Dienstag, 6. September 2022 | Sögüt – Karasüleyman Bükü | 22,25 nm

Spätestens um 11 Uhr wollen wir raus aus Sögüt. Nane macht heute Menemen zum Frühstück, dass die Jungs auch mal diese türkische Frühstücksvariante kennenlernen. Die Wettervorhersage ist gut, max. 15 Knoten Wind aus westlicher Richtung. Wir werden aus dem Yesilova kreuzen und uns dann eine schöne Bucht für die Nacht suchen. Vielleicht ist ja in der Armak Bükü ein Platz für uns frei. Wir stellen uns eine gemütliche Überfahrt vor, die leider anders werden wird, als geplant. Wir verabschieden uns vom Team bei Captains Table, Im Market hatte sich Nane schon verabschiedet, als sie frisches Brot und noch ein paar Tomaten und Gurken eingekauft hat. Für Öykü hat sie Dondurma-Money hinterlassen, dass sich die beiden Kinder immer mal wieder ein Eis holen können.

Wir legen um 10.40 Uhr ab und setzen noch in der Bucht von Sögüt die Segel. Nane will nur das halbe Groß, dass auch das zu viel sein würde, wissen wir aktuell noch nicht. Wir bekommen schnell Fahrt und cruisen mit über 7 Knoten auf die Ausfahrt der Sögüt-Bucht zu. Auf der Höhe der Degirmen Adasi fahren wir unsere erste Wende, um aus der Bucht rauszukreuzen. Die zweite Wende wird wegen Welle und Wind schon schwierig, so dass trotz vollen Rudereinschlags die Pura Vida kaum auf Kurs zu halten ist. Draußen im Yesliova Körfezi haben wir fast 30 Knoten Wind, der so nicht angesagt war und entscheiden, das Groß einzuholen. Dafür muss erst die Genua rein, das Schiff in den Wind und die Genua wieder raus, diesmal nur gerefft. Boris übernimmt das Ruder und hat sichtlich Spaß, wenn die Gischt überkommt. Jetzt liegen wir mit weniger Schräglage stabiler im Wasser und können gegenan aufkreuzen, wir laufen zwar weniger Höhe, aber egal – Hauptsache stabil. In der Genua hat sich eine Naht gelöst und Dirk beobachtet beunruhigt, ob das Segel dem starken Wind Stand hält. Die Wellen werden höher und wir brauchen einige Wenden, um endlich um 14 Uhr vorbei an der Untiefen-Tonne Atabol Kayasi in den Hisarönü abzufallen. Erst mit halbem, dann mit achterlichem Wind wird es angenehmer. Trotz Reff kommen wir auf fast 8 Knoten Fahrt – so macht es Spaß. Armak Bükü ist übervoll, so entscheiden wir uns weiter in den Hisarönü reinzufahren und in unserer Lieblingsbucht zu ankern. 15.40 Uhr können wir den Anker schmeißen und erholen uns von den letzten beiden schaukeligen Tagen. Das war eine wahrlich anstrengende Überfahrt. Zum Abendbrot gibt es Avocado-Creme, Ofen-Zucchini und Nudeln à la Jürgen mit Knoblauch-Tomatensauce – lecker. Wir genießen den Abend und Dirk und Boris starten den Versuch draußen zu schlafen. Boris bevorzugt dann doch irgendwann die Kabine und Dirk schläft trotz hellen Mondes durch bis zum nächsten Morgen.

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Hisarönü Golf

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Montag, 5. September 2022 | Sögüt

Für den heutigen Tag ist sehr viel Wind angesagt mit Böen über 40 Knoten – nichts, was unter Segel Spaß macht, deshalb entscheiden wir uns, einen Tag länger am Steg von Captains Table liegen zu bleiben. Von weitem sehen wir die Gischt an die beiden Inseln Degirmen Adasi und Taslica Adasi klatschen – das haben wir hier so auch noch nicht erlebt. Am Vormittag kommen immer mehr Güllets in die Bucht, um hier während des starken Windes sicher zu liegen. Wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Auch immer mehr Segler kommen in die Bucht, unter anderem auch die Kia Ora von Miknatis – jeder will vor dem angesagten Wind am Nachmittag rechtzeitig sicher festmachen. Bald sind alle Plätze an den Stegen in der Bucht belegt. Die ungeübte Crew, die gestern kaum anlegen konnte, will trotzdem raus. Nane meint, dass sie sich beeilen sollten, wenn sie rechtzeitig bei Sailors Paradise ankommen wollen, aber in aller Ruhe üben sie erst noch An- und Ablegemanöver am Steg. Sabit ist der Fahrlehrer, der geduldig erklärt, was alles zu beachten ist. Schließlich legen Sie ab und wir wünschen Ihnen vor allem sicheres Ankommen. Nane empfiehlt, bei Sailors Paradise Bescheid zu geben, dass sie beim Anlegen mehr Unterstützung brauchen. Wir sind gespannt, was uns Tarek am Mittwoch erzählen wird, wenn wir wieder vor Ort sind. Wir schwimmen, lesen, hören Musik und so vergeht der Tag. Leider fährt kein Dolmus nach Bozburun, sonst hätten wir uns das kleine Städtchen anschauen können. Durch die vielen Boote ist Sabit auch zu beschäftigt, um für uns das Taxi zu spielen. Der Wind, der hier in der Bucht trotz allem noch ankommt, ist nicht zu heftig,dafür aber der Schwell der in die Bucht drückt. Alle Yachten am Steg sind einer andauernden Schaukelbewegung und man kann nur hoffen, dass die Masten nicht aneinanderschlagen. Nane unterhält sich mit den englischen Nachbarn und tauscht sich über das Revier aus.Gegen Abend genießen wir wieder den Sonnenuntergang auf dem Vorschiff mit einem Martini und gehen gegen 20 Uhr zum Essen. Der Tag hat uns müde gemacht, auch wenn wir nichts getan haben. Nach dem Essen gönnen wir uns noch einen Absacker im Cockpit. Dirk beendet das Quietschen an den Stahlringen des Jettys mit etwas Ölivenöl und so können wir schlafen gehen. Nur die Geräusche der Fender, die aneinander reiben, bekommen wir nicht in den Griff. Wir schlafen trotzdem ein.

Sögüt

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Snack

Der Nachbar

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Der Nachbar

Sonntag, 4. September 2022 | Datca – Sögüt | 20,78 nm

Heute wollen wir spätestens um 9 Uhr aus Datca raus, es ist gegen Nachmittag viel Wind angesagt – bis zu 30 Knoten, da wollen wir möglichst vorher am Steg von Captains Table liegen. Nane hat bei Sabit reserviert und so wissen wir, dass wir unseren Platz am Steg sicher haben. Die Wecker sind auf 7.15 Uhr gestellt. Aber heute braucht keiner von uns einen Wecker, wir wachen auf, als ein Ruckeln durch’s Boot geht – eine Yacht mit englischer Damen-Crew hatte den Anker quer durch’s Hafenbecken geworfen und ist nun mit 3 Yachten überkreuz. Dirk ist vorne am Anker, Nane startet den Motor und legt den Vorwärtsgang ein, falls unser Anker nachgibt – ein aufregender Start in den Tag. Nane kocht zumindest einen Kaffee – das kann dauern. Ein türkischer junger Mann von einer anderen Yacht kommt mit dem Schlauchboot zu Hilfe und taucht, um den Ankersalat zu begutachten. Es sind 3 Boote betroffen, wir leider auch. Ein weiterer Helfer steigt ins Schlauchboot und nach einer gefühlten Ewigkeit, ist das Problem gelöst. Die nächste Yacht legt ab – und schon haben wir das gleiche Problem, auch diese Yacht hatte die Kette quer geschmissen und alle anderen Boote, die richtig angefahren sind, haben jetzt die Anker über deren Kette. Wieder kommen beide Helfer zum Einsatz und wir trinken in der Zwischenzeit unseren Kaffee. Die Entscheidung sofort nach diesem Salat abzulegen ist getroffen. Müsli gibt’s unterwegs – wir wollen vor dem Wind fahren. Kurz vor 9 Uhr ist es dann soweit, wir können ablegen und bekommen unseren Anker problemlos aufgeholt. Wir setzen die Genua auf der Steuerbord-Seite und können bis nach Sögüt mit achterlichem Wind cruisen. Fabian übernimmt das Ruder und bekommt von Nane hin und wieder den Hinweis abzufallen oder anzuluven. So steuert er uns bis in die Bucht von Sögüt. Wir erklären, die Böen, die auf dem Wasser schon deutlich zu sehen sind und er fängt sie ganz gut ab. Kurz vor dem Jetty von Captains Table holen wir die Genua ein, machen die Achterleinen klar, bringen die Fender aus und Dirk übernimmt das Ruder. Nane ist nicht schnell genug mit der Muring, so dass wir ein wenig abdriften, aber dann liegen wir am Steg und Sabit begrüßt uns herzlich. „Good to see you again“ . Öykü kommt, um uns zu begrüßen, ganz schön groß geworden, die kleine Maus. Wir gehen einen Cay trinken und danach macht Nane einen Brotsalat à la Rina – lecker. Fabian startet eine Wanderung den Berg hoch und der Rest der Crew geht schwimmen. Wir chillen an Bord, hören Musik und Dirk und Boris gehen Dondurma-Shopping, sprich es gibt eine Runde Eis für alle, auch für das Team von Captains Table. Fabian kommt zurück, er ist weit hoch gewandert und hat tolle Bilder mitgebracht – eine Wanderung in der Hitze ist nicht für jeden etwas, scheint ihm aber recht wenig auszumachen. Er bekommt den restlichen Salat und findet ihn noch lecker, auch wenn die Brotcroutons sicher nicht mehr kross sind.

Kurz vor 18 Uhr kommt eine Bavaria rein und fährt kreuz und quer vor dem Jetty auf und ab. Keiner an Bord hat auch nur im Ansatz eine Ahnung, wie man anlegt. Sabit ist bei uns an Bord und versucht aus der Ferne zu erklären, wie man anlegt, um dann überzuspringen und die Yacht sicher an den Jetty zu bringen – das haben wir so tatsächlich auch noch nie gesehen. Immer mal was Neues. Jetzt liegen sie sicher, es ist nichts passiert – das ist die Hauptsache.

Wir genießen den Sonnenuntergang bei Martini und Lounge-Musik auf dem Bug der Pura Vida und können uns an der Aussicht gar nicht satt sehen – zu Hause sind Sonnenuntergänge rar. Gegen 20 Uhr gehen wir essen, Fabian und Dirk entscheiden sich für Fisch, Boris und Nane nehmen Calamares. Ein paar Vorspeisen dazu – lecker. Zum Abschluss gibt es das traditionelle Baklava als Geschenk des Hauses mit Schokoladenpilver-Deko und einen Cay. Der Tag hat früh begonnen, weshalb wir an Bord nur noch einen kleinen Absacker nehmen und so nach und nach in den Kojen verschwinden.

Sögüt

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Snack an Bord

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