Samstag, 13. Juni 2026 | Marmaris – Dalaman – Stuttgart

Der 13. Juni begann für uns zu einer Zeit, die man eigentlich nicht mehr zur Nacht, aber auch noch nicht zum Morgen zählen kann. Um 2:45 Uhr riss uns der Wecker aus einem viel zu kurzen Schlaf. Pünktlich um 3:15Uhr wurden wir von DM-Transfer abgeholt, um von der stillen Adaköy Marina zum Flughafen Dalaman zu fahren. Es ist ein seltsames Gefühl, im Dunkeln durch die vertraute Landschaft zu fahren, vorbei an Orten, die wir in den letzten Wochen bei strahlendem Sonnenschein erkundet hatten.

Der Flughafen war um diese frühe Stunde überraschend belebt, doch das Einchecken und die Sicherheitskontrolle verliefen reibungslos. Als wir am Gate warteten, überkam uns der Wunsch nach einem letzten türkischen Çay oder einem Kaffee. Ein kurzer Blick auf die Preistafel am International Terminal ließ uns jedoch davon Abstand nehmen. Die Preise waren rund dreimal so hoch wie am Domestic Terminal – eine Preisgestaltung, die wir als so unverschämt empfanden, dass wir dankend verzichteten. Nur ZR, seiner Kaffee-Sucht erlegen, investierte in einen Becher des überteuerten Heißgetränks.

Bald saßen wir im Flugzeug Richtung Stuttgart. Der Flug selbst war unspektakulär – eine Zeit des Übergangs, in der man die Erlebnisse des Törns noch einmal Revue passieren lässt, während unter einem die Wolken vorbeiziehen. Die Vorfreude auf das eigene Bett mischt sich mit der leisen Wehmut, dass ein weiteres Segelabenteuer zu Ende gegangen ist.

In Stuttgart gelandet, erwartete uns ein vertrautes Gesicht. Unser Freund Harry hatte es sich nicht nehmen lassen, uns abzuholen. Es ist ein unschätzbarer Luxus, nach einer langen Reise nicht mit dem Gepäck durch öffentliche Verkehrsmittel navigieren zu müssen, sondern einfach ins Auto steigen zu können. Harry brachte uns sicher nach Hause – ein Freundschaftsdienst, für den wir sehr dankbar sind.

Kaum zu Hause angekommen, trennten sich unsere Wege für den Rest des Tages. Dirk machte sich direkt wieder auf den Weg, um ZR zurück nach Stuttgart zu bringen. Für Nane stand ein anderes, unvermeidliches Ritual am Ende jeder Reise an: die erste Maschine Wäsche anzustellen. Das Geräusch der Waschmaschine ist wohl eines der deutlichsten Zeichen dafür, dass man wieder im Alltag angekommen ist.

Kurz darauf fielen wir beide einfach nur noch ins Bett. Die Müdigkeit der kurzen Nacht und der langen Reise forderte ihren Tribut.

Jetzt, mit etwas Abstand, blicken wir auf einen wunderschönen Törn zurück. Es war eine entspannte, gechillte Zeit auf dem Wasser, ganz ohne die Dramen oder unvorhergesehenen Schwierigkeiten, die das Segeln manchmal mit sich bringen kann. Alles lief ruhig und harmonisch. Genau diese unaufgeregten Törns sind es, die am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben. Es war herrlich. Das Meer hat uns wieder einmal reich beschenkt – mit Ruhe, Sonne und unvergesslichen Momenten.

Kaum angekommen schon fertig für die nächsten

Kaum angekommen schon fertig für die nächsten

Kaum angekommen schon fertig für die nächsten

Kaum angekommen schon fertig für die nächsten

Kaum angekommen schon fertig für die nächsten

Im Anflug...nach Stuttgart

Im Anflug...nach Stuttgart

Freitag, 12. Juni 2026 | Kumlubükü | Marmaris | Adaköy Marina | 12,3 nm

Der letzte Tag eines Törns hat immer eine eigene Melancholie. Unserer begann früh, denn wir hatten einen Plan. Um dem üblichen Trubel an der Tankstelle in Marmaris zu entgehen, wollten wir vor den meisten Charter-Crews dort sein. Wer schon einmal erlebt hat, wie sich ab dem Mittag die Yachten stauen und die Geduld mit der steigenden Hitze schwindet, wird unsere Motivation verstehen. Der Plan ging auf. Nach einem letzten ruhigen Frühstück auf See erreichten wir die Tankstelle, konnten ohne Wartezeit Diesel bunkern und machten uns auf den Weg zurück in die Adaköy Marina.

Gegen 12 Uhr funken wir die Marina an. Die Marineros kamen uns mit dem Dinghi entgegen, um unsere Ruckdämpfer bereits vor dem Anlegen am Steg zu montieren – ein Service, den wir sehr zu schätzen wissen. Wir bekamen einen Liegeplatz weiter innen am Schwimmsteg. Dort liegt man deutlich ruhiger, da die Schwingungen des Stegs geringer sind und die Leinen weniger belastet werden. Das Anlegemanöver selbst klappte mit Dirk am Steuer wie am Schnürchen. Ein Marinero rief Nane anerkennend zu, dass sie einen wirklich guten Skipper habe – ein schönes Kompliment zum Abschluss.

Nachdem das Boot sicher vertäut war, gab es natürlich erst einmal den obligatorischen Anleger. Danach stand jedoch die weniger vergnügliche Aufgabe an: das Packen. Mit dem Wissen, dass der Wecker um 2:45 Uhr für die Fahrt zum Flughafen klingeln würde, machten wir uns an die Arbeit. In der Mittagshitze war das eine schweißtreibende Angelegenheit. Als Belohnung gönnten wir uns eine erfrischende Dusche und anschließend ein paar Runden im Pool der Marina. Es ist immer wieder überraschend, wie viel mehr Kraft man im Süßwasser ohne den Auftrieb des Meeres benötigt.

Im Wasser liegend schmiedeten wir den Plan für den Abend: Wir würden die Tradition beibehalten, mit dem Taxi nach Marmaris fahren, um Hüsniye und ihre Mutter im Bazar zu besuchen und anschließend im „Golden Plate“ zu Abend zu essen. Wir warten noch auf Mehmet, um zu besprechen, was zu tun ist, bevor die nächste Crew kommt.

Die Taxifahrt nach Marmaris ist rasant, der Fahrer ließ uns in der Nähe der Netsel Marina aussteigen. Dirk steuerte uns zielsicher durch die Gassen zum kleinen Laden „Silvermoon“. Hüsniye war nicht da, aber ihre Mutter empfing uns mit einer herzlichen Umarmung und rief sie sofort an. Während wir warteten, überreichte Nane die mitgebrachte Lindor-Schokolade. Kurz darauf kam Hüsniye mit dem Fahrrad an. Wir setzten uns zusammen und sprachen über unseren Törn, die aktuelle Saison und die schwierige wirtschaftliche Lage in der Türkei. Die hohe Inflation macht das Leben für die Menschen hier sehr teuer und auch für uns sind die Preise spürbar gestiegen. Bevor wir gingen, kaufte Nane wie jedes Jahr einige Hamam-Tücher für Freunde und Kolleginnen.

Auf dem Weg zum Restaurant trafen wir zufällig Canan von Anka Yachting. Sie war zwar verabredet, nahm sich aber Zeit für einen kurzen Drink mit uns. Sie bestätigte unsere Beobachtung von unterwegs: Die Saison sei für die Charter-Unternehmen nur schleppend angelaufen, es fehlten Buchungen. Während wir die leeren Buchten genossen hatten, ist die Situation für die lokalen Geschäfte und Restaurants eine Katastrophe. Lediglich die Zahl der russischen Crews sei stabil geblieben. Diese Nachrichten gaben uns zu denken und warfen einen Schatten auf die Zukunft.

Auch wir selbst machen uns Gedanken. So sehr wir dieses Segelrevier lieben – wenn die Preisentwicklung so weitergeht, müssen wir uns vielleicht nach Alternativen umsehen. Mit diesen gemischten Gefühlen ließen wir unseren letzten Abend nach dem „Golden Plate“ noch im Cockpit ausklingen. Ein Abschied, der wie immer schwerfiel.

Zurück in die Marina

Ein Tag am Pool

da rollt nix mehr...

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Adaköy Marina

Vita Beach

Vita Beach

Vita Beach

Vita Beach

Vita Beach

Vita Beach

Vita Beach

Vita Beach

Sonnenaufgang in Kumlubük

Sonnenaufgang in Kumlubük

Sonnenaufgang in Kumlubük

Sonnenaufgang in Kumlubük

Sonnenaufgang in Kumlubük

Donnerstag, 11. Juni 2026 | Ciftlik – Kumlubükü | 7 nm

Die letzte Nacht in unserer geliebten Bucht von Ciftlik ist herrlich ruhig. Wir schlafen mit diesem sanften, kaum spürbaren Wiegen der Pura Vida ein – ein Gefühl, das uns zu Hause definitiv fehlen wird. Der erste Kaffee an Deck, serviert vom unermüdlichen ZR, ist wie immer ein Genuss. Während Nane und Dirk die Rechnung bezahlen und sich bis September verabschieden, ist unser Frühstücksbrot noch im Ofen in Arbeit. Wir entscheiden uns zu warten. Eine gute Entscheidung, denn das erste Brot, das aus dem Ofen kommt, ist für uns. Nane jongliert den heißen Laib an Bord wie eine Zirkusartistin und ist froh, als sie ihn sicher an ZR übergeben kann.

Heute gönnen wir uns zum Abschluss ein kleines Highlight: den Vita Beach Club in Kumlubükü. Die Location ist traumschön und wir haben es uns verdient. Der Wind hat heute leider keine Lust, dafür schickt er uns eine unangenehme Welle, die uns auf der kurzen Strecke ordentlich durchschaukelt.

Ein Glück haben wir reserviert. Der Steg hat nur Platz für vier Boote. Als wir ankommen, sind wir mehr als angenehm überrascht. Das Team am Jetty weiß, was es tut. Wir bekommen zwei top-gewartete Muringleinen, Wasser und Strom werden angeboten. Letzteres brauchen wir dank unserer potenten Solaranlage nicht – ein großer Vorteil der Pura Vida, die den ganzen Törn ohne Landstrom auskommt.

Nach einem wohlverdienten Anleger-Shandy springen wir ins Wasser und spielen mit Hansis Tauch-Scooter. Das Ding macht einfach Laune! Nach dem Nachmittagskaffee testen wir den Pool und die luxuriösen Regenduschen des Clubs. Die gesamte Anlage ist blitzsauber und extrem stilvoll – “chillig” trifft es wohl auf den Punkt. Dirk lässt die Drohne steigen, Nane schickt die Aufnahmen an den Besitzer, der sich riesig freut.

Gegen 19 Uhr ist es dann so weit: Abendessen. Hansi und Heinz von der Il Sogno hatten uns schon die Burger wärmstens empfohlen, also bestellen wir den Premium Burger. Und wir werden nicht enttäuscht – absolute Spitzenklasse! Als Dankeschön für die Drohnenaufnahmen und das kleine Video, das Dirk noch schnell mit Musik unterlegt hat, spendiert uns der Club Crème Brûlée und Tiramisu. Besser geht’s nicht.

Der Vita Beach Club ist eine absolute Empfehlung, aber eine Reservierung ist zu empfehlen. Man kann zwar auch in der Bucht ankern und mit dem Dingi anlanden, aber Dingi-Fahren war noch nie so unser Ding.

Wir genießen den letzten Abend bei entspannter Lounge-Musik und dem einen oder anderen Weißweinschorle. Es ist schade, dass diese 14 Tage schon wieder zu Ende gehen. Gefühlt hätten wir es noch ewig ausgehalten. Aber die Vorfreude auf Mitte September tröstet uns. Wir kommen wieder

Die Sonne geht auf

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Vitabeach

Die Müdigkeit siegt

Die Müdigkeit siegt

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubük Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach

Kumlubükü Vita Beach