Dienstag, 11.06.2019 | Palamut – Datca | 13,13 nm

Micha und ZR waren schon schwimmen als Nane wach wird. Heute gibt es Käse-Omelett zum Frühstück mit Tomaten und Gurken als Beilage. ZR muss genötigt werden, außer dem Omelett auch frische Komponenten zu sich zu nehmen. Er meint seine Mama wäre stolz auf ihn, wenn sie sehen würde, wozu Nane ihn zwingt. Gürcan kommt vorbei, bringt uns frisches Brot mit und holt das japanische Heilpflanzenöl für seine Schwester ab, dass Nane im DM-Markt in Deutschland gekauft hat.

Ein Anruf aus dem Pflegeheim bringt Nane aus dem Konzept – ihre Mama musste ins Krankenhaus – da kommt Panik auf. Bis sie herausbekommt, was los ist, hängt sie in Warteschleifen und wird richtig laut, als man versucht sie zu vertrösten. Niedriger Blutdruck und Kreislaufprobleme haben den Arzt veranlasst, die Mama ins Krankenhaus zu verlegen. Nane dreht fast durch vor Sorge, denn das Krankenhaus will am Telefon auch keine Auskunft geben, da könnte ja jeder anrufen.

Wir gehen noch kurz im Gemüsemarkt vorbei, um Tomaten und Gurken für einen Coban Salat zu kaufen und trinken einen Kaffee bei Gürcans Cousin. Hier kaufen wir auch noch ein Glas Honig 40 Tyl für 1 kg ist ein super Preis und bedanken uns für die Gastfreundschaft.

Kurz vor dem Auslaufen rufen wir nochmal im Krankenhaus an und erfahren, die Mama ist stationär aufgenommen und man entscheidet gegen Abend, wie es weiter geht – erst mal sollten wir uns keine Sorgen machen. Die Freunde in Deutschland sind informiert, um Hilfe zu leisten, falls nötig.

Wir verabschieden uns von Palamut und legen ab. Bis zum Kap Ince Burun haben wir keinen Wind und müssen motoren. In der Bucht von Datca können wir dann mit achterlichem Wind cruisen und kommen gegen 16 Uhr in Datca an. Dirk muss zweimal anfahren, der Wind vertreibt uns ganz schön, das Ankermanöver klappt perfekt und wir haben einen Liegeplatz direkt vor dem Büro des Hafenmeisters. Neben uns macht kaum, dass wir die Leinen fest haben eine riesige Motoryacht fest und spendet Schatten. Nane bekommt, den Anruf, dass die Mama wieder zurück aus dem Krankenhaus im Pflegeheim ist und weint erst mal vor Erleichterung. ZR und sie schnippeln für einen Coban Salat  und bereiten den Anleger-Snack vor. Einmal nicht aufgepasst nimmt Nane rückwärts eine Stufe zu wenig und macht den Abgang – Gott sei Dank ist nichts passiert. Sie kommentiert die Aktion mit „ZR hat einen Spreißel im Hintern, ich die ganze Andiamo“ – der blaue Fleck wird sicher gigantisch. Wir machen uns fertig, um an den Strand zu gehen und im Anschluss in den warmen Quellen von Datca zu baden – Entspannung, das kommt heute besonders gut. Gegen 19 Uhr machen wir uns fertig und gehen Richtung Stadt – unser Ziel ist das Café Inn am Strand, in dem man sehr gut Essen kann. Thomas gönnt sich Bruschetta mit Entrecôte, ZR Pastrami und eine Pizza 4 Käsesorten, Nane und Dirk nehmen Bruschetta und Pizza Tuna und Michel eine Pizza Funghi – sehr lecker, in tollem Ambiente zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf dem Rückweg bummeln wir zur Teestube, lauschen dem Festival auf dem großen Platz und flanieren zurück an Bord. Nane telefoniert mit ihrer 92jährigen Mama und ist froh, dass alles glimpflich abgelaufen ist, mit der Diagnose dehydriert plus Harnwegsinfektion wurde sie entlassen. Wie das Pflegeheim behaupten kann, dass es Trinkprotokolle gibt, die belegen, dass sie 1500 ml am Tag trinkt, wissen wir nicht – Märchenstunde, aber das ist ein anderes Thema, dass Nane sicher mal in einem Buch zusammenfasst.  Thomas kauft noch Sesamkekse und Kokosmakronen ein. Die Makronen sind fantastisch lecker, die Sesamkekse schmecken „gesund“. Nach einem Absacker an Deck gehen wir in die Kojen.

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