28.08. Sögüt – Sailors Paradise | 11 nm

Sailors Paradise – Kocabahce Bay, unser Tagesziel

9.00 Uhr | Wir wachen langsam auf und haben immer noch keine Lust auf ein richtiges Frühstück – meine Güte ohne den Kaffee-Geruch von ZR kommen wir nicht in Schwung. Obst, Joghurt, Milch, Schokopops – das war’s.

9.45 Uhr | Wir gehen noch einen Abschiedscay trinken und unsere Rechnung bezahlen. Nane malt für Öykü noch ein paar Kelebeks (Schmetterlinge) mit ihren pinkfarbenen „Kalem“ und faltet aus Servietten ein kleines Boot für “Sweetie”.

10.15 Uhr | Im Supermarkt verabschieden wir uns von Salihs Schwester und ordern noch Dondurma für Öykü – sie soll die nächsten beiden Tage am Nachmittag ein Eis bekommen.

10.50 Uhr | Wir legen ab und hoffen auf etwas Wind, aber nein, Wind „yok“ – aus. Also nehmen wir direkten Kurs auf Sailors Paradise, um wenigstens den Nachmittag über schwimmen zu können.

13.15 Uhr |Wir kommen langsam in die Bucht. Fender und Achterleinen sind vorbereitet und wir warten, bis die Yacht vor uns mit dem Anlegemanöver fertig ist. Turgut macht heute den Dockmaster, weil Zerrin und Tarek auf einer Hochzeitsparty waren und noch nicht wieder da sind. Wir sind das 2. Boot am Steg, wir liegen neben einem österreichischen Pärchen, das kurz vor uns eingelaufen ist. Die zwei sind aus Fethiye hier hoch gekommen und finden die Bucht wie wir auch echt klasse.

14.00 Uhr | Wir mussten erst mal eine Runde schwimmen, um uns abzukühlen. Das Wasser ist herrlich hier – genau richtig. So langsam füllt sich der Jetty, neben uns kommt ein türkischer Eigner rein, dann ein „Einhandsegler“ und so weiter…. Außer Turgut sind heute keine bekannten Gesichter hier auszumachen.

16.00 Uhr | Wir trinken Cay mit Mehmet und seiner Frau. Erzählen die Geschichte des Katamerans und beide sind entsetzt, weil auch sie den deutschen Eigner kennen und hoffen, dass er sein Boot und damit auch sein Business schnell wieder bekommt. Mehmet meinte, wir sollen doch den deutschen Außenminister bitten, zu intervenieren – netter Gedanke.

17.00 Uhr | Turgut holt Zerrin und Tarek ab, die von der Hochzeit zurückkommen. Beide sind todmüde, aber freuen sich riesig, uns zu sehen. Mit dabei ist Esra, die wir auch schon seit Ewigkeiten aus Bozukkale kennen, sie ist mit Mehmets Sohn Levent zusammen und wir freuen uns, sie mal wieder zu sehen. Sie hat uns schon vor 10 Jahren in Bozukkale Tücher und Armbänder von Ihrem kleinen Boot aus verkauft.

18.30 Uhr | Wir gehen noch mal schwimmen und entdecken danach bei den Duschen ein kleines Kätzchen, das gerade mal 2 Tage alt ist – goldig. So langsam bekommen wir Hunger und um halb acht gehen wir zum Essen. Da wir näher im „Small-Talk-Bereich“ der Family sitzen wollen. Wir gönnen uns leckere Hunter-Börek (mit Hackfleisch gefüllt) und Meze, Dirk nimmt Chicken-Sis und Nane gönnt sich King Prawns. Danach bekommen wir noch Mais aus Zerrins Garten und Melone.

22.00 Uhr | Wir gehen zurück auf die Andiamo und unterhalten uns noch mit unseren österreichischen Nachbarn über das Segelrevier als wir plötzlich einen riesen Pflatsch hören. Wir springen auf und entdecken eine badende Dinghi-Crew, die mitsamt Dinghi umgekippt ist, als sie zu ihrer Yacht zurück wollen. Wir fischen einen nach dem anderen aus dem Wasser und versuchen, sie wieder sicher in ihr Dinghi zu befördern. Die canadische Crew ist schon leicht angeheitert und der Kipper versucht seinen 3 Ladies zu erklären, wie sie ins Dinghi steigen müssen – pflatsch – schon wieder liegt eine im Wasser. Beim nächsten Mal klappt es und wir warten am Jetty, bis sie sicher bei Ihrer Yacht angekommen sind. Eine der Damen stand noch die ganze Zeit am Jetty und als wir den Satz hören „why are you so dry“ prusten wir los vor Lachen.

23.00 Uhr | Wir verkrümeln uns langsam in die Koje, denn morgen wollen wir nicht allzu spät los, wir haben 25 nm bis Palamut.

27.08. Bozukkale – Sögüt | 13,74 nm

9.00 Uhr | Wir wachen auf und Dirk hatte in der Nacht Mücken-Besuch. Diese Mücke wollte ursprünglich Tätowierer werden, denn auf seinem Bauch sind mindestens 10 Stiche nah beieinander und Nane meint, sieht fast so aus, wie das Sternbild des großen Bären (würde ja zu Dirk passen). Etwas weiter Richtung Hüfte wurde auch noch der Polarstern platziert – witzig! Dirk schaut raus und glaubt seinen Augen kaum, die Schnellboote sind wieder am Steg. Der Italiener nebenan macht uns auch darauf aufmerksam und meint, ob wir was unternehmen wollen. Wir informieren den Eigner und die Charter-Basis – was sollen wir allein sonst tun. Außerdem haben wir vor den militärisch ausgebildet wirkenden Männern auch gehörigen Respekt. Die Charter-Basis will die Küstenwache informieren, aber aktuell ist den Männern ja nichts nachzuweisen – wir denken, es wäre besser, sie nachts auf frischer Tat zu ertappen, aber damit wollen wir besser nichts zu tun haben, denn unsere Ambitionen als 2 statt 3 Fragezeichen unterwegs zu sein, sind eher von ängstlicher Zurückhaltung geprägt.

10.45 Uhr | Wir laufen als letztes Boot in Bozukkale aus. Nur noch der Kat der Italiener liegt da. Am 9. September wollen wir wieder da sein. Der Mittwoch unserer letzten Woche, ein Tag vor Ciftlik, bevor es wieder in die Marina geht.

11.00 Uhr | Wir sind raus aus der Bucht von Bozukkale – kein Wind weit und breit. Das soll diese Woche auch erst mal so bleiben. Darum nehmen wir direkten Kurs Richtung Sögüt. Uns begegnen etliche Phoenix-Schiffe, die Luna, die White Pepper, die Swallow – alle auf der Rückreise Richtung Marmaris.

12.30 | Die Windsituation hat sich nicht verbessert, wir cruisen gemütlich mit 5 Knoten durch den Yesilova-Golf.

13.15 Uhr | Dirk erklärt Nane, dass sie bei wenig Wind auch mal anlegen könnte. Irgendwie will sie nicht, aber übernimmt trotzdem das Steuer. Dirk macht die Fender und die Achterleinen klar. Es gibt immer noch keinen Wind. Also versucht Nane es einfach mal mit dem Anlegen, ganz langsam und yavas yavas.

13.30 Uhr | Wir liegen am Steg von Captains Table – das Anlegemanöver hat super geklappt (es lag auch nur ein anderes Boot am Steg). Nane ist stolz und gönnt sich ihr erstes Efes als Anleger in diesem Urlaub.

14.00 Uhr | Wir gehen erst mal baden. Das Wasser hier ist angenehm warm. Wir schwimmen zur Boje und zurück – macht Spaß. Das wird nicht die letzte Schwimm-Aktion heute.

14.45 Uhr | Sabit kommt, um uns auf einen Tee einzuladen. Wir gehen vorher noch geschwind Dondurma für alle kaufen und die kleine Tochter von Sabit genießt ihr Eis sichtlich. Danach trinken wir Tee, schauen den beiden beim Fischernetz “weben” zu und unterhalten uns. Klein “Sweetie” sitzt bei Nane auf dem Schoß und sie malen “Kelebek” (Schmetterlinge) in ihr Malbuch.

16.15 Uhr | Wir gehen noch mal schwimmen und finden es schade, dass alle einlaufenden Yachten das Octopus Restaurant anlaufen – auch unsere Italiener sind vom Octopus nicht begeistert und würden das Restaurant nicht weiter empfehlen. Naja, vielleicht spricht sich die Qualität der Küche vom Captains Table noch besser rum, wenn wir das noch mehreren Menschen erzählen.

19.15 Uhr | Nane hat Hunger und will zum Essen gehen. Mal sehen, was es heute gibt.

19.30 Uhr | Wir entscheiden uns für Hunter Börek, und gefüllte Pilze als Vorspeise und teilen uns einen großen Fisch – Sabit kann’s einfach. Soooo lecker –  nur genial. Auch Dirk ist begeistert.

21.00 Uhr | Wir verkrümeln und nach einem Cay auf die Andiamo und genießen in aller Ruhe den Abend, lesen, chatten und relaxen. Morgen geht’s zu Sailors Paradise – wir haben bei Zerrin schon einen Platz reserviert.

Freitag 29.05.2015 | Selimiye – Sögüt | 17,46 nm

8.00 Uhr und es regnet – also brauchen wir auch nicht aufstehen. Noch nicht mal ZR kocht Kaffee.

8.45 Uhr | Jetzt hält es ZR ohne Kaffee nicht mehr aus und fängt an Kaffee zu kochen. Nane steht auf und fängt an den Tisch zu decken und Frühstück vorzubereiten. Wir bekommen ein leckeres Fladenbrot vom Aurora zum Frühstück geschenkt und wir sitzen eine halbe Ewigkeit am Frühstückstisch.

10.10 Uhr | Die Jungs spülen das Geschirr vom Frühstück und wir machen eine Einkaufsliste, was wir noch für den restlichen Törn brauchen. Das Eingekaufte wird gemütlich an Bord gebracht, während wir den letzten leckeren Cappuccino im Cafe Ceri genießen.

12.00 Uhr I Wir haben abgelegt und laufen aus – Helmut mit seinem Trimaran kommt uns noch entgegen – lange nicht gesehen aber gleich wieder erkannt.

12.15 Uhr I „Klar machen zum Segel setzen“ – ratsch ein Riss im Unterliek – sche… wir telefonieren mit Phoenix, der Segelmacher kommt nun nach Sögüt und holt das Segel, repariert es und bringt es uns dann wieder nach Ciftlik. So müssen wir halt erstmal mit der Genua klarkommen…wird schon gehen.

13.45 Uhr I Wir passieren die Untiefentonne „Atabol Kayasi“ im Yesilova Golf. Es herrscht reger Wellengang und in der Ferne sieht man extrem dunkle Wolken abregnen. ETA 15.30 Uhr Wir setzen die Genua, um wenigstens einen Teil zu segeln. Nur mit der Genua wird die ANDIAMO mit 6,5 Knoten (laut GPS) nach Sögüt gezogen. Wir fahren 3 Halsen und sind in der Bucht von Sögüt. Über den Bergen hängen schwarze Wolken, es blitzt. Jetzt müssen wir schauen, dass wir anlegen. Der Wind frischt auf, wir haben 20 Knoten seitlich. Der Jetty ist voll bis auf einen Platz am Rand, Richtung Fischerboote, das wird ein spannendes Manöver. Das Anlegemanöver klappt, wir werden auf die Fischerboote getrieben, aber die Achterleinen sind bei Sali und Kaya sicher, Sabit springt auf’s Boot und macht mit Micha die Muring – mit Gas nach vorn liegen wir save neben unserem Nachbarschiff.

15.35 Uhr | Wir liegen am Steg als das Gewitter sich entlädt – Punktlandung! Wir kriegen gerade noch das Sonnensegel gespannt, bevor es gießt. Jetzt sitzen wir im Boot und trinken erst mal einen Anleger. Rudi und Claudi sind mit ihrer Balina auch da – wir warten darauf, dass es trockener wird, spätestens beim Abendessen können wir palavern.

16.00 Uhr | Nane hat Zitronen-Makkaroni gekocht – das hebt die Moral. Die Mischung aus Pasta, Parmesan, Zitronen und Basilikum schmeckt genial und ist schnell verputzt.

16.30 Uhr | Zwei Jungs vom Segelmacher sind da und holen das Groß runter. Wir sollen es morgen in Ciftlik wieder gegen 17.00 Uhr bekommen.

17.00 Uhr | Jetzt gießt es wie aus Kübeln. Wir warten 30 Minuten bevor der Regen in leichten Niesel übergeht und machen uns auf den Weg, einen Cay zu trinken. Aus einem Cay werden 4 und es ist schon Zeit, zu Abend zu essen.

19.00 Uhr | ZR und Nane wollen heute Fisch und suchen sich Red Snapper und einen „Scorpion-Fisch“ aus, MM bleibt bei Salat und Dirk bei Chicken Sis. Rudi und Claudi sitzen am Nachbartisch und es wird ein gemütlicher Abend. MM und Nane trinken noch einen Ada-Cay – vielleicht hilft’s ja gegen die Temperaturen. Sabit meint, „that’s wintertime – tomorrow summertime is coming“ – wollen wir es hoffen.

22.15 Uhr | Wir gehen zurück auf die Andiamo und nehmen noch einen kleinen Absacker, bevor wir uns in die Kojen verziehen.

Frischer Fisch

Gewitter

schlecht Wetter in Sögüt

schlecht Wetter in Sögüt

schlecht Wetter in Sögüt

schlecht Wetter in Sögüt

schlecht Wetter in Sögüt

schlecht Wetter in Sögüt

schlecht Wetter in Sögüt

schlecht Wetter in Sögüt

Cafe Ceri

Hüseyin Altindag

Cafe Ceri

Hüseyin Altindag

Cafe Ceri

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Selimiye

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Hüseyin Altindag