Donnerstag, 4.9. | Palamut

8.30 Uhr | Der Wecker klingelt – heute nur für Nane. Sie ist mit Esin vom Adamik verabredet, um Souflée vorzubereiten. Die Mengenverhältnisse sind noch etwas irritierend, aber hier werden 30 Portionen gleichzeitig aufgesetzt. Die Schokoladenmasse muss jetzt über den Tag kalt werden, bevor noch das Eigelb und der Eischnee von 16 Eiern untergemischt werden müssen – das machen wir am Nachmittag.

10.00 Uhr | Wir frühstücken alle zusammen. Es gibt Sucuk, Menemen, Schafskäse, Tomaten, Gurken, Honig, Marmelade, Oliven, Ziegenkäse… und natürlich Cay. Herrlich so zusammen zu sitzen, mit der Crew vom Adamik sind wir 10 Personen zum Frühstück.

11.00 Uhr | Nane und Esin ziehen Seegras ab – oder wie man das nennen kann, wenn man das Seegras von den Stielen zieht. Wir unterhalten uns über alles mögliche und lernen noch mehr über die Kultur dieses Landes.

12.30 Uhr | Wir gehen schwimmen und verabreden uns in einer Stunde gemeinsam zu den Eltern ins Dorf zu fahren. In der Teestube trinken wir erst mal einen Cay. Nane und BW trinken Ada-Cay (Insel-Tee = Salbei-Tee). Danach gehen wir zu den Eltern ins Haus. Wir werden herzlich begrüßt und helfen erst mal einen riesen Berg “Badem” von den Schalen zu befreien. Während wir die Mandeln auseinander klauben, naschen wir sehr viel und unterhalten uns mit Esins Eltern über dies und das. Esins Papa will MW gleich da behalten, dass er im Winter jagen und fischen lernt. Nane macht mit Esins Mama Cay für alle und dazu gibt es ein getrocknetes Fladenbrot, das nach Anis schmeckt und zusammen mit den Mandeln zum Cay gegessen wird – lecker.

14.30 Uhr | Zurück in Palamut gehen Nane und Dirk die Andiamo anschauen – ein sehr schönes Schiff in einem super Zustand. Um hier eine Entscheidung zu treffen brauchen wir konkrete Zahlen und Fakten, die uns der Eigner schicken will.

15.30 Uhr | Nane geht in die Küche um das Souflée mit Esin ferig zu machen und dann kalt zu stellen. Danach gehen wir alle zusammen noch mal baden – was für ein Stress.

18.30 Uhr | Die Jungs sind beim Barber, MW wollte lieber keinen neuen Haarschnitt also sind Dirk und HW nur zum Rasieren unterwegs. Der Rest der Crew chillt an Deck der Ambiente und überlegt sich, was man nachher am besten essen könnte. Ein herrlicher Tag. Wir beschließen an diesem letzten Tag im Crew-Shirt zum Essen zu gehen.

20.00 Uhr | Die Jungs kommen endlich vom Barber zurück – wir wollten schon Vermissten-Plakate im Ort aufhängen. Ada schenkt uns wunderschön mit Muscheln gestaltete Steine und Palamutbükü 2014 darauf, so dass wir ein Stückchen Palamut mit nach Hause nehmen können.

20.30 Uhr | Gerade als wir unsere Vorspeisen essen, sieht BW Turgut, wie er die Straße lang läuft. Den Anwalt aus Ankara haben wir bei Sailors Paradise kennen gelernt. Nane rennt ihm kurzerhand hinterher und lädt ihn ein, bei uns am Tisch Platz zu nehmen. Es wird ein sehr lustiger und unterhaltsamer Abend. Salih, Esins Mann, mixt uns einen Cocktail aus Orangen, Limetten, Vodka und „grüner Mandel“ – süffig und lecker!

23.40 Uhr | Wir gehen todmüde ins Bett.

Echt? Eigenbau?

Echt? Eigenbau?

Echt? Eigenbau?

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Taigun

alt...aber er fährt

Mandeln...geklopft aber noch voll

Teestube

alt...aber er fährt

Palamut

Palamut

Ambiente

Palamut

Echt - oder gebastelt?

Palamut

Echt - oder gebastelt?

Palamut

Palamut

Gürcan

Gürcan

Menemen

unser Frühstück...

unser Frühstück...

unser Frühstück...

Echt oder gebastelt?

Hafenkino

Mittwoch, 3.9. | Cökertme – Palamut | 37,24 nm

7.00 Uhr | Der Wecker klingelt. Nane steht auf und kocht Kaffee für die Überfahrt. Wir wollen auf See frühstücken. Jeder macht sich fertig, die Luken dicht und wir können los.

7.30 Uhr | Pünktlich wie geplant legen wir ab. Die See ist spiegelglatt. Aktueller Motorstunden-Stand: 343. Es gibt Kaffee, O-Saft, Nutella-Brote und Nektarinen-Schnitze zum Frühstück. Das Meer sieht um diese Uhrzeit toll aus – pastellfarbene Blautöne.

8.17 Uhr | Außer uns, ist nur noch ein Catamaran zu sehen, der einen ähnlichen Kurs hat. ETA 14.00 Uhr. Wind ist für heute keiner angesagt, aber das war gestern genauso und wir hatten trotzdem guten Segelwind. Jetzt wird gechillt – den Kurs hält Charly der Autopilot. Mit 1500 Umdrehungen kommen wir mit 5,9 Knoten (SOG) gut voran. Der Drehzahlmesser hat dann und wann mal einen Aussetzer.

8.45 Uhr | Es ziehen Wolken auf – hinter uns der Himmel ist recht dunkel. Angesagt ist nichts und auch der Luftdruck hält sich die letzten 16 Stunden konstant auf 1005 hPa. Im Boot zeigt die Temperaturanzeige 27°Grad an.

9.30 Uhr | Wir haben die ersten 11.5 nm hinter uns. Es weht kein Lüftchen. Der Skipper hat sich wieder schlafen gelegt.

10.30 Uhr I 17 nm sind geschafft. Noch immer kein Wind und keine Welle. Nane geht in die Kombüse und bereitet einen Thunfischsalat für nachher vor. Jetzt steht er im Kühlschrank und kann noch etwas ziehen, dass wir pünktlich um 12.00 Uhr was zum Mittagessen haben.

11.30 Uhr | Der Hunger ist schneller da als die Mittagszeit also essen wir früher. Nach dem Essen will HW freiwillig spülen, der Skipper unterstützt ihn dabei.

14.00 Uhr | Wir liegen pünktlich am Steg. Dirk und HW spritzen erst mal die Ambiente ab, damit wir wieder ein sauberes Schiff haben. BW, MW und Nane gehen ins Adamik, trinken ein Wasser und einen Cay und warten, dass die Jungs kommen.

15.30 Uhr | Wir gehen baden und genießen Sonne und Meer. Nach einer ausgiebigen Dusche gönnen wir uns ein Dondurma. Gürcan bekommt auch ein Magnum „Double Chocolate“. Wir haben noch eine Packung Kinderschokolade, die wir Esins Töchtern spendieren. Nane lässt sich von Esin erklären, wie man Cay kocht und zumindest die Crew meint, dass der Tee hervorragend schmeckt.

18.30 Uhr | Wir sitzen mit Esin auf der Hafenmauer, trinken Weißweinschorle und quatschen – „quality time“.

19.45 Uhr | Wir gehen zum Essen und gönnen uns Sigara Börek mit Tsatzik, Salat, Pfeffersteak, Köfte am Mastikbuschspieß und Chickencurry – lecker! Nane geht in die Küche, um bei der Herstellung der Pfeffersoße dabei zu sein und zu schauen, ob sie das zu Hause auch mal so hin kriegt. Ercan und Esin erklären genau worauf es ankommt – müsste passen.

21.20 Uhr | Nane bekommt die Souflée-Schulung Teil 1 (wie präpariere ich die Auflaufform und was ist beim Backofen zu beachten). Teil 2 folgt morgen früh (wie mache ich den Teig.) Nane ist mit Esin für 9.00 Uhr morgen in der Küche verabredet, um Souflée-Teig zu machen und dann für die Crew und die Familie Frühstück zuzubereiten. Das wird sicher genial.

Knidos

unterwegs...

Knidos

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Adios Cökertme

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Dienstag, 2.9. | Ingiliz Limani – Yedi Adalar – Cökertme | 33,5 nm

Neu in Ingiliz Limani sind 20 TYL Liegegebühr für Wasser und Strom auf der Rechnung für’s Abendessen, diese werden mit der Erneuerung der Duschen gerechtfertigt – es gab aber keinen Hinweis bei der Reservierung oder beim Anlegen. Nicht ganz korrekt, auch wenn 20TYL nicht viel sind im Vergleich zu den Marina Gebühren.

8.30 Uhr I Nane macht im Frühstücksmodus alle wach… Unsere Nachbarn mit der „Vento“ haben schon um 7.00 Uhr abgelegt und die Motorgeräusche haben Nane und BW ziemlich früh geweckt. Einen Mist haben wir auch zusammengeträumt, also war es gut, dass wir endlich in den Tag starten konnten.

9.15 Uhr I Frühstück, nachdem Nane schon Nektarinen und Brot einkaufen war.

10.15 Uhr I Abgelegt, keine Nachbarn links und rechts, also Muring fallen lassen und die Achterleinen von Land aus ins Boot geworfen – Windstille…

10.45 Uhr I Wir haben die Meerjungfrau passiert und verlassen Ingiliz Limani – Ziel Yedi Adalar, draußen sind weder Wind noch Wellen oder weiße Schaumkronen zu erkennen. Wir setzen trotzdem schon mal das Groß, damit wir gleich segeln können, wenn Wind kommt. Und er kommt! Schön mit 15 Knoten scheinbarem Wind haben wir einen „Am-Wind-Kurs“ und kreuzen Richtung Yedi Adalar. HW übernimmt das Steuer mit dem Versprechen an Nane, schön den Kurs zu halten.

12.00 Uhr I Wir segeln schön gemütlich vor uns hin und kreuzen langsam dem Ziel entgegen.

13.00 Uhr I HW am Steuer, wir sind kurz vor der Untiefen Tonne Karamuk Kayaligi ETA 14.30 Uhr Hoffentlich ist eines der Plätzchen, die wir kennen für uns zum Ankern auch frei…

14.15 Uhr I Es sind alle unsere bevorzugten Ankerplätze frei, wir machen alles klar und Ankern, Nane schwimmt die Landleine und ist auch schon wieder an Bord, aber der Anker will nicht greifen, der Wind drückt uns überall hin aber nicht dahin, wo wir wollen. Abbruch! Dirk ist das Risiko und der Nerv-Faktor zu groß – auf nach Cökertme. Schön wäre es gewesen. Nane holt die Landleine wieder ein – „schwimm Nane schwimm.“

15.00 Uhr | Wenigstens der Wind lässt uns nicht im Stich und wir können unter Segel im „Am-Wind-Kurs“ Richtung Cökertme. ETA 18.00 Uhr.

17.20 Uhr | Wir müssten noch eine Wende fahren, aber die Welle hat stark zugenommen und so entscheiden wir uns unter Motor gegenan die restlichen 30 Minuten direkten Kurs aufzunehmen. In der Bucht von Cökertme ist der Steg von Captain Ibrahim wieder fast voll, der Rest nahezu leer. Bei starkem Steitenwind ist der Muring-Service der Jungs hier super. Sie springen weit vor dem Jetty an Bord, fixieren die Muring und wir fahren rückwärts an den Steg, die Achterleinen passen, sogar Halil ist heute am Jetty und wir liegen fest.

17.30 Uhr | Nane will erst mal ein Efes – Landleine und Wellen-Segeln sind echt anstrengend – danach gehen wir alle zusammen schwimmen.

19.45 Uhr | Frisch geduscht und mit einem Aperol Sprizz als Sundowner gehen wir zum Essen.

unsere Preisklasse...

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Cökertme

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