Dienstag, 03.06.2025 | Bozburun – Kocabahce Koyu (Sailors Paradise) | 13 nm

Wir schlafen heute etwas länger, das Erdbeben hat die Nacht kurz werden lassen. Sven und Nane ziehen los, um Simit zu kaufen, aber um 9.30 Uhr ist das ein aussichtsloses unterfangen – überall ausverkauft. Sven holt die Vorbestellung beim Metzger ab und Nane kauft Kekse für Sailors Paradise und Fladenbrot zum Frühstück. In der Apotheke holen wir noch die Creme für Jim-Bob und quatschen die Nachbarn an, ob wir mit Ihrer Karte gegen Bezahlung Wasser bunkern können, das klappt. Wir müssen die Karte zwar nochmal aufladen, aber so haben wir zumindest nur das Wasser zu zahlen und nicht die aufladbare Karte.

Kurz vor 12 Uhr holen wir den Anker auf und können im Yesliova-Golf kurz darauf schon die Segel setzten. Wir haben etwas Wind, der muss ausgenutzt werden. Wir kreuzen auf und die Crew kommt durch die Wenden mal etwas in Action J. Kaum sind wir aber um das Kap Atabol Burun herum, schläft der Wind ein, so dass wir die letzten Seemeilen Motoren müssen. Wir haben reserviert, auch für die Athena, auf der Mulfi gerade mit einer Männer-Crew von Fethiye aus unterwegs ist. Wir wollen uns hier treffen, um gemeinsam zu Abend zu essen. Als wir anlegen fragt Serkan gleich, ob wir Schoko-Kekse dabei haben – natürlich! In einer halben Stunde gibt es Cay. Nane und Dirk gehen Cay trinken, die Crew geht schwimmen und sonnt sich. Zu unserer Freude läuft die Kairos von Turgut ein und so sehen wir den sympathischen Anwalt aus Ankara auch mal wieder. Schließlich kommt auch die Athena in die Bucht und wird neben uns gelegt. Mulfi erkennt man schon von Weitem am Sonnenbrand – als VFB-Fan trägt man angeblich rot weiß J. Dirk überwindet seine Scheu vor kaltem Wasser und geht tatsächlich das erste mal baden – wir sind überrascht, was ihn wohl motiviert hat. Der Nachmittag vergeht, wir unterhalten uns mit Oli und Mulfi, trinken Cay, gönnen uns mit der Crew noch einen Aperitif und gehen kurz nach 19.00 Uhr zum Essen. Der Jetty ist voll und auch die Ankerlieger haben Hunger, so dass im Restaurant alle gleichzeitig, auf das Essen warten. Wir haben zum Glück recht früh bestellt, so dass wir mit als erste Oktopus, Karides, Calamares, Hunter Börek, etc. serviert bekommen. Die Crew der Athena lässt es krachen. Gefühlt wird alles, was die Küche zu bieten hat, aufgefahren, Oktopus, Calamares, Steak, Köfte, Fisch, Meze – bei der Bestellung war der Hunger groß und immer noch wird etwas an den Tisch gebracht. Aber tapfer wird alles verputzt und es hat den Anschein, als ob sie Sailors Paradise wirklich als paradiesisch empfinden – gut so.

Lenka, Sven, Markus und Nane gehen für einen Absacker zurück an Bord und Dirk quatscht noch mit Mulfi und Oli über alte Zeiten, auch wir werden älter, was man merkt, wenn man bedenkt, wie lange manche Geschichte schon her ist.

Sailors Paradise

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unterwegs...

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Montag, 02.06.2025 | Saksili Koyu – Bozburun | 2,5 m

Die Nacht vor Anker war super entspannt. Der Wind ist eingeschlafen und die beiden Gullets, die gestern noch dazu gekommen sind, waren weit genug weg, als das man sich gegenseitig hätte stören können. Markus hat heute früh eine Mission, er schwimmt Richtung Ufer, um die Luftmatratze, die gestern angelandet ist einzufangen – jetzt hat die Pura Vida ein neues Spielzeug – mal sehen, wie lange es hält. Zum Frühstück kommt heute Obstsalat, Joghurt und Müsli auf den Tisch. Vitamine sind wichtig und Calzium auch J. Sven würde sich gern Bozburun anschauen, weshalb wir heute den Gemeindehafen auf dem Plan haben. Hier kann man nicht reservieren, darum wollen wir um 12 Uhr ablegen, um noch relativ sicher einen Hafenplatz zu bekommen. Einkaufen steht auf dem Plan und die Jungs wollen zum Barber. Dirk will versuchen die Steuerbordtoilette zu reparieren, in die immer wieder Wasser zurückläuft – eine Dichtung ist evtl. verschmutzt. Wir werden sehen. Also heißt es kurz vor 12 Uhr Landleinen los – Sven schwimmt und löst die Landleinen, Nane holt den Anker ein. Gegen 13 Uhr kommen wir in die Hafeneinfahrt – auch hier sind die Dauerlieger ein Problem, denn es gibt nicht allzu viele freie Plätze. Der Hafenmeister pfeift und wir legen auf der rechten Seite an. Das Ankermanöver klappt einwandfrei, der Anker liegt auf 4 Meter gerade vor uns, ob wir Ankersalat bekommen, sehen wir morgen früh – jetzt sind wir erst mal da.
Nach einem antialkoholischen Anleger – hier ist es richtig warm – geht die Crew zu Amore Dondurma und Dirk versucht die Toilettenpumpe zu reparieren. Trotz Entkalkung, schließt das Ventil nicht mehr richtig und wir brauchen Ersatz. Leider hat kein einziger der kleinen Läden, die sich auf Bootszubehör spezialisiert haben, das Ventil vorrätig. Aber wir sind ja gut vernetzt, also wird Canan uns das Ventil besorgen und bei Charly im Golden Plate deponieren, so dass Thomas es nächsten Freitag abholen kann – perfekt gelöst!

Unsere Crew ist perfekt, während wir noch nach dem Ventil suchen, waren sie schon einkaufen und haben alles besorgt, was wir für den Rest der Woche brauchen – zweimal steht noch Kochen in der Bucht an. Markus und Sven gehen zum Barber, Nane und Dirk gehen ein wenig spazieren und Fotos machen. Als wir zurück sind, kommt der Hafenmeister. 1.260 TYL kostet eine Nacht ohne Strom und Wasser, das sind knapp 30 Euro – geht tatsächlich. Die letzten Infos, die wir hatten, waren teurer – umso besser. Dirk geht am Nachmittag noch auf Foto-Safari und Nane macht sich mal auf die Suche nach ihm, wie üblich ist er ohne Geld und ohne Wasser los…. Auf Rückfrage bei der Sahil Güvenlik und der Polizei ist Drohne fliegen über dem Hafen leider nicht erlaubt – schade. Die zwei gönnen sich noch einen Cay in einer kleinen Strandbar – da kann man mit der Crew gegen später auch noch mal hin.

Heute Abend wollen wir Pide Essen gehen, eine Empfehlung von Wolfgang Kahl: Dilara Pide. Mal was anderes – Kulinarik haben wir mit Lenka ja an Bord. Für Duschen sind 50 TYL fällig, für Toiletten 20 TYL – alles im grünen Bereich.

Wir freuen uns auf die Pide, die direkt im Holzzofen zubereitet werden – sehr lecker. Danach gibt Sven noch ein Eis bei Amore Dondurma aus und wir laufen in die kleine Strandbar über die Brücke hinter dem Hafen und gönnen uns noch einen Cay bzw. einen Drink.

Zurück an Bord genießen wir die laue Temperatur an Deck und verkrümeln uns kurz vor Mitternacht in die Kojen. 2.17 Uhr werden wir durch ein Rucken im Boot und durch lautes Gerumpel wach. Es hört und fühlt sich an, als wäre jemand über unsere Ankerkette gefahren. Nane, Dirk und Markus sind sofort an Deck, aber im Hafen ist nichts zu sehen. Die Leute kommen mit Wasserflaschen im Pyjama aus ihren Häusern auf die Straße. Ein Erdbeben hat uns alle aus dem Schlaf gerissen. Im Internet erfahren wir, dass es die Stärke 6,6 auf der Richterskala hatte. Spooky. Wir bleiben noch eine Weile wach, aber es kommt Gott sei Dank nichts nach, also verkrümeln wir uns wieder in die Betten, das Einschlafen fällt aber schwer, denn der Schreck sitzt uns doch in den Knochen.

Bozburun

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gut sortiert...

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Sonntag, 01.06.2025 | Bozukkale – Saksili Koyu | 14 nm

Wir schlafen mal wieder länger. Ohne ZR werden wir nicht vom Kaffeeduft geweckt, das macht einen großen Unterschied. Um 9.30 Uhr werden wir zum Frühstück abgeholt. Im Boot von ALiBaba steht ein wenig Wasser und ein toter Fisch ist auch noch zu sehen, das erinnert an die ursprüngliche Türkei von vor 20 Jahren. Wir sind die einzigen Gäste, der Jetty ist leer, die beiden anderen Boote sind schon weg. Das türkische Frühstück ist okay, wir haben noch eine Portion Menemen dazu bestellt und wir sitzen auf der Terrasse mit Blick auf das türkisfarbene Wasser – allein dafür hat es sich schon gelohnt. Die Toiletten sind etwa 100 Meter der Berg hoch gebaut, aber der Blick auf die Bucht entschädigt für den Aufstieg. Dirks Drohnenbilder zeigen immer eindrucksvoll, an was für herrlichen Spots wir uns aufhalten dürfen– einfach malerisch. Mustafa kommt vorbei und ist überrascht uns zu sehen, auf dem Rückweg werden wir mal wieder in Sailors House halt machen, hier wollten wir ja nur frühstücken. Obwohl das Frühstück einfach ist, zahlen wir umgerechnet 113 Euro für 5 Personen – die Lebensmittelpreise sind in der Türkei gestiegen und alles, was in der Bucht serviert wird, muss erst per Boot hierher verfrachtet werden. In dr Düse zwischen Rhodos und dem türkischen Festland lassen wir die Genua raus und können zumindest 1 Stunde segeln, bevor uns die Abdeckung von Symi wieder den Wind klaut. Die Bucht, die Sven ausgesucht hat ist nach NW relativ offen, aber bei den angesagten Vorhersagen ist das kein Problem, es ist nicht mit viel Wind zu rechnen. Wir haben Glück und die Bucht ist leer. Wir werfen auf 12 Metern den Anker, der sich in dem Sand wunderbar eingräbt und auf 4,5 Metern mit ausreichend Abstand zum Ufer sichert Sven uns mit 2 langen Landleinen zum Ufer hin. Wir liegen perfekt. Das Wasser hat 22 Grad, also etwas wärmer als in Ciftlik und Bozukkale – bis auf unseren Skipper genießen alle das erfrischende Naß. Lenka zaubert uns am Abend ein hervorragendes Essen, Rinderfilet, abgelöscht mit Rum und karamelisierten Zwiebeln, dazu gibt es Ofenkartoffeln und Gurkensalat – ein Gedicht. Besser kann es uns nicht gehen! Dirk lässt die Drohne fliegen und auf den Bildern wird nochmal mehr deutlich, in was für einer traumhaften Umgebung wir vor Anker liegen. Wir genießen den ersten milden Abend an Deck und den Sternenhimmel. Die Abende zuvor, war es tatsächlich zu frisch, so dass wir unter Deck geblieben sind und uns mit Kartenspielen die Zeit vertrieben haben.

Saksili Koyu Bozburun

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