Montag 06.09.2016 | Palamut – Sailors Paradise | 25,35 nm

08.00 Uhr | Nane wacht auf, Micha kocht schon Kaffee. Wir fangen schon an, auf der Andiamo ein wenig aufzuräumen, denn nach dem Frühstück wollen wir gleich los.

08.30 Uhr | Wir gehen schon zum Adamik. Dirk und Micha fangen an den Tisch zu decken und Nane schneidet schon mal Zwiebeln und grünen Paprika für das Menemen. Dann geht sie und weckt Esin. Ersan treibt Nane mit „hade hade“ an, denn jetzt müssen Tomaten geschält und klein geschnitten werden für das Menemen.

09.15 Uhr | Die Familie von der „Blue Wave“ ist schon da und so langsam füllt sich der Tisch mit lauter Leckereien. Ersan packt 2 große Teller mit Menemen voll und schon sind wir fertig. Bitte alle zu Tisch. Wir genießen das letzte Mal dieses Jahr unser gemeinsames Frühstück und sind schon ein wenig traurig.

Palamut Frühstück

10.15 Uhr | Nane und Esin machen Hesap und packen die Brownies ein, die wir gebacken haben. Micha geht sich noch eine Hose kaufen und schon ist es so weit, dass wir uns verabschieden müssen. Zwei Umarmungen sind besser als eine und so verabschieden wir uns von der Crew, den Kindern und Esin schweren Herzens.

10.45 Uhr | Wir legen ab. Das Bugstrahlruder will nicht mehr, leider wissen wir nicht warum. Es piept zwar, aber es reagiert nicht. Ohne wirklichen Wind und mit viel Platz kommen wir auch so gut los und fahren aus dem Hafen. Esin läutet die Glocke für uns und wir nehmen Kurs auf Sailors Paradise.

12.00 Uhr | Nane und Micha setzen die Genua, weil sie jetzt auf achterlichen Wind warten – naja. Mit 2-3 Knoten cruisen wir gemütlich Richtung Ziel, das unsere ETA auf 19.00 Uhr wandert, ist uns egal. Wir genießen dieses Slow-Motion in vollen Zügen.

14.00 Uhr | Dirk hat uns mit Chillout-Musik versorgt und so schleichen wir vor uns hin…völlig gechillt 😉  Da wir aber noch baden wollen, wenn wir ankommen, geben wir unseren Slow-Motion-Modus auf und starten den Motor.

15.00 Uhr | Nane meint, wir hätten ja noch Brownies – Michas Augen leuchten, er kocht Kaffee. Das dauert immer ne Weile bis das Wasser kocht, aber nach einer halben Stunde haben wir unseren Kaffee und genießen die Brownies. Nane macht ein Bild und schickt es sofort an Esin – die wünscht uns einen guten Appetit.

Brownies

16.00 Uhr | Wir sind kurz vor den Inseln, die die Einfahrt zu Sailors Paradise markieren und machen alles klar zum Anlagen. Der Jetty sieht voll aus. Vor uns fahren zwei Yachten rein, die sich fast ein Rennen liefern, wer eher am Steg ist. Tarek kommt ihnen mit dem Dinghi entgegen und kann ihnen nur noch eine Boje anbieten, denn der letzte Platz am Steg ist für uns reserviert. Dirk meint, Nane könnte heute mal anlegen. Sehr früh drehen wir, weil Nane Zeit haben will, sich an die Rückwärts-Fahrt zu gewöhnen. Und so schleichen wir mit wenig Fahrt yavas yavas an den Jetty von Sailors Paradise. Tarek und Mustafa warten schon mit der Muring und um die Achterleinen entgegen zu nehmen.

16.30 Uhr | Wir liegen am Steg. NANE HAT ANGELEGT!!! Als erstes gibt es einen Anlegeschluck in Form von Weißweinschorle für Nane, Fanta für Dirk und Zitronenlimonade für Micha. Danach gehen wir erst mal zur Familie und trinken gemeinsam Cay. Die Mama ist ein wenig krank und hustet. Nane empfiehlt Ada-Cay (Salbei-Tee). Danach gehen wir in den letzten Sonnenstrahlen schwimmen. Wir schauen uns das Bugstrahlruder an, hier ist nichts verheddert, trotzdem piepst es nur, wenn man das Bugstrahlruder einschaltet, leuchtet rot und nix geht. Naja – wir sind auch früher ohne Bugstrahlruder ausgekommen.

Sailors Pardise Unterwasserwelt

18.30 Uhr | Wir hören Musik, schnacken und chillen ein wenig an Bord in Sailors Paradise. Der Steg ist mit 3 riesigen Katamaranen belegt – die Dinger sind einfach überdimensioniert für so kleine Buchten-Restaurants wie hier und belegen zu viel Platz für zu wenig Restaurant-Gäste. Auf dem größten Kat sind nur 4 Personen. Jürgen von Dreams of Sailing legt sich mit seiner Sundowner immer nur mit einer Kufe an den Rand des Jettys, um nicht unnötig Platz kaputt zu machen, aber da ist er wahrscheinlich der einzige, der so denkt.

20.00 Uhr | Wir gehen zum Essen, haben aber nicht viel Hunger, die Brownies sind ganz schön gehaltvoll. Also verzichten wir auf zu viele Vorspeisen. Zerrin bringt uns aber zum Probieren einen Teller voll mit gefüllten Zucchini-Blüten, gefüllten Paprika und gefüllten Zucchini – lecker aber viel. Nane freut sich über ihre King Prawns, Dirk über seinen Adana-Kebab und Micha über seinen Salat. Jetzt sind wir wirklich satt. Nach dem Essen bekommen wir noch eine große Portion Baklava auf’s Haus – auch lecker, aber jetzt noch ein Pfefferminz-Blättchen, dann….

21.00 Uhr | Dirk bekommt von einem Außentisch einen Raki spendiert, weil er ihre Wasserbestellung weiter gegeben hat. Daraufhin bringt Mustafa für Micha und Nane auch einen. Den trinken wir auch, in der Hoffnung, dass er hilft, die vielen Leckereien besser zu verarbeiten.

22.00 Uhr | Wir gehen zurück an Bord. Nane geht sofort schlafen und Micha und Dirk facebooken noch ein wenig. Der Sternenhimmel über Sailors Paradise ist ein Traum

Lecker

Frühstück in Palamut

Ausblick...

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Sailors Paradise

Unterwasserwelt

Unterwasserwelt

Unterwasserwelt

Sailors Paradise

Unterwasserwelt

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Sailors Paradise

Unter Wasser

Unter Wasser

Unter Wasser

Unter Wasser

Unter Wasser

Unter Wasser

Unter Wasser

Bugstrahlruder

Unter Wasser

Montag 05.09.2016 | Palamut

08.00 Uhr | Nane wacht auf und schreibt ein bisschen Blog und macht Bordkasse. Um 9.00 Uhr soll sie Esin wecken gehen. Micha kocht parallel einen Kaffee (so stark, dass selbst ZR das Herz gestockt hätte).

09.00 Uhr | Ersan ist schon in der Küche und bereitet Meze für den Tag vor. Nane klopft an Esins Tür – das muss sie mehrmals machen, denn Esin schläft wie ein Murmeltier. Dann geht’s in die Küche und wir bereiten das Frühstück vor. Menemen, Ei mit Suzuk, Schafskäse, Tomaten, Gurken, Oliven, Honig (von Caglar!), selbstgemachte Zitronenlimonade,  Himbeermarmelade, „Bröselkäse“ und, und, und…

09.30 Uhr | Dirk deckt den Tisch und Esin, Ersan und Nane werkeln in der Küche. Es kommen noch Freunde von der „Blue Wave“ mit dazu und wir genießen ein herrliches Frühstück zusammen mit der Mannschaft des Adamik. Am Vormittag wollen wir ins Dorf Olivenöl holen und einen kurzen Besuch bei den Eltern von Esin machen. Vorher schicken wir die Jungs zum Barber…

Palamut Barber

11.30 Uhr | Esin und Nane zupfen Seegras für die Meze am Abend und die Jungs kommen gerade passend zurück als wir fertig sind, um ins Dorf zu fahren. Erst trinken wir noch einen Cay.

12.30 Uhr | Esin reklamiert Olivenöl beim Iman des Dorfes, weil es nicht die gewohnte Qualität hat. Danach besuchen wir die Eltern von Esin. Zilla ist auch da und feiert heute ihren 11. Geburtstag – HAPPY BIRTHDAY. Der Papa von Esin schenkt uns noch einen großen Beutel Mandeln (Badem) – DANKE. Danach wollen wir einen Tee trinken gehen, treffen Caglar und statten erst mal seiner Imkerei einen Besuch ab. Frische Waben werden für uns aufgebrochen und wir dürfen Honig naschen – himmlisch. Wir schauen zu, wie man Honig schleudert und die Waben dann wieder in die Kästen für die Bienen hängt. Es schwirren noch einige Bienen umher und der Imkeranzug von Caglar hat etliche Bienenstacheln im Stoff. Da steckt viel Arbeit in so einem Glas Pinienhonig. Wir finden, Esin sollte den Honig von Caglar im Adamik verkaufen. Dann trinken wir auf dem Dorfplatz einen Cay und Esin trifft ihren alten Lehrer aus der Grundschule wieder, mit dem man sich nur noch schreiend unterhalten kann, weil er ziemlich taub ist.

Palamut Honig

14.00 Uhr | Wir fahren zurück nach Palamut Bükü und starten die Vorbereitungen für Brownies… Es geht relativ schnell und schon ist die Form im Ofen. Danach belohnt uns Esin mit einem selbst gemachten Parfait (Zitrone und Maulbeere – lecker). Dirk klopft Mandeln und Micha genießt die Hollywood-Schaukel.

15.00 Uhr | Die Brownies sind fertig und Nane will das Boot abspritzen, aber es gibt noch kein Wasser im Hafen, erst in einer Stunde. Dafür muss Nane mit dem Hafenmeister erst mal Cay trinken, den er vor seinem Büro auf einem kleinen Kocher zubereitet hat.

15.30 Uhr | Wir wollen baden gehen und überreden Esin, dass sie eine Pause verdient hat und mitkommen soll. Das Wasser ist heute irgendwie frischer als gestern, aber egal, Hauptsache schwimmen. Wir liegen am Strand von Palamut und genießen die Sonne, den Wind und schnacken mit Esin über Gott und die Welt. Ein Händler kommt den Hafen lang und verkauft Mandeln und Feigen. Nane und Micha wollen einen Beutel Feigen und bekommen den von der Frau der „Blue Wave“ spendiert – irgendwie süß!

17.30 Uhr | Nane und Dirk gehen die Andiamo abspritzen, wir haben eine ordentliche Salzkruste an Deck und füllen den Wassertank wieder auf. Mittlerweile sind einige Schiffe im Hafen und der Hafenmeister ist beschäftigt. Ein englisches Schiff annektiert den Wasserschlauch ganz für sich, schließt ihn direkt bei sich an und lässt die Klimaanlage bei sich laufen (das geht den ganzen Abend und die ganze Nacht – das Wasser plätschert – so geht man bei Wasserknappheit mit Ressourcen um, wir können nur den Kopf schütteln).

19.30 Uhr | Traditionell sitzen wir mit Esin auf der Hafenmauer, trinken Cay und genießen die Ruhe. Heute Möchte Nane Calamares in Knoblauch-Pepperoni-Öl und Dirk Fisch. Micha und Nane bestellen sich noch eine Portion Champignon-Soße und Reis – da nicht so viel los ist, kann man wunderbar auf unsere Extra-Wünsche eingehen.

21.00 Uhr | Wir bekommen vom Pärchen der „Blue Wave“ zwei Souflée spendiert, weil sie mit uns gefrühstückt haben. Nane besteht darauf, ihnen etwas von den selbst gebackenen Brownies  servieren zu lassen und daraufhin lädt uns Achmed für den nächsten Morgen ein, gemeinsam zu frühstücken. Dieses herrliche Ping Pong gibt es nur in der Türkei. Nane verbringt den Abend wieder damit, Gürcans 2,5 Monate alten Kekik zu streicheln, der seelig bei ihr auf dem Schoß schläft (so behandelt man keine angehenden Jagdhunde ;-))

23.00 Uhr | Wir sind schon wieder müde von diesem herrlichen Tag und gehen auf die Andiamo um in die Kojen zu liegen und zu schlafen. Gute Nacht.

Beim Barber

Frühstück in Palamut

Frühstück in Palamut

Frühstück in Palamut

Katze

Im Dorf

Im Dorf

Flora

Flora

Tonkrug

Im Dorf

Warmwasser

Feige

Feige

Mandeln

Mandeln

Mandeln

Hausnummern...

Schwiegermutterzimmer

Feige

Mandeln

Esin

Ölhändler

Im Dorf

Ölhändler

Backofen

Mandelknacker

Kürbis

Im Hafen...

Palamut

 

Sonntag 04.09.2016 | Cökertme – Palamut | 38,51 nm

7.30 Uhr | Der Wecker klingelt, Nane steht auf und macht Kaffee, Thomas fängt an zu packen. Das Frühstück fällt mangels Brot recht spärlich aus, Joghurt mit Honig und Schokopops… Wir haben schlecht geschlafen, das Rucken hat mal für 1 Stunde aufgehört, um dann gleich wieder anzufangen. Der Skipper erklärt bestimmt, dass er Cökertme so schnell nicht wieder anfährt.

08.30 Uhr | Wir bringen Thomas zu seinem Auto, das in einer Art Gehege von Hühnern und Schafen geparkt ist, drücken und küssen ihn herzlich und verabschieden uns
schweren Herzens – komisch wie schnell 3 Tage vergehen können. Wir winken ihm nach und schon biegt er um die Kurve und ist weg. Danach machen wir die Andiamo zügig klar zum Auslaufen. Die Österreicher neben uns sind schon los, sie wollten Richtung Kos.

09.00 Uhr | Wir fahren aus der Bucht und nehmen Kurs 230°. Obwohl wir keinen Wind haben (5 Knoten Wahrer Wind) haben wir Welle und schieben uns mit Motor Richtung Mersincik Adasi. Das Kap und die Insel sind im Dunst nicht wirklich auszumachen, also lassen wir den Auto-Pilot die Arbeit tun.

11.00 Uhr | Micha und Nane wollen versuchen zu segeln, aber bei hoher Welle und nur 9 Knoten wahrem Wind, kommen wir nicht voran, also packen wir die Segel wieder ein und motoren weiter. Dirk gönnt sich ein Schläfchen im Salon.

12.45 Uhr | Wir passieren die Insel, die unser Wegepunkt war und nehmen Kurs auf das Kap von Knidos. Der Skipper hat immer noch Vertrauen in uns und schläft weiter tief und fest.Knidos

13.15 Uhr | Wir wecken Dirk (zuviel Schlaf ist ungesund), Micha kocht einen Kaffee und Nane bespielt die Boxen mit Alexa Feser. Wie immer, wenn wir bei wenig Wind in der Kombüse etwas tun, kommt Wind auf. Wir lassen Micha seinen Kaffee fertig kochen und in Ruhe genießen.

13.45 Uhr | Wir beschließen erneut die Segel zu setzen, zumindest die Genua und es klappt, der Wind hier kurz vorm Kap Knidos reicht, um uns mit knapp 3 Knoten zu ziehen. Aber nach den etlichen Motorenstunden ist diese Ruhe auch mal ganz nett. Wir werden schneller und bekommen 5 Knoten Fahrt. Vor dem Kap Iskandil Burun müssen wir noch eine Wende fahren, um mit genügend Abstand das Kap zu passieren.

14.30 Uhr | Wir passieren Knidos und haben jetzt achterlichen Wind, der uns Richtung Palamut schiebt. So können wir wenigstens die letzten 10 Seemeilen unter Segel genießen.

16.30 Uhr | Wir liegen im Hafen von Palamut. Schon beim Einlaufen hat Esin die Glocke im Adamik geklingelt und Ada macht sofort das Café auf, denn wir hatten ja ein „Tris di Käsekuchen“ bestellt. Sobald der Strom liegt, machen wir uns auf den Weg ins Café. Schön wieder hier zu sein. Es gibt Käsekuchen mit Zitrone, mit Maulbeeren und mit Kirschen. Micha entscheidet sich für Maulbeeren und Zitrone. Nane und Dirk entscheiden sich für Zitrone, denn letztes Jahr, war das mit Abstand die beste Variante.

Palamut

17.30 Uhr | Wir gehen noch eine Runde baden – diesmal am großen Strand, denn der hat noch etwas Abendsonne. Dirk nimmt die GoPro mit und wir machen ein paar witzige Unterwasser-Fotos.

19.00 Uhr | Wir sitzen mit Esin auf der Hafenmauer, trinken Cay und schauen Richtung Adamik. Einfach gechillt.

20.00 Uhr | Wir gehen zum Essen, Micha bekommt eine „Special Order“ Mushrooms mit Knoblauchbutter und Käse überbacken – lecker. Nane und Dirk haben sich für Chicken Curry entschieden.

21.00 Uhr | Dirk holt Kekik, weil Nane noch ein bisschen Baby-Hund streicheln will und so sitzen wir gemütlich bis in den späten Abend und quatschen mit Esin. Morgen früh sind wir zum gemeinsamen Frühstück verabredet. Nane hat um 9.00 Uhr Küchendienst.

22.30 Uhr | Wir gehen noch eine Runde durch den Ort und verkrümeln uns dann in die Kojen.

Kap Knidos

Cökertme

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Planschen

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Kekik

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Footsie...

Palamut

Palamut

Palamut

Palamut

Unterwasser

Palamut

Unterwasser

Palamut

Palamut

Palamut