Samstag, 26.09.2026 | Sögüt – Kizil Adasi – Kuruca Bükü | 16,25 nm

Der Tag beginnt mit einer Mission: Einkaufen. Nane braucht Nachschub für die nächsten Tage, doch der kleine Market beim Octopus-Restaurant hat außer alten Tomaten und matschigem Obst nichts zu bieten. Kurzerhand bietet Sabit vom Captain’s Table an, Nane mit in den Ort zu nehmen, wenn er seine eigenen Einkäufe für das Restaurant erledigt. Was für ein Service! So klappern die beiden zusammen die Supermärkte und den lokalen Obst- und Gemüsehändler ab, und Nane bekommt alles, was auf ihrer Liste steht.

Zurück an Bord gibt es erstmal ein verdientes Frühstück. Nane telefoniert noch kurz mit Hansi. Wir verabreden uns für Montag wieder hier in Sögüt, was den Abschied heute deutlich leichter macht – es ist ja nur ein „Auf Wiedersehen“ für drei Tage. Es sollen bis zu 27 Knoten Wind kommen, da liegen wir hier sicher, wie in Abrahams Schoß.

Unser eigentlicher Plan ist, einen neuen Ankerplatz nahe der Insel Kizil Adasi zu erkunden, der uns von Regina und Walter empfohlen wurde. Dirk ist allerdings von Anfang an skeptisch. „Es ist Samstag, das Wetter ist perfekt. Wenn es da wirklich schön ist, werden alle einheimischen Bootseigner die gleiche Idee haben.“ Er sollte, wie so oft, recht behalten. Der Spot ist traumhaft, das Wasser kristallklar, aber es ist brechend voll. Kein Platz für uns. Also, Plan B: Wir kehren zurück in unsere aktuelle Lieblingsbucht, Kuruca Bükü. Da es morgen ohnehin regnen soll, ist das der perfekte Ort, um sicher und gemütlich abzuwettern.

Ein paar Ankerlieger sind schon da, aber wir finden schnell einen guten Platz. Und wer fährt das Manöver? Nane. Unter der wachsamen Aufsicht von Thomas Otto fährt sie das Ankermanöver. Der Anker fällt, sie fährt ihn mit 2.000 Umdrehungen rückwärts ein, und er hält auf den ersten Versuch. Perfekt! Sofort wird die Anker-App gestartet, um alles zu überwachen, aber das Manöver saß. Nächstes Erfolgserlebnis verbucht.

Wir chillen, genießen die Ruhe und die vertraute Umgebung. Dirk lässt in der Abendsonne nochmal die Drohne steigen und fängt herrliche Bilder von der Bucht ein.

Zum Abendessen gibt es heute zünftige Bordküche: erst ein Tomatensalat mit Thunfisch und Croutons, danach eine große Pfanne Schinkennudeln mit Käse. Einfach, lecker und mehr als sättigend.

Den Abend verbringen wir an Deck und quatschen über die Region. Thomas plant, nächstes Jahr selbst zwei Chartertörns ab Kos anzubieten, und wir teilen unsere Erfahrungen mit ihm. Wir schwärmen von der Vulkaninsel Nisiros, die man wunderbar mit Mietrollern erkunden kann, von der ruhigen Insel Tilos und natürlich von der Perle Symi. Dort, so unser dringender Rat, muss er unbedingt die Bucht von Panormitis mit ihrem idyllisch gelegenen Kloster ansteuern.

So vergeht der Tag viel schneller als gedacht, gefüllt mit kleinen Abenteuern, neuen Erfolgserlebnissen und dem schönen Gefühl, Wissen und Erfahrungen zu teilen.

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