Montag, 13.09.2021 | Sögüt – Bozukkale | 18,39 nm

Es riecht nach Kaffee – der Duft zieht durch’s Schiff und weckt Nane und Dirk. ZR ist ganz aus seinem Konzept gebracht, er wollte Kaffee trinken und gemütlich schwimmen, wir sind für ihn eindeutig zu früh am Start.

Nane macht Omelett mit Schinken und Käse für die Jungs wir können es gemütlich angehen, der Wind kommt erst gegen Mittag und unser Platz am Jetty von Mustafa ist reserviert. Wir holen noch 2 5-Liter-Kanister im Market und ein paar Eier, Tomaten und Gurken. Nane lässt „Dondurma-Money“ im Market für Öykü und Deniz, dass sie sich ein Eis bei der Tante holen können. Wir trinken noch zwei, drei Cay, bezahlen die Rechnung vom Vorabend, verabschieden uns bis zum nächsten Jahr und machen die Andiamo klar zum Ablegen. Um 11:30 legen wir ab und setzen in der Ausfahrt der Sögüt Bucht die Segel. Es ist nicht viel Wind angesagt und wir wollen, das beste herausholen und kreuzen gegenan aus dem Yesilova Golf. Wir bekommen mit 8-9 Knoten scheinbarem Wind immerhin 4 Knoten Fahrt – Chill-Modus.

Um kurz vor halb drei haben wir das Kap des Yesilova Golfs erreicht und der Wind schläft fast komplett ein und kommt dann statt aus West plötzlich aus Südwest. Wir bleiben geduldig und nutzen den Wind der da ist. In der Zwischenzeit gönnen wir uns ein Stück von Thomas Toblerone, die er vergessen hat – Danke dafür. Auf der Höhe von Mersin Burun nimmt der Wind wieder zu und wir werden wieder schnell – 8 Knoten SOG – cool.

Nach dem Kap Karaburun können wir abfallen und cruisen wieder gemütlich mit 4,5 Knoten Fahrt und achterlichem Wind Richtung Bozukkale.  Um 16 Uhr machen wir am Jetty fest gönnen uns einen Anleger und gehen erst mal schwimmen. ZR hätte das Wasser wärmer erwartet, aber trotzdem ist er der Meinung, dass es einen Tick wärmer ist als Pfingsten. Dirk findet es auch kalt, aber nächsten Montag hat er keine Option mehr zum Baden, also rein ins Wasser.

Nach und Nach füllt sich der Jetty und wir beobachten spannende Anlegemanöver – Dirk springt gleich los und hilft am Steg – er ist in seinem Element.

Wir gönnen uns zum Sonnenuntergang noch einen Drink und gehen um 19. 30 Uhr zum Essen. Diesmal verzichten wir auf die Meze und bestellen uns einen gegrillten Levrek für 3 Personen, Salat und Pommes – lecker. An Bord denken wir an Thomas und hängen die Lichterketten auf. Dirk hat Eiswürfel organisiert und wir nehmen einen Raki als Absacker und hören Mike Oldfield – extra für ZR. So richtig alt werden wir heute nicht, die Sternbilder bekommen wir auch nicht zusammen und beschließen deshalb einfach ins Bett zu gehen.