen Cay trinken und bezahlen die Rechnung. Öykü bekommt die Luftmatratze geschenkt, die Markus heldenhaft gerettet hat und freut sich riesig. Dann lassen wir noch Dondurma-Money für die Kinder da und knuddeln die ganze Familie – wir sehen uns im September.

Im Yesilova ist wenig Wind, aber wir setzen das Groß, damit wir vorbereitet sind, wenn der Wind vielleicht doch kommt. Thomas übt sich wieder im Slow Motion Segeln und in Geduld – fällt ihm nicht leicht, aber er kriegt es zwangsweise hin. Amazon Prime liefert halt keinen Wind hierhin. Wir kommen unter Segel um das Kap Karaburun und treffen auf eine Russenregatta, durch die wir uns hindurch halsen bis zur Einfahrt nach Bozukkale. Thomas segelt bis weit in die Bucht hinein, wir holen die Segel ein und steuern den Jetty an. Murat fischt nach einer Muring – erst mal erfolglos – also fahren wir nochmal raus und ein zweites Mal Richtung Jetty. Die Muring die wir bekommen, hat Knoten genau da wo wir sie nicht brauchen können, nämlich auf der Höhe der Klampe. Dirk zieht mit Stopper-Steg nach und ist maximal genervt über das Flickwerk, dass es schwer macht ordentlich anzulegen und entsprechend Spannung auf die Muring zu bekommen. Es steht Schwell in die Bucht und wir können die Passerella immer nur zum ein- oder aussteigen nutzen, danach muss sie wieder auf den Steg, sonst nimmt die Verankerung Schaden – sprich Nane und Dirk bleiben an Bord, während Thomas und Alex zum Essen gehen, doof aber durch den Schwell nicht anders zu lösen. Ein eventueller Schaden ist kein Abendessen wert. Thomas und Alex sind vm Essensangebot und der Qualität sehr angetan. Das Menü kostet 1.500 Tyl pro Person zuzüglich Getränke. Als sie zurück kommen, warten wir gemeinsam bei einem kühlen Getränk auf den Mond, der als Blutmond sichtbar sein soll und erst in 43 Jahren wieder so zu sehen sein wird – da sind wir ja gar nicht mehr auf diesem Planeten – also letzte Chance genutzt und Kopfbilder gemacht. Die Handyphotos sind nicht ganz so prickelnd. Durch den Wind ist es frisch im Cockpit und Nane gönnt sich mal wieder ihren Hoody.

Die PuraVida schaukelt uns in den Schlaf und wir schlafen tatsächlich gut und fest.

unterwegs...

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Dienstag, 10.06.2025 | Datca – Sögüt | 21 nm

Der Dienstagmorgen beschert uns Hafenkino vom Feinsten, aber zuvor gibt es ein leckeres Frühstück mit Simit, die Nane frisch gebacken geholt hat. Neben uns liegt eine russische Crew, die mit ihrem Anker, die Kette des Nachbarn gefangen hat. Die Crew ist völlig überfordert, Anker rauf, Anker runter, nichts wird besser, sie fahren mit viel Gas hin und her und reißen das Schiff einer australischen Crew mit sich, die ihre Achterleinen schon los haben, weil sie heute nach Marmaris wollen, jetzt kommen sie plötzlich in unsere Richtung, aber wir haben die Fender parat und lassen sie erst mal an unserer Seite liegen. Der Hafenmeister persönlich ist mit Dinghi draußen und dirigiert das Drama – nach einer gefühlten Ewigkeit ist die russische Crew frei, nachdem sie noch fast unsere Muring im Ruder und Propeller gehabt hätte. Die Australier nutzen die Gelegenheit und legen nun endlich ab – Aufregung am frühen Morgen. Nane geht die Hafengebühr bezahlen 2.360 Tyl ohne Strom und ohne Wasser. Ganz schön aufgeschlagen, das sind aktuell knapp 60 Euro.

Wir wollten eigentlich erst um 11.30 Uhr los, aber irgendwie sind wir am Ablegen und früher unterwegs als geplant. Dirk über Manöverkritik, keine Badfenster zu, keine Türen zu, etc. Eye, Eye Captain wir werden es uns merken. Wir setzen die Segeln und Thomas übt sich mal wieder im Entschleunigungssegeln – Geduld ist nicht seine Kernkompetenz, aber er bekommt ein Fleißkärtchen.

Im Yesliova verlässt uns wieder der Wind, so dass wir die restliche Strecke motoren müssen, aber zumindest sind wir gesegelt!

Als wir an den Jetty von Captains Table kommen, liegt dort nur der Dauerlieger Serenity, ansonsten ist der Steg leer. Sabit springt über, macht die Muring und wir liegen. Die Saison ist sehr schlecht gestartet, kaum Pensionsgäste, kaum Segler. Hansi ist mit seiner Il Sogno regelmäßig da, ansonsten kommen nur wenige Boote. Öykü und Deniz kommen an Bord, um Hallo zu sagen. Öykü lernt gerade deutsch in der Schule und testet an Nane die ersten Vokabeln.

Wir gehen baden – das Wasser ist warm, fast zu warm 28°C – kaum zu glauben. Alex ist mit der Luftmatratze unterwegs, Nane mit einer Schwimmnudel – Erfrischung geht anders.

Gegen 19 Uhr gehen wir zum Essen. Alex hat Lust auf einen Burger und bekommt ihn ausnahmsweise am Abend, die gibt’s sonst nur zum Mittag. Dirk nimt Zackenbarsch, Nane Oktopus, Thomas Chickenschnitzel aber als Vorspeise noch Karides (Königsgarnelen) und Octopus – wir lassen es uns gut gehen. Nane will Brot im Market vorbestellen, aber das geht leider nicht, weil die beiden fischen sind – egal dann gibt es morgen früh halt Pfannkuchen. Wir quatschen noch ein wenig mit Sabit und machen dann noch einen Spaziergang entlang des Hafens. Der Mond geht gerade auf, groß, blutrot….. schön. Ein letzter Drink an Deck und dann gute Nacht.

Sögut

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