Dienstag, 01.09.2020 | Karasüleyman Bükü – Sailors Paradise | 5,64 nm

Aufwachen, Kaffee kochen, an Deck sitzen, den Morgen genießen, auf’s Wasser schauen und erst mal schwimmen gehen, bevor der Tag richtig beginnt – perfekt. Nane macht Pfannkuchen zum Frühstück – das ist Tradition. TR würde sich freuen, aber mit ihm wären keine Pfannkuchen übrig geblieben.  Wir gehen erst mal schwimmen und lassen dann den Motor für ne halbe Stunde laufen. Wir wollen heute zu Sailors, auch ohne Stromanschluss, da brauchen die Batterien etwas Nachschub. Eilig haben wir es heute nicht, denn wir müssen nur quer über den Hisraönü-Golf zu Sailors, wir können es langsam angehen lassen. Unser Ziel ist in Sichtweite und Wind ist auch keiner angesagt. Um kurz vor 13 Uhr bekommen wir eine WhatsApp von Jürgen, er liegt in Dirsek auf der Sandbank vor Anker. Wir gehen noch mal eine Runde schwimmen und fangen an, die Andiamo startklar zu machen.  Wind ist keiner, also motoren wir die Strecke und fahren hinter den Inseln durch, um zu sehen, was sich alles verändert hat. Um 15 Uhr liegen wir am Steg und warten, dass Jürgen und Yuppa kommen, wir sollen bei der Muring helfen – kein Problem. Turgut ist mit seiner Kairos da und hilft am Jetty. Auch hier trägt die Crew von Sailors Masken und wir können uns nur Faust an Faust begrüßen. Wir werden auf die Sundowner zu einem Drink eingeladen und quatschen erst mal eine Weile, bevor uns so warm wird, dass wir baden gehen.
Den Family Cay gibt es mit mehr Abstand. Zerrin hat Börek gemacht und einen super Kuchen gebacken – lecker. Danahc gehen wir noch mal schwimmen. Die Temperaturen liegen bei ca. 35°C, mit Wind problemlos zu ertragen, ohne Wind nur mit Abkühlung im Wasser. Marian Tita ist mit 4 Schiffen am Steg, auch seine Saison ist corona-bedingt nicht so verlaufen, wie geplant. Er erzählt uns, dass er eine Woche zuvor von einer Hornisse gestochen wurde und einen Allergieschock hatte. Nach 10 Minuten war er ohnmächtig und musste ins Krankenhaus. Ein Katamaran am Steg hatte Gott sei Dank eine Antihistamin-Injektion dabei, sonst hätte er den Weg ins Krankenhaus nicht überlebt. Die Nachbarn haben ihn mit einem Schnellboot in die nächste Bucht gefahren, wo der Krankenwagen bereit stand. Meine Güte, an einem anderen Ort, hätte das auch schief gehen können – heute kann er darüber lachen.

Zum Abendessen sitzen wir unter Palmen am Ufer und gönnen uns Hunter Börek, Haydari, Atom, Riesengarnelen, Tavuk Sis und ein Shandy. Zum Abschluss gibt es Cay und wir bekommen auf der Sundowner noch einen Mojito gemixt. Allzu alt werden wir heute nicht. Auch für morgen ist kein Wind angesagt, so dass wir beschließen nur nach Selimiye zu fahren. Jürgen reserviert schon mal im Voca – dem Nachfolger vom Aurora.