Freitag 02.09.2016 | Ingiliz Limani – Yedi Adalar | 23,44 nm

09.15 Uhr | Wir wachen langsam auf – die Nacht war angenehm und nicht zu warm. Sogar Thomas brauchte ein Laken, weil der Luftzug etwas kühl war – wer hätte das gedacht, wo er doch schon Panik vor zu großer Hitze hatte. Wir kochen Kaffee und Nane holt Ekmek, dann wird gefrühstückt.

10.00 Uhr | Nane und Micha gehen noch einkaufen. „Maydonuz var?“ – Wir fragen nach Petersilie, Basilikum und Minze. Darauf dürfen wir selbst in den Garten und ernten, was wir brauchen. Wir kaufen noch etwas Käse und Tomaten – mehr brauchen wir nicht.

11.00 Uhr | Wir machen die Andiamo klar zum Auslaufen, langsam kommt etwas Wind auf.

11.30 Uhr | Wir legen ab und fahren gemütlich an der kleinen Meerjungfrau vorbei aus dem Ingiliz Limani. Der Wind draußen erzeugt schon ein paar Schaumkronen, also setzen wir nur 50% des Groß und die ganze Genua. Thomas belächelt Nanes Reff, aber er wird ihr bald recht geben.

12.30 Uhr | Wir müssen gegenan kreuzen und die Welle nimmt zu. Wir filmen mit der GoPro und hoffen auf ein paar schöne Action-Videos.

13.30 Uhr | Dem Skipper ist nicht wirklich gut, also verkrümelt er sich in die Koje. Wir wenden im Zickzack-Kurs durch den Golf. Leider nur im spitzen Winkel, denn die Welle zwingt uns immer wieder zum Abfallen.

14.30 Uhr | Nane übergibt Thomas das Ruder und wir kämpfen gegen die immer höher werdenden Wellen. Wir haben trotz Reff über 8 Knoten Fahrt. Das ist ganz nach dem Geschmack unseres Hamburgers.

15.15 Uhr | Wir passieren den Leuchtturm Koyu Burun und kreuzen noch einmal auf, um die Untiefentonne vor dem Kap weiträumig zu umfahren. Die Wellen haben jetzt eine Höhe von 2,5 Metern und Thomas hat am Ruder richtig zu arbeiten.

15.45 Uhr | Der Ruderdruck wird zu stark, wir machen das Groß auf, damit wir nicht gleich reffen müssen, was bei der Welle ein ziemliches Geschaukel  werden würde. Weiter Abfallen können wir nicht, denn die Wellen kommen schon ziemlich parallel und die Wellentäler werden immer größer.

15.50 Uhr | Thomas startet den Motor und wir holen die Segel ein. Dirk schläft trotz heftiger Bewegung im Schiff tief und fest. So eine Welle hatten wir die letzten Jahre nicht. Mittlerweilse haben wir 25 Knoten Wind bei angesagten 10 Knoten.

16.15 Uhr | Wir passieren die Einfahrt von Yedi Adalar und die zumindest die Welle lässt nach. Der erste Ankerplatz, den wir uns suchen, ist noch viel zu windig. Dirk, den wir geweckt haben bruddelt bissl rum, warum wir noch keine Leinen klar haben – logisch hätten wir draußen ja schon machen können 😉

16.40 Uhr | Wir laufen die kleine Bucht an, in der wir schon paar Mal vor Anker lagen. Hier pfeift der Wind zwar auch, aber wenn man tief hinein fährt, ist es plötzlich ruhig.

16.50 Uhr | Nane schwimmt die Landleine, Micha macht den Anker und auf Anhieb hebt der Anker bombenfest. Zur Sicherheit legen wir noch eine zweite Landleine an einen Fels (der erste den Nane raus gesucht hatte, war leider wackelig, darum musste Dirk noch korrigieren). Nach 30 Minuten ist dann auch der Skipper überzeugt, dass wir sicher liegen und gibt sich zufrieden.

17.00 Uhr | Wir machen einen kleinen Anleger mit Käse, Oliven, Pepperoni und kleinen Kabanossi – lecker. Danach wird erst mal eine Runde gebadet.

18.00 Uhr | Micha kocht uns einen Kaffee und wir naschen ein paar Kekse dazu. Wir sind ein bisschen platt und der Skipper will uns nicht so recht glauben mit was, wir das draußen zu kämpfen hatten.

20.00 Uhr | Nane macht Zitronen-Pasta mit Basilikum und Parmesan. Mit Micha und Dirk haben wir verabredet, dass wir bei Einbruch der Dunkelheit die Schwimmlichter am Boot befestigen, dass Thomas noch mit uns eine Runde ins Wasser muss. Micha geht also noch mal schwimmen und nimmt die Lichter heimlich mit. Leider halten sie nicht so gut und ein Licht, verschwindet in der Dunkelheit. Thomas hat schon sein Fleece-Jacket an und will nun so gar nicht mehr schwimmen. Dafür bietet uns Micha eine Licht-Performance und Wasserballett.

Andiamo vor Anker

21.00 Uhr | Die Pasta war lecker und wir chillen an Deck bei schöner Musik und einem phantastischen Sternenhimmel. Schöner geht es wirklich nicht.

23.00 Uhr | Der Wind hat langsam nachgelassen und wir gehen schlafen. Ein herrlicher Tag geht zu Ende.

Yedi Adalar

Yedi Adalar

Unterwasserschiff

vor Anker

vor Anker

vor Anker

vor Anker

vor Anker

Seeigel

vor Anker

vor Anker

vor Anker

vor Anker

Ankern in Yedi Adalar

Andiamo in Yedi Adalar

Andiamo vor Anker

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

unterwegs...

Unterwegs...

Unterwegs...

Unterwegs...

Unterwegs...

Unterwegs...

Yedi Adalar

Donnerstag 01.09.16 | Cökertme – Ingiliz Limani | 20,99 nm

7.00 Uhr | Nane wird wach. Von Thomas sind schon WhatsApp-Nachrichten da, dass er 3 Stunden in der Nacht am Istanbuler Flughafen verbringen muss, ohne dass eine VIP-Lounge offen hat – armer Kerl. Dann die Nachricht, dass er in Bodrum gelandet ist.

8.00 Uhr | Thomas schickt Bilder von bewaldeten Hügeln. Nane schreibt ihm, dass er doch ans Meer kommen soll – 15 Minuten später ist er da und steht auf dem wackeligen Schwimm-Ponton bei Captain Ibrahim. Die Freude ist groß, sogar der Skipper springt schneller als sonst aus dem Bett.

8.30 Uhr | Nane bäckt Pfannkuchen – das Lieblingsfrühstück von Thomas an Bord eines Schiffes, schließlich soll er sich gleich willkommen fühlen. Halil übernimmt das Auto und parkt es so, dass es sicher steht und niemanden stört. Samstag sind wir wieder da.

10.00 Uhr | Wir gehen eine Runde schwimmen – auch Thomas ist im Wasser und findet es nicht sooo schlecht. Wir gehen noch einen Cay trinken und etwas Brot kaufen, danach machen wir die Andiamo klar zum Ablegen mit Ziel Ingiliz Limani.

11.45 Uhr | Wir fahren aus der Bucht von Cökertme. Langsam kommt etwas Wind auf und wir cruisen bei achterlichem Wind Richtung Ingiliz Limani. Erst mal müssen wir uns wieder auf den neuesten Stand bringen und erzählen uns, was seit Pfingsten so alles passiert ist. Thomas ist müde, kann aber unterwegs nicht wirklich schlafen.

13.00 Uhr | Wir cruisen bei achterlichem Wind durch den Gökova. Angerufen haben wir am „Zieljetty“ – aber leider hat am anderen Ende der Leitung niemand verstanden, was wir wollen. „Little English“ hat man uns nur gesagt – und unser Türkisch ist zu schlecht, als dass wir einen Platz mit Muring reservieren könnten. Sollte Nane mal lernen.

14.45 Uhr | Wir halsen uns durch den Golf, immer zwischen 5-6 Knoten SOG nähern wir uns dem Ziel, während Nane dem Thomas Löcher in den Bauch fragt…! Zwischendurch gab es eine kleine Auswahl an Toblerone. ETA wenn wir den Kurs die nächsten 5 SM halten können 16 Uhr.

16.15 Uhr | Der Wind hat mitgemacht, wir konnten den Kurs weiter fahren und sind bis fast in die „Nasenbucht“ gesegelt, hier dann gschwind die Genua und das Groß eingeholt…fertig. An der Meerjungfrau links abbiegen und schon sind wir da.Ingiliz Limani

Ziemlich viele Schiffe liegen hier vor Anker, aber hauptsächlich private Yachten von türkischen Eignern. Am Jetty des Yat Limani Restaurants liegen nur 3 Schiffe, die aber alle aussehen, wie Langzeitlieger. Wir fahren an den Jetty und plötzlich kommt ein junger Mann auf den Steg. Er springt in ein Dinghi und kommt uns entgegen. Er ist überrascht, dass wir hier anlegen wollen, bringt uns dann aber sogar die Muring mit seinem Dinghi an Bord. Das Anlegemanöver klappt auf Anhieb. Nane macht lecker Salat – Thomas braucht Schatten und zieht das Sonnensegel auf… 😉

16.45 Uhr | Endlich bekommt Dirk in Ingiliz Limani das Dondurma, das gestern in Cökertme ausverkauft war. Ein Cornetto SuperBoy mit Pistazieneis, dass es so in Deutschland leider nicht gibt, obwohl es von Langnese ist.

17.15 Uhr | Wir gehen schwimmen und Thomas schlafen. Danach chillen wir an Bord. Micha geht einen Cay trinken und wir haben uns mit Thomas solidarisch erklärt und sind auch müde.

20.00 Uhr | Wir gehen zum Essen und Thomas freut sich, dass es eine Menükarte gibt und er nicht in die Küche laufen muss, um etwas auszusuchen.

21.20 Uhr | Nane kauft noch 1 kg Eiswürfel und wir gehen an Bord, um einen Absacker zu nehmen. Thomas macht uns den DJ und bespielt die Bose-Boxen von Dirk mit cooler Musik – schön. Wir schnacken bis kurz nach 23.00 Uhr und verkrümeln uns in die Kojen.

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

klar machen....

klar machen....

GoPro

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

unterwegs

unterwegs

unterwegs

Bavaria TV

Bavaria TV

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

unterwegs

 

Montag, 01.09. | Karacasögüt – Ingiliz Limani | 15,94 nm

9.00 Uhr | Wir haben heute alle etwas länger geschlafen. BW schneidet schon Melone und Nane geht Brot und O-Saft kaufen und macht dann Sucuk mit Rührei zum Frühstück. Vom Hafenmeister ist nichts zu sehen. Wir wollen doch noch zahlen?

10.30 Uhr | Wir finden Hafenmeister Nr.2, der kein Wort englisch spricht und uns eine Rechnung über 50 TYL Liegegebühr und 5 TYL Strom und 5 TYL Wasser präsentiert. Wir finden das für den schlechten bzw. nicht existenten Anlegeservice und die verdreckten Duschen sehr viel. Da kann man das nächste Mal auch gleich den Global Sailing Club anlaufen.

11.00 Uhr I Wir haben abgelegt. MW übernimmt das Steuer und fährt uns aus der Bucht. Nane erklärt ihm, wie man unter Motor nur mit Gang in den Wind geht, um das Groß zu setzen. Er hält die Ambiente gut im Wind und wir setzen das Groß mit 70% – wir wollen unsere Crew etwas üben lassen. Wir setzen die Genua und MW hält super „Am-Wind-Kurs“ und bekommt 6,5 Knoten Fahrt. BW fühlt sich gut, wenn ihr Junior am Steuer ist.

11.45 Uhr | Nane erklärt MW, wie eine Wende zu fahren ist. MW startet seinen ersten Versuch und gibt erst mal eine Runde aus, doch dann findet er seinen Kurs wieder und bekommt wieder Fahrt.

12.45 Uhr | Die nächste Wende klappt schon besser. HW übernimmt das Steuer und wir fahren noch ein paar Wenden (ca. 50° statt 90° aber wir müssen heute ja kein Ziel in dem Sinn erreichen).

13.30 Uhr | Wir nehmen Kurs auf Ingiliz Limani – wir wollen baden. In der Hafeneinfahrt übernimmt Nane das Steuer und lobt MW und HW, dass sie das heute wirklich gut gemacht haben.

14.00 Uhr I Buchteinfahrt – wir holen die Genua ein und starten den Motor. Die kleine Meerjungfrau wird fotografiert und knapp 25 Minuten später liegen wir am Steg. Die Anlegehilfe ist hier immer etwas chaotisch, denn kaum hat man die Rückwärtsfahrt aufgenommen, überlegen sich die Jungs am Steg, noch mal die Muring zu tauschen und der Kurs ist nur schlecht zu korrigieren.

15.00 Uhr | MW und Nane haben das Boot abgespritzt und wir gehen erst mal an Land, um uns ein Dondurma zu gönnen (das bedeutet Eiscreme auf deutsch). Die Nachbarn hier haben wir teilweise schon in Cökertme gehabt, wir werden herzlich begrüßt.

15.30 Uhr | Jetzt ist erst mal schwimmen angesagt. BW findet es herrlich hier. Nach dem Schwimmen gönnen wir uns einen Snack mit Käse, Salami, Oliven und Peperoni. Dann chillen BW, MW und Nane auf der Ambiente und Dirk geht mit HW auf „Foto-Expedition“.

18.00 Uhr | Wir gehen noch mal baden – einfach weil es herrlich ist. Die Duschen hier sind komplett neu gemacht, aber leider ist das Wasser relativ kalt – wir nennen das erfrischend.

19.00 Uhr | Wir machen uns langsam fertig, um zum Essen zu gehen. Nane will heute als Vorspeise auf jeden Fall Seegras essen, das hat Ö ihr das letzte Mal hier sehr empfohlen.

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

unterwegs...

Ingiliz Limani

unterwegs...

Karacasögüt

Karacasögüt

Karacasögüt

noch keine Lampen 😉

noch keine Lampen 😉

noch keine Lampen 😉

Quallen

Quallen

Kuh

Gökova

Ingiliz Limani

Monstereidechse

schön

Monstereidechse

Monstereidechse

Monstereidechse

nur noch Haut

Ingiliz Limani

nur noch Haut

Kläffer

Ingiliz Limani

Ingiliz Limani

Kläffer

Ingiliz Limani

Wenn wir hier anlegen müssen wir natürlich auch immer nach dem alten ANADOL schauen der verlassen am Ufer steht 😉

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol

Anadol