26.05.2018 | Sailors Paradise – Selimiye | 7,5 nm

8.35 Uhr | Heute konnten wir länger schlafen, die Nacht war angenehm ruhig, der Wind hat gegen Abend nachgelassen. Frisches Brot haben wir gerade keins mehr, also gönnen wir uns Milchreis. Thomas rührt Zimt und Zucker zusammen und Nane kocht einen Liter Milch auf.

9.15 Uhr | Es ist kühler geworden, wir haben nur noch 20 °C in der Andiamo – heute soll es regnen, das Barometer ist gefallen. Wir kommen nicht so richtig in die Puschen – es ist windstill und so macht jeder irgendwas. Der eine liest, der andere schreibt WhatsApp, der Dritte hört Hörbuch, Nane spielt mit Ege und quatscht mit Zerrin.

10.00 Uhr | Nane und Dirk haben sich mindestens 5 mal von den Zicklein verabschiedet – wie groß werden die wohl im September sein, wenn wir wieder hier sind? Bayram versteht nicht, warum wir erst im Herbst wieder kommen, wir sollen doch auch noch mal im Juli vorbeischauen – irgendwann müssen wir arbeiten, um uns diesen Urlaub leisten zu können, erklären wir ihm ;-) Wir trinken Cay und bezahlen unsere Rechnung von gestern. Die Jungs schmöckern in alten Segelzeitschriften. So tiefenentspannt wie heute sind wir selten.

11.30 Uhr | Wolken ziehen auf und es regnet ein wenig. Naja wir sind ja nicht aus Zucker, also machen wir die Andiamo startklar. Die Spring vom Nachbarboot holen wir zurück an Bord und räumen alle Handtücher auf.

12.15 Uhr | Wir legen ab, es regnet leicht, aber das macht nichts. Draußen ist kaum Wind, aber Thomas und Nane setzen die Genua – Micha ist amüsiert, weil wir nur mit 1 Knoten vorankommen. Heute steht der Tag unter dem Motto „Entschleunigung“. Thomas soll ein Referat vorbereiten, weigert sich aber – die beiden Lehrenden sind enttäuscht – etwas mehr Motivation hätten sie schon erwartet.

13.00 Uhr | Wir kommen mittlerweile mit 2,5 Knoten voran. Dirk fragt sich, was mit uns los ist, aber noch hat keiner Lust den Motor zu starten, also unterhalten wir uns weiter über Entschleunigung (Thomas will immer noch nichts vortragen) und finden es gut, wie es ist.

14.00 Uhr | Die Wolken werden schwärzer und in den Bergen donnert es. Wir haben 3,5 Knoten Fahrt, jetzt fängt es an zu regnen. Wir holen unsere Segeljacken hoch, ziehen feste Schuhe an – nur unser Hamburger Jung ist ohne Segeljacke angereist und zieht sich unter Deck zurück.

14.30 Uhr | Jetzt regnet es aus Eimern. Der Wind ist weg und wir haben die Genua eingeholt. Um uns rum, alles schwarz und riesige Tropfen plätschern auf’s Wasser. Der Regen sieht aus wie ein Vorhang. Wir steuern Selimiye an.

15.30 Uhr | Wir liegen am Steg des Aurora Restaurant. Suzan und ihre Jungs haben uns mit Regencapes die Muring gegeben und die Achterleinen angenommen – so viel Wasser von oben hatten wir hier selten. Nane setzt Wasser auf und bereitet Pasta Limon nach dem Rezept von Andrea vor. Wenn schon das Wetter schlecht ist, soll wenigstens das Essen passen. Für Suzan haben wir Schokolinsen mitgebracht und für Hüssein Haribo Colorado – wer den beiden eine Freude machen will, hat damit gewonnen.

16.30 Uhr | Der Regen hat nachgelassen und wir wollen ins Café Cerie. Das Team ist umgezogen und hat hinter dem Sardunya Restaurant ein neues Café aufgemacht: Karadut. Das wollen wir mal ausprobieren. Als wir ankommen, werden wir herzlich begrüßt. Wir bestellen Cappuccino, Aprikosenkuchen und Nane bekommt Noahs Pudding, eine türkische Spezialität mit mehr als 40 Zutaten. In dem kleinen Lädchen nebenan ist eine Babykatze, die so heißt wie das Kaffee: Karadut. Der kleine schwarze Kater ist herzallerliebst und wir spielen eine Stunde mit ihm bei uns am Tisch, bevor wir schweren Herzens die Rechnung verlangen.

Selimiye Karadut

18.30 Uhr | Auf dem Rückweg stöbert Thomas in den netten Lädchen von Selimiye und kauft Mitbringsel für zu Hause. Dirk und Micha sind auf Fototour.

19.30 Uhr | Wir gehen zum Essen und seit wir hierher kommen, ist es erst das zweite Mal, dass wir drinnen sitzen. Wir gönnen uns einige der leckeren Vorspeisen und bestellen als Hauptgang Wolfsbarsch, Chicken Curry und Gemüsekasserole – sehr lecker.

21.45 | Thomas geht nochmal in den Ort um seine Bestellungen im Schmuckladen abzuholen, Dirk, Micha und Nane trinken Cay und amüsieren sich über Kinder, die während sie ins iPad starren von ihren Müttern gefüttert werden und mit vollem Mund sprechen – oh weh, wo ist sie hin die Erziehung?

22.00Uhr | Wir nehmen noch einen Absacker an Bord. Raki mit Kirschsaft als Erinnerung an Nick. Gute Nacht.

Kuzbükü Yacht Club

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unterwegs

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Mehmet kommt

Sailors Paradise

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