Donnerstag, 10.09.2020 | Sögüt – Sailors Paradise | 13,11 nm

Nane hat für heute bei Zerrin reserviert. Wir hoffen auf etwas Wind um die Mittagszeit. Also lassen wir es langsam angehen. Wir checken unsere Vorräte, gehen einkaufen und frühstücken erst mal. Nane lässt „Dondurma Money“ im Market für Öykü, so dass sie sich Immer mal ein Eis holen kann. Danach gehen wir eine Runde schwimmen. So warm, wie in Sögüt war das Wasser bisher nirgends. Ein Erfrischungseffekt ist kaum wahrnehmbar. Als wir die Rechnung bezahlen wollen, kommt die Gendarmerie und prüft, ob alle Masken haben, ob am Eingang Desinfektionsmittel für die Hände da ist, ob der Abstand der Tische passt. Sie prüfen die Toiletten und die Küche und sind zufrieden. Die Vorschriften haben sich in der Türkei verschärft, da man die Schule wieder starten will, was bei höheren Infektionszahlen nicht möglich ist.  Später  sehen wir die Gendarmerie auf dem Wasser, wie sie die Gullets kontrollieren.

Wir setzen die Segel Groß und Genua (Thomas, bitte nimm das zur Kenntnis) und kreuzen aus der Bucht von Sögüt. Bis zur Untiefentonne Atabol Adasi haben wir guten Wind, und kommen in der Spitze mit über 7 Knoten gut voran, dann schläft der Wind ein. Also holen wir die Segel ein und schmeißen den Motor an. So wenig Wind wie diese Woche hatten wir noch nie. Um 16:30 Uhr steuern wir Kocabahce Koyu an. Außer uns liegen nur 2 Segler da, aber der Jetty ist abends komplett belegt. Wir gehen erst mal schwimmen und danach einen Cay trinken. Der neue Kellner erklärt zunächst  „Cay yok“ wird aber von Zerrin sofort darauf aufmerksam gemacht, dass er einen neuen zu kochen hat. Wir erzählen von den Kontrollen der Gendarmerie in Sögüt und dass Tischdecken und Sitzpolster aus Hygienegründen kritisch gesehen werden, das wird sofort übernommen.

Abends sitzen wir wieder am runden Tisch unter der Palme und genießen die Köstlichkeiten aus der Küche. Zum Nachtisch bekommen wir eine Art Milchreis mit Zimt und Nüssen – sehr lecker. Mehmet lädt und zum Frühstück ein und wir unterhalten uns ein bisschen. Neben uns liebt eine Jeanneau, die uns gut gefallen würde. Wieder malen wir uns aus, was für ein Schiff für uns mal ideal wäre. Große Genua für die Nane  und einen anständigen Backofen. Ordentlicher Anker für den Dirk und ausreichend Power, Micha würde im Cockpit gern ausreichend Platz  zum Schlafen haben und so kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste. Als Absacker gönnen wir uns noch einen Raki und gehen in die Kojen.