Seekrankheit – was hilft?

Fast auf jedem Törn taucht die Frage auf “Warst Du auch schon mal seekrank?”. Klar waren wir auch schon seekrank und das Thema interessiert uns v.a. auch im Hinblick auf unsere Mitsegler. Als Gesprächsstoff eignet sich Seekrankheit eher an Land als an Bord, denn die bloße Beschreibung der Übelkeit, kann es manchem schlecht werden lassen. In einer Unterhaltung mit einem jungen Mediziner vor ein paar Tagen wurden wir auf eine Studie von Prof. Dr. Reinhard Jarisch aufmerksam gemacht, der einen Zusammenhang zwischen Histamin und Vitamin C festgestellt hat. Ein erhöhter Histamingehalt im Hirn soll für die Seekrankheit verantwortlich sein und da Vitamin C Histamin abbaut, soll es helfen, wenn man es regelmäßig und schon vor Reiseantritt zu sich nimmt. Auch das Europäische Segelinformations-System verweist auf diese Studie.

Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass v.a. die ersten Tage eines Törns als Eingewöhnungszeit wichtig sind. Wir planen also keine sehr langen Schläge für die ersten Törntage ein, damit sich unser Körper und unser Gleichgewichtssinn an die Bewegungen des Schiffs anpassen können. Es  gibt Menschen, die überhaupt kein Problem haben und auch bei starkem Seegang Unterdeck für den Rest der Crew Schnittchen schmieren können, dazu gehören bei uns ZR und MM (gut, dass wir sie haben). Dem ein oder anderen wird nur unter Deck übel, wenn sie unterwegs für längere Zeit unten sind – das kann man ja vermeiden. Bei Nane ist ab dem dritten Tag alles im grünen Bereich und sie kann unter Deck ihr Logbuch führen, die Navigation machen und auch noch kochen. Bei anderen hilft Schlaf, z.B. bei unserem Skipper ;-) Er kommt dann zum Anlegen wieder an Deck.

Manche Lebensmittel wirken sich negativ aus und verstärken das flaue Gefühl im Magen, z.B. Käse, Salami, Thunfisch (aus der Dose), Alkohol, schwarzer Tee, Schokolade – genau das sind aber histaminhaltige Lebensmittel, was ja wieder für die Studie von Prof. Dr. Jarisch sprechen würde.

Wir werden es ausprobieren und für viel Vitamin C auf den nächsten Törns sorgen. Wer den Artikel komplett lesen will, wie er in einer Ärztezeitschrift veröffentlicht wurde, kann sich das PDF hier runter laden.

In der Zwischenzeit ist uns noch ein Bericht auf www.esys.org von Ralf Uka aufgefallen. Dieser ist auch sehr interessant und lesenswert und hält noch den ein oder anderen Tipp bereit. Das PDF findet ihr hier: Seekrankheit

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